Die Fenster stehen offen, es ist unendlich heiß. Groß und klobig stehen die Kopierer ein wenig weiter oben und produzieren stoisch wie graue Industrieriesen ihre Drucksachen. Die Blicke der Anwesenden sind fahrig, aber erleichtert, könnte auch Schweiß von Freude zeugen, wären wir alle in Freudesschweiß gebadet. Wir kennen uns nicht, aber wir schwitzen gemeinsam. Fälzelband scheint mir ein schönes Wort zu sein, dessen Besonderheit einem wahrscheinlich schnell abhanden kommt, wenn man ständig damit zu tun hat. Das Deutschlandspiel heute Abend ist hier ein kein Thema, das heißt, es ist es noch nicht, aber später sicherlich. Dann werden die, die hier gerade an irgendeinem Abschluss irgendeiner kleinen Karriere ihrer selbst herumfälzelbandeten, die Extatischten sein. Aber erst will das hier abgeben und die Arbeit weiterdeligiert sein.
“Guck richtig durch”, sagt der Teilzeitmann mit den haarigen Armen, “Wenn’s im Druck ist, isses für was zum ändern zu spät.”
“Ja”, sage ich, “Ist gut so”, und frage mich, wo die Erleichterung bleibt.
“Kann man höchstens nochmal alles neu machen.”
“Nein”, sage ich, “Ich freu mich den Rücken in bordeaux.”
“Weinrot”, sagt er und nickt.













