we
Kommentare 0

Ich woanders: Der lustigste Job in Leipzig

Hätte ich gewusst, dass Namenkundler/-in der beste Job der Welt ist und dieser noch dazu an der Uni Leipzig ausgeübt werden kann, mein Leben wäre vermutlich gänzlich anders verlaufen. Was für einen Spaß müssen die Leute dort nur haben, wenn sie Gutachten zu Vornamen wie Nova-Hope, Joy oder Summer-Sunshine erstellen dürfen? Bei Weltnest habe ich dazu mal etwas aufgeschrieben.

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da führte mich mein erster Gang direkt zum Bürgeramt, denn ein neuer Ausweis musste her. Der zweite Gang führte mich übrigens ebenfalls zum Bürgeramt, denn den accent aigu in meinem Vornamen darf man nicht einfach weglassen, da bin ich pingelig.
Wenn man nicht wie alle anderen Sebastian, Christian oder Martin heißt, dann birgt das immer wieder kleinere Schwierigkeiten. Sei es, dass man mich Andrè, Andre‘, Andrej oder gleich Antreh schreibt, der möglichen Falschschreibung sind nach eigener Erfahrung keine Grenzen gesetzt.
Letzte Woche erzählte mir Alex, dass vor kurzem die Vornamenstatistik des Jahres 2013 erschienen sei. Herausgeber: Das Namenkundliche Zentrum der Uni Leipzig.
Vornamenstatistik klingt erst einmal wenig spannend. Doch was Philologen, die offensichtlich nicht ohne Grund ein „lol“ in ihrem Namen tragen, dort alles katalogisiert haben, ist eine sehr tolle Sache.

WEITERLESEN AUF WELTNEST.DE

awip29201401
Kommentare 0

A Week in Pictures 30/2014

Zeit für einen Ausflug. Schließlich muss man auch die andere Ecke der Stadt immer mal wieder im Auge behalten. Sonntagmittag sieht es jedenfalls nur halb so cool aus, wie man sonst gern überall liest. Was vielleicht auch daran liegen mag, dass die coolen Leute schon längst damit beschäftigt sind, an irgendeinem See zu “beachen” oder eben noch nicht aus dem Mate-Wodka-Koma des Vorabends erwacht sind, um mit Soja-Chai-Latte dagegen zu steuern. Es ist eine schlimme Welt. Zwar gehe ich davon aus, dass die Welt schon immer in Richtung Abgrund schlitterte, doch dank der allgemeinen Beschleunigung geht es dieser Tage auch noch etwas schneller voran. Gut erkennen kann man das bereits an den Vornamen, die man heute Menschen gibt. Wie gut, dass es gerade in Leipzig Wissenschaftler/-innen gibt, die sich damit auseinander setzen. Bei Weltnest habe ich mal aufgeschrieben, warum man nicht Joy, Nova-Hope oder Olé heißen möchte.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

we
Kommentare 0

Ich woanders: Beim Badewannenrennen am Völkerschlachtdenkmal

Unmenschliche Hitze am Wochenende. Wer könnte dort dem Drang widerstehen, zum Badesee zu fahren oder sich im Schwimmbad zu installieren? Ich natürlich! Denn wenn es so richtig heiß ist, dann habe ich nichts Besseres zu tun, als ganz viel Zug zu fahren. Warum nicht dann auch noch zum Badewannenrennen ans Völkerschlachtdenkmal fahren? Immerhin habe ich es in 22 Jahren noch nie dorthin geschafft. Bei Weltnest habe ich dazu mal etwas aufgeschrieben.

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da war ich froh, mich nicht allzu sehr umgewöhnen zu müssen.
Denn auch in meiner Heimatstadt (wen es interessiert: Mordor, Sachsen-Anhalt), hatte es seit jeher ein jährliches Badewannenrennen gegeben. Dort musste man etwa drei Kilometer lang in einen kleinen Fluss entlang paddeln, der sich durch einige Stromschnellen, Sandbänke und Brücken auszeichnete.
Das Event war bis vor zwei Jahren eines der zahlreichen das Highlight und umso wohler fühlte mich sofort in Leipzig, als ich von der jährlichen, von der naTo organisierten Régates de Baquet erfuhr.

Nur irgendwie schaffte ich es nie dorthin. Zweiundzwanzigmal. Mal war ich nicht in der Stadt, mal machten mir Kondition und Vorabendgestaltung einen Strich durch Rechnung, mal musste durfte ich zu Omas Geburtstag. Doch jetzt, nach 22 Jahren, hat es endlich geklappt. Ich war beim Badewannenrennen am Völkerschlachtdenkmal. Dass es gleichzeitig das heißeste Wochenende des Jahres war und ich beinahe gestorben wäre, ist bei so einer Vorgeschichte selbstverständlich.

WEITERLESEN AUF WELTNEST.DE

Processed with VSCOcam with f2 preset
Kommentare 0

A Week in Pictures 29/2014

Auf der Durchreise. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal zwölf Stunden Zug gefahren bin. Eigentlich gar nicht so stressig, wenn man sich immer direkt zu den bahn.comfort-Plätzen bewegt und müde genug ist, um mindestens die Hälfte der Zeit zu verschlafen. Dann noch ein gutes Buch dabei haben und die Zeit vergeht doch recht schnell. Wobei die letzte Stunde Busfahrt (!) dann doch so nervte, dass ich begann, mir haufenweise Hassnotizen auf dem Handy zu machen. Ein Beispiel: “Im Bus fällt mir ein Rentner in den Schoß. Danach erklärt er freudig, der einzige Privatversicherte im Ort zu sein.” “Natürlich heißt der Italiener hier ‘Alfredo’ und das freche Café ‘Strandmuschel’. Wer hier als Einwohner Glück hatte, der ist schon vor zwanzig Jahren gestorben.” Doch immerhin hat es sich in diesem Jahr zum ersten Mal ergeben, dass ich zum Badewannenrennen am Völkerschlachtdenkmal gehen konnte. Bei Weltnest habe ich dazu mal etwas aufgeschrieben.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

wn
Kommentare 0

Ich woanders: Platz da, die Wagen kommen!

In Leipzig wird gebaut. Überall und nirgends. Doch was gibt es für alternative Wohnkonzepte und was kann die Stadt tun, um diesen entgegen zu kommen. Dazu habe ich bei Weltnest mal etwas aufgeschrieben.

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da fiel es mir alles noch nicht so auf.
Doch je älter ich wurde und je mehr meine Eltern mich dazu ermutigten, endlich Miete für mein Kinderzimmer zu bezahlen, umso mehr begann ich, mich nach Alternativen zum herkömmlichen Wohnen umzusehen.
Leipzig hat auf Grund seiner Geschichte gleich mit mehreren davon Erfahrung:
1. Wächterhäuser: Der Versuch, Häuser zu erhalten, indem man sie an übergangsweise Nutzer vermittelt, die das Objekt in Schuss halten und dafür dort leben können.
2. Wohnprojekte: Sind gerade so in, dass es eines davon just auf Spiegel Online geschafft hat.
3. Hausbesetzungen: Hätten mir meine Eltern eh nie erlaubt.

WEITERLESEN AUF WELTNEST.DE