# Ein ♥ für Blogs

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Eigentlich wollte ich bei solchen Aktionen nie mitmachen. Aber ich habe mir ja auch ein violettes T-Shirt gekauft. Und da Inkonsequenz wahrscheinlich nicht richtig messbar (allenfalls zählbar, in meinem Fall bin ich also 2 inkonsequent) ist, kann ich auch bei der Aktion vom Stylespion (haha, schlechter Reim) mitmachen.

Lamento Mori: Ich bin froh, den Herren hinter dieser Seite kennen gelernt zu haben. Zweifelsohne ein sehr wichtiger Mensch seit der Studentenzeit. Ich liebe seine Art zu schreiben und hoffe, dass wir uns trotz der baldigen räumlichen Trennung nicht aus den Augen verlieren werden.

Airen live: Ich wünsche mir so sehr einen Roman. Schade, dass seit einiger Zeit Ebbe eingekehrt ist im Tagebuch des Maßlosen. Anderenfalls muss ich mir wohl alle Texte (für den Eigenbedarf) ausdrucken und wieder und wieder und wieder lesen.

Liz’s blogging: Wunderbare, kleine Geschichten. Nicht mehr und nicht weniger, garniert mit schönen Fotos, die einem immer das Gefühl von Nach-Schwimmbad im Sommer und Heizung-An im Winter geben.

Schnipselfriedhof: Ganz einfach weil Volker sehr nett ist, unheimlich tolle Geschichten schreibt und sehr lustige Trickfilme in mühseliger Handarbeit zusammenbaut. Mehr als zurecht so erfolgreich, wie ich meine.

Ahoi Polloi: Allein während ich diesen Beitrag zusammen getippt habe, schon wieder eine neuer Cartoon. Ich mag Satire.

Diese 5 sind es hauptsächlich, ja. Es gibt noch etwa 30 andere Seiten mit Lesezeichen hier. In jedem Fall nicht überragend, meine Favoritenliste, aber das hat ja auch niemand behauptet.

# Aphorismus des Tages [160]

Der größte Fehler derer, die sich durch einen spezifischen Zwang beeinträchtigt fühlen, ist, jedweden Zwang abschaffen zu wollen und damit nichts Anderes zu tun, als das zu praktizieren, wogegen sie angehen.

# Team Totale Zerstörung: Jubiläum

7 Minuten Text in 5 Minuten runter reissen? Nicht so toll für die Zuhörer, aber machbar, so geschehen beim Kampf der Künste in Hamburg. Danke an das nette 2000Maedchen für’s Filmen und Hochladen.

# Auf meinem Schreibtisch stehen 4 Flaschen

Die Wärme ist wieder da. Aus irgendeinem Grund hat es die Sonne wieder geschafft, schon den Vormittag warm werden zu lassen. Alle kramen ihre Frühlingsjacken aus den Schränken. Man geht gern vor die Tür und sucht nach der Viertelstunde Verquatschen vorm Supermarkt, die sie beim Konsum versprechen. Die Straßenbahntüren japsen nach der Luft und fahren sie noch bis abends durch die Stadt. Und alle müssen sich fühlen, als kämen sie gerade aus dem Schwimmbad.

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Ich verstehe Twitter nicht. D.h. ich verstehe das Prinzip, aber nicht den Sinn.

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Ein Glück, dass die Mobilfunkverträge in Deutschland noch teuer sind, sodass sich nicht jeder das neuste Internethandy kaufen und dann endlich und wirklich überall online ist. Denn das sind die wirklichen Versager: Von Datenschutz und persönlicher Freiheit reden und mir im Weggehen noch den Namen des Twitter-Accounts zurufen.

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Ich fühle mich unbehaglich, wenn eine ältere Frau in der Straßenbahn zu mir sagt: “Ey, rücke mal ‘n bisschen, Kolleje!”

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Sido ist nicht nur ein begnadeter Satiriker (man denke da an “Carmen”), sondern auch ein harter Rapper. Und da mindestens die Hälfter aller Slammer bei Slams auftritt, weil das manchmal ein bisschen wie Freestyle-Battle für Studenten ist, finden auch alle dieser 50% Rap klasse. Nur natürlich nicht Sido, weil der uncool und ein Proll ist. Nur ich finde den toll, ob Proll oder nicht. Der hat’s raus. (“Amen, alter!”)

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Der Muskelkater lässt sich immer einen Tag Zeit, erst dann wird er richtig schlimm.

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Sätze des Tages:

1) “Wir müssen nach vorwärts”

2) “Du erlebst das ja immer. Ich muss mir solche Geschichten noch ausdenken.”

# Von Eventualitäten und von Kausalitäten

Manchmal soll man ganz weit mit dem Zug fahren und weil der Automat einem sagt, dass es besser ist, eine Platzreservierung vorzunehmen, macht man das auch. Man steigt in den Zug ein und setzt sich auf seinen Platz, seinen rechtmäßig reservierten Platz, selbst wenn es unangenehm ist, Leute von einem Platz zu vertreiben, manchmal ist es einfach gut, einen Platz zu haben und wenn man dafür 1,50 Euro bezahlt, dann möchte man den ja auch nutzen, egal. Dann wieder kommen komische Menschen an, die einen aus dem Schlaf rütteln, dem rechtmäßig verdienten, egal, Schlaf jedenfalls, kommen diese Menschen an und sagen: “Entschuldigen Sie, ich habe diesen Platz reserviert!” Und weil man noch schläfrig ist und augenscheinlich auch verdammt doof, steht man auf, räumt seinen Platz und setzt sich woanders hin, denn mittlerweile ist wieder überall Platz, anstatt sich aufzuregen und zu schreien: “Sie erbärmliche Kreatur sind ein Lügner! Sie können gar nicht reserviert haben, Sie platzklauendes Monster, Sie Reservierungsnazi! Verschwinden Sie, oder ich werfe Sie durch dieses Zugfenster hinaus auf die Gleise!” Aber nein, man sitzt schon woanders. Und dort ist die Sicht eh besser.

Vorn sitzt ein Mann mit Aktentasche und jungem Mädchen neben sich, der krampfhaft versucht, sich ein Gesprächsthema einfallen zu lassen. Irgendwas Peppiges sucht er, man sieht das, wie es in seinem Kopf arbeitet, irgendwas, was diese junge Dame auch interessiert. Er überlegt und sinnt und denkt an die letzten Chartsongs, die ihm einfallen, aber außer irgendetwas von den Pet Shop Boys kommt da nicht mehr zu Tage, also lieber lassen, den coolen Musikinteressierten zu miemen. Ach, Scheiße, dann doch lieber Arbeit, denkt er wahrscheinlich und steht auf holt sich seine Akten aus dem großen Reisekoffer. Er balanciert sie auf seinem Schoß und schaufelt sich von Seite zu Seite und plötzlich, als sei es ein Witz, fragt sie: “Das ist ja interessant, was arbeiten Sie denn?” Ja, solche Frauen gibt es.

Ganz anders als die auf der anderen Seite des Gangs, die von dem alten Mann mir gegenüber ständig beäugt wird. Ein hübsches Wesen, muss man zugeben. Und er beäugt sie wie verrückt, kann seine Augen kaum von ihr lassen, tastet sie von oben bis unten ab, mit seinen Augen natürlich. Nicht mit den Händen, obwohl er dass viel lieber tun würde, man sieht das. Sie hat das sicherlich auch schon längst bemerkt. Ich weiß nicht, wie das ist. Ich werde nie angeschaut, im Zug. Nur wenn mir verrückte Reservierungsnazis meinen rechtmäßig reservierten… naja. Die hübsche Frau hat das ganz sicher bemerkt. So geht das eine Weile, er starrt, sie erstarrt, dann “Next stop Bielefeld” und sie schwupp aufgesprungen, aber statt eine schöne Handtasche oder Reisetasche zu Tage zu beförden, ist das erste, was sie von der Ablage über sich nimmt ein Fahrradhelm. Ja, richtig, ein Fahrradhelm. Es gibt immer einen Haken. Daran hätte er denken sollen, der Mann. Ist die Frau geradezu zu schön, so hat sie wenigstens einen Fahrradhelm dabei, den sie auch bereitwillig aufsetzt, selbst wenn sie nur kurz zum Bäcker fährt. Oder trägt Treckingstiefel, oder sagt “Latte” und “Cappu” und geht im Sommer “hiken”. Pfui.

Und manchmal klackert man ganz fix einen Text in das Notebook und irgendwann kommt jemand, der einem sagt, wie schön er ihn findet. Besser noch, er kommt und fragt, von wem der Text ist und man kann sagen: “Von mir!” und lächeln und denken: “Von wem denn sonst, du arrogantes Arschloch!”

Aber das ist eine andere, zusammenhängende Geschichte.

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