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A Week in Pictures 03/2017

Es gibt zwei Arten von Menschen: Jene, denen ich irgendwann spät abends von meiner großartigen Horrorfilm-Idee erzähle (eigentlich sind es zwei, das eine ist ein regionaler Horrormehrteiler und das andere, naja, aber ich meine jedenfalls die zweite Idee) und die dann sagen: „Woah, Hollywood!“ und jene, naja, Sie wissen schon. Die Doofen halt.
Jetzt müsste ich an dieser Stelle natürlich meine großartige Horrorfilm-Idee aufschreiben, aber das ist mir eigentlich ein bisschen zu riskant. Ich meine, könnte ja jemand klauen. Und dann verdient er/sie damit Millionen und ich stehe dumm da. Fange dann einen Rechtsstreit an, verliere diesen natürlich und habe dann auch plötzlich Schulden. Obwohl ich ja eigentlich reich sein müsste. Vielleicht deshalb erzähle ich meine großartige Horrorfilm-Idee auch immer nur Betrunkenen, in der Hoffnung, sie können sich am nächsten Tag sowieso nicht mehr daran erinnern.
Aber glauben Sie mir, sie ist absolut großartig. Und vielleicht hätte ich das jetzt auch gar nicht schreiben sollen, denn in der Zeit, die ich damit verschwendet habe, hätte ich ja schon mal anfangen können, den Plot zu bauen, damit Herr Spielberg das Ding endlich mal in die Hände bekommt, was ein bisschen eklig klingt, aber naja.

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A Week in Pictures 02/2017

Gibt es diesen Zustand, in dem man nicht weiß, ob man jetzt krank ist oder nicht? Halt so kurz davor. So von wegen „Ah kacke, jetzt geht das los, der Rücken tüt schon weh, die Augen sind irgendwie dick“ und dann passiert aber doch nichts? Ich glaube, ich habe diesen Zustand schon seit Ende letzten Jahres. Quasi seit dem letzten Mal Kranksein. Heißt das, dass ich das verschleppt habe? Ich hörte, das soll ja total schlimm sein, wenn man so etwas „verschleppt“. Und ich glaube es, dann zum Beispiel ein Kind verschleppen, das ist ja auch schlimm. Vielleicht ist das aber auch nur meine ganz persönliche Form von Hypochondrie. Ich kaufe mir ja auch immer Wick Medinait, sobald ich das Gefühl habe, krank zu werden. Und dann nehme ich es nur eine Nacht lang (also nicht die ganze Nacht lang, sondern nur so vorm Schlafengehen) und dann nie wieder, weil dann meistens schon wieder alles okay ist. Oder aber, ich bekomme es in der Apotheke gar nicht erst verkauft, weil ich auf die Frage „Und Sie haben auch die Beschwerden?“ irgendwas Dummes antworte, um die Stimmung ein bisschen aufzulockern, wie zum Beispiel „Nö nö, ich trink das gern zum Fisch!“ Und mittlerweile habe ich also ein Stadium erreicht, in dem ich quasi ständig das Gefühl habe, demnächst krank zu werden, aber eben nie krank werde. Das mag verlockend klingen, fühlt sich aber wie ein dauerhaftes Damoklesschwert über dem eigenen Kopf an. Als ich letztens am Angebot (siehe oben) vorbei lief, da hustete wieder jemand. Und weil ich eben ich bin, hielt ich dann erstmal hundert Meter lang die Luft an, um auch ja keine Krankheitserreger einzuatmen. Faszinierend finde ich auch diesen Punkt, an dem man exakt merkt: „Ja, jetzt werd ich krank“, weil man gerade wieder jemanden per Umarmung begrüßt hat, der Stein und Bein schwor, dass das „schon wieder am abklingen“ ist.
Willkommen in meinem spannenden Leben.

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A Week in Pictures 01/2017

Neun Tage im Januar und irgendwie fühlt es sich noch immer nicht an, als hätte das Jahr begonnen. Von mir aus könnte es ruhig ewig in diesem Schwebezustand weitergehen. So zwischen Weihnachten und Neujahr und irgendwiegehtesjetztwiederlos. Da, wo irgendwie nichts anliegt, und es draußen immer so aussieht, als würden gerade alle auf der Couch liegen. Weil ja auch alle erst aufstehen, wenn es in zwei Stunden eh schon wieder dunkel wird.
Als letztens der Heizungsablesemann da war und sich mir die Frage stellte, ob Heizungsablesemenschen eigentlich ausschließlich in der ersten Januarwoche arbeiten, schließlich war irgendwie gerade bei allen der Heizungsablesemann (und gibt es eigentlich auch Heizungsablesefrauen oder ist hier mal ein gehöriger #aufschrei nötig?) und das vielleicht der perfekte Job für mich wäre, weil ich dann den Rest des Jahres einfach frei hätte, da musste ich so früh aufstehen, dass ich erst einmal merkte, dass vor 11 Uhr eine ganze andere Welt vor der Haustür existiert. Menschen, die ich noch nie zuvor gesehen habe, die aber offensichtlich auch hier im Viertel wohnen, waren da unterwegs. Und dann dachte ich, dass man das vielleicht immer machen müsste. Und dann fiel mir ein, dass ich doch sehr gern auch schlafe. Weswegen ich wieder an goodnight nobody und dass Nicht-Schlafen halt auch keine Lösung ist, weil man dadurch offensichtlich auch nicht mehr gebacken bekommt. Dann fühlte ich mich kurz ohnmächtig, weil ja bald wieder Dinge zu tun sind und das irgendwie schade ist, wenn auch irgendwie okay. Aber das Jahr beginnt gut. Ja.

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A Week in Pictures 52/2016

Das ist dann also der letzte Rückblick für 2016. Obwohl ja eigentlich schon 2017 ist. Aber da haben die Kalendererfinder*innen halt einfach nicht nachgedacht. Danke für nichts! Falls Sie zufällig den grandiosen Jahresrückblick verpasst haben sollten, dann schauen Sie bitte hier.

Oben: You can’t go home again und so. Alternativtitel: Flucht zurück.
Was steht 2017 so an? Wir könnten endlich mal den zweiten Teil fertigschreiben, hm? Zwei Skripte gibt’s da ja auch noch zu basteln. Und diese eine Sache, die dann vielleicht bald endlich klappt. Und das danach dann. Und Lesebühne! Und ich würde gern mal nach Tokio fahren. Wieder nach Chicago! Nach Irland! Und vielleicht nie wieder irgendwohin, wo ausschließlich deutsche Rentner sind. Ich nehme mir ja nie etwas vor für das neue Jahr. Erstens, weil ich der Überzeugung bin, dass man, wenn man etwas ändern will, dafür nicht erst auf ein bestimmtes Datum warten muss, sondern es auch einfach gleich lassen/anfangen kann. Wobei das auch schwierig ist, wenn man zum Beispiel an die ganzen Leute denkt, die sich vornehmen: „Ich fange dieses Jahr an, Rennrad zu fahren!“ Und dann kaufen sie sich als erstes ein Rennrad für 5.000 Euro, dazu dann noch so bedruckte, hautenge Radlerklamotten, einen total windschnittigen Helm und dann fahren sie exakt zweimal und danach nie wieder. Egal. Zweitens jedenfalls, weil ich es einfach so oder so Quatsch finde. Ich nehme mir sowieso zu vieles vor und zu wenig davon tue ich dann wirklich. Wenn ich nur ein Viertel von dem täte, was ich mir vornehme, würde ich sicher doppelt so viel tun, als ich jetzt tue. Aber das ist okay. Denn manchmal habe ich auch das Gefühl, dass ich vielleicht immerhin schon manchmal etwas getan habe und das ist dann meist mehr, als manch andere getan haben. Obwohl man sich ja nicht vergleichen soll. Ich vergleiche mich ja auch nicht. Ich nehme nur zur Kenntnis und das kann ich eben nicht abstellen. Außerdem, das habe ich schon mal gesagt: Ich bin auch nicht neidisch. Ich finde nur, dass die meisten Menschen zu unrecht Erfolg haben. Okay, auf die Macher*innen von Modern Family bin ich neidisch.
In diesem Sinne: Viel Erfolg mit allem, was Sie sich vorgenommen haben. Ehrlich.

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