Ich habe die Differenz zwischen Cioran, dem Wesen, das man liest und Émil, dem, der lebte und es beherbergte, verstanden. Er hatte sich selbst gefunden. Es ist paradox, sein Glück im Unglück zu finden, aber es hat ihn nicht zahm gemacht, nur äußerlich lebendig zufrieden und schriftlich immer rasender. Doch, hat es ihn nicht auch das Lächeln und den Vollzug seiner Weltsicht gekostet?

Christliche Trinität, christologische Lehre der Gleichzeitigkeit von Menschlich- und Göttlichkeit, kurz – chistlich-religiöse Desinformation.

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Ist es schlecht, sich fremd zu sein? Wo sind die Wogen, die brechenden Wellen, wenn kein Lüftchen den Rücken des ruhenden Meeres streift? Wenn niemand sich selbst durchschauen kann, dann sind sich zwei Menschen gegenüber immer fremd. Und es ist so schön, wenn sie trotzdem einander hängen.

Bertrand Russells Wofür ich gelebt habe ist wahrlich die schönste Erklärung gleichzeitig für das Leben und für die Melancholie. Sie basiert auf einer Liebe, dem Erkenntnisdrang und Mitleid. Seine Exzessivität und Ausdauer konnte nur einem Mathematiker zu Gute kommen. Daneben Heines Fragen zu halten zeigt den innerlichen Akt, den Russell vollbracht und durchstanden hat.

Das Leben ist eine Aneinanderreihung von Niederlagen. Sie schmecken süß und ihr Gefühl reicht lang, mit jedem Regentropfen blähen sie sich auf. Und jeder Sonnenstrahl ist eine Lüge, über dem dunklen Asphalt thronen nur die Verlorenen.

Jeder stirbt für sich allein, so sagt das Sprichwort. Dass jeder auch für sich allein und mit sich selbst zu leben hat, davon spricht man nicht. Und niemand kann etwas dafür.

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