Irgendwie makaber:
Etwas für den Sonntag:
v.l.n.r.: Roman Israel, Max Rademann, ich (sehr Traklhaft), Michael Bittner
Simone Fass hat offensichtlich in der tobenden Zuschauermasse gesessen und den Bleistift geschwungen, während die Lesebühne Sax Royal (mit mir als Vertretung) letzte Woche ein kleines Stelldichein auf der (Pop Up Messe gab.
Hier noch ein Bild von der Pop-Up-eigenen Fotografin Ktinka nach erfolgreicher Klärung der Frage “Kann man um 14 Uhr schon Bier trinken?”, am Mikrofon Sebastian von Voland & Quist:

Dankeschön an dieser Stelle dafür!
Aber nun Einstimmung auf den Abend:
Direktoffthemap
Er sah müde aus, von weitem, als er hereinkam und ich musste grinsen, weil ich mich auf unser Treffen gefreut hatte. Ich stand auf und breitete meine Arme aus.
“Danke für den Kaffee”, sagte er noch halb im Gehen, klopfte mir auf die Schulter, griff nach dem Pappbecher vor mir auf dem Tisch und nahm einen Zug daraus, ehe er sich setzte. Seine Schultern glänzten vom dünnen Regen draußen, seine Augen hatte er hinter einer großen schwarzen Brille versteckt. Er wühlte kurz in seinen Taschen und zog dann ein dünnes Notizbuch heraus, das er vor sich auf den Tisch legte.
Ich strich mir mit der Hand über die Schulter und setzte mich.
“Was wird denn das?”, fragte ich und deutete auf das Notizbuch.
“Falls etwas Tolles dabei ist”, sagte er, “Also jetzt.”
Mit dem TTZ-Facebook-Account (so geheim, dass wir nur 9 Fans haben, einer davon sind wir selbst) habe ich bisher immer Farmville gespielt, herrjeh, ja. Das Gute ist, dass Farmville auf Dauer überaus gut gegen sich selbst arbeitet. Denn wenn man erst einmal mehrmals täglich drei mal 365 Felder anklicken und dann auch noch auf den Farmen anderer Leute herumklicken soll, wird das Ganze todsterbenslangweilig und man hört von allein wieder auf. Gebracht hat es überdies auch nichts, ich weiß immer noch nicht, wie Facebook funktioniert und warum mittlerweile alle so verrückt danach sind. Aber ich habe zum Abschied einen Space Invader in unser Feld gepflügt:
Und dass man dieses Bild tatsächlich sehen kann, ohne bei Facebook angemeldet zu sein, ist ziemlich gruselig, denn ich habe die Adresse dazu direkt aus Facebook kopiert. Die schreckliche Implikation desselben? Nun, das heißt, dass es einem bösen Programmierer ohne Weiteres und nur mit Hilfe eines Facebook-Accounts (die soll es ja sogar für ein paar Euro zu kaufen geben) möglich wäre, alle für ihn erreichbaren Fotos (d.h. von Freunden und Leuten, die ihre Fotos auch für Dritte innerhalb Facebooks sichtbar machen) der Weltöffentlichkeit außerhalb Facebooks zugänglich zu machen. Das ging auch damals bei StudiVZ, ehe die Lecks dort die Runde machten und plötzlich alle aus Datenschutzwut ihre echten Namen in einen Phantasienamen änderten. Gut gemeinter Versuch, bringt nur leider nichts, wie jeder weiß, der schon einmal mit Datenbanken hantieren musste.
Der Gang vor dir Tür sagt, dass man besser gleich wieder zurück gehen sollte.
Ich ziehe den Tran hinter mir her, der heute erst recht nicht von mir abfallen will.
Wir müssen etwas schaffen, das wissen wir und wissen es die ganze Zeit über.
Vorm Einschlafen stelle ich mir vor, wie es sich anfühlen muss, so tüchtig zu sein.
Ich liebäugele damit, mit so einem Leben, hinterm eigenen Schreibtisch sitzend
und abends wasweißichwo mit eben jenen Anderen, gleichauf, nicht hintan.
Dann lange nichts, wir verstehen uns prächtig, selten einmal eine dieser Spitzen,
die man mit sofortigem Gehen beantworten würde, wenn man Ehrgefühl hätte.
Verstehen und ernstnehmen, darauf ist alles gebaut, daran glaube ich fest.
Wenn eines von beiden fehlt, und das glaube ich, kann es nur schiefgehen.
Dann natürlich die Enttäuschung, die schon mit durch die Tür herein gekommen war.
Mein Kopf vibriert an der Scheibe der Tram entlang, am Bahnhof steige ich aus,
ich verpasse mit Absicht ein paarmal meine Bahn und schaue auf die Autos.
Wir werden es schaffen im Endeffekt, aber es könnte ruhig einmal einfacher sein.















