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Der gute Nick fragte ich jüngst, ob ich ihm eventuell für ein kleines Interview zur Verfügung stünde. Freundlich, wie ich nun einmal bin, sagte ich fröhlich: "Vergiss es, geh weh und lass sich nicht mehr in meinem Internet blicken!" Da lächelte er milde und schob mir einen dicken Umschlag zu. "Läuft", sagte ich.

Ich habe all meine Ernsthaftigkeit zusammen genommen und so ehrlich wie möglich geantwortet. Kleiner Vorgeschmack auf das komplette Interview gefällig? (Ich finde es übrigens sehr gut, allein auf Grund meines dreiwöchigen USA-Aufenthalts mittlerweile aus US-Spezialist auftreten zu dürfen)

Sind die USA und Kanada so, wie man es sich vorstellt?

Wenn man sich Kanada als dauerhaft mit Schnee bedecktes Land voller mit Elchen kuschelnder Mounties vorstellt, wird man vielleicht enttäuscht sein. Aber Kanada kommt einem im Vergleich zu den USA doch sehr europäisch vor, womit ich nicht ‚weiter entwickelt‘ oder so etwas meine. Vielleicht liegt es daran, dass es dort auch das metrische System gibt und man nicht ständig denkt ‚Wie viel zum Teufel sind denn 37 Unzen?‘ Ausgehend vom Bierpreis ist Kanada jedenfalls total teuer. Wir haben diese Problematik direkt in einem Blues festhalten müssen: Dem Toronto Blues.

Die USA sind weitaus entspannter, als ich gedacht hätte. Zumindest was Detroit, Chicago und New York angeht. Als Deutscher ist man ja ständig versucht, sich über 13 Dollar für eine Schachtel Zigaretten oder das Wetter aufzuregen, aber als Amerikaner nimmt man einfach eine seiner dreißig Schrotflinten und löst das Problem. Natürlich nicht, aber so hektisch wie eine Gruppe Rentner beim Einsteigen in einen ICE sind nicht einmal die Leute an der Wall Street.

Aber man übertreibt gern ein bisschen in Übersee. Detroit wird da schon mal als schlimmste Stadt der Welt hingestellt, obwohl das bekanntermaßen Halle an der Saale ist. Und es wird einem des Öfteren gesagt, dass überall Gangs unterwegs seien und man nachts nicht so viel herumlaufen soll. Dabei haben wir mit den ganzen Überfällen praktisch mehr verdient, als wir in den drei Wochen ausgeben konnten.

Das ganze Ding gibt's hier: Interview mit André Herrmann. Ich wünsche viel Spaß.

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