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Ich woanders: Fahrscheinloser ÖPNV in Leipzig und die falsch gestellte Frage

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da gab es noch keine Jahreszeiten.
Vielleicht deshalb sprach ich mich vor gut einem Jahr so freimütig für das Fahrradfahren in Leipzig aus. Keine Frage, daran hat sich nichts geändert.
Aber man wird ja auch älter, gebrechlicher und verweichlichter. Schon jetzt grämen mich die Gedanken an den bevorstehenden Winter, an eisige Kälte und die Auswirkungen auf meine Nebenkostenabrechnung.

Gerade nachts, wenn ich mal wieder zu schwach war, um einfach mit dem Fahrrad zu diesem total angesagten Fabrik-Rave zu fahren und gleichzeitig nicht badass genug bin, um schwarz nach Hause zu fahren, werde ich wohl wieder öfter auf die Straßenbahn umsteigen und dabei all die lachenden StudentInnen verfluchen, die dank ihres Semestertickets die ganze Zeit unterwegs sein können.
Doch Halt! Worüber hat der MDV da kürzlich mal laut nachgedacht? Ein Bürger-Ticket? Das heißt jede/r zahlt 20 Euro und dann kann man so viel Straßenbahn, Bus und S-Bahn fahren, wie er/sie will?

Erster Gedanke: Iiiih! Auf gar keinen Fall! Das ist wie Rundfunkbeitrag und schon den zahle ich nicht gern!
Zweiter Gedanke: Hmm! Viermal Rave im Monat, das heißt mindestens acht Straßenbahnfahrten à 2,40 Euro, dazu noch die obligatorischen 1-2 Mal „Iiih, es regnet und ich habe keine Schutzbleche am Fahrrad“-Tage, macht 24 Euro.
Dritter Gedanke: Okay, ich bin dabei!

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A Week in Pictures 42/2014

Auf das Sommer- folgt bekanntlich das so genannte Herbstloch. Es ist ein bisschen weniger bekannt als sein sommerlicher Kollege, aber nicht minder tief. Im Leipziger Herbstloch wird bspw. gerade diskutiert, ob man die Kostenexplosion des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds womöglich dadurch lösen kann, dass man einfach alle Menschen kollektiv einen Grundbetrag zahlen lässt und dann den ÖPNV quasi-kosten- d.h. fahrscheinlos macht. Was das mit falsch gestellten Fragen, Warp-Antrieb und Beamen zu tun hat, das habe ich bei Weltnest mal aufgeschrieben.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

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Ich woanders: Ich war bei der Goldenen Henne 2014

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da hätte ich mir vermutlich selbst einen Vogel gezeigt. Doch heute bin ich älter, weiser und vor allem willensschwacher geworden.
Und ich habe mir vor allem eine Sache eingestanden: Was gehypte Dinge angeht, bin ich ein Mainstreamer sondergleichen. Und wenn jemand freiwillig Twilight und 50 Shades of Grey liest, dann sollte es nicht verwundern, wenn er auch freiwillig zur Goldenen Henne 2014 geht, sobald er die Möglichkeit dazu hat.

Falls Sie nicht wissen, was die Goldene Henne ist: Die Goldene Henne ist Deutschlands größer Publikumspreis, das heißt ein Preis, den Menschen bekommen, wenn sie schon so viele Preise bekommen haben, dass sie eigentlich nicht noch einen bekommen müssten. Und zum zwanzigsten Jubiläum wurde dieser Preis nun hier im schönen Leipzig verliehen, vor 3.500 Zuschauer/-innen auf der Leipziger Messe. Und ich war dabei, geil!

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A Week in Pictures 41/2014

Da waren wir also bei der Goldenen Henne 2014. Ich finde ja, so etwas sollte man mal gesehen haben. Und wenn es nur ist, um danach zu wissen, dass man bis auf das großartige Essen nicht allzu viel verpasst. Wobei: Ich habe Karat, City und die Puhdys auf einmal gesehen, d.h. alle Ü50-Jährigen blicken seither ehrfürchtig zu mir auf. Ansonsten war es hauptsächlich lang und beim nächsten Mal schmuggle ich auf jeden Fall etwas zu trinken mit rein. Warum mir am nächsten Morgen ein bisschen schlecht war, wer die Frau mit der Karnevalsmütze war und wieso ich Playback ziemlich witzig finde, das habe ich bei Weltnest mal aufgeschrieben.

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Ich habe (rund) ein (30stel) Buch geschrieben!

Pünktlich zur Buchmesse müssen natürlich wieder ganz viele Bücher herauskommen. Viele davon handeln von Heilkristallen oder wandernden Dirnen, die wenigstens davon eigenen sich für mehr als den direkten Weg ins Altpapier. Aber es gibt Abhilfe! Wie jeder weiß, gibt es mit dem Kampf der Künste den vermutlich umtriebigsten Slam-Veranstalter in ganz Europa und ich glaube, ich lüge nicht, wenn ich sage, dass jede/r halbwegs bekannte Slammer/-in diesen Damen und Herren Einiges zu verdanken hat.

Wie schön also, wenn diese Herr- und Frauschaften auf die tolle Idee kommen, eine Anthologie ins Leben zu rufen, in der sie all jene versammeln, die sie mögen und von diesen zurückgemocht werden.
Insgesamt sind es 30 AutorInnen, die unter einem Cover versammelt jeweils einen ihrer erfolgreichsten Texte zeigen, sodass der Titel des Buches Best of Poetry Slam #1 sicher nicht zu viel verspricht. Mit dabei sind so großartige Leute wie Andy Strauß, Dalibor, Jan Philipp Zymny, Patrick Salmen und viele viele andere mehr. Und ich bin auch dabei! Bestellen kann man das gute Stück für läppische 12,00 Euro als Taschenbuch sowie 17.90 Euro als Hardcover, zum Beispiel beim großen bösen A oder im kleinen Buchladen um die Ecke.

Achja, zu jedem Text gibt es immer eine großartige Illustration. Die zu meinem Text ist logischerweise die allerallerbeste:

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