Ich hatte da ja schon einmal was gemacht. Im Laufe der Zeit aber waren immer mehr Menschen gekommen, die es mir weg genommen und nichts außer Messing und Nickel als Ersatz zurück gelassen hatten. Erst hatte ich mich noch gefreut, aber als ich dann allein die guten Erinnerungen daran noch besaß, weinte ich einen Monat still auf meiner Chaiselongue und beschloss, nachdem das Salz schon in groben Stücken aus meinem Gesicht gebrochen war, dass es so nicht weiter gehen konnte. Und wieder schlug ich auf den OpenOffice-Sklaven ein, ein paar Texte der letzten Lesebühnensaison zu redigieren, zu setzen, in eine virtuelle Sammelmappe zu pressen und den Herrschern über die beweglichen Lettern zur Vervielfältigung zu überreichen. Gestern kam das Ergebnis schließlich frisch gedruckt hier an und ich finde, es ist sehr schön geworden. Wenn Suhrkamp morgen anruft, werde ich sagen können: "Nee, danke, ick hab schon!"

Auch, wenn es nicht so aussieht, es sind drei Kartons, humane 100 Exemplare mit einem freundlichen Autonomen auf dem Cover. Den fand ich so schön, außerdem war schon auf dem letzten Heft ein Raucher, das wollte ich gern Tradition werden lassen.

Falls jemand Interesse daran haben sollte, einfach hier entlang, einen Kommentar dalassen oder eine Mail schreiben.

3 Kommentare

  1. André

    20. Januar 2011

    Der ‘Knick’, bzw. die Wulst dort über dem Titel ist übrigens eine optische Täuschung, die ich eingebaut habe, um die Betrachter nachhaltig zu verblüffen.

  2. kathrin

    20. Januar 2011

    “weinte ich einen Monat still auf meiner Chaiselongue und beschloss, nachdem das Salz schon in groben Stücken aus meinem Gesicht gebrochen war, dass es so nicht weiter gehen konnte. ”

    darf ich den satz BITTE klauen? der ist wirklich grandios, herr hermann.

  3. André

    20. Januar 2011

    Gern, nur zu :)

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