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Zweitausendvierzehn

Wie im letzten Jahr, im Jahr davor, 2011, 2010, 2009 und 2008.

 

Januar:
Ein Jahresbeginn ohne Böllern, daran könnte ich mich gewöhnen. Feuerwerk nachholen in der Gefahrenzone namens Hamburg. Der Stadtrat sagt, die Tille bleibt. Alkaline Trio, Football und der der Beginn der Roasts. Basteln am Nominierungssystem des SLAM 2014. Nebenbei natürlich noch unendlich krank. Kurz vor Bremen geht es unglaublich nach oben, nur um kurz vor Fulda alles einzureißen. Düstere Aussichten in Berlin. Warum machen wir nicht auch noch einen Podcast? Im Kalender steht „Zahnarzt“. Ich werde es das ganze Jahr über nicht schaffen, dorthin zu gehen.
Status: Puh.

 

februar

 

Februar:
Superbowl bis fünf Uhr morgens. Meine erste Hypezig-Hassmail. In-der-Kälte-stehen gegen die Ewiggestrigen. Nachtspaziergang durch Hannover. Dringend benötigstes Runterkommen. Keine hektischen Bewegungen. Sich-in-der-Uni-fehl-am-Platz-fühlen. Ausflug an den Rand der Stadt. Die Korrekturen beginnen. Der erste Podcast ist schön, aber schon jetzt traditionell zu lang. Bockwurst. Der gute Besuch. Wir sind zu spät zum Rundgang.
Status: Shit.

 

März:
Vielleicht doch mal die Steuer machen. Immer mehr SLAM 2014. Der erste von uns hat’s geschafft. Sagen, dass man nicht mehr ohne Grund zur Buchmesse will und heimlich hoffen, im nächsten Jahr endlich einen Grund zu haben. Ab jetzt Stadionsprecher. Ab jetzt im Schauspielhaus. Im Park beginnt es zu blühen, das erste Mal draußen lesen. Mit Calvin über die dunklen Stunden. Und dann schnell weg. Den Haager Schule und der Horrortrip zurück. Grand Budapest Hotel im Grand Brüsseler Kinosaal. Thirsty Thursday und Verspätung wegen Barack Obama.
Status: Jup.

 

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April:
Ruhe und Vorbereitung. Auf der Sachsenbrücke sitzen, Serien gucken, lesen und ins Kino gehen. Das Angebot, das sich zu gut anhört. Endlich wird es wärmer. Geburtstags-Shepherd’s-Pie. Endlich gute Bilder. Wieder kein Bozar. Keine Lust mehr zu rauchen. Geburtstag in Berlin. Glück in Hamburg. Auswärts in Rostock. Stehen ab Brüssel. Slam Franco-Allemand et Soirée Electro. Die guten Tage in Paris. Am liebsten würde ich gleich dort bleiben. Vierzehn Stunden Rückfahrt. Aufstieg Aufstieg Aufstieg! Der gute Rundgang.
Status: Hach.

 

Mai:
Meditatives Kochen von Nudelsuppe. Auf-dem-Turm-stehen, Alkaline und dann ab in die Schweiz. Die SLAM 2014-Plakate sehen fantastisch aus. Ab jetzt beginnt es, richtig aufwändig zu werden. Dann der wunderbare See. Zürich ist fast wie Brüssel ist fast wie Paris. Wären wir doch bloß mal nach Stuttgart gefahren. Das gute Angebot nach dem Roast. Wandern, Gulasch und Höhenangst in Tschechien. Der gute graue Sonntag. Und der U19-Aufstieg gleich hinterher. Stroopwafels für das Zu-Hause-Away-Gefühl.
Status: Huih.

 

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Juni:
Ausflug auf die Dächer. Good times. Und dann hätten wir auch den U23-Aufstieg. Der wider Erwarten schönste Slam des Jahres. Billard beim Turm. Okay, dann bin ich jetzt eingekauft. Einhundertfünfzig Pakete packen. Und dann ab nach Dublin. Das größte Gefängnis Irlands. WM-Auftakt mit dem asozialen Club Deutscher in Dublin. Und dann fangen wir mal sachte an zu skripten. Ich brauche einen Anzug. Und weil ich nicht schon genug zu tun habe, fahre ich mal eben nach Freiburg.
Status: Wow.

 

Juli:
Zu viele Treffen. Likezig ist das Ende von Hypezig. Die große Umstrukturierung. Die ersten Folgen in Belgien schreiben. Waschen, Kino und Hummus. WM in schwarz-gelb-rot. Ich hasse die Abschiede. Wir sind Weltmeister morgens um sieben in Köln. Fast ein Kreuzbandriss an der Ostsee. Die unendliche Busfahrt dort oben. Es ist kein Urlaub, wenn man nicht auch dabei arbeitet. Abgabe. Runterkommen beim Mittagessen in Berlin. Einfach mal losfahren in Leipzig.
Status: Puh.

 

mai

 

August:
Glücklicherweise finden sie 90% sehr gut. Good times in Leipzig. Labskaus und die Entscheidung: Ja, dann mache ich das jetzt. Rumsitzen auf der Sachsenbrücke und wieder Pakete packen. Morgens zum Messe-M rausfahren. Ab jetzt geht es in Markranstädt weiter. Völlig durchnässt auf dem Riesenrad. Und dann ab nach Kopenhagen. Warum werfen sie das eigentlich nochmal um? Nicht-Kiffen in Christiania. Balancieren auf dem Hausboot. Korrigieren im Hotelbett. Und nebenbei tausende Mails, um Scheiß zu klären. Dann Drehbeginn.
Status: Oha.

 

September:
Weiterdrehen. Alles andere nebenbei. Allein im Kino um 13 Uhr. Morgens reden im Café. Abends reden an der Bar. Und schon wird es wieder Herbst. SLAM 2014, um Himmels Willen! Tausende Mails, tausende Anrufe, tausende Stunden. Ein Auszeit-Ausflug zu Union. Regeneration mit Tetra-Pak-Kakao. Umzugshilfe und die Tapir-Aktion. Und wieder die üblichen acht Stunden Fahrt. Schon wieder nicht im Bozar. Dann die erste Ausstrahlung. André kann auch böse. Schneiden den ganzen Tag.
Status: Uff.

 

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Oktober:
Ein Tapir namens Leider-nicht-Mirko. Auszeit beim zu langen Hamlet. Und dann geht auch die Saison wieder los. VIP-Schmuggel bei der völlig absurden Goldenen Henne. Gone Girl alleine und Niemandem-Mehr-trauen danach. Ausmisten als Ausgleich. Wie ich das alles noch neben dem SLAM 2014 schaffe, ist mir völlig schleierhaft. So wenig habe ich schon lange nicht mehr geschlafen. Bürokramparadies im Großhandel. Schon wieder Pakete packen. Jeden Tag den ganzen Tag SLAM 2014. Wenn dieses scheiß Programm nicht fertig wird… Aber es wird fertig. Die Ruhe im Auto vor dem Sturm.
Status: Ohje.

 

November:
Wahnsinn. Wie glatt und gut alles lief. Im Schlaf ist noch eine Woche lang SLAM 2014. Den letzten Termin hätte ich ruhig mal absagen können. Zehn Tage nichts. I’m wasting my time in Bruxelles. Und endlich das Bozar. Zumindest halb, dann dafür Magritte. Ja, das Buch kommt. Ja, wirklich. Zwei Wochen für den Roast. Ein komplett blauer Körper nach dem Konzert. Wer dachte, der Stress wäre vorbei, der hat sich geirrt. Gut, sehr gut im Täubchenthal. Acht Stunden durch die Nacht, vier Stunden Warten, fünf Stunden Flug, eine Stunde Bus und dann reicht es auch. Drei Tage lang um neun ins Bett. Erster Advent bei 26 Grad.
Status: Gut.

 

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Dezember:
Und dann geht alles ganz schnell. Wahnsinn. Was für ein Gefühl, dass sich auch andere darauf freuen. Hoffentlich verschwindet es nicht direkt in der Versenkung. Hoffentlich. Cover auswählen, der letzte große Umbau und dann ab in den Satz. Es werden 400 Seiten. Zweite Staffel steht auch. Abgabe im März. Tausende Termine buchen. Und dann bleibt der Kiefer eine Woche starr. Ratlosigkeit beim Arzt, Warten aufs MRT. Weihnachten mit Schichtkohl. Und er vergisst jetzt alles. Wie er verzweifelt, weil ihm alles entfällt. Kein Hunger beim Angehörigenessen. Das letzte Lesen macht Spaß. Niemals Nichtstun.
Status: Hoffentlich.

In Kategorie: Allzumenschlich

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