Wenn du dich gar nicht dazu durchringen kannst, dann warte einfach, bis der Stolz einsetzt. Irgendwo zwischen YouTube-Prokrastination und Twitter liegt das vergraben, was dich letztendlich einfach stur geradeaus gehen, die aufgetürmten Aufgaben erledigen und dabei nicht nach links und rechts schauen lassen wird. Eine kleine Eigentümlichkeit, dass mit Beenden der Referatsvorbereitungen auch gleichzeitig anderthalb Staffeln dieser Serie geschaut sind und sich die Ausarbeitungen doch ganz anständig lesen. Ich glaube ja immer noch daran, dass das Leben kein Sprint ist, sondern mehr so etwas wie das längste Ausdauerrennen der Welt, tausende Male länger als die vierundzwanzig Stunden von Le Mans. Mein längstes Anno-1703-Savegame hatte über hundert Stunden Bauzeit auf dem Konto, während ich versuchte, diese erste Abschlussarbeit zu schreiben. Die Ansagestimme riet ab und zu, doch mal eine Pause zu machen und zeigt kleine Kaffeetassenicons. Aber im Endeffekt lief es ja, never change a running system, einfach abwarten, bis der Stolz einsetzt, nicht wie ein Depp dastehen zu wollen. Und wenn man eines aus solch einem Spiel lernen kann, dann ist es, dass das, was es im Endeffekt wertvoll macht, nicht von der Absehbarkeit eines Zieles abhängt, sondern von den Beschwerlichkeiten des Wegs dorthin.

