krtt
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Wenn kleine Kinder keinen Walkman mehr erkennen, dann fühle ich mich sehr alt

So langsam komme ich in ein Alter, in dem ich anfange, mich über die Marotten der Jüngeren zu echauffieren. Ich verstehe nicht, warum man jedes Essen auf Instagram posten muss. Noch weniger, warum man dazu tausende Hashtags verwenden muss, die niemanden interessieren #vegan #thisisleipzig #leipziglove #yummyinmytummy #ootd #jajagehtsterben. Aber glücklicherweise finde ich noch Interesse an der neusten Technik und es werden wohl noch ein, zwei Jahre vergehen, ehe ich für immer stehen bleiben und alles Neue verteufeln werde.

Letztens habe ich darüber nachgedacht, wie ich es mal meinem Großcousin erklären werde (er ist übrigens ein Jahr alt, sehr cool und trägt Slayer-Shirts), dass ich erst mit 14 ein Handy bekam und eine SMS 39 Pfennig kostete. Dass wir uns noch umständlich und verbindlich in der Schule verabredeten oder man einfach bei einem Kumpel vorbeiging und fragte, ob er rauskomme. Dass ich tatsächlich noch Karten lesen kann und dass mein Cousin den ersten Walkman der Welt hatte. Also zumindest dieses silber-blaue Sony-Ding.

Was passiert wohl, wenn man den heutzutage Jüngsten einfach mal einen Walkman in die Hand drückt und sie fragt, was das wohl ist? Das Ergebnis ist erschütternd und ich wette, Sie werden sich danach sehr sehr alt fühlen. Es sei denn, Sie fragen sich die ganze Zeit: “Häh, was schreibt der alte Mann da? Und was zum Teufel ist dieses Walkman?”
Aber sehen Sie selbst:

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wn
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Jogger auf der Straße, Autos im Park: Leipzigs paradoxer Sonntag

Faszinierend, schon so lange in einer Stadt zu wohnen aber noch immer nicht all ihre jährlichen Gepflogenheiten miterlebt zu haben. Immerhin: Letztes Jahr war ich zum ersten mal (zumindest vor) dem Wave Gothik Treffen. In diesem Jahr habe ich dann zum ersten Mal zum Leipzig-Marathon geschafft. Okay, 9.000 Menschen, die quer durch die Stadt laufen und dabei komische Klamotten tragen, das hat man beim verkaufsoffenen Sonntag auch, aber was neu war, war zumindest, dass die Autos durch den Clara-Park umgeleitet worden. Autos in Leipzigs coolstem Park, ist das nicht sinnlos? Das und mehr habe ich bei Weltnest.de einmal aufgeschrieben.

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da wäre es gar nicht dazu gekommen.
Doch in diesem Jahr soll alles anders werden, so habe ich es mir vorgenommen.
Zum ersten Mal in meinem Leben bin ich tatsächlich in der Stadt, wenn der Leipzig-Marathon für allerlei Umleitungen und in meiner Straße für eine herrliche Ruhe sorgt, weil sie den ganzen Tag lang gesperrt ist. Und diesmal will ich mir das Spektakel unbedingt ansehen.
Ein Protokoll:

09:30 Uhr: Ich schrecke aus dem Schlaf hoch. Oh mein Gott! Solch eine Ruhe vorm Haus bin ich einfach nicht gewöhnt. Vielleicht hätte ich doch nicht um 2 Uhr morgens noch auf die Idee kommen sollen, aus Recherchegründen den Film 300 zu gucken, weil da mal kurz von der Schlacht bei Marathon gesprochen wird. Ich beschließe, auf das Duschen zu verzichten und hechte aus dem Haus in Richtung Sportforum.

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awip15201401
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A Week in Pictures 15/2014

Kaum zu glauben, aber ich habe zum ersten Mal den Leipziger Marathon miterlebt! Und hätte mir jemand vorher gesagt, dass man eigentlich nur drei Minuten lang lauter schwitzende Menschen in Funktionskleidung an sich vorbeirennen sieht, dann wäre ich vermutlich im Bett geblieben. Nicht mal die Inline-Skater sind hingefallen. Trotzdem: Von mir aus könnte jeden Tag Marathon sein, denn dann wäre andauernd meine Straße gesperrt und ich würde in seliger Ruhe leben. Wobei das Paradoxe am gestrigen Sonntag ja war, dass in der Stadt die Jogger umher rannten und die Autos durch den Park geleitet wurden. Wer sich so etwas ausdenkt, verdient einen Darwin-Award. Und ich habe dazu mal etwas aufgeschrieben.

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roast
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Endlich! Die Comedy Roast Show als Komplettvideo!

DaswurdeauchZeit! Tada! Endlich!
Vielleicht erinnern Sie sich noch: Im Januar war ich bei einem so genannten Roast zu Gast. Das heißt, grob gesagt, man sitzt einen Abend lang zusammen und beleidigt so gut man kann eine vorher ausgesuchte Person. In den USA ist der Comedy Central Roast ein Riesending und daher ist es schön, dass es so etwas nun auch endlich in Deutschland gibt. Und dann auch noch in Leipzig. Ein Verdient des wunderbaren Tim Thoelke.

Zugegeben, ich hatte eine Wahnsinnsangst vor diesem Abend. Nicht, weil ich fürchtete, neben dem geroasteten Christian Meyer selbst ein zwei Hiebe abzukommen, sondern vielmehr, weil niemand genau wusste, wie fies man nun eigentlich sein dürfte. Und deshalb habe ich dann einfach mal versucht, so fies zu sein, wie möglich. Hauptsache immer so, dass alle die Anspielungen verstehen können. Immerhin waren ja auch lauter Unbekannte, wie bspw. Julius Fischer, mit in der Runde. Am Ende waren wir uns dann aber alle einig: Es war superlustig und hat total viel Spaß gemacht. Und nun endlich kann man das auch per Video beweisen.

Deshalb wünsche ich viel Spaß mit der Comedy Roast Show. Der beste Teil, also meiner, beginnt übrigens bei 1 Stunde, 3 Minuten und 8 Sekunden:

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50-Motoqueiro-Fantasma
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Meine neue Lieblingsseite: Cospobre – Cosplay für Arme

Sie kennen Cosplayer? Diese verwirrten Zwölfjährigen, die Ihnen auf der Buchmesse immer ihre Pappmachéschwerter in den Schritt hauen, weil sie gerade ganz dringend in Halle 2 müssen, wo die Comiclegende Hiroshi Irgendwas, der Erfinder von Kennen-Sie-eh-nicht, gerade Autogramme gibt? Cosplay, dieses Phänomen, bei dem sich Jugendliche so kleiden wie ihre Comicidole und für die Kostümierung mitunter übelste Bastel- und Schneiderskills entwickeln, die jeder DIY-Mutti die Kinnlade nach unten klappen lassen? Ich gebe zu: Manche der Kostüme sind echt verdammt gut. Andere verwenden leider so wenig Textil, dass man beim Passieren der zwölfjährigen Trägerin immer Angst hat, sich bei einer versehentlichen Berührung sofort strafbar zu machen.
Was aber tun, wenn man auch gern ein leidenschaftlicher Verkleider wäre, aber einfach keine Kohle hat, um sich ein richtig krasses Kostüm zu basteln?

Die Lösung: Cospobre!
Cospobre ist eine Zusammensetzung aus “Cosplay” und dem spanischen Adjektiv “pobre”, was “arm” bedeutet. Dem entsprechend ist Cospobre also die low-budget-Variante von Cosplay, Cosplay für Arme eben. Das muss gar nicht negativ klingen und ist natürlich völlig legitim, oft sogar durchaus von sehr viel Improvisationstalent gekennzeichnet, aber manchmal eben auch einfach nur extrem lustig. Denn spätestens, wenn jemand den Panzer eines Turtles mit einem Toilettendeckel nachstellt oder sich Spiderman-Spinnenfäden aus Zahnseide bastelt, hat er oder sie mein Herz gewonnen. Dann bin ich glücklich.
Aber sehr selbst:

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