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Die klassische Musik, die an den Ausgängen des Hamburger Hauptbahnhofs läuft, solle Obdachlose und Junkies verscheuchen, erklärt man mir. Im Internet ist zu erleuternd zu lesen, dass sich insbesondere Drogenabhängige bei der Beschallung mit klassischer Musik unwohl fühlen. Und so nah an den großen Einkaufsmeilen möchte man diese Menschen eben nicht. Obwohl sie ja in gewisser Weise auch selbst nur von der Stadt generiert sind, um das mal als Arbeitshypothese festzuhalten.

Nachmittags kann man wunderbar auf der Außenalster Tretboot oder, wenn man einer von der harten Sorte ist, Ruderboot fahren und bis nach Barmbeck und Eppendorf schippern. Wenn man es dann geschafft hat, innerhalb von 2 Stunden unter praller Sonne keinen Sonnenstich zu bekommen, so wird man wohl auch ganz von allein darauf verzichten, sich auf Wettrennen mit motorisierten Ausflugskänen einzulassen. Blasen kriegt man als Ruderlaie sowieso.

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In Lübeck gibt es keine Drogenabhängigen am Bahnhof, allenfalls Kahlgeschorene, die sich bei bestem Sonnenschein die Glatze verbrennen und für ihren heiligen Geschichtsrevisionismus durch die Stadt laufen. Und natürlich Marzipan. Die ganze Stadt lebt, abseits dieser Sache mit den Manns, vom Marzipan. Marzipan entsteht, wenn süße kleine putzige arktische Robben zu tief tauchen, dabei in unterruckbedingte Tiefseeströmungen geraten, die sie sehr nahe an unterirdische Magmaströme treiben, woraufhin sie schmelzen, aber auf Grund ihrer Dichte nicht aufsteigen, sonern auf den Meeresboden absinken, dort sehr langsam in der Erde versickern (erst dieser Veredelungsprozess macht aus der geschmolzenen Robbe echtes Marzipan) und schließlich Anschluss an den großen subterranen Marzipanstrom finden, der direkt nach Lübeck fließt. Dort gelangt der Marzipanstrom direkt hinter dem Stadtgraben wieder an die Erdoberfläche, wo die Lübecker Marzipaniés eine Abfüll- und Verpackungsanlage errichtet haben. Aber genug vom Marzipan.

Manchmal trifft man auch Menschen, die nachts durch die kleinen Gässchen schleichern, dabei ihr Handy wie einen Miniaturghettoblaster auf der Schulter tragen und schrabbelige Elektromusik hören. Man sollte nicht den Fehler begehen und einfach mitwippen, denn das kann zur Folge haben, dass besagte Menschen anhalten, ein kleines Schweizer Taschenmesser aus der Hosentasche ziehen, lasziv an der Klinge lecken und Dinge anbieten wie: “Ich mag Klingen! Kannst ruhig mitkommen, wenn du auch auf Klingen stehst!” und dann weiterziehen. Nicht aber, ohne sich in 10 Meter Entfernung noch einmal umzudrehen und das Angebot erneut zu wiederholen.

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2 Kommentare!

Marzipanrobben!! Magst Du Klingen? Muwahah…

Der Mensch war echt komisch.

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