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A Week in Pictures 40/2018

Releasetag ist bester Tag. Ich hatte ja schon Angst, dass ich gar keins bekomme. Schon am Donnerstag schicken die ersten Leute Fotos und schreiben, sie hätten das Buch aus dem Buchladen und die gefühlt einzige Person, die immer noch kein Buch hat, ist der Autor. Aber dann, Freitag, endlich! Ein unfreundlicher UPS-Mann klingelt bringt das ersehnte Paket und seither habe ich es auch! Mein neues Buch namens „Platzwechsel“. Gibt es ab jetzt überall, sowohl im Internet als auch im Buchladen. Schickt mir Fotos, wo ihr das Buch lest, schickt mir Feedback (kein fieses bitte!), schickt mir irgendwas. Hach, ich bin aufgeregt. Ich habe es gestern noch einmal Kapitel für Kapitel durchgeblättert und ich glaube, ich kann sagen: Ist gut geworden. Ich zumindest mag es sehr. Wird nicht langweilig, würde ich sagen. Ein bisschen anders als das erste Buch, aber auch besser. Anders besser. Und jetzt muss das Buch bitte voll der Bestseller werden. Einfach schon, weil es so viele Nerven gekostet hat. Ganz viele Nerven hat es übrigens auch gekostet, dass das Hörbuch erst am 12. Oktober kommt, obwohl es eigentlich gleichzeitig zum Buch kommen sollte. Fragen Sie bitte nicht, warum, das kostet nur noch mehr Nerven. Und jetzt: Freude!


Awwww, mein Urlaubs-Ich hat meinem Zu-Hause-Ich eine Postkarte geschickt! Wie nett!
Und weil ich jetzt schon wieder ein paar Mal gefragt wurde, wie das denn so war in den USA, so von wegen Trump und so. Ich habe Trump nie getroffen. Er hat mir auch nirgendwo meine Cola aus der Hand gehauen. Natürlich, Trump ist eine politische Katastrophe und ein absoluter Vollhock, aber deshalb sind die USA noch lange nicht Nordkorea. Zumal man sich bei solch einer Frage ruhig auch mal an die eigene Nase fassen und überlegen muss, wie man selbst auf die Frage reagieren würde, wenn jemand wissen wollen würde, ob man denn noch nach Deutschland fahren könne, man hört ja so vieles über die Nazi-Partei AfD, Nazidemos in Ost und West und überhaupt. Die USA sind absolut großartig und leider auch viel zu groß, um sie irgendwie vollständig greifen zu können. Ich würde schätzen, man müsste schon ein gutes halbes Jahr unterwegs sein, um halbwegs eine Vorstellung von allem zu bekommen. Fahren Sie einfach mal hin. Ist teuer, ich weiß, aber lieber das Geld für Reisen raushauen, als verbittert zu Hause zu sitzen und irgendwann zu merken, dass es jetzt zu spät ist. Und deshalb dann noch verbitterter zu werden. Ich weiß nicht, wer es sinngemäß gesagt hat, aber ich glaube auch daran: Je mehr man reist, desto schwieriger wird es, Nazi zu werden. Ja ja, Nazis fahren auch nach Malle. Aber Sie wissen doch, was ich meine. Man wird eigentlich überall nett behandelt, wenn man sich nicht wie ein Arschloch verhält. Und man merkt ziemlich schnell, dass die Leute alle dasselbe wollen: Ihre Ruhe und ein möglichst unstressiges, schönes Leben. Und wie kann man dann noch Leute hassen, nur weil sie ein bisschen anders aussehen, als man selbst? Außerdem hat man beim Wegfahren immer was Tolles für Instagram. Und das ist ja mal das Allerwichtigste.


Links: Passt mir ganz gut, noch ein Jahr Zeit zu haben, bevor ich dann Oberbürgermeister werde. So kann ich noch ein bisschen mein Wahlprogramm ausbauen. Zum Beispiel ist diese Idee mit dem Ghostbusters-Denkmal wirklich ganz geil. Warum auch nicht?
Rechts: Umzug. Ging so schnell, dass es keine Kisten mehr zu fotografieren gab.
Unten: Das neue Video. Es geht um den Niedergang der CSU. Am 14. Oktober ist ja Landtagswahl in Bayern und da könnte es durchaus passieren, dass die CSU seit langer Zeit mal nicht alleine regieren darf. Klingt erstmal unspektakulär, ist aber durchaus brisant, wenn man bedenkt, dass die CSU jahrzehntelang machen konnte, was sie wollte (man denke da nur an Seehofers Geliebten-Eskapaden) und man immer dachte, die kämen wirklich mit allem durch. Aber anscheinend ja nicht. Und das ist tatsächlich mal eine gute Nachricht.


Links: Mit 9:0 ist das Ergebnis sogar noch niedrig ausgefallen. Nicht schlecht, nicht schlecht. Die RBL-Frauen haben sich echt extrem gesteigert. Und das obwohl eine der besten Spielerinnen nach Frankfurt gewechselt ist. Da macht die Trainerin wohl extrem gute Arbeit.
Rechts: Da saß der gute Max von Wegen die ganze Zeit still neben uns, während wie gepodcastet haben und wir Assis kriegen es nicht einmal hin, uns bei ihm für seine Pegelei zu bedanken. Jetzt klingt die ganze Geschichte endlich mal gut. Schön, wenn man das kann. Ich bin ja quasi ein auditiver Neandertaler. Ich höre maximal, wenn es hallt oder das Noisegate zu hart ist, aber sobald’s an den EQ geht, bin ich raus.
Unten: Folge 2: Unlustig und langweilig!


Links: Drei Tage Dauerbasteln. Ich wusste, es zahlt sich irgendwann doch noch aus, dass ich jahrelang passiv Art Attack geschaut habe. Auf jeden Fall besitze ich jetzt eine Heißklebepistole und eigentlich hatte ich es nie so weit kommen lassen wollen, aber naja.
Rechts: Wir veranstalten eine Überraschungsfeier. So richtig konspirativ und so. Hat jedenfalls geklappt. Obwohl man irgendwann wieder zwangsläufig an dem Punkt ankommt, an dem man sich entscheiden muss: Gehe ich jetzt kurz raus und rauche einfach ganz ganz lange oder gieße ich eine Ladung Antifaschimus auf den Tisch, wenn es mal wieder darum geht, dass in der Nationalmannschaft ja gar keine Deutschen mehr spielen. Meine Güte. Was das immer soll. Als ob es auch nur irgendeiner Person wirtschaftlich besser ginge, wenn auch nur eine geflüchtete Person weniger in Deutschland wäre. Und was interessiert mich die Hautfarbe irgendeines blöden Nationalspielers? Viel schöner wäre es, wenn Spiele der Nationalmannschaft tatsächlich auch dann mal abseits der WM sehenswert wären. Und wie man überhaupt so weit kommt, derart unempathisch und unmenschlich zu werden. Wie man nur so enttäuscht und verbittert werden kann. Und wie man nur so hart verkennen kann, dass sich 99,9 % ihrer Unzufriedenheit auf wirtschaftspolitische Dinge zurückführen lässt. Das Problem heißt nach wie vor Kapitalismus.
Passenderweise dazu habe ich letztens die vermutlich beste Zusammenfassung der ostdeutschen Unzufriedenheit gehört, die es gibt: Die Leute sitzen zu Hause und warten, dass jemand kommt und sie an die Hand nimmt. Weil sie das Konzept von Freiheit nie verstanden haben, nie verstehen wollten, sondern ausschließlich Konsuminteressen hatten. Und wenn aber niemand kommt und sie bemuttert, in der überfordernden Freiheit, dann fühlen sie sich vom Staat hintergangen und wählen aus vermeintlichem Protest die AfD.


Links: Das meinte ich die ganze Zeit. Das durfte ich noch nicht sagen. Wie krass ist das denn? Wie geil wäre das bitte? Hoffentlich wird das was. Und ja, ich soll, im Fall der Fälle, auf jeden Fall mitschreiben. Allein würde ich es mir nicht so recht zutrauen, aber so zu zweit oder so auf jeden Fall. Und ich will unbedingt beim Casting mitentscheiden dürfen. Mich spielt auf jeden Fall The Rock, das ist klar.
Rechts: Klingt lustig, ist aber die Wahrheit.
Und jetzt: Ein erster Schwung Fotos von netten Menschen, die bereits Platzwechsel lesen und mir ein Foto via Instagram geschickt haben.

Was fehlt:

  • Wie China mal eben die größten Firmen der USA infiltriert hat.
  • Banksy wird ja gefühlt immer mehr zum Kitschkünstler mit anti-israelischer Meinung, weshalb böse Zungen jetzt sagen könnten, dass er endlich eine passende Präsentationsform für seine Bilder gefunden hat, nämlich indem sie sich einfach selbst shreddern. Lustige Idee.
  • 260 Rechtsrockkonzerte gibt es jährlich in Deutschland. Die Doku „Rechtsrockland“ geht der ganzen Sache nach. Denn meist können die Konzerte bzw. Festivals unbehelligt stattfinden, trotz allgegenwärtiger Begehung von Straftaten wie dem Zeigen des Hitlergrußes, dem Tragen verfassungsfeindlicher Symbolik oder dem Singen verfassungsfeindlicher Texte. Und natürlich trotz Anwesenheit von Polizei, Staats- und Verfassungsschutz. Gruselig. Extrem gruselig.
  • Was für ein Skandal. Brett Kavanaugh ist als Richter für den Supreme Court bestätigt worden. Und das, obwohl der Mann nicht nur mehrere Vorwürfe sexueller Belästigung/Angriffe gegen sich stehen hat, sondern auch darüber hinaus offensichtlich kein guter Mensch ist. Und bevor Sie jetzt schreiben: „JAJAJAA UNSCHULDSVERMUTUNG! LINKE HETZKAMPAGNE!“ und so weiter, schauen Sie bitte diese 30 minütige Zusammenfassung. Ich wette, danach halten Sie Herrn Kavanaugh nicht mehr für einen Menschen, der ein Richteramt, noch dazu das höchste in den USA, bekleiden sollte. Was für ein Otto.
  • Ted Alexandro im Comedy Cellar über #metoo.
  • Als Casey-Neistat-Fanboy wusste ich natürlich schon lange, dass dieser Film in der Mache ist, aber jetzt, da er wirklich da ist, muss ich wohl zwangsläufig Shawn-Mendes-Fan werden.
  • Sie erinnern sich: Nörgelossi Uwe Steimle hat der Jungen Freiheit ein Interview gegeben und darin erklärt, Deutschland wäre kein souveräner Staat und all diesen Naziquatsch. Daraufhin hat es sogar der MDR mal gecheckt und offen gelassen, ob Steimles Sendung nicht abgesetzt werden soll. Daraufhin kam Steimle per offenem Brief angekrochen und meinte, er habe der Jungen Freiheit ja nur als Kabarettist ein Interview gegeben und überhaupt wäre das ja alles gar nicht gemeint gewesen, weshalb dann der MDR wieder sanftmütig wurde und meinte, man wollte Steimle weiter seine Sendung machen lassen, aber ab jetzt von Sendung zu Sendung über das Absetzen oder Verlängern entscheiden. Woraufhin der Nörgelossi mal wieder völlig freidreht und jetzt überall Zensur gegen sich wittert. Was für eine arme Wurst.
  • Und jetzt: Free Metal!
In Kategorie: a week in pictures

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