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Ich woanders: Es war übrigens kein Aprilscherz – Ich verlasse Leipzig

Als ich vor 75 Jahren nach Leipzig zog, da wollte ich eigentlich nach Berlin. Berlin mochte ich, dort war ich schon oft gewesen, dort kannte ich Leute und dort konnte man auch Montagnacht um 3 Uhr noch Döner kaufen.
In die Heldenstadt kam ich eigentlich nur, weil die Uni-Zusage aus der Hauptstadt erst eintrudelte, nachdem ich schon panisch in Leipzig zugesagt hatte. Und weil meine Mutter mir verboten hatte, nach Halle zu gehen (hat sie wirklich).

Leipzig und ich hatten nicht gerade einen Traumstart. Beim Abholen meiner Unikarte hatte ich Durchfall. Und weil ich derart spät zugesagt hatte, musste ich erstmal ins Wohnheim ziehen. Auf meinem Gang lebten nur Leute, die ängstlich wegrannten, wenn ich sie ansprach. Und mein Uralt-iBook weigerte sich, eine Verbindung zum Internet herzustellen. Allesamt Gründe, sofort wieder wegzuziehen.

Dass ich blieb, verdanke ich meiner Platzwahl bei der Einführungsveranstaltung für Politikwissenschaft. Normalerweise setze ich mich immer zuverlässig neben Leute, die beim Nachdenken popeln oder Tintenpatronen trinken, aber dieses eine Mal hatte ich Glück.

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In Kategorie: ich woanders

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