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Ich woanders: Die Ersti-Experten der Uni Leipzig (leider ohne Mirko)

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da gab es im Internet praktisch noch gar nichts. Wenn man auf die Seite der Uni Leipzig ging, dann öffneten sich 38 Pop-Up-Fenster, vier polyphone Klingeltöne erklangen gleichzeitig abgespielt und überall glitzerte und blinkte es. Facebook existierte nicht und wer online Informationen bezüglich des bald beginnenden Germanistik-Studiums erhalten wollte, der landete mit einem falschen Klick auf zwielichtigen Chat-Seiten und musste schlüpfrige Fragen beantworten wie „mw? *scnr*“ oder „wayf? *fg*“.
Internet, das war zu meiner Zeit noch Krieg.

Heute ist alles anders. Heute kann man sich bei der Uni Leipzig online bewerben, online einschreiben und online darüber informieren, wie dieses Studieren überhaupt funktioniert. Und damit nicht genug! Seit neustem gibt es sogar fünf agile Menschen, die von der Uni dafür bezahlt werden (also hoffentlich), sympathisch in die Kamera zu grinsen und von den Hürden des Studienbeginns zu plaudern. Die Rede ist von den neuen Ersti-Experten!

Da ich schon vor zwei Wochen zugegeben habe, dass ich heimlich Vlogs gucke, um meinen Master zu karikieren, kommen die fünf Damen und Herren gerade recht! Wobei ich nicht verstehe, wie man „Experte“ wird, obwohl man ja selbst Anfänger ist. Nunja, im Fernsehen läuft das ja oft ähnlich. Dennoch hätte man die Reihe zumindest „Ersti-ExpertInnen“, „Ersti-Expert_innen“ oder „Ersti-Expert/-innen“ nennen können, oder ist die causa Herr Professorin schon wieder beigelegt?
Wie dem auch sei: Wer sind diese Expertinnen?

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A Week in Pictures 43/2014

Endlich bin ich in der Zukunft angekommen und ab jetzt stolzer Besitzer meiner ersten analogen SMS-Flat.
Der Montag begann extraordinär. Nachtschicht bis 7 Uhr morgens, dann nicht einschlafen können und deshalb Twilight gucken, immer noch nicht müde werden und langsam den Verdacht hegen, jetzt selbst zum Vampir zu werden, genau dabei aber einschlafen. Und ich dachte schon, ich würde wie die Leute aus Goodnight Nobody werden, was zwar ein zweifelsohne großartiger Dokfilm ist, aber von einer Sache handelt, auf die ich so lieber verzichte.
À propos Zukunft: Was Social Media angeht, ist die gute Uni Leipzig ja ziemlich weit vorn mit dabei. Mittlerweile haben sie sogar eigene Vlog-Erstis, die wöchentlich ihren Studienstart dokumentieren. Bei Weltnest habe ich sie mir mal angesehen.

I can't go on, I'll go on. (Weiterlesen…)

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Ich woanders: Fahrscheinloser ÖPNV in Leipzig und die falsch gestellte Frage

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da gab es noch keine Jahreszeiten.
Vielleicht deshalb sprach ich mich vor gut einem Jahr so freimütig für das Fahrradfahren in Leipzig aus. Keine Frage, daran hat sich nichts geändert.
Aber man wird ja auch älter, gebrechlicher und verweichlichter. Schon jetzt grämen mich die Gedanken an den bevorstehenden Winter, an eisige Kälte und die Auswirkungen auf meine Nebenkostenabrechnung.

Gerade nachts, wenn ich mal wieder zu schwach war, um einfach mit dem Fahrrad zu diesem total angesagten Fabrik-Rave zu fahren und gleichzeitig nicht badass genug bin, um schwarz nach Hause zu fahren, werde ich wohl wieder öfter auf die Straßenbahn umsteigen und dabei all die lachenden StudentInnen verfluchen, die dank ihres Semestertickets die ganze Zeit unterwegs sein können.
Doch Halt! Worüber hat der MDV da kürzlich mal laut nachgedacht? Ein Bürger-Ticket? Das heißt jede/r zahlt 20 Euro und dann kann man so viel Straßenbahn, Bus und S-Bahn fahren, wie er/sie will?

Erster Gedanke: Iiiih! Auf gar keinen Fall! Das ist wie Rundfunkbeitrag und schon den zahle ich nicht gern!
Zweiter Gedanke: Hmm! Viermal Rave im Monat, das heißt mindestens acht Straßenbahnfahrten à 2,40 Euro, dazu noch die obligatorischen 1-2 Mal „Iiih, es regnet und ich habe keine Schutzbleche am Fahrrad“-Tage, macht 24 Euro.
Dritter Gedanke: Okay, ich bin dabei!

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A Week in Pictures 42/2014

Auf das Sommer- folgt bekanntlich das so genannte Herbstloch. Es ist ein bisschen weniger bekannt als sein sommerlicher Kollege, aber nicht minder tief. Im Leipziger Herbstloch wird bspw. gerade diskutiert, ob man die Kostenexplosion des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds womöglich dadurch lösen kann, dass man einfach alle Menschen kollektiv einen Grundbetrag zahlen lässt und dann den ÖPNV quasi-kosten- d.h. fahrscheinlos macht. Was das mit falsch gestellten Fragen, Warp-Antrieb und Beamen zu tun hat, das habe ich bei Weltnest mal aufgeschrieben.

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Ich woanders: Ich war bei der Goldenen Henne 2014

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da hätte ich mir vermutlich selbst einen Vogel gezeigt. Doch heute bin ich älter, weiser und vor allem willensschwacher geworden.
Und ich habe mir vor allem eine Sache eingestanden: Was gehypte Dinge angeht, bin ich ein Mainstreamer sondergleichen. Und wenn jemand freiwillig Twilight und 50 Shades of Grey liest, dann sollte es nicht verwundern, wenn er auch freiwillig zur Goldenen Henne 2014 geht, sobald er die Möglichkeit dazu hat.

Falls Sie nicht wissen, was die Goldene Henne ist: Die Goldene Henne ist Deutschlands größer Publikumspreis, das heißt ein Preis, den Menschen bekommen, wenn sie schon so viele Preise bekommen haben, dass sie eigentlich nicht noch einen bekommen müssten. Und zum zwanzigsten Jubiläum wurde dieser Preis nun hier im schönen Leipzig verliehen, vor 3.500 Zuschauer/-innen auf der Leipziger Messe. Und ich war dabei, geil!

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