"Depressionen sind doch kein Grund traurig zu sein!" steht da auf der Startseite, halb sarkastisch und eben genau so, wie einem begegnet wird, wenn es einer/m wie Kathrin aus Hamburg geht. Seit gut einer Woche schreibt sie in ihrem Blog drüberleben sehr eindringlich und vor allem grundehrlich davon, wie es sich anfühlt, wenn es einen überfällt, wenn es lähmt und einen tagelang die inneren Vorhänge nicht öffnen lässt. Die Aufmerksamkeit von außen auf das Projekt kam recht schnell und ich hoffe, dass mittlerweile Besucherscharen täglich lesen, was sie berichtet, fotografiert oder anderweitig produziert. Denn ich glaube mittlerweile, dass es gut ist, wenn jemand versucht, sich zu überwinden und sich mitzuteilen, auch wenn es "nur" gegenüber der anonymen Masse des Internets ist. Das allein ist bereits mehr als mutig und hilft hoffentlich dagegen, wenn einem die Bedeutung des Wortes Traurigkeit abhanden kommt, weil sie irgendwo zwischen Verzweiflung, Angst und Phlegma verschwimmt, irgendwo "zwischen Kunststudium, Psychiatrie und Disko." Besucht zahlreich ihre Seite, lest ihre Texte, abschließende Worte in diesem Eintrag seien allein Bill Murray und Lost in Translation erlaubt:

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