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Zwar war das Bild des verschneiten UK wirklich hübsch anzuschauen (auch wenn es jedem Fotografen bei solch einer Aussage sicher die Zehennägel zusammenrollt, es war ja ein Satellit!) und anfangs war es noch witzig, Menschen aller Couleur vorsichtig durch die Stadt stampfen und manchmal unfreiwillig auf den Gehwegen entlang surfen zu sehen.
Jetzt, nach mehr als 2 Monaten Kälte, bei der man sich überlegen muss, ob es den eigenen Fingern nicht erheblich schaden könnte, vor der Vorlesung noch eine zu rauchen, man sich ernsthaft verflucht, wenn man den falschen Nachtbus nach Hause nimmt und es viel zu spät erst bemerkt, wenn die Angst vor der Heizkostenabrechnung Großteile des eigenen Daseins bestimmt, jetzt reicht es langsam.
Ich habe keine Lust mehr, die Schuhe vor der Tür stehen lassen zu müssen, da die sich wieder verwässernden Schneehaufen an ihren Sohlen sonst aus dem Flur ein Schwimmbad und dem Parkett einen unendlich Geld vernichtenden Reperaturfall machen. Ich will nicht mehr die Ausrede ob der Witterungsverhältnisse hören müssen, wenn jemand zu spät kommt oder die Straßenbahnen kaum noch fahren (und ich will mich nicht zwischen fremde Menschen und deren eigentümliche Körpergerüche quetschen müssen, wenn sie dann doch einmal fahren).
Heute morgen die Gardinen zu öffnen und es wieder schneien zu sehen, war dann doch zu viel. Der Mainz-Fall* ist eingetreten. Es nervt mich jetzt schon, nach dem Einkaufen wieder nasse Haare (oder eine nasse Mütze, Kapuze, whatever) zu haben. Winter, hau ab!

* Als wir Ende letzten Jahres zur Team Tour mit mehreren Stunden Verspätung in Mainz ankamen, noch nichts gegessen hatten, nicht am Hauptbahnhof ausgestiegen waren und eine gute Stunde vollbepackt durch Mainz laufen mussten, um irgendetwas in Richtung Gastronomie aufzutreiben, bewegte ich mich ausschließlich lauthals schimpfend vorwärts – alles war scheiße und Mainz hat es abbekommen. Zum Glück war der spätere Auftritt großartig.

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