Zürcher Poetry Slam Festival Am Mittwoch zeigt die ARD endlich die von mir herbei gesehnte Verfilmung von Sven Regeners Neue Vahr Süd. Ich vertraue einfach mal darauf, dass der Film im Anschluss noch für ein paar Tage in der Mediathek verfügbar sein wird, das muss er sogar, denn ich werde ihn leider nicht schon am Mittwoch sehen können. Der Grund, der das mehr als akzeptabel zu machen weiß: Wir fliegen zum Zürcher Poetry Slam Festival in Schweiz! Eine ganz und gar großartige Veranstaltung wird das werden, das bin ich mir sicher. Die deutschsprachigen Meisterschaften sind gerade erst Geschichte und die sich anschließenden Grippen erst kurzzeitig überwunden, da werden die Körper schon wieder auf eine mehrtägige Konditionsprobe per excellence gestellt.

Vier Tage lang werden sich im Zürcher Schiffbau acht großartige Teams à vier Personen aus Deutschland, der Schweiz, den USA und Frankreich beim Poetry Slam Cup in einem System ähnlich den amerikanischen Poetry-Slam-Meisterschaften messen. Mit dabei sind kein Geringerer als der Poetry-Slam-Erfinder Marc Kelly Smith selbst, die französische Slam-Legende Victor Zarca, sowie ein großer Teil dessen, was in der deutschsprachigen Poetry-Slam-Welt Rang und Namen genießt. Das Wettbewerbssystem ist denkbar simpel und verlockend, jedes Team muss pro Runde vier Beiträge liefern, davon mindestens einen Teamtext und jedes Teammitglied muss pro Runde mindestens einmal auf der Bühne gestanden haben, d.h. es eröffnen sich Kombinationsmöglichkeiten à la 3 Einzeltexte, 1 Teamtext/ 2 Einzeltexte, 2 Teamtexte und so weiter. Das Beste am ganzen Festival aber ist: als Team Livelyrix Leipzig sind wir, also Busenfreund Bleu Broode, Ex-Schkeuditzer-Kreuzritterin JanaKlar und das Team Totale Zerstörung, mit dabei. Ich freue mich sehr darauf, gerade, weil ich das amerikanische Meisterschaftssystem ziemlich spannend finde, umso besser, dass es nun auch diese Variante neben dem normalen deutschsprachigen Meisterschaftssystem einmal gibt. Am Mittwoch und Freitag werden wir als Team also versuchen, dem Publikum in unseren Vorrunden die meisten Punkte abzutrotzen, sodass wir am Samstag noch einmal unter den besten drei Teams die Weltherrschaft den Festivalsieg auswürfeln dürfen. Aber darum geht es nur zweitrangig, das Wichtigste ist, einen guten Eindruck zu hinterlassen, die anderen Teams anschauen zu dürfen und viel Spaß bei der ganzen Sache zu haben.

Und: Wir, genauer gesagt Julius und ich, dürfen sogar dorthin fliegen! Gleichzeitig für mich also eine Premiere, das erste Mal per Flugzeug zu einem Auftritt anreisen, ich komme mir schon jetzt unglaublich wichtig vor. Ach, das wird herrlich.

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