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Zweitausendsiebzehn

Wie letztes Jahr, im Jahr davor, 2014, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009 und 2008.

 

Januar:
Pizza und Döner zum neuen Jahr. Neun Tage Ruhe. Squad. War doch eh schon lange klar, aber ja, natürlich. Mit dem Tee-Roboter am Fenster. Nachmittags ins Kino und plötzlich liegt überall Schnee. Irgendwie wird das Skript fertig. Hierhin, dorthin. „Dann müssen wir wohl dorthin fahren.“ Fast Erfrieren auf dem Nachhauseweg. Und immer nur im Westen. Immer nur Meetings. #nütztjanüscht und Schwimmen zum Durchatmen. So gar keine Lust aufs Rumfahren. Das Viertel bleibt dreckig. Black-Metal-Cover-Shooting-Wetter im Park. Einmal um die Häuserecke rutschen. Eigentlich die perfekte Wohnung. Vielleicht gehe ich doch mal zum Arzt. Aufzeichnung. Wenn Leute nach dem Umarmen sagen: „Vorsicht, ich bin ä bissl krank.“
Status: Yes.

 

 

Februar:
Die ultimative Krankheitsabwehrkur. Jedes Essen für 3,60 Euro. Ich hasse es, zu telefonieren. Lustigkeits-Test Nummer 1. Ich will nicht wegfahren. „Der Forscher“. Voll die ruhige Aura. Basteln in 10-Stunden-Schichten. Beschäftigung, um nicht ins Denken zu verfallen. Busse-Gucken in Dresden. Wir können erst gehen, wenn Bonnie Tyler lief. Einen Monat zu früh beim Arzt. Wiedersehen nach 15 Minuten. Trotzdem zu lang. Fünf Tankstellendokus zum Überbrücken. Schweinebauch. Die erste Rundfahrt. Natürlich im Dunkeln. Bei Regen. Hoch- und Feinkrepp und ein Mittel gegen Jogger. „Wir dachten, du wärst schon längst am Schreiben!“ Der größte Arsch der Welt.
Status: Yessargh.

 

März:
Pizzalieferdienst André. Waschmittel im Kühlschrank. 2000. Skriptmarathon. Gebucht. Pizza zum Frühstück. „PFFFFFFF! PFFFFFFFFF! PFFFFFF! DAS WEIß ICH NICH!“ Ich mag die Vormittage besonders. Schwimmhallenausprobieren Teil X. Blellow und greige. Sonntagnachmittag am See. Hektisch aus Jena zurück und gerade noch reinkommen. Ich will es nicht wissen, obwohl ich es natürlich wissen will. Irgendwann checken wir da mal ein. „Ach, das ist doch nichts geworden, wir haben nur vergessen, dir Bescheid zu sagen.“ Zwei Aufläufe gleichzeitig. Ich gehe immer aufs Frauenklo. Pizzafleischkäsebrötchen. Der Salami-Stick-Spender. Bittet doch nicht ausgerechnet mich um Rat. Besuch im Saal. „Hammse das nicht bemerkt? Is doch‘ alles gesprengt hier.“ Tausend Muffins und grünes Bier. Notfallzahnarzt. Gebuurtstag, Gebuuuuurtstag! Parkplatz suchen und scheitern. Der schönste Auftritt des Jahres. Bye bye, you two! Geht eventuell auch Herbst 2018?
Status: Huih!

 

 

April:
Düüdüdüdüdüüüü. James Potter lookalike. Eine Stunde Fußweg ins Kino. Nehmt mir nachts das Internet weg, sonst bestelle ich nur Blödsinn. Black-Metal-Freisitz. Ausnahmsweise mal in die Kirche. Foto Nummer 1. In meinem früheren Leben war ich eine Königin. Die beste Schwimmhalle der Gegend. „Das Eis mit Haselnuss schmeckt wie ein süßer Kuss“. Ich mach die Bar. Niemand weiß, was ich beim MRT soll. Bohnen auf Toast. Hot Dogs auf dem Rückweg. Weil ich mich selbst hasse, gehe ich nur sonntags zehn Minuten vor Ladenschluss am Hauptbahnhof einkaufen. Neues Tattoo. „Wir sind nicht rechter als Andere“. Help me! I’m … FEELING. Der ungesündeste Osterkorb der Welt. Endlich 9. Aus Versehen bei der SPD. Ausflug gen Norden. Vorstellung. Der witzigste Mann der Stadt im Westen. Gebt mir endlich eine Kolumne. Endlich normale Leute im Osten. Es wird nicht langweilig. Ausgerechnet der.
Status: Uih.

 

Mai:
Komischerweise mögen sie das Skript. Fünf Zentimeter Kasselerbraten auf dem Parkplatz. Der Wuschelhund. Kampf Club Ost. Einmal in der großen Zeitung herumschmieren. Wiese abbrennen und Hochbeet bauen. Ich will nicht der bad guy sein müssen. Aufzeichnung. Das krasseste Spiel der Saison. Schildermalen bis um 3 Uhr. Highway Star und gelber Raps. Liegen am Teich. Nie wieder ein Skalpell benutzen. Rauchen und Lesen in den Pausen. Endlich mal wieder ein krasses Buch. Das vermutlich beste Programm des Jahres. Geburtstag, Unterwegssteak, polnischer Abgang. Meins! Und erstmal weg. Rechtsverkehr. Ich brauche eine Kreditkarte. 100 Stiche. Zeche prellen. Vorlesen im Zelt. Sandwich im Besucherzentrum. Sponsored by Adidas. In-Urlaub-fahren klappt vorzüglich. Donkeys, sheep, a family of vietnamese (WAAAAS?) pot-bellied pigs (Ach so!). Heinz Strunk auf den single roads. „Wo fahren wir als nächstes hin?“
Status: Yeay.

 

 

Juni:
Immer zu Tesco. Die grausamen Nachrichten beim Wiedereintritt. Baden mit dem Wuschelhund. Wir können doch nicht gleich wieder in Urlaub fahren. Oder halt doch. Vier Tage später! Jetzt aber schreiben! „Und wie wollt ihr da hinkommen, so ohne Auto?“ Der krasse Ausblick. Wandern zum Einkaufen. Das beste Café der Welt. Endlich baden. Kroatische Popmusik. Tipp: In Kroatien _niemals_ Fahrräder mieten. Die tote Riesenschlange. Der Tausendfüßler und die Hornisse. Halle-lujah und endlich wieder Against Me! Straßenfest und die Party für 17-Jährige. Pretty schnell pretty little liars. Abendbrot am See, Eis im Café Miami und Auftreten im Panometer. Acht Joghurts, Gulasch und Pizza zum Klarkommen, (k)ein Open Air am Nachmittag.
Status: Sonnebrand.

 

Juli:
„Alexa, Downton Abbey!“ Balkon-Medition. Lesebühne im Panometer, Excel mit Melina Sophie. G20-Gucken im Bett, Decke-Streichen auf dem Land. Bundespräsidentenberater für einen Tag. Alle nehmen das Cordon Bleu. „Naja, also wenn ihr mal irgendwohin wollt, sagt Bescheid“ und der völlig weirde VIP-Tag danach. Mit Buch zum Bier. Schwimmen im Norden. I need a hero in Zwickau. „In Espenhain? IN ES-PEN-HAIN?“ „Mache FCKR an, FCKR bockt!“ Sugar in my hair, meltin‘ everywhere in the sunshine! Podcasten ohne aufzunehmen. Downton Abbey, der mitgebrachte Vorschlaghammer in Chemnitz und der Wuschelhund am Wochenende. #psychedelitzsch Teil 2. Vier Tage Fernsehgucken am Stück. Schreiben, schreiben, schreiben! „Wir könnten ja nochmal kurz dorthin.“ Nachhausefahren im Hellen. Und tatsächlich endlich fertig.
Status: Wusch!

 

 

August:
Immer, wenn etwas Cooles ist, sind wir weg. Jede Woche Halbzeit. Ich könnte mir das auch sehr gut vorstellen. „Wie kommt man denn hier an den See?“ „Das is alles privat hier.“ Lieber langsam, weil ich nicht will, dass es kaputt geht. Das Zeltplatz-Bootsverleih-Ferienwohnung-Thai-Restaurant-Massage-Studio. Erstmal näher auf jeden Fall. Best-investierte 6 Euro ever: Der Kaufland-Sonnenschirm. Der Leipzig-Samstag auf dem Festival. Bye bye Downton! Beste. Tomatenbutter. Der. Welt. Die Nö-Tasse. Schon wieder im Westen. Schon wieder in Berlin. Parken in der Knesebeckstraße. Er mag es tatsächlich. Und ich glaube, es ist wirklich nicht schlecht. Man muss sich auf jeden Fall nicht dafür schämen. Es regnet immer, wenn wir gerade fahren wollen. Und schon wird’s wieder Herbst. Die nervigen Leute von schräg gegenüber. Viel zu viele Quesedillas. Der Ortgang-Balken.
Status: Jup.

 

September:
Doch mal ins Schwimmbad. Eiszombiedrache. The magical mystery of kannmanmamachen, mussmannabernich. Zwei Nächte Karaoke-Wagen. Oh weia, da ist gerade etwas richtig kaputtgegangen. Wenigstens mal angucken. Schon wieder Berlin. Herr-Lehmann-fanboys on tour. Wir beherrschen uns’re Instrumente nicht. Irgendwie nie richtig zur Ruhe gekommen. Na gut, dann mach ich das vielleicht einfach? Eröffnung, Fußball und eine Woche zweite Wahl. Ich habe keine Zeit, zur Notaufnahme zu gehen. Themen kommen Dienstag, Abgabe ist Mittwoch: „Hier bitte den witzigsten Gag der Welt einfügen“. Der einzige Ort, wo zuverlässig immer Against Me! läuft. Das erste Mal Champions League. „Eh, das mit Hypezig, ich glaub, der Antreh sitzt sogar im Publikum?“ – ohgottohgott. Ganz düstere Aussichten für die Landtagswahlen 2019. Krawallpärchen zum ‚Jubiläum‘. Ups, wir fliegen nach Israel.
Status: Phew.

 

 

Oktober:
Auf den Tag genau nach zehn Jahren wieder da. Manchen Menschen gönne ich einfach alles. Ein Glück, dass ich kein Künstler-Künstler bin. Was das alles kostet! Ich krieg nie wieder Internet. Das letzte Lagerfeuer. Ein Hörbuch lang streichen. Wehensaufen. Puzzlen zur Ablenkung. Klar, dann warte ich halt auf die Geräte auch noch. So ganz ohne Küche ist das schon etwas kompliziert. Die guten Abende da draußen. Buchpremiere: 27.10.2018. Biergulasch und Klinikbesetzer*innen in Prag. „Du hast ganz Recht! Die Menschen und die Welt sind schlecht. Ein jeder Mensch ein Bösewicht, nur du und ich, wir beide nicht!“
Status: Puhyes.

 

November:
Ich habe die beste Küche der Welt! Tausende Israel-Dokus gucken. Graffitifilme im Stehen. Und immer beim Fraußenfußball regnet es. The awkward moment of inviting people to you nach Hause but then suddenly it’s totally great because the people you have eingeladen are totally great. Fünf fleischfressende Flanzen. Männer abschaffen, am besten alle und generell. Möbel ersetzen. Ich hätte bitte gern das Jerusalem-Syndrom. Globus hat alles! Die teuerste Serie der Welt. Alle kennen Zigrette. Bestellen für 4 Euro. Serien suchten, alles fertig bekommen, vorarbeiten, fünfte Staffel planen, noch mal schnell zu Herrn Lehmann, beim Whisky versagen, noch eine Runde mit dem Wuschelhund und dann los.
Status: Endlich.

 

 

Dezember:
Hatachana haba’a. 25 Grad im Dezember. Alles so interessant. Und verworren. Und teuer. Aber is ja Urlaub. Tel Aviv, Jerusalem, Bethlehem, Haifa, Akko, Tel Aviv. „Ich würde gern mal auf so eine Plantage und was klauen, aber ich will nicht abgeknallt werden.“ Ich bin Bestsellerautor! Naja, zu 1/44stel zumindest. Unbedingt nochmal dorthin. „Ich bin immer froh, dass ich den Konflikt nicht lösen muss.“ Übertreiben am Dienstag. „DAS MUSS UNBEDINGT NOCH VOR WEIHNACHTEN FERTIG WERDEN!“ Mein erster Weihnachtskalender. Kostenlos auf Spotify. Alf an der Mosel, Grinch im TV und Feuer auf der Straße. Alle wollen sich treffen. Alle wollen was klären. Na gut, fahren wir also auch noch nach Hamburg. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich noch was schreibe. Pizzy Syndicate. Noch ein paar Treffen, das letzte Mal Halle, die krasse Party und dann Weihnachten. Kurz ist gut. Traditionell ins Krankenhaus. Wenn das alles klappt, wird nächstes Jahr krass.
Status: Das beste bisher.


In Kategorie: a week in pictures

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