“Ich werde mich nicht an das 2010 gewöhnen können”, sagte er und ließ sich von der Straßenbahn hin und her schaukeln.
Der Boden war schwarz und eine einzige große Pfütze, wegen des Schnees, den die Leute mit herein schleppten und wegen des Drecks, den sie sowieso immer dabei haben. Die Heizungen röhrten, sodass man einen Schlag bekam, wenn man rein- oder rausging.
“Wieso?”, fragte ich und sah dabei zu, wie dicke Schneeflocken gegen die Scheibe patschten.
“Das ist eine völlig widersinnige Handbewegung”, sagte er.
“Häh?”
Er wirbelte mit den Fingern durch die Luft, um ein Tippen zu miemen, “Widersinnig, verstehst du?”
Die Straßenbahn hielt. Von vorn kam die Kälte, ein paar Leute setzten sich, der Schnee auf ihren Haaren wurde wieder zu Wasser und lief ihnen durchs Gesicht.
“Hm”, sagte ich, und nochmal, “Hm”.
Wie nach dem Schwimmbad sah es aus, von den Winterjacken einmal abgesehen. Alle waren müde, hatten nasse Haare und fuhren nach Hause, weil es Ärger geben würde, wenn sie nicht rechtzeitig wieder da sein würden. Die Türen piepten. Ich drückte auf den Knopf, die Tür sprang noch einmal auf und ich stieg aus. Der Schlag kam. Ich atmete einmal und ging zweimal, drehte mich um.
Da saßen sie nun und schauten auf den schwarzen Boden, mit nassen Haaren und müder Zufriedenheit auf den alten Häuten. Ich zog meinen Schal etwas enger und ging Richtung Café. Hier draußen war die Kälte und dort drinnen das Glück.










