
"Solche künstlichen Konstrukte wie Eigentum, verboten oder erlaubt schränken mich nicht ein. Genau so wenig versuche ich mich zu rechtfertigen für das, was ich tue. Ob es irgendjemandem gefällt, am Ende vielleicht sogar noch der Mehrheit oder nicht, ist mir vollkommen gleichgültig. Deswegen gehen mir auch alle diese gefälligen Schönmalereien auf die Nerven. Aber das ist ja wohl das Problem. Ich will ja nur in Freiheit tun, wonach mir ist. Wende mich von der normalen Gesellschaft ab. Und wo finde ich mich wieder? In einer anderen Gesellschaft. Du kannst es Subkultur oder Graffitiszene nennen. Und die kommt dann auch mit ihren Regeln und legt einem mindestens genau so viele Einschränkungen auf wie die normale Gesellschaft. Nicht mit mir. Da komm ich mir doch verarscht vor. Ein Regelsystem für Vandalismus. Merkt ihr's noch?"
Der Film zum gleichnamigen Buch Art inconsequence: advanced vandalizm (hier eine kleine PDF-Vorschau) zeigt Sprüher, die längst darüber hinweg sind, 'nur' ihren Namen zu schreiben. Vielmehr solche, denen selbst das sehr freie Gerüst der Graffitiszene noch zu starr ist. Die keine Lust mehr darauf haben, fame sein zu wollen und ihrer eigenen Bekanntheit nachjagen zu müssen. Da gibt es solche, die einfach nur noch Linien sprühen oder solche, die erst ein Piece malen, nur um es dann größtenteils mit einer Farbfläche zu übersprühen. Ein sehr sehenswerter Film, der zeigt, wie Graffiti weitergedacht werden kann.
via ilovegraffiti








