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Ich woanders: 10 Gründe gegen Leipzig

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da herrschte noch Pionierstimmung. Nicht nur, weil vor 75 Jahren noch DDR war, sondern auch ganz allgemein. Überall entstand etwas Neues, überall machte irgendjemand irgendetwas. Und plötzlich war Leipzig cool, sagten zumindest die Medien.

Dabei ist es ein ungeschriebenes Gesetz der Coolness, dass sie genau dort zum Mainstream wird und damit verschwindet, wo sie von der breiten Masse attestiert wird. Wenn eine Zeitung schreibt, dass etwas cool ist, dann wirkt es, als würde meine Mutter „cool“ sagen. Sofort zucke ich ein wenig zusammen und wünscht mir, dass es nur ein Versehen war.
Doch weit gefehlt: Leipzig cool zu finden, gehört längst zum guten Medienton. Vergessen all der gesunde Argwohn, der bis vor kurzem noch die plötzliche Beliebtheit umspielte.

Am schlimmsten aber wir es dort, wo es in Top-Listen endet. So etwas mag vielleicht bei Buzzfeed ganz erfolgreich sein, allerdings wird auch niemand Buzzfeed jemals für ein seriöses Medium halten wollen.
Da muss ich dagegen halten. Deshalb hier, die Top 10 der Gründe, nicht nach Leipzig zu ziehen:

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A Week in Pictures 37/2014

Leipzig ist schon ein komisches Pflaster. Da darf ein Tapir nicht Mirko heißen, weil das kein Name ist, der seiner südostasiatischen Herkunft entspricht, während fünf Meter weiter Lama Horst und Alpaka Harry für Weltruhm sorgen. Eine Schande. Und dann gibt es neuerdings auch noch Top-Listen, warum es total in ist, nach Leipzig zu ziehen. Da mache ich nicht mit. Beziehungsweise doch, aber andersherum. Deshalb hier: Meine Top 10 der Gründe, warum es sich lohnt, nicht nach Leipzig zu ziehen.

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Filmtipp: All This Mayhem – Der Abstieg der zwei besten Skater der Welt

Es ist ganz einfach: Wenn es irgendwo einen neuen Graffiti-, Wrestling oder Skateboardfilm gibt, dann muss ich ihn sehen.
Umso freudiger war ich, als ich gestern morgen las, dass die VICE eine neue Skateboard-Doku zeitgleich mit der Veröffentlichung im Kino auch per iTunes rausbrachte.
Sie handelt von Tas und Ben Pappas, zwei Namen, die vermutlich nur diejenigen kennen, die auch damals nachts heimlich die X-Games im Fernsehen geguckt haben und horrende Summen für importiere Skateboard-Zeitschriften ausgegeben haben.

Es gab eine Zeit, da waren Tas und Ben Pappas, zwei Brüder aus Melbourne, mit einem mal die krassesten Skater der Welt. Zwei White-Trash-Brüder aus Australien, die einfach ankamen und sogar Tony Hawk in die Schranken verwiesen. Ihr Aufstieg ging wahnsinnig schnell, ein Turnier nach dem anderen gewannen sie und schon standen sie plötzlich ganz oben auf der Weltrangliste. Wenn Skateboarding damals nicht auch Extremfeiern bedeutet hätte, dann hätte Geschichte vermutlich ein gutes Ende genommen. Aber schon allein, dass man heutzutage überall Tony Hawk, aber fast nirgendwo Tas und Ben Pappas kennt, zeigt, dass da irgendetwas gewaltig schief gelaufen sein muss. Und genau darum geht es in All This Mayhem.

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Es wird ernst: heisstdertapirschonmirko.de

Gestern verbreitete der Leipziger Zoo die freudige Botschaft: Ein neues Tapirbaby wurde geboren!

Vielleicht erinnern Sie sich noch.
Im März 2013 wurde schon einmal ein Babytapir geboren. Damals veranstaltete der Zoo einen Namenswettbewerb, an dem ich mich freudig beteiligte. Einfach, weil ich Tapire für die besten Tiere der Welt halte. Sie wissen schon: Mirko.
Mein absoluter Lieblingstapirname, für den ich eine schmissige Kampagne ins Leben rief:

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Damals verlor ich den Namenswettbewerb leider. Das Tapirbaby wurde “Baru” getauft. Ein scheußlicher Name, wenn Sie mich fragen. Denn, wie ich schon damals schrieb:

Mirko ist ein absoluter Top-Name für einen Tapir! Mirko ist die Kurzform von Miroslav, was wiederum für “Mir” (Friede) und “Slava” (Ruhm, Ehre) steht (Wikipedia). Mirko repräsentiert Hypezig besser als Auerbachs Keller. Mirko versteckt sich nicht hinter aufgeladenen Werbesprüchen, lässt sich nicht instrumentalisieren und bewegt sich sicher in der Gentrifizierungsdebatte.

Und damit mir das Ganze nicht noch einmal passiert, gibt es jetzt meine neue Seite:

 

Wie Sie sehen, sehen Sie höchtwahrscheinlich ein großes “NEIN”. Es sei denn, es ist gerade ein Wunder passiert und meine Träume sind endlich wahr geworden.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das ziehen wird. Es muss einfach klappen. Bitte scheuen Sie sich nicht, mein Anliegen in die Welt hinaus zu tragen, auf dass auf der Seite endlich ein großes “JA” erscheinen mag. Denn Sie wissen ja, Mirko ist einfach der beste Name für das beste Tier der Welt.

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EDIT:

Heldenstadt.de weiß, was sich gehört: Klick!

Die Leipziger Volkszeitung macht schon alles richtig: Klick!

Auch eine der größten Leipzig-Facebookseiten positioniert sich auf der Seite der Guten: Klick!

Die Freie Presse ist neuerdings auch im #TeamMirko: http://www.freiepresse.de/SACHSEN/Leipzigs-neues-Tapirchen-erkundet-Zoo-Gehege-artikel8972049.php

 

Danke an Louisa Noack!
Foto: Zoo Leipzig

Weltnest: Leipziger Oktoberfest? Nee, danke!
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Ich woanders: Leipziger Oktoberfest? Nee, danke!

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da war für mich noch alles gut.
Abendgestaltung, das bedeutete: Das Werk III am Connewitzer Kreuz hat täglich von 6 bis 5 Uhr geöffnet, das Bier kostet 1,50 Euro, fertig.
Heute gibt es das Werk III leider nicht mehr. Stattdessen weiche ich aus in einige der letzten schönen Kneipen der Stadt, deren Namen ich an dieser Stelle bewusst verschweige, weil ich nicht möchte, dass irgendein Chef einer fetzigen Event-Agentur versucht, dort für sein After-Work-Biertrink-Event einige Tische zu reservieren, weil das Flair so unnachahmlich echt ist.

Event-Agenturen nämlich sind in puncto Abendgestaltung quasi so etwas wie die AfD für den sächsischen Landtag, wie die Fakt ist Fakt Crew für das menschliche Gehör oder wie Straßenbahnschienen für Fahrradfahrer, sprich: Sie tauchen auf und schon hat man überall unendliche Schmerzen.
Event-Agenturen machen selbst aus „Rumsitzen und Saufen“ ein Ereignis. Event-Agenturen erfinden Partys für Menschen über 30 oder Partys, bei denen man nur weiß tragen darf. Sie bringen Leute dazu, Geld dafür zu bezahlen, sich gegenseitig mit abartigen Farbbeuteln zu bewerfen.
Event-Agenturen kommen sogar auf die Idee, ein Leipziger Oktoberfest zu inszenieren.

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