# Tod und Verzweiflung!

Als ich das erste Mal während einer Klassenfahrt nach Weimar in der Oper war, spielten sie “Zar und Zimmermann”, ich verstand kein Wort und es wurde ein sehr zäher Abend. Meine Klassenlehrerin schlief neben mir ein und hätte es damals schon Handykameras gegeben, gäbe es heute Beweisfotos.

Am Donnerstag war ich zum zweiten Mal in der Oper und kam mir ein wenig deplatziert vor. Und ja, mit der Zauberflöte greift man intellektuell und musikwissenschaftlich sicher nicht allzu hoch, aber man muss ja auch nicht gleich übertreiben, die hochsubventionierte Hochkultur freut es schließlich trotzdem in irgendeiner Weise. Außerdem habe ich seither “Tod und Verzweiflung!” zu meiner neuen Lieblingsbegrüßungs- und verabschiedungsfloskel erklärt.


Direkttodundverzweiflung

Tod und Verzweiflung euch allen!

# putting my two cents in [24]

Auch, wenn man es im dritten Studienjahr nicht toll findet, eine Einführungsvorlesung besuchen zu müssen, entschädigt wird man immer ein wenig:

“Hallo, ich bin der Maik und ich studiere Soziologie, weil das der psychologische Test beim Arbeitsamt ergeben hat.”

“Ja, hi, ich heiße Jenny, ich hab haufenweise Interessen, die ich hier leider nicht aufzählen kann, so aus Zeitgründen.”

“Ich heiß Christiane, meine Interessen: abspacken.”

# putting my two cents in [23]

Irgendwie makaber:

Schade um ihn, schade.

# Beware of the Space Invaders!

Mit dem TTZ-Facebook-Account (so geheim, dass wir nur 9 Fans haben, einer davon sind wir selbst) habe ich bisher immer Farmville gespielt, herrjeh, ja. Das Gute ist, dass Farmville auf Dauer überaus gut gegen sich selbst arbeitet. Denn wenn man erst einmal mehrmals täglich drei mal 365 Felder anklicken und dann auch noch auf den Farmen anderer Leute herumklicken soll, wird das Ganze todsterbenslangweilig und man hört von allein wieder auf. Gebracht hat es überdies auch nichts, ich weiß immer noch nicht, wie Facebook funktioniert und warum mittlerweile alle so verrückt danach sind. Aber ich habe zum Abschied einen Space Invader in unser Feld gepflügt:

Und dass man dieses Bild tatsächlich sehen kann, ohne bei Facebook angemeldet zu sein, ist ziemlich gruselig, denn ich habe die Adresse dazu direkt aus Facebook kopiert. Die schreckliche Implikation desselben? Nun, das heißt, dass es einem bösen Programmierer ohne Weiteres und nur mit Hilfe eines Facebook-Accounts (die soll es ja sogar für ein paar Euro zu kaufen geben) möglich wäre, alle für ihn erreichbaren Fotos (d.h. von Freunden und Leuten, die ihre Fotos auch für Dritte innerhalb Facebooks sichtbar machen) der Weltöffentlichkeit außerhalb Facebooks zugänglich zu machen. Das ging auch damals bei StudiVZ, ehe die Lecks dort die Runde machten und plötzlich alle aus Datenschutzwut ihre echten Namen in einen Phantasienamen änderten. Gut gemeinter Versuch, bringt nur leider nichts, wie jeder weiß, der schon einmal mit Datenbanken hantieren musste.

# putting my two cents in [22]

Gibt es eine bessere Möglichkeit, die eigenen Kunden zu vergraulen, als diese zu Sachen zu zwingen, auf die sie überhaupt keine Lust haben? eBay jedenfalls verpflichtet seine Mitglieder neuerdings zur PayPal-Benutzung. Es sagt, mit PayPal würde man seine Artikel für weit mehr Geld verkaufen und demnach nur Vorteile von dieser Aktion haben.
Adieu also, du eh seit langem nur noch halbwegs vertrauenswürdiger Internetmarkt! Hoffentlich fruchten die Sammelklagen…

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