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Fabo, der sein Leben lang von Problem zu Problem stolpert, tut nach einem Streit mit seiner Freundin genau das, was sie ihm vorschlägt und springt aus dem Fenster seiner Wohnung. Er fällt, landet hart auf dem Auto der hübschen Tami und somit zugleich in seiner Erlösung. Denn als sich beide ineinander verlieben, scheint Fabos kaputtes Dasein endlich seine gesuchte Ordnung zu finden. Er schmiedet Pläne, will endlich alles richtig machen und die Kurve in ein gediegeneres Leben kriegen.

In einer Nacht, da sich die beiden, deren Glück nicht größer sein könnte, in einem Steinbruch verloben, passiert dann das denkbar Schlimmste. Tami stürzt einen Abhang hinab und wird schwer verletzt. Nach einiger Zeit im Koma, erholt und aller Wunden entledigt, erwacht sie schließlich wieder. Nur hat sie alle Erinnungen der letzten 15 Jahre vollständig verloren und kann mit ihren früheren Freunden überhaupt nichts mehr anfangen.

Um sich über Wasser zu halten, fängt Fabo in der Kneipe seines Freundes Wurschti als schlechtester Barkeeper der Welt an. Je mehr es aber Fabo bei den Besuchen an Tamis Krankenbett klar wird, dass er nunmehr für sie ein Fremder ist, unternimmt er wieder weitere Streifzüge durch seine frühere Selbstzerstörung. Wieder scheint er dort angelangt, wo er schon so oft gewesen ist.

Doch Tami erholt sich und versucht, mit alten Tagebüchern verloren Geglaubtes wieder in ihr Leben zurück zu holen. Man entlässt sie aus der Klinik und der beiden Glück scheint sich langsam wieder zu erholen.

Und trotzdem will es nichts werden. Die neue Tami erkennt den alten Fabo, den Supertypen, der es selbst auf seinen nächtlichen Exzessreisen nicht übers Herz bringt, seiner Tami untreu zu werden, eine Frau nicht einfach ins Bett kriegen will und deshalb sogar in der Badewanne campiert, nicht wieder. Er scheint nicht der zu sein, den sie wieder so lieben kann, wie sie ihn angeblich geliebt hat.

Der Geschichte ist an sich nicht viel hinzuzufügen. Sie kommt ohne großartige Stilmittel aus und beschränkt sich dabei maßgeblich darauf, möglichst ungetrübt die ewige Geschichte der einen, großen Liebe in eine moderne Form zu gießen. Selbstbeschreibend inszeniert Patrick Tauss die ungeschminkte Geschichte um die Großstädter Fabo und Tami, die eigentlich nur nach nur ihrer kleinen, liebevollen Welt strebten, sie aber nicht bekommen sollten und von denen Letzterer am Ende des Films selbigen mit einem Satz völlig passend beschreibt wie beschließt:

Echte Liebe. Echter Schmerz. Echtes Leben.

Kahlschlag
Deutschland 2006
Regie: Patrick Tauss
Buch: Dirk Morgenstern, Michael Proehl, Alexander Steimle
Kamera: Lars Liebold
Mit: Stipe Erçeg, Nadeshda Brennicke, Lisa Maria Potthoff, Charly Hübner, Dagmar Leesch
teamworx, 88 Minuten

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5 Kommentare!

Besitzt jemand diesen Film oder weiß wo ihn bekommen könnte bzw an wen ich mich wenden müsste um ihn zu bekommen? Ich bin wirklich sehr daran interessiert!

Ich bin nicht sicher, ob das so einfach ist, da der Film meines Wissens nach nur für das Fernsehen produziert wurde. Ob er zusätzlich auf DVD erscheint, kann ich nicht sagen.
Da heißt es wohl nur, regelmäßig und gründlich das Programm der Sender zu durchstöbern.

Frey Sarah
1. Juni 2008

Ich hätte gerne ein Kahlschlagplakat. Könnte ich bei Ihnen eins bestellen?

Ehm, nein, tut mir leid.

Aber ein Tipp: Mit ein wenig Suchen findet man sicher heraus, wie man mit der Produktionsfirma in Kontakt treten kann.

ich finde den Film super!
Wenn irgendwer “Hinweise” findet, wie ich den Film nach Hause bekomme, dann her damit :)

Ruhig hier, als Kommentar x)

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