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A Week in Pictures 06/2018

Karneval – PEGIDA des Westens. Eine Horde Unzurechnungsfähiger, denen man ungern politische Macht geben möchte, zieht durch die Städte, terrorisiert friedliche Anwohner*innen und verbreitet eine gesellschaftliche Einstellung, die es in Deutschland am besten nie wieder geben sollte. Ich erinnere mich noch, wie ich früher in den Winterferien ab und zu bei meinen Großeltern war und fassungslos mit ansehen musste, wie tagelang im Fernsehen live aus den Trümmerstädten Köln, Mainz und Düsseldorf berichtet wurde, wo „lustige“ Deutsche „lustige“ Büttenreden hielten oder auf „lustig“ oder gar „politisch frech“ gestaltetet Wägen durch die Straßen fuhren. Und alles, was ich dachte, war: Wo sind sie, die Alliierten? Offenbar haben sie damals nicht alles erwischt.
Karneval ist wie Dynamo Dresden. Man muss einfach von dort kommen, um es geil finden zu können. Aber alle drumherum schütteln die Köpfe.
Okay okay, legen Sie Mistgabel wieder weg. Ich mag Karneval einfach nicht. Ist nicht mein Ding, tut mir leid. Von mir aus kann sich jede*r jeden Tag verkleiden, als was auch immer er/sie will. Ich bin sogar überzeugt, dass unsere Gesellschaft eine friedlichere und lustigere wäre, wenn man auf der Straße ab und zu einem Menschen im Winnie-Pooh-Kostüm oder so begegnen würde. Was ich allerdings nicht mag, ist dieses total anlasslose Besäufnis, das jedwede Entgleisungen verharmlosen und tolerierbar machen will. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es ist, dort als Frau herumzulaufen. Oder als jemand Nicht-Weißes, der notgedrungen irgendwann einer Gruppe Deutscher begegnet, die irgendwo zwischen dem zehnten und elften Kölsch plötzlich ihren Nationalstolz entdeckt haben. Von diesen wirklich absolut unwitzigen Büttenreden mal ganz zu schweigen. Wenn es das alles nicht gäbe, dann könnten die von mir aus gern eine Woche lang besoffen durch die Straßen taumeln. Solang es die Produktivität schmälert und uns von diesem schrecklichen Wachstumsglauben ablenkt, ist es erstmal okay. Dann fände ich es zwar immer noch irgendwie sinnlos, dass ich dazu nach Köln fahren müsste, aber es wäre mir auch irgendwie egal. Aber bis es soweit ist, finde ich es einfach nur daneben.

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A Week in Pictures 05/2018

Ich hasse Carrie Bradshaw. Wie mich diese Person aufregt. Viel zu sehr jedenfalls dafür, dass sie überhaupt nicht real ist. Wie unfair und selbstgefällig sie ist und wie sie angeblich einen Bestseller nach dem anderen schreibt, obwohl sie sich mit ihrer lumpigen Kolumne nie im Leben hätte ein Appartment im Greenwich Village leisten können dürfen. Bitte entschuldigen Sie, ich habe letzte Woche aus unerklärlichen Gründen mal wieder den ersten Sex and the City-Film gesehen und bin seitdem noch immer aufgebracht. Ich will Mr Big überhaupt nicht per se in Schutz nehmen, aber wie diese rücksichts- und empathielose Carrie Bradshaw einfach ihre Supermädchentraumhochzeit durchzieht und dabei (natürlich!) übersieht, dass sie Mr Big damit total Angst macht, was letztendlich dazu führt, dass er nicht zur Hochzeit erscheint, das macht mich wütend. Wie er sie vorher tausendmal angerufen hat, es versucht hat, ihr auf der Straße zu erklären und diese Bradshaw-Person (natürlich!) nichts Besseres zu tun hat, also auszurasten, weil ICH wurde ja gedemütigt, MIR geht es ja total schlecht, ICH bin Carrie Bradshaw. Da klappt mir in der Tasche das Messer auf, wie meine Oma zu sagen pflegt. Nicht, dass ich die anderen Tanten wesentlich sympathischer fände. Miranda ist eine unzufriedene Egomanin, die sich nicht eingestehen kann, dass das, was sie glücklich macht, vielleicht nicht das ist, was sie sich in ihrem Kopf mal so ausgemalt hat. Charlotte ist ein prüdes, verhätscheltes Woo-Girl und Samatha, ach, die finde ich eigentlich ganz okay. Sie ist nur einfach sehr laut. Nicht, dass die Männer besser wären, aber die werden ja eh meist nur in einer Facon dargestellt. Die vier Frauen hingegen, nee, also wirklich. Und vor allem mit Carrie Bradshaw als Anführerin. Das ist, als ob sich bei Mila Superstar plötzlich alle um Onuma scharen würden, obwohl sie die eindeutig schlechtere Volleyballspielerin ist. Eine Serie mit Louise aus St. Louis, die würde ich sofort gucken. Aber Carrie Bradshaw, nee.

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Best of Twitter Januar 2018 #ff

Das war also der Januar.
Es folgt eine Auswahl der schönsten Tweets der vergangenen Monats.

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A Week in Pictures 04/2018

Letztens diskutierten wir die Frage: Ist es ein legitimes Ziel, der neue Mario Barth zu sein? Ich sagte nein, denn Mario Barth sei einfach kacke. Ja, hieß es, aber er verdient unheimlich viel Geld und die Masse liebt ihn. Okay, sagte ich, aber so war Hitler auch. Ach je, hieß es, jetzt kommt wieder die Hitlerkeule. Nun ja, sagte ich, selbst wenn wir nicht Hitler nehmen, dann bleibt Mario Barth halt immer noch billig, weil vorhersehbar, kaum originell, dafür aber umso platter und weichgespült, damit es auch ja bei niemandem aneckt, sondern im Gegenzug möglichst viele Leute erreicht. Aber ja, hieß es, das ist doch cool. Auf jeden Fall, sagte ich, aber um welchen Preis, hat man das erreicht? Wenn Mario Barth plötzlich anfangen würde, gute Comedy zu machen, was würde passieren? Wahrscheinlich würde ihm das Publikum weglaufen. Deshalb ist Mario Barth als notwendigerweise gezwungen, ewig den Mist zu reproduzieren, für den er bekannt wurde. Natürlich sitzt Mario Barth zu Hause und lacht sich einen Ast ab, wenn er liest, dass ihn jemand kritisiert. Das ist sein gutes Recht. Aber wenn Erfolg zu haben heißt, wie Mario Barth sein zu müssen, dann will ich lieber nicht erfolgreich sein. Okay, hieß es, aber dann wird halt jemand anderes der neue Mario Barth. Wahrscheinlich, sagte ich, aber das heißt ja nicht, dass es nicht trotzdem einen Sinn hat, es nicht selbst zu werden. Vielleicht lernt die Menschheit ja irgendwann mal draus. Und dann, nach seinem Tod, wird einfach niemand der neue Hitler. Ach je, hieß es dann, und doch wieder Hitler.

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A Week in Pictures 03/2018

16. Januar 2018 – Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich Kinder Maxi King gegessen.
Wow, was habe ich da nur verpasst?! Sie müssen wissen, bei mir ist das tatsächlich problematisch: Ich darf bspw. kein Kinder Pingui essen. Bzw. eins wäre vielleicht okay, aber es gibt nur Dreier-, Fünfer- und Achterpacks und wenn ich dann davor stehe, vergleiche natürlich die 100g-Preise und da sind acht Stück natürlich günstiger als drei, weswegen ich natürlich acht kaufe, was leider aber auch heißt, dass ich auf jeden Fall acht Kinder Pingui esse. Nein, nicht innerhalb einer Woche, sondern hintereinander. Ja, direkt hintereinander. EINS – Boah leeeeecker! – ZWEI – Na komm, einer ist schon noch okay! – DREI – Okay, reicht, ach, was soll’s. – VIER – Komm, vier sind genau die Hälfte! – FÜNF – Jetzt isses auch egal! – SECHS – Komisch, schmeckt immer noch total super! – SIEBEN – Ich kann nicht aufhören! – ACHT –Gottseidank, es ist vorbei! Oh Gott! Es ist vorbei! Soll ich einfach nochmal losgehen! Nein! Du bleibst hier! – ENDE
Es ist grauenhaft. Ich bin der Prototyp aller Süchtigen. Und deshalb ist es eben tragisch, wenn mir Kinder Maxi King jetzt auch noch schmeckt. Hätte ich es doch nur nicht probiert. Ich war schon nach so vielen Dingen süchtig: Wick Rachendrachen, Em Eukal-Bonbons, diese kleinen Luft-Kartoffelchips von Aldi, Chicken Wings, Milchschnitte, Kinder Schokobons usw. usw. Ich muss mich einfach im Zaum halten. Ich bitte Sie also: Bieten Sie mir niemals ein Kinder Maxi King an. Essen Sie bitte kein Kinder Maxi King in meiner Gegenwart, weil ich sonst frage, ob ich auch eins haben kann. Und wenn Sie dann sagen, Sie hätten nur eines, dann werde ich sagen: Pah, die gibt’s nur im Dreier- und Fünferpack, ALSO HER MIT DEM MAXIKING! So möchte ich nicht sein. Darum helfen Sie mir bitte, meine Sucht zu bekämpfen. Ich danke Ihnen.

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