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A Week in Pictures 39/2018

Als ich den Trailer gesehen habe, da dachte ich: Geile Idee, aber sieht von der Story her irgendwie doof aus. Und obwohl ich total Lust hatte, den Film zu gucken, hatte ich riesigen Schiss davor, am Ende enttäuscht zu sein. Und ich bin immer ganz schon doll enttäuscht, wenn ich auf etwas richtig gefreut habe und es dann nicht so ist, wie ich dachte. Also habe ich ihn lieber nicht geguckt. Außerdem gucke ich ja sonst immer nur so vergeistigstes Zeug. Oder halt gleich RomComs. Aber doch nicht so etwas.
Dann aber, auf dem Rückflug aus den USA, gab es den Film im Sitz vor mir zum Angucken. Also in dem Bildschirm. Also in der Mediathek des Flugzeugs, Sie wissen, was ich meine. Und weil acht Stunden Fliegen jetzt nicht sooo interessant sind, habe ich ihn dann einfach geguckt. Einfach mal so, ohne vorher darüber nachzudenken, ob ich enttäuscht sein könnte.
Wow. Was für ein toller Film. Meine Güte, wie toll. Wahrscheinlich finde ich ihn zu 50 Prozent nur toll, weil ich den ganzen Computerkram kenne, insgeheim doch total nostalgisch bin und genau mit all diesen Popkulturreferenzen aufgewachsen bin, aber auch so. Ich hasse ja animierte Filme. Und ich finde die Figuren im Film auch gar nicht so geil animiert. Aber sobald mich die Geschichte so sehr kriegt, dass ich die Animiertheit vergesse, wie z.B. bei Toy Story, dann ist es umso besser. Ach wie toll. Zwei, drei winzige Makel vielleicht. Aber ansonsten absolut super. Muss ich unbedingt noch ganz oft gucken. Wird definitiv ein neuer feel good-Film. Ich hoffe nur, Sie sind nicht enttäuscht, wenn Sie jetzt gleich lesen, um welchen Film es ging. Das wäre mir auch unangenehm. Aber gucken Sie bitte ganz dringend Ready Player One.


Links: Offiziell begann diese Woche eigentlich erst am Mittwoch. Denn Montag hingen wir ja noch am Flughafen in New York fest (siehe hier, ganz unten), Dienstag flogen wir dann und brachten quasi den ganzen Tag damit zu, möglichst schnell nach Leipzig zurückzukommen. Klappte dann auch irgendwann gegen 22 Uhr. Seither fühlte sich die ganze Woche irgendwie zu kurz an. Aber nun ja, ist halt so.
Rechts: In fünf Tagen ist es soweit! Mein neues Buch namens Platzwechsel ist endlich erhältlich! Und das Hörbuch kommt hoffentlich auch gleichzeitig. Und falls nicht, dann zumindest ganz kurz danach. Das fühlt sich sehr sehr sehr gut an. Hat ja auch lang genug gedauert. Ich bin zwar vermutlich nicht die beste Person, um das zu beurteilen, aber ich finde, es ist wirklich gut geworden. Auf jeden Fall besser als das erste Buch. Aber auch ein bisschen anders. Nun ja, die Buchpremiere ist jedenfalls längst ausverkauft, aber kommen Sie doch gern zum Zusatztermin oder an einem der anderen Lesungstermine (es kommen laufend mehr dazu).


Links: Ich habe es geahnt, aber natürlich gehofft, dass es nicht so kommt. Aber es wundert mich trotzdem nicht. Was für ein Deppenverein. Dass ich mal Michael Kretschmer in Schutz nehmen und sagen muss: Immerhin hat der sich noch dazu durchringen können, der AfD eine Koalitionsabsage zu erteilen (obwohl er, wie es für die sächsische CDU ja üblich ist, gleich noch hinterherschicken musste, dass man auch auf keinen Fall mit den Linken koalieren werde, dann Linke sind nämlich mindestens genau so schlimm wie Rechte!). Obgleich ich natürlich trotzdem gedacht hätte, dass der später auch noch einknickt. Aber dass es dann doch so schnell geht. Ja, ich weiß, Hartmann hat nicht gesagt, dass die CDU mit der AfD koalieren wird. Aber wenn er, wie dieser Einwurf nahelegen soll, ja nicht mit der AfD koalieren wird, warum schließt er es dann nicht gleich aus? Eben, weil er ein elender Opportunist ist, der an der Macht hängt und nicht vorschnell einen möglichen Posten als Juniorpartner der Nazis aufs Spiel setzen will. Ist das alles schrecklich. Und ich glaube, es wäre durchaus weniger gruselig, wenn man sich wenigstens auf SPD und CDU verlassen könnte. Aber die SPD ist sowieso völlig am Ende. Und die hat genau das mitbekommen und schmeißt sich deshalb schon mal pro forma an die AfD heran. Finster, ganz ganz finster.
Was wäre also eine Lösung? Mhm, ja. Ganz krass würde ich sagen: Der komplette SPD-Vorstand muss weg. Ersetzt werden durch unverbrannte Namen, am besten auch mal Menschen unter 50. Und dann müsste sie gleichzeitig eine richtig harte Linkskurve verkünden. Eine bedingungslose Linkskurve. Klare Positionen gegen die AfD, aber eben nicht nur, sondern: Abkehr von Hartz IV, sofortiges Einsetzen einer Kommission, die sich darum kümmert, ein neues Renten- und Arbeitslosigkeitssystem zu entwickeln. Gern auch direkt auch mal Richtung Bediungsloses Grundeinkommen überlegen. Versuchen, Zeitarbeit und Minijobs wieder los zu werden. Und auch ruhig einfach mal nur Dinge fordern und dann halt den Plan erst nachreichen. Macht die AfD doch auch nicht anders. Und die Liste der Forderungen ist lang. Bedinungslose Einführung einer Frauenquote, Abkehr von der Idee einer Wiedereinführung der Dienstpflicht, Entnazifizierung aller Behörden, Reform des Steuerrechts und und und. Ich bin überzeugt, die Umfragewerte würden explodieren. Aber das wird nicht passieren.
Also? Müsste es vielleicht eine Partei geben, die genau das fordert. Und gut dabei aussieht. Das muss doch möglich sein bei alle den medienaffinen Menschen, die sich als links bezeichnen bzw. als nicht-rechts. Und in Anbetracht dessen, wie schnell die SPD es schafft, sich zu demontieren, halte ich es schon für möglich, dass eine neue Partei genau so schnell aufsteigen könnte. Außerdem muss es doch genügend startups geben, die bereit wären, Geld in solch eine Sache zu stecken.
Was wäre noch möglich? Parteien, die einfach mal aufhören, die AfD zu kopieren. Aber dafür ist es wohl längst zu spät.
Rechts: Was für ein Skandal. Burkhard Jung muss OBM von Leipzig bleiben und darf nicht viel viel viel mehr Geld verdienen. Damit wirft er natürlich meine Pläne zur Machtergreifung so ein bisschen über den Haufen. Wobei es auch okay ist, wenn ich die Wahl dann erst 2020 gewinne. Dann kann ich nächstes Jahr wenigstens noch andere Dinge erledigen. Und falls die AfD die Landtagswahl in Sachsen gewinnt, dann komme ich eh ins Gefängnis.
Aber mal ehrlich: Schon doof gelaufen für Herrn Jung. Jetzt hat er natürlich ein arges Imageproblem. Dem Ruf des Geldes folgen wollen, hektisch den Job als OBM kündigen wollen und dann stellt sich raus: Die haben jemand ganz anderen gerufen. Das ist natürlich bitter, wenn man dann wieder zurück an den Schreibtisch muss. Zu jenem Job, der einen ja offensichtlich nicht mehr ganz so fesselt. Wobei ich schon denke, dass er den OBM-Job ernst nimmt. Reicht aber halt auch irgendwann mal. Und dass sich die Berufung der/des Sparkassenverbandspräsident*innen nicht nach dem Wahlkalender richtet, wer kann da böse sein. Fraglich ist nur, ob es dann 2020 trotzdem noch für eine neue Amtszeit reichen wird. Ich glaube schon. Gibt ja sonst niemanden in Leipzig, dem man ernsthaft den OBM-Posten zutrauen könnte. Schon gar nicht in der SPD. Deshalb steht für mich auch außer Frage, ob Jung wieder kandidieren wird.
Oder er verliert halt gegen mich. Mich und meine Partei namens „Die Coolen“. Wir haben keine Farbe, nein, wir glitzern. Und wir beackern ausschließlich Themen, die von allen anderen Parteien vergessen werden: Wohnen, Arbeit, Rente, Antifaschismus. Ja ja, die Linke, okay okay. Aber dann halt die Linke oder diese lästige SED-Diskussion. In cool halt. Und mit Glitzer.


Endlich wieder zu Hause! Endlich wieder Zeit, mich von Fake-Accounts als Hurensohn beschimpfen zu lassen. Ich freu mich! Heute zum langsamen Herantasten der sächsischen CDU an die AfD, inklusive kleiner Hilfestellung, was eigentlich so im AfD-Wahlprogramm steht.


Links: Endlich, endlich, endlich ist es soweit. Endlich hab ich Julius so weit bekommen, dass wir einen Podcast machen. Jahrelanges Abarbeiten an Julius‘ vollem Terminkalender und seinen zwischenzeitlichen anderen Podcasts haben sich endlich gelohnt. Endlich ist es geboren, dass Team Totale Zerredung (Android-Link, Youtube). Eigentlich wollte ich gern zweimal täglich Podcast machen, aber das war Julius zu krass, deshalb machen wir das ganze jetzt nur noch täglich. Und das auch nur alle sieben Tage. Aber das ist auch okay. Noch haben wir ja gefühlt hunderte Themen zu klären, aber schon in zwei Wochen werden wir vermutlich nur noch über Matratzen erzählen, weil uns eine Matratzenfirma Geld dafür überweist. Nun ja, schauen wir mal, wo das Ganze hingehen wird.
Rechts: Und dann wachst du auf und denkst so, haha, Bonez MC hat ja mal in seinen Instagram-Stories gesagt, dass immer freitags um 0 Uhr die Charts festgelegt werden, das wäre ja superwitzig, wenn ihr jetzt irgendwie auf Platz 79 oder so wärt. Und du klickst dich umständlich zu den Charts und denkst: Ach scheiße, nirgendwo, aber naja, wäre auch zu krass gewesen. Und dann bemerkst du: Oh, ich hab bei den einzelnen Folgen und nicht bei den Podcasts an sich geguckt. Also klick und what the fuuuuuck? Was geht denn? Platz 1 oder was? Vor so Giganten wie Besser als Sex, Gemischtes Hack, Talk ohne Gast oder Gästeliste Geisterbahn? Und das, obwohl wir es gerade mal so geschafft haben, die Mikros einzustöpseln und sich alle Menschen mit Tontechnikverstand jetzt fragen: Wie? DAS haben die mit zwei Mikros aufgenommen? Ja ja, ich weiß, dass das vom Ton her noch viel besser geht. Und wir lassen uns da auch mal helfen, damit wir das lernen. Und wahrscheinlich machen wir in Zukunft auch eher eine volle Stunde denn nur 40 Minuten, aber wir hatten letztens halt nicht so viel Zeit. Zumal wir ja schon eine volle Stunde aufgenommen hatten, aber der Sound da so grauenvoll war, dass man die Aufnahme auf keinen Fall gebrauchen konnte. Nun ja, der struggle ist real.


Links: Im Fernsehen lief es schon, im Internet läuft es immer, wann man will: Das Finale von [sla(m]dr) SPUTNIK mit Benjamin Poliak, Victoria Helene Bergemann, Piet Weber und Jean-Philippe Kindler sowie Laurin Buser und DJ Vito, es moderieren Christian Meyer und Julius Fischer. Und ich sag alles an, wie schön.
Rechts: Fußball im Volkshaus, bevor es erst einmal zu ist. Und wer hätte das gedacht, aber RB kann tatsächlich Spiele auch einfach mal gewinnen. Selbst gegen gut aufgelegte Gegner. Auch ohne Forsberg. Und auch mit Poulsen. Das hätte ich nach dem EL-Debakel erst mal nicht für möglich gehalten. Insofern Hut ab, ehrlich. Jetzt mal schauen, wie sehr die Herren die Doppelbelastung wieder vertragen. Bisher ging das ja immer nicht soooo gut. Aber lassen wir uns überraschen.

Was fehlt:

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