Ein eher semi-gut funktionierender Versuch, in der echten Welt Werbung für ein digitales Produkt zu machen. Meine Spitzenidee.

For the record

Wenn mich nicht alles täuscht und nicht irgendwo auf der Welt jemand schon einmal so etwas gemacht hat – was sehr wahrscheinlich ist, zumindest irgendein Chinese hat das bestimmt schon dreißig mal gemacht und mindestens achtundzwanzig Male davon waren sogar besser – dann haben der werte Herr Julius und ich vor rund einer Woche das erste Team Audience Partizipation Poem Deutschlands des deutschsprachigen Raums Europas der Welt des Universums ever aufgeführt. Das sage ich hier nur, damit es später in den Geschichtsbüchern keine Unstimmigkeiten gibt. Erstes APP im Team, wir, TTZ, bäm!
Für alle, die sich noch immer fragen, was zur Hölle denn ein Team Audience Partizipation Poem sein soll: ein Mitmachtext. Das heißt, das Publikum ist nach Aufforderung des/der Poeten dazu angehalten, irgendeine Handlung zu vollführen, meistens zu klatschen oder irgendetwas zu rufen. Passend zum ersten Team-APP überhaupt hieß der Text auch Die unerträgliche Scheißigkeit des Seins und das Publikum musste immerzu STERBEN! rufen. Wir finden das gut.

Die unerträgliche Digitalität des eBooks

Das Beste an meinem eBook ist, das seither viele Menschen zu mir kommen und mir sagen, wie scheiße sie eBooks finden. Für diese Offenherzigkeit möchte ich Ihnen danken. Rassismus kann eben nur funktionieren, wenn er irgendwann auch nach außen tritt. Ich habe nichts gegen eBooks. Und schön gar nicht gegen Papierbücher. Auch wenn ich es mir erlaube, viele Papierbücher nichtsdestotrotz keines Blickes zu würdigen. Insofern haben eBooks sogar ihr Gutes. Der Markt ist noch klein, noch tummelt sich lange nicht so viel Müll auf dem digitalen Bücherberg wie auf dem papiernen. Aber sei’s drum. Solang man sich nicht in Berlin trifft, um öffentlich eBook-Reader zu verbrennen, sind solcherlei Nostalgiker wahrscheinlich wenig gefährlich. Auch wenn ihr Zorn, von ihrem Verleger wieder nur mit weniger als 10% an jedem Buchverkauf beteiligt worden zu sein, schrecklich und trügerisch sein mag. Ich selbst werde wohl kaum in nächster Zeit auf die Idee kommen, meine Bibliothek digital nachzukaufen, obwohl ich dann vielleicht weniger Angst vorm Umziehen haben müsste. Eine Angst, die ich wiederum durch wilden Bücherkauf kompensiere. Ein absoluter Teufelskreis. Was ich sagen will: Wurscht.

Wer ist eigentlich dieser Mitt Romney?

Das Faszinierende an den US-Präsidentschaftswahlen im kommenden November ist ja nicht die Frage, wie viel Obama bis dahin noch vermasseln wird, sondern die Frage nach dem neuen Präsidenten republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Neben zahlreichen komplett Verrückten taucht da auch immer dieser steinreiche Mitt Romney auf, der zumindest bei der breitesten Front der Republikaner wohl die besten Chancen auf den Posten des letztendlichen Kandidaten hat. Man darf sich, ganz abseits seiner abseitigen Politik, ruhig mal fragen, womit dieser Mann eigentlich sein ganzes Geld verdient hat. Vor ein paar Jahren hätte man ihn hierzulande wahrscheinlich noch als so genannte Heuschrecke gebrandmarkt. Aber die Zeiten ändern sich, das gilt nicht erst seit intelligente Menschen RTL schauen. Und die folgenden 30 Minuten illustrieren das ganz gut.

Mein Beitrag zum Thema 'Leipzig im Winter'. Entweder es regnet und ist windig oder man muss sich überlegen, ob man nicht vorsichtshalber schonmal wieder eine Badehose in den Rucksack packt. Das dort vorn ist das Café Riquet. Ein sehr schönes Haus, um die Jahrhundertwende, früher Sitz eines Händlers, der hauptsächlich Waren aus Asien und dem Orient besorgte. Daher auch die Elefanten über der Eingangstür und das Türmchen. Und gleich rechts einer der vielen Durchgangshöfe, die sich dadurch auszeichnen, dass man durch die hindurchgehen kann.

Ich glaube, ich habe eine ganze Menge verpasst. Zwar glaube ich ohnehin, dass immer in dem Moment, da ich jemandem dies mitteile, ein fantastischer Film gedreht, ein großartiges Buch geschrieben und ein fantastischer Song geschrieben wird, von denen ich nie erfahren werde, aber hie rwurmt es mich tatäsächlich noch mehr. Ist 'Die Hütte' tatsächlich ein Weltbestseller und jeder spricht darüber, außer mit mir, weil man mir schon ansieht, dass ich ja eh keine Ahnung habe? Ich weiß ja nichtmal, wo der Pavillon der Hoffnung ist. Wahrscheinlich ist bei mir eh längst alles verloren und hinter meinem Rücken machen Veronica Verres und Til Schweiger Witze über mich. Na klasse.

Das ist der Hamburger Hauptbahn morgens um 7 Uhr. Dabei sei ein für allemal gesagt: Es ist eine höllisch dumme Idee, Auftritte anzunehmen, bei denen man genau weiß, dass man am nächsten Morgen zwischen 5 und 8 Uhr im Zug sitzen muss. Einfach sein lassen und zu Hause bleiben. Um nicht wieder wie ein Hirntoter aus dem Hotel zu wanken, geschickt den Zombie- und Vampirjägern auszuweichen und dann im Zug einfach nicht einschlafen zu können, aber später zu Hause nur noch halbtot anzukommen. Und dazwischen natürlich noch ein Uni-Referat zu packen, weil's so schön ist, das alles mal wie einen Film zu erleben. Mein Tipp: Eine Zeitmaschine oder das Beamen erfinden und alle Sorgen los sein. Aber da ich bis heute nicht von meinem zukünftigen Ich abgeholt wurde, muss ich davon ausgehen, dass es noch keine Zeitmaschine erfunden hat. Loser!

Und hier: das obligatorische Zugbild. Heute: Irgendwo zwischen Leipzig und Zürich. Aber eher irgendwo nahe Leipzig, so viel kriege ich noch zusammen. Dann explodierten die Rauchgranaten und wir wurden von dieser Hipster-Armee gefangen genommen. Sie rasierten uns Undercuts, überspielten Gigabytes voll schrecklicher Musik auf unsere MP3-Player und pinselten uns schnörkelige Tattoos auf die Brust. An der schweizer Grenze ließen sie uns unvermittelt wieder frei. Wir kamen nach Zürich, fuhren ins Schauspielhaus und sahen so ulkig aus, dass man uns direkt zum Sieger der dortigen Poetry Slam Gala erklärte. Nebst einem Mann aus Berlin, der ein gutes Blog und sehr tolle Texte schreibt.

Das ist der Zürcher Hauptbahnhof. Wie so Vieles in der Schweiz, ist er aus purem Gold gebaut, allein mehrere Diamantensäulen sorgen für die nötige Stabilität. Auch muss man sich keine Sorgen darüber machen, dass Leute sich eine Ecke des Bahnhofs abbrechen und den Erlös auf ihr Konto überweisen könnten, dann in der Schweiz sind alle Menschen reich. Aus dem Wasserhähnen fließt reinigendes Erdöl, in den Lampen tanzen lustige Erdgasflammen und Feuerzeuge gibt es nicht, da man sich an nahezu jeder Straßenecke mit bereitstehenden 1000-Franken-Scheinen seine Zigarette anzünden kann. Das zumindest ist so grob, was ich von diesem jüngstem Schweiz-Aufenhalt behalten habe. Und dass alle Menschen dort sehr nett sind und sehr zufrieden wirken, obgleich ich bei schweizer Mietpreisen täglich zwei bis acht Herzinfarkte bekommen würde. Das imponiert mir.

Grob zusammengefasst könnte man sagen: Stimmt. Allerdings gibt ja schon das 'eigentlich' den Hinweis darauf, dass es womöglich berechtigte Einschränkungen dieser These gibt. Menschen zum Beispiel. Ich glaube, man kann wirklich jedes Problem auf Menschen zurückführen. Ohne Menschen gäbe es keine Filmproduzenten mehr, die Veronia Ferres besonders dramatische Rollen anbieten. Ohne Menschen müsste man beim Fleischkaufen keine Angst mehr haben, dass Lady Gaga die Filets schon einmal getragen haben könnte. Es wäre eine gute, gute Welt. Bis auf die fiesen Tiere, die einen beim Umherstreifen in die Zehen hacken oder mit ihren riesigen Geweihen in die Luft schleudern. Hat eben alles Vor- und Nachteile. Außerdem würde man schnell an die tierischen Grenzen stoßen, wenn man einem Elch würde beibringen wollen, Playstation 3 zu spielen. Naja, also vielleicht wenigstens ein paar Menschen behalten.

Mein Zimmer in Zürich. Leider sieht man nicht das riesige Bad direkt mir. Das mit dem 10-Meter-Sprungturm und der völlig überdimensionierten Whirpool-Anlage, in der man sich nur deshalb nicht so verloren vorkommt, weil ja hunderte nackte Hotel-Mitarbeiterinnen 24 Stunden am Tag als Interieur fungieren und dem Gast Gesellschaft leisten müssen. Auch die Motocross-Strecke ist irgendwie nicht mit aufs Bild gekommen, ebensowenig die zahlreichen Diener, die immerzu durchs Zimmer wuseln. Ist alles recht komfortabel dort gewesen. Nur dass man in kaum einem Hotel mal kostenloses Wlan bekommt, das ist wirklich zu Speien.

Und dann bucht man einen unglaublichen Mega-Spar-Preis ohne Umsteigen zwischen Zürich und Salzburg und was passiert? Schienenunterbruch. Das heißt alle Aussteigen und Umsatteln auf schrecklich überfüllte Busse, die ersten lange auf sich warten lassen und zweitens von ambitionierten Russen überfrequentiert sind, die notfalls auch bereit sind, sich Sitzplätze zu erwrestlen. Aber so ist das immer, wenn ich etwas so gut organisiert habe, dass es fast schon zu perfekt erscheint: Irgendjemand kommt und sorgt dafür, dass es nicht funktioniert. Im Kindergarten traten mir böse Kinder gegen meine Bausteintürme, in der Schule zermalmten böswillige Lehrer meinen Illusionen von einem schönen Leben und heute kommen halt Russen und zwingen mich dazu, mehr als zwei Stunden meinen dreißig Kilo schweren Rucksack auf den Oberschenkeln zu balancieren. Es ist zum Blitze schießen.

Immerhin: In Österreich liegt gerade Schnee. Das hier muss irgendwo kurz vorm Ötztal gewesen sein. Ja, da wo sie diese tattoovierte Mumie gefunden haben. Die Legende sagt, dass Ötzi von einem Schneemenschen totgeschlagen und anschließend irgendwo eingefroren wurde, weil hält sich ja länger, hat man als Schneemensch auch drei Wochen später noch etwas von. Richtig ist jedoch, dass Ötzi ein herkömmlicher Bäcker aus dem Nachbarort war, der sich eines Abends in der hiesigen Schankwirtschaft derart den Geist verflüssigt hat, dass er auf dem Nachhauseweg einfach in eine Gletscherspalte (damals gab es überall Gletscher, Jungs spielten Gletscherfußball und Mädchen hielten sich kleine Gletscher als Haustiere) fiel und sein massiv konsumierter Alkohol einen natürlichen Verwesungsprozess schlichtweg unmöglich machte. Auf jeden Fall durften wir im Ötztal wieder auf einen Zug umsteigen. War auch ganz schön kalt auf der Droschke gewesen.

Und das ist Salzburg. Also zumindest die Festung Hohensalzburg, wenn ich mich nicht irre. Salzburg ist gut. Es gibt verrückte Taxifahrerinnen, die hysterisch lachens rote Ampeln überfahren und einem das dumpfe Gefühl geben, man werde wohl bald und besonders absurd im Ausland sterben. Es gibt eine wunderschöne Altstadt, ein sehr schönes Schloss und Österreicher, die alle sehr nett sind. Außerdem darf man sich unheimlich cool fühlen, sich in Georg Trakls Hood aufzuhalten, die er sich leider auch mit diesem Musikmenschen hatte teilen müssen. Besondere Vorkommnisse: Ich habe Salzburger Jungstier gegessen und war mir bis zuletzt nicht sicher, ob damit nicht vielleicht auch unliebsame Rap-Kinder bezeichnet werden, die man schlichtweg tötet und sie gemeinsam mit Nockerln an ahnungslose Touristen verfüttert.

Was fehlt:
München, Hofbräuhaus, Substanz, Fischer Stüberl, G-Hotel. Zu wenig Schlaf und fast die ganze Woche hindurch Auftritte. Zu viele Stunden im Zug. Mindestens eine gute neue Bekanntschaft. Und gefragt werden, wann endlich ein TTZ-Album kommt, unbezahlbar!

Das war also ein Jahr in wöchentlichen Bildern. Krass. Manchmal war es wirklich schwer, mich hinzusetzen, Fotos auszusuchen und mir auch noch einen Text dazu auszudenken. Oder überhaupt verwertbare Bilder zu finden, weil ich kaum welche gemacht hatte. Aber irgendwie hat es immer funktioniert. Einmal hat das Handy von allein alle Fotos gelöscht und nur ein paarmal war ich einen Tag zu spät dran. Meist aber gab es immer am Montag den Wochenrückblick. Manchmal hat er mir sogar ganz gut gefallen. Ich hoffe euch auch. Danke fürs die Aufmerksamkeit, das Lesen und die lieben Kommentare. Und jetzt, der Vollständigkeit halber:

Womöglich werdet ihr euch kaum noch daran erinnern, aber vor einer Woche war Weihnachten. Ich saß in zu vielen Restaurants, aß Kasselerbraten und dachte: 'Kasseler! Jetzt bist du also auch alt!', denn in meiner Vorstellung aßen bisher nur alte Menschen Kasselerbraten. Seitdem glaube ich, dass nur besonders tolle Menschen Kasselerbraten essen. Breche ich gerade tatsächlich eine Lanze für Kasselerbraten? Nun, ich aß auch Kroketten. Aber ich liebe Kroketten, schon immer. Ich brauche jedenfalls kein Fleisch, wenn ich Kroketten habe. Oder Ginger Ale. Aber wenn ich Ginger Ale habe, brauche ich immer noch etwas zu essen. Am besten Kroketten. Oder Kasseler.

Die hatten wir schon lang nicht mehr hier. Da darf sie zur Jubiläums-1-Jahressause natürlich nicht fehlen. Wie Sie wissen, ist das die beste Katze der Welt. Neuerdings schläft sie auf dem Zwischenboden des Couchtischs. Dort passt sie zwar kaum hin, aber das ist ihr egal. Sie macht es einfach. Und nachts geht sie raus und tötet Radfahrer ohne Licht, die sie mir zur Ehren dann vor die Tür legt. Wenn ich sie nicht von Geburt an kennen würde, könnte ich glauben, diese Katze habe ein Terrorcamp im Irak besucht und sich im Guerillakampf ausbilden lassen. Aber das hat sie anscheinend einfach im Blut. Und sie liebt mich, das ist die Hauptsache.

Manchmal leihe ich mir Sportgeräte aus und mache Fotos davon, um Andere zu beeindrucken. Diesmal habe ich so getan, als hätte ich Squash gespielt. Immerhin habe ich mir durch das Nichtspielen diese schrecklich knappe Niederlage erspart. Und diesen unendlich schlimmen Muskelkater, der erst am zweiten Tag danach so richtig seine Blüte entfaltet. Und vor allem diese komischen Schulterschmerzen, weil ich ja nicht gegen die Wand gerannt bin, um diesen einen Ball noch zu bekommen. Zum Glück nicht.

Und dann war Krieg. Es ist schon ein schrecklicher Akt, überhaupt das Haus zu verlassen, wenn aus den Fenstern gegenüber mittelgroße Rohrbomben geworfen werden, die bei der Detonation metertiefe Krater in der Straße hinterlassen. Und einem dann so ein Bauer eine seiner Scud-Raketen ans Bein schießt, sodass man spontan Lust bekommt, ihm als Ersten in diesem Jahr den Kopf abzubeißen. Warum muss ich auch genau zu Silvester noch sehr viele Texte über die Bombings in Belfast lesen?

Hier ist kein Zigarettenschmuggler explodiert. Auch hat hier niemand sein mobiles Maschinengewehr fallen lassen. Ich glaube, es hatte etwas mit diesem Krieg zu tun. Auch wenn ich mir beileibe nicht vorstellen kann, wo man im Himmels Willen solche Knaller kaufen kann, mit denen man wahrscheinlich auch ein kleineres Einfamilienhaus hätte sprengen können. Ob sich Hipster zu Silvester ganz viele Raketen gekauft haben, um sich zum Mars zu schießen, weil der noch nicht so mainstream ist?

Und verletzt war ich auch. Aber um mal eben ein bisschen den Bushido-Film zu zitieren: 'Junge! Wie sieht Anderer aus?' 'Krankenhaus!' 'Er's guter Junge!'

Was fehlt:

Eigentlich nichts. Bisschen viel zu tun. Aber darüber sollte man ja nicht meckern. Ansonsten: Good times!

So, willkommen im neuen Jahr. Haben wir 2011 also endlich hinter uns gebracht. Darum wollen wir jetzt auch kaum noch ein Wort darüber verlieren. Ich hoffe, ihr habt noch alle Finger, und die Bilder und Videos von letzter Nacht stimmen mit eurer Erinnerung überein. Trotzdem sollen diesmal keine langen Wort über den letzten Monat verloren werden, sondern freudig in die Zukunft der kommenden Monate geschaut werden, ehe die Maya kurz vor Weihnachten alles zerstören. Wer doch noch so etwas wie einen Rückblick braucht, der schaue folgendes Video, der Rest labe sich an den besten Tweets des Dezembers 2011 etwas weiter unten.

Guttenberg würde seiner Frau vermutlich sagen, er habe sie nicht betrogen, sondern nur den Überblick verloren, welche seine ist.

Gottschalk und Gaddafi. 2011 verlor die Herrenmode zwei ihrer größten Gegner.
@peterbreuer
Peter Breuer

Piraten, die ihren Parteitag auf dem Festland abhalten, wirken auf mich nicht glaubwürdig.
@hubertsrevier
Dingenskirchen

"Wir sollten 'ne Punkband gründen!""Wir sind über vierzig.""Dann ... rollen wir heimlich mit den Augen, wenn die Chefin was sagt.""Yeah!"

hätte gern den sprecher aus "anno 1602" für den kühlschrank. "ihr habt joghurt gefunden!" "euer volk wünscht sich schokolade!"

»Mein Sohn, wenn du groß bist, kannst du alles werden, was du willst.«»Wirklich alles?«»Verdirb uns jetzt bitte nicht den Moment.«

Die Schokolade drückt etwas beim Laufen.

Hallo, ich wohne auf dem Land. Wenn man hier einen Stiefel vor die Tür stellt, klaut ihn nachts ein Marder.
@atomazing
Herzchen

Schafe gezählt. Zwei fehlen. Jetzt bin ich wieder hellwach.
@peterbreuer
Peter Breuer

Student_innentag in der Agentur. Jede/r raunt ihnen zu: „Lernt was Anständiges.“
@ankegroener
ankegroener

bin müde, müsste aber eigentlich noch eine mahnwache gegen cordanzüge organisieren.
@katjaberlin
katjaberlin

Einfach mal Ahnung haben und trotzdem Fresse halten.
@_miel
miel

Wenn ich schlecht gelaunt bin, stelle ich mir einfach vor, wie ein Tyrannosaurus Rex versucht sich eine Kippe anzuzünden.

Freund geht mit seiner Frau zu einem "Wie wird es sein, wenn wir Eltern sind" Info Abend. Dabei können zwei Muschis gar keine Kinder zeugen.
@dandyliving
• dandy •

Der Mülleimer ist leer. Ich sollte mal wieder Obst kaufen.

Eben im Fitness Studio gewesen. Jetzt Döner. Mit Schlagsahne. Und Tränen.

Die Hipsters von Pompeji sind alle gestorben, weil sie in die Lava gegangen sind bevor sie cool war.
@dandyliving
• dandy •

Der schnellste Weg, die genaue Uhrzeit heraus zu finden, ist bei meiner Mutter anzurufen und ihr zu erzählen, dass ich betrunken bin.
@Regendelfin
Marie von den Benken

grundregel: nur körperteile verlieren/verletzen, die man nicht zur bedienung des iphones braucht.

Meine Oma (92): begrüßt mich mit den Worten. "Jens, ich habe schon wieder randaliert."
@ActionJens
.. ? ... ? ... ? ..

Sollte ich in die Hölle kommen, weiß ich schon, wie die erste Frage lauten wird: "Haben Sie eine Payback-Karte?"
@meterhochzwei
quadratmeter

Die Hexe von unten ist übers WE verreist. Ich könnte also was total verrücktes anstellen. In Zimmerlautstärke sprechen oder so.
@Goganzeli
Goganzeli

Für den Fall, dass mich jemand fragt, wieso meine Tasche so schwer ist, habe ich immer einen Ziegelstein mit.

"Wenn ich wieder gesund werde, mache ich echt drei Kreuze.""Und wenn nicht, machen wir Dir eins, Ehrensache."
@randalez
Ricardo Randalez

Wenn ich ein Lehrer wäre und mein Nachbar mein Schüler, würde ich ihm einen Aufsatz zum Thema "Lebensgefahr durch blinkende Deko" aufgeben.

Schreibe gerade die Weihnachtsansprache des Bundespräsidenten. Ich weiß nur noch nicht von welchem.
@hubertsrevier
Dingenskirchen

Facebook: "Was machst du gerade?"Twitter: "Was denkst du gerade?"Foursquare: "Wo bist du gerade?"StudiVZ: "Hey, wo seid ihr alle hin?"

Mit Kapuzenpulli auf Oma's Balkon - Gleich rufen die Nachbarn bestimmt die Polizei
@HolzIstGenial
und sein Pumuckl

Mon Chéri ist wie Familienstreit: Niemand steht drauf und doch kein Weihnachten ohne.
@diktator
diktator

nach 5 stücken gewürzkuchen dann mal abgelehnt. oma: "die tante gerlinde von drüben ist vorgestern auch gestorben, weil sie nichts mehr aß!"

Schon seit 2 Minuten Besuch. Das wird mir langsam echt zu viel!

Es gibt da dieses eBook. An dieser Stelle vielleicht erst einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die es bisher gekauft haben, gerade kaufen oder bald kaufen werden.

Dienstagmittag habe ich angefangen, per Twitter und Facebook herumzuerzählen, dass ich mir ein eBook gebaut und es über Kindle Direct Publishing bei Amazon hochgeladen habe. Der Preis von 99 Cent sollte möglichst offensichtlich vermitteln, dass ich nicht unbedingt den finanziellen Durchbruch anstrebte, bei explodierenden Verkaufszahlen einem spontanen Reichtum jedoch nicht abgeneigt gewesen wäre. Die Reaktionen darauf waren super und schon ein paar Stunden später stand das Buch auf Platz 60 der eBook-Verkaufscharts, am nächsten Morgen, wie man oben auf dem Bild sehen kann, sogar noch weiter oben.

Ich selbst habe (noch) keinen eBook-Reader und tue mich schon schwer damit, Bücher und Texte auf dem Handy zu lesen. Aber ich glaube, dass eBooks in den nächsten Jahren einen signifikanten Anteil am Buchmarkt einnehmen werden. Irgendwann werde ich mir bestimmt auch noch einen eBook-Reader kaufen, spätestens, wenn die 5 Bücherregale in der Wohnung gänzlich doppelreihig befüllt sind. Klar kann so ein Tablet nicht das Gefühl ersetzen, ein Buch in der Hand zu halten, umzublättern und Wasser darauf zu verschütten. Aber es ist sicher auch ganz nett, ständig praktisch alle eigenen Bücher dabei zu können, ohne dafür eine Horde Packeseln mit sich führen zu müssen. Vielleicht wird es irgendwann ja sogar das eBook kostenlos dazu geben, wenn man sich eine gedruckte Ausgabe kauft, die wiederum ein wenig teurer werden, weil die Auflagen kleiner angesetzt werden. Wer weiß. Als ich letztens zum ersten Mal einen Kindle“>Kindle in der Hand hatte, war ich sehr überrascht, wie gut lesbar der Text auf dem Display ist und wie angenehm es sich anfühlte, das Ding in der Hand zu halten.

Ich finde die eBook-Geschichte nachwievor gut. Allerdings sind mir auch ein paar Dinge aufgefallen, auf die ich so gar nicht vorbereitet war, weil in allen eBook-Anleitungen, die so im Internet herumschwirren, kein Wort darüber verloren wird.

1) Die Preise: Wenn man bei Amazon ein eBook hochlädt, muss man natürlich einen Preis dafür angeben. Kostenlos veröffentlichen ist nicht erlaubt. Ich wollte das Buch unbedingt für 99 Cent anbieten. Als das Buch dann das erste Mal freigeschaltet wurde, hatte Amazon den Preis auf 1,14 Euro gesetzt und ich hatte keine Ahnung wieso. Irgendwann dämmerte mir dann, dass wohl die Mehrwertsteuer dazu gekommen war und ich also, wenn ich das Buch für 99 Cent anbieten wollte, mit dem Preis runtergehen müsste. Komischerweise kommt man mit 99 Cent Verkaufspreis und 19 Prozent Mehrwertsteuer nicht auf 1,14 Euro. Der Trick ist: Es zählt der luxemburgische Steuersatz von 15 Prozent. Das muss man erstmal wissen und hat sich mir auch erst nach langer Googlelei erschlossen. Nach drei Neuveröffentlichungsanläufen stimmte dann endlich der Preis. Bei 35% Anteil am Verkaufspreis bleiben dem geneigten Autoren nach Abzug der Mehrwertsteuer von 99 Cent also fast genau 30 Cent. 13 Cent sind Steuern und 56 Cent verbleiben beim großen A.

Wenn man die eBook-Charts durchschaut, ist sehr auffällig, wie billig die eBooks im Vergleich zu gedruckten Ausgaben oft sind. Sehr viele eBooks bewegen sich im Bereich von 1 bis 3 Euro. Nur wo ein großer Verlag dahinter steht, sind es dann jeweils 1-3 Euro weniger als der Preis der Druckversion. Der Vorteil des eBooks: Ein Buch, das nur 1-3 Euro kostet, kauft man sich wahrscheinlich schneller “einfach mal so”, als eines zwischen 8 und 20 Euro. Außerdem bekommt ein Autor mit einem normalen Verlagsvertrag wahrscheinlich niemals 35% des Verkaufspreises, sondern irgendwas zwischen 7 und 10 Prozent, obwohl es ohne ihm überhaupt kein Buch gäbe. Trotzdem sind auch 35% von 99 Cent noch weniger als 8% von 10 Euro, sodass man beim eBook die Differenz schlichtweg durch mehr Verkäufe, angekurbelt durch den geringen Preis, wettmachen muss. Und, Vorteil wie Nachteil: Es ist ein eBook und nicht alle stehen drauf.

2) Die Formate: Ich habe mein eBook ganz normal per Word gebaut, anschließend bei Amazon hochgeladen, mir von dort die HTML-Version der Buchvorschau heruntergeladen und darin die letzten Feinheiten abgestimmt. Die Freischaltung dauerte etwa 8 Stunden, dann war alles online verfügbar. Amazon liefert das Buch so aus, dass man leider nicht drumherum kommt, die Kindle App zu benutzen. Deshalb kamen auch schon bald die ersten Nachfragen, ob es auch eine epub-Version des Buches gäbe. Auf diesem Wege wäre man nicht von der Kindle App abhängig und könnte das Buch praktisch noch viel einfacher auf allen möglichen Geräten lesen. Die Konvertierung von HTML zu epub ging mit calibre absolut reibungslos und binnen minuten. Mittlerweile habe ich eine epub-Version des Buches bei xinxii hochgeladen, obwohl ich natürlich weiß, dass es eher darum ging, das Buch doch bitte bei iTunes in den iBookstore einzustellen. Aber dazu gleich mehr. Warum Amazon es nicht möglich macht, eBooks gleich in mehreren Formaten anzubieten, kapiere ich auch nicht. Natürlich wollen sie, dass man ihre App benutzt. Gleichzeitig schließen sie haufenweise Kunden aus, die ihre App aber partout nicht benutzen wollen, an sich jedoch ständig etwas bei amazon bestellen. Hoffen wir mal, dass der Laden mit dem großen A früher oder später auch noch zu dieser Einsicht gelangt.

3) Die Sache mit der ISBN: Natürlich habe ich versucht, das Buch bei iTunes einzustellen. Problem dabei: Um ein Buch dort zu platzieren braucht man das eigene Buch im epub-Format, eine US-amerikanische Steuer-ID und eine ISBN. Die Probleme, sich eine US-Steuer-ID zu besorgen, kann man relativ einfach umgehen, indem man auf Dienste wie xinxii zurückgreift, die kostenlos und ohne Vertragsbindung das eigene Buch über ihre eigene US-Steuer-ID in den iBookstore einstellen und einem trotzdem 50% des Verkaufspreises überlassen (obgleich man natürlich auch auf 20% der Einnahmen verzichtet, denn Apple nimmt sich, anders als Amazon, nur 30% der Verkaufseinnahmen). Die ISBN-Sache allerdings ist doof. Richtig doof. Wenn man kein Verlag mit einer Gewerbeanmeldung ist, kostet eine einzelne ISBN bei der Agentur für Buchmarktstandards stolze 79,08 Euro. Bei 99 Cent pro eBook ist das schon eine Hürde und so richtig weiß ich noch nicht, ob ich das machen soll. Genau wie die Formatsache bei Amazon scheint Apple sich hier von vielen möglichen Einnahmen selbst auszuschließen, indem man auf ISBN-Nummern besteht. Warum ein eBook überhaupt eine ISBN-Nummer braucht, erschließt sich mir auch nur bedingt. Zumindest nicht für so einen Preis.

Mal schauen, was noch passieren wird. Vielleicht schafft Apple mir zuliebe die ISBN-Voraussetzung ab und das Buch ist bald per iTunes erhältlich, vielleicht auch nicht. Klar gibt es auch Firmen, die einem für 20 Euro pro Jahr das eigene eBook in alle möglichen Formate konvertieren, eine ISBN besorgen und es bei amazon, iTunes und co. einstellen. Dass man den Großteil davon auch selbst an einem Abend und bis auf die Zeit völlig kostenlos erledigen kann, spricht aber schonmal dagegen. Im Gegenteil rechtfertigt allein die ISBN-Sache den Preis halbwegs.

Sei’s drum: ich hab ein eBook, yeah! Die Chart-Zahlen bei amazon täuschen jedenfalls ein bisschen. Man braucht nicht tausende Verkäufe, um schnell ein paar Plätze gut zu machen, erst weiter vorn werden die Sprünge dann schwieriger. Nichtsdestotrotz haben sich schon einige Exemplare verkauft und das finde ich schön und dafür möchte ich mich sehr artig bedanken. Und jetzt ist dieser Text auch schon wieder viel zu lang, aber vielleicht für den ein oder anderen auch ein wenig nützlich.