Ein junger Mann schafft es, einen der Haarsterne Sissis zu stehlen, ohne dass es in den ersten zwei Wochen nach dem Raub überhaupt jemand bemerkt. In den Jahren danach schafft er es immer wieder, fast ohne jedwede Spuren Banken auszuräumen. Erst Jahre später, mit 35, wird er gefasst, hat bis dahin Millionen von Dollar erschlichen und geklaut, verfügt über mehr als 30 Identitäten, 18 Handies und ein riesiges Netz an Komplizen. Man hätte ihn zu 164 Jahren Gefängnis verteilen können, verurteilt ihn auf Grund seiner Kooperationsfreudigkeit jedoch nur zu 8, von denen er nur 2 wirklich im Gefängnis verbringt. Sogar die Offiziellen können nicht anders als dem Mann, dessen Anwalt sich in seinem Namen noch dafür bedankt, dass man ihn endlich gefasst und er so nicht länger diese ganzen Lügen zu leben hätte, eine Menge Respekt entgegen zu bringen.
Joshuah Bearman hat sich für das Wired Magazine die Mühe gemacht, das Leben von Gerald Blanchard aufzuschreiben und dabei eine überaus lesenswerte Geschichte hinbekommen. Erinnert fast schon an Kevin Mitnick, obwohl es doch ein wenig anders ist, allein schon, weil es mit so viel Geld verbunden ist.
Lest selbst: Art of the Steal: On the Trail of World’s Most Ingenious Thief

