Er hat es geschafft.
Wäre er eine S-Bahn, würde man ihn womöglich spätestens nach dem ersten Wochenende von erfahrenen Schweißern wieder in seine stählernen Einzelteile zerlegen lassen. Nach der ersten fetten Entgleisung.
Der Motor seines Autos, so schnell, wie das eigene Herz nie wieder schlagen wird.
Jede Stelle auf dem Kontoauszug potenziert das verkümmerte Selbstwertgefühl.
Der Nadelstreifenanzug wird wöchentlich in der Reinigung gestärkt, um das fehlende Rückrat zu kaschieren.
Und der kleine Button mit dem roten Stern an der Innenseite des Reverts erinnert immerzu daran, dass er es zu etwas gebracht hat.
Arschloch.
Und Sie wundern sich?
Dabei ist es doch ganz einfach…
Einfach aufstehen, losgehen, was machen.
Den Blutdruck senken, nochmals deodorisieren [sic!], sourverän grüßen.
Oder sitzen bleiben, herauslächeln, die eigene Abwesenheit tunlichst verbergen.
S-Bahn-Kabarett, Lacher im ganzen Waggon, für zwei Stationen losgelöst.
All das unentgeltlich.
Um wieder dabei zu sein beim Urlaub von sich selbst.
Kapiert? So einfach. Ihr Schlagwort:
Sie müssten einfach nur aufstehen.
Aufstehen. Losgehen. Was machen.
Ach ja. Was machen. Und einfach
nur aufstehen. Es ist ein warmer
Gefühlszustand, diese Einsicht.
Warm wie ein Rosenblütenbad
im Winter, das man paralysiert
dann kaum noch zu verlassen
in der Lage ist.
So wird schon dieses Aufstehen zur Prüfung.
All diese
Versprechen an sich selbst,
die Hoffnung der Anderen,
gleichzeitige Selbstaufgabe
und
Warten auf Träume mit Fallerlebnissen.
Ja.
Nur.
Was machen!
Was machen.
Was machen …
Was machen?
Ich habe es doch schon längst versucht. Und Sie wissen nichts davon.
nichts war so ekelerregend wie es schien
beinhart musste es seinen ursprung genommen haben-
sollen-rechnung auf dem weg zum grab
reden über die wetterfront
al gegenüber dem schwarzen block
ade der vom herzen so schwer belasteten atem
wege die irgendwann einmal einfach auf
hörten wir das schluchzen und kneteten unsere blumen
kindheitserinnerungen, dachten darüber nach was
ser fließt immer nach unten, es sei denn mit pumpen
werke aus metall den ganzen verschleißscheiß
dreck und es überfällt dich obwohl du gar nicht wolltest
ergebnisse sind ausgerechnet und wieder ist es einer weniger
ist mehr was sagt man aber wenn keiner mehr übrig bleibt
einem denn etwas anderes als bloß ein strich
code kassieren zu lassen und einfach wortlos zu bezahlen?
Nein! Lehnen Sie sich zurück! Denken Sie metaphorisch!
Erinnern Sie sich daran, dass es ein gutes Gefühl ist!
Ich sitze ganz einfach nur da. So, wie es immer läuft.
Es läuft nämlich gar nicht. Es ist einfach nur da, mein Dasein.
Ach ja? Bis es dann zuschlägt.
Wieder
da zu sein und da zu bleiben.
Vorneweg,
rauf runter,
hoch und hoch hinaus.
Mit dem
Kopf gegen die Wand
in sie hinein
und wieder mit aller Kraft heraus.
Alles zerfetzen
und auf
verbrannter Erde Paläste errichten.
Darin leben,
lieben,
leben lieben lassen lenken.
Kein kalter, dunkler Ort.
Aufzusteigen, auferstehen.
Bist du
ganz unten
schmeckt jede Stufe
nach oben
nur noch süßer.
Zwischen Porzellanbeck‘saugen
aufgerissen,
verdreht vom schönen Taumel,
blaublauer Wintermorgenrückkehr,
weißen Zähnen,
diesem Lächeln,
deinem Haltmichhaltmichfestgesicht,
all den bunten Glücksgedanken -
es wird gut.
Und es macht Spaß.
Dich an meiner Hand zu spüren.
Lebensballett.
Anzukommen, endlich da zu sein.













