Kommentare 0

A Week in Pictures 49/2017

Und so beginnt sie wieder: Die frohe Vorweihnachtszeit oder, wie ich sie gern nenne, die fröhliche „DAS MUSS UNBEDINGT NOCH VOR WEIHNACHTEN FERTIG WERDEN, aber die Rechnung zahlen wir dann im März“-Zeit. Und ich weiß nicht, wie es funktioniert, aber es klappt doch immer irgendwie. Bisschen sperriger Titel für eine Autobiografie, aber immerhin wahr. Ich glaube, ich präferiere trotzdem weiterhin „Sie hatten Recht, davon kann man nicht leben“, aber das nur nebenbei. Ich sitze viel in der Küche, denn im Arbeitszimmer ist die Heizung kaputt, aber dazu gleich mehr. Außerdem steht dort mein Schwippbogen aka der beste Schwippbogen der Welt, zu dem ich nun endlich auch mal passende Kerzen habe. Mir zumindest hilft es, ab und zu mal den Arbeitsplatz zu wechseln. Also jetzt zweimal täglich, aber ab und zu mal in der Küche sitzen, so rein für den Szenenwechsel, das hilft irgendwie. Obwohl ich selbst nicht an so etwas glaube. Ich glaube auch nicht an Schreibblockaden. Natürlich sind nicht immer die besten Ideen am Start, aber Schreiben geht prinzipiell trotzdem. Am besten sogar dann, wenn man gar keine Zeit mehr dafür hat, in Befindlichkeiten und Schreibblockaden abzugleiten bzw. sich vorher genug Gedanken darüber gemacht hat, was man eigentlich schreiben will. Wenn ich etwas wirklich nicht mag, dann ist es assoziatives Schreiben. Das können gern alle in ihren Workshops machen, aber am besten wäre es, die entstanden Texte danach auch einfach in den Müll zu werfen. Btw: Im Bild läuft gerade Talk ohne Gast. Nach wie vor für mich der beste Podcast derzeit. Gefolgt vom Podcast Ufo, obwohl ich es dort einfach nur immer unglaublich lustig finde, wie Florentin auf die pseudointellektuellen Erklärungen von Stefan abgeht.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

Kommentare 1

Yeay! Mein Buch „Klassenkampf“ gibt’s jetzt kostenlos und ungekürzt auf Spotify und Apple Music!

Wow, ich liebe die Zukunft! Da schreibt man einfach eine Mail an den Superverlag Voland & Quist und zack! gibt’s kurze Zeit später das eigene Hörbuch kostenlos auf Spotify und Apple Music. Also so richtig kostenlos! Und ungekürzt. Von mir eingelesen. Ach, ich bin im Himmel. Wie cool ist das denn?

Ich wünsche viel Spaß beim Hören, Teilen, raubkopieren (wehe!).

Kommentare 1

A Week in Pictures 48/2017

Teil 2 des ewig langen Wochenrückblicks. Für Israel-Teil 1 klicken Sie bitte hier.

„Und seit wann schreibst du schon? Wie kam das? Was treibt dich da an?“, fragte die Airbnb-Frau in Haifa und ich antwortete: „Schreiben ist perfekt, wenn man unspontan ist.“ Okay, sagte ich nicht, denn dafür bin ich zu unspontan. Vermutlich sagte ich etwas total Deepes wie: „Öh, joa, einfach so halt. Keine Ahnung seit wann.“ Jetzt, nachdem ich noch mehr Zeit zum Überlegen hatte, würde ich sagen: „Schreiben ist super, wenn man gerne austeilt, aber nicht sehr stark ist.“ Man ist gleichzeitig allein, aber irgendwie auch nicht. Es ist anstrengend, ohne anzustrengen und ist beim Aufräumen weniger aufwändig als zum Beispiel Lego. Außerdem fehlt nie irgendein Teil, außer vielleicht in einem Moment mal kurz, aber meistens kommt das dann schon irgendwann von allein oder man macht es sowieso ganz anders und dann ist eh alles egal. Trotzdem mag ich „geschrieben haben“ viel lieber als „schreiben“, denn es fühlt sich tausendmal besser an. Aber so, im Moment, wenn es draußen schneit (!!) und man gestern noch bei 25 Grad am Strand von Tel-Aviv gesessen hat, ist es schon ganz okay. (Denken Sie sich an dieser Stelle bitte so ein hot-dog-leg-Foto am Strand mit glitzerndem „Take me back“-Schriftzug 👙☀️🌊🍹).

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

Kommentare 1

A Week in Pictures 47/2017

„Hatachana haba’a!“ Das ist hebräisch und heißt so viel wie „Nächster Halt“. Es ist meine Lieblingswortgruppe, weil ich mich dann immer an die alten Ansagen der Leipziger Straßenbahn denken muss: „Prochain arrêt, Gare centrale, point central de correspondance, correspondance avec les lignes de banlieue et de grandes villes, accès au centre-ville.“ Weitere hebräische Ausdrücke, die mittlerweile wie im Schlaf beherrsche, sind „ma nishma“ (’s geht?), „toda“ (dange aldr!) und natürlich „shalom“ (moinsen diggi!) bzw. am Shabbat dann „shabbat shalom“ (moinsen diggi, nach Sonnenuntergang macht der Supermarkt zu, also geh da lieber noch mal hin! (oder so ähnlich)). Mehr kann ich leider noch nicht. Aber ich weiß, wie man meinen Namen auf Hebräisch schreibt. Das ist ein kostenloser Service in Israel, denn wenn man sich eine kostenlose, personalisierte ÖPNV-Plastikkarte machen lässt (die so genannte Rav-Kav-Card, was ich schon mal sehr lustig finde), dann steht da direkt der eigene Name auf Hebräisch mit drauf. Nebst eines Bildes, das bei mir aussieht, als hätte ich Blumen im Haar, weil hinter mir direkt eine riesige Topfpflanze stand. Meine Name jedenfalls sieht in etwa so aus: „nnamrreH érdnA“. Allerdings mit hebräischen Buchstaben, aber das kriege ich hier gerade nicht hin. Ah, jetzt doch: הרמן אנדרה. Aber auf der Karte sieht es ein bisschen anders aus. Aber das krieg ich jetzt wirklich nicht hin.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

Kommentare 0

A Week in Pictures 46/2017

Es fühlt sich wie Russisch-Roulette an, wenn man bei ein und demselben Lieferdienst gleichzeitig Mexikanisch, Indisch, Pizza und Chinesisch bestellt.
Es kann einfach nicht gut gehen. Niemand kann alle kulinarischen Richtungen gleich gut kochen. Das glaube ich nicht. Indisch und Mexikanisch, meinetwegen. Wobei ich mir Indisch relativ schwer vorstelle, so von den Gewürzkombinationen her. Mexikanisch geht vermutlich, weil es hierzulande ja eh „nur“ Chili bedeutet (obwohl: Ich habe vermutlich schon jedes Chili in Leipzig gegessen und kann sagen: Es gibt tatsächlich nur 2-3 gute). Pizza ist wahrscheinlich auch machbar, wenn man ein bisschen übt. Chinesisch stelle ich mir da schon schwieriger vor. Also nicht, dass ich selbst irgendetwas davon gut kochen könnte, aber Sie verstehen, worauf ich hinaus will. Zwei Richtungen gleichtzeitig gut kochen, ja. Aber drei oder gar vier? Nein. Irgendjemand wird also einen verdammt miesen Abend haben. Mais im Chili oder solche abartigen Dinge. Ich hatte mal Haare in einer Lasagne. Also nicht so 1-2, die ich vielleicht noch verstehen könnte. Nein, so einen richtigen Büschel. Wo man dann nicht weiß: Ich das jetzt eine Warnung der Cosa Nostra und es waren nur die Pferdeköpfe alle oder ist hier einfach jemand sehr sehr sehr eklig? Und es ist ein sehr komisches Gespräch, wenn man dann anruft und sagt: „Ich hatte Haare in meinem Essen.“ „Oh no, das tut uns leid mit dem Haar.“ „Nein nein, nicht ‚ein Haar‘ – HaarE! Viele! So ein mittlerer Büschel, genau gesagt.“ – Und nein, ich habe nicht das angebotene Ersatzessen genommen. Ich war schon lange satt.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)