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	<title>André Herrmann &#187; Allzumenschlich</title>
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	<description>In me there have always been two fools, among others, one asking nothing better than to stay where he is and the other imagining that life might be slightly less horrible a little further on.</description>
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		<title>this addiction</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 21:34:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/e7fJincn4Yg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/e7fJincn4Yg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=e7fJincn4Yg">Direktaddiction</a></span></p>
<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/gera.jpg" rel="lightbox[3331]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/gera-150x150.jpg" style="margin-right: 10px; margin-bottom: 10px;" alt="Tolle Kamera" title="Tolle Kamera" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-3332" /></a> Donnerstags konnte ich mich noch aus der Stadt retten. Die Sonne testete einen der ersten Fr&#252;hlingstage, mit Papiertaschen voller M&#252;ll beladene Schulklassen stolperten m&#252;de in den Bahnhof und die Polizei kontrollierte schon wieder so lange alle unliebsamen G&#228;ste rund um den Bahnhof, bis sie irgendwann von ganz allein weiter ziehen w&#252;rden. Im Bahnhof warten die ersten Schw&#228;rme schwitzend-schwammiger Messebesucher und es wirkt wie eine Art Pr&#252;fung, sich an den &#246;ligen K&#246;rpern vorbei dr&#252;cken zu m&#252;ssen, will man es tats&#228;chlich wagen, nicht nach Leipzig, sondern aus Leipzig heraus zu fahren. </p>
<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/karte.jpg" rel="lightbox[3331]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/karte-150x150.jpg" style="margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;" alt="Insignium der Wichtigkeit: Special Visitor" title="Insignium der Wichtigkeit: Special Visitor" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-3325" /></a> Die Messe strotzt daf&#252;r vor Wichtigkeit. Es ist sch&#246;n, schon so viele Bekannte dort zu treffen, sodass der erste Rundgang praktisch ein st&#228;ndiges Herzlich-Begr&#252;&#223;en und Quatschen ist. Die Textbox hat es mittlerweile direkt und geb&#252;hrend in die Glashalle geschafft, niemand kommt an ihr vorbei. <a href="http://lektora.kundendienst-zfmedia.de/">Lektora</a>, <a href="http://www.epoet.de/spokenwordberlin/">spokenwordberlin</a>, <a href="http://www.sprechstation-verlag.de/">Sprechstation</a> und <a href="http://www.voland-quist.de">Voland &#038; Quist</a> sind auch mit dabei, es ist voll, selbst am Freitagnachmittag. M&#228;nner in Anz&#252;gen staksen durch die G&#228;nge und rufen &#8220;Ja, nat&#252;rlich, da machen wir &#8216;nen Vertrag und dann wird das ganz gro&#223;, ganz gro&#223;!&#8221;</p>
<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/gabi.jpg" rel="lightbox[3331]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/gabi-150x150.jpg" style="margin-right: 10px; margin-bottom: 10px;" alt="Stars und Sternchen &#252;berall und nirgends" title="Stars und Sternchen &#252;berall und nirgends" width="150" height="150" class="alignleft size-thumbnail wp-image-3323" /></a> Abends Tille, voll mit Zuschauern, alles pr&#228;chtig. Wieder einmal ein wundersch&#246;ner Buchmessenslam, den <a href="http://larsruppel.de">Lars Ruppel</a> mit seinen Auftritten am Ende mehr als verdient als Sieger verl&#228;sst. Alles sitzt oder steht eng beieinander, alle sind begeisterungsfreudig, die Lautst&#228;rke, die so eine Masse von Menschen hervorbringen kann, ist fantastisch. Die Moderation stimmt, alles in allem ein sch&#246;nes Happening, durchaus mit Charakter einer winzigen deutschsprachigen Meisterschaft, fern ab von der Steifheit und bissigen Ernsthaftigkeit, die einem die ganze Zeit der Messe begegnet.</p>
<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/ttz2.jpg" rel="lightbox[3331]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/ttz2-150x150.jpg" style="margin-left: 10px; margin-bottom: 10px;" alt="TTZ &#252;berall!" title="TTZ &#252;berall!" width="150" height="150" class="alignright size-thumbnail wp-image-3326" /></a>Dann schon wieder Messe. Schon die Hinfahrt verspricht, dass es verdammt voll werden wird. Eine &#228;ltere Dame fragt, welchem &#8220;Kult&#8221; diese verkleideteten Jugendlichen angeh&#246;ren, ein Security-Mann zerrt ein paar der Cosplayer verbal aus dem Shuttle-Bus. Sp&#228;ter, beim HTWK Poetry Slam, bildet sich eine derartig gro&#223;e Traube von Menschen, wie sie die Lesungen dort wohl selten zu sehen bekommen. Und alle bleiben bis zum Ende. Anschlie&#223;end brauche ich 28 (!) Minuten vom Ende der Halle 5 bis zum Haupteingang und bin, auch wenn das Ganze immer eine Menge Spa&#223; macht, auch froh, wieder drau&#223;en zu sein.</p>
<p>Und in der der Stra&#223;enbahn l&#228;uft zum Abschluss ein Video, das die beiden gro&#223;artigen M&#228;nner hinter dem Verlag <a href="http://www.voland-quist.de">Voland &amp; Quist</a> dabei zeigt, wie sie am Freitag den hoch verdienten Kurt-Wolff-F&#246;rderpreis in Empfang nahmen. Sch&#246;n.</p>
<p>Zum Abschluss noch einige Plakate, die man bei einem ordentlichen Buchmessenbesuch unbedingt dabei haben sollte:<br />

<a href='http://www.andreherrmann.de/?attachment_id=3313' title='Wie wir alle...'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/ichschreibeauch-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Wie wir alle..." /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/?attachment_id=3309' title='Was nur?'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/buchnichtfertig-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Was nur?" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/?attachment_id=3311' title='Für Helene'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/gegenoriginalität-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Für Helene" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/?attachment_id=3315' title='Über Papierkörber anzubringen'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/manuskripte-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Über Papierkörber anzubringen" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/?attachment_id=3317' title='Saubere Arbeit!'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/ullstein-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="" title="Saubere Arbeit!" /></a>
</p>
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		<title>Buchmesse, Euphorie, Buchmesse</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 22:32:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/grin.gif" width="425" class="aligncenter size-full wp-image-3250" /></p>
<p>Sicher kann ich das alles nur nicht so richtig nachvollziehen, da der Literaturbetrieb bis auf den Konsumentenstatus so v&#246;llig an mir vorbei geht. Aber ich habe mich auch schon immer mit der Euphorie anderer Leute schwer getan. So als ob Meinungen immer noch sch&#246;n poliert und h&#252;bsch arrangiert werden m&#252;ssten, ehe man versuchen k&#246;nnte, sie an den Mann zu bringen. Und dann folgt oft die Ern&#252;chterung. Dass das alles auch nur mit Wasser gekocht und noch dazu eher lauwarm ist. Um noch eine Phrase zu bem&#252;hen: die sch&#246;nsten &#220;berraschungen entstehen meiner Meinung nach sowieso aus der kalten.</p>
<p>Wer m&#246;chte, kann sich bei YouTube mal angucken, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1tmeRwhVwXI">wie es in einem Jesus Camp in den USA so abgeht</a> (Teil <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iUqgA1Wua6s">2</a>/ <a href="http://www.youtube.com/watch?v=__gmPgP8SLU">3</a>/ <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YOrRykqDo-A">4</a>/ <a href="http://www.youtube.com/watch?v=knmMoEfr3_Y">5</a>). Verr&#252;ckte Erwachsene, die unschuldige Kinder f&#252;r ihre Zwecke instrumentalisieren und sich auch noch im Recht damit f&#252;hlen, schlimm. Womit wir wieder bei Euphorie w&#228;ren. </p>
<p>Und darum Musik einer <a href="http://www.biffyclyro.com/">Band</a>, ob derer man ruhig auch mal euphorisch werden kann, wenn sie denn irgendwann erneut die hiesigen Lande mit einem Besuch beehren sollte:<br />
<object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/wIY1ZSZvAaM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/wIY1ZSZvAaM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=wIY1ZSZvAaM">Direktbubbles</a></span></p>
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		<title>One Nation (oder zwei) under Handykamera</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 18:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>P&#252;nktlich immer zwei Tage nach dem Auftritt kommt die M&#252;digkeit, sie h&#228;tte eigentlich schon Donnerstag da sein m&#252;ssen, wurde aber durch einen wunderbaren Vertretungsauftritt bei <a href="http://www.saxroyal.de">Sax Royal</a> noch einmal beiseite geschoben. Ok, augenscheinlich sind wir am Bodensatz der Themen angekommen, aber egal, f&#252;r irgendetwas muss die Handykamera ja gut sein, los geht&#8217;s:</p>
<p>Bisschen Musik dazu, damit es nicht so langweilig ist:<br />
<object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9kIiqRstoQM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/9kIiqRstoQM&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=9kIiqRstoQM">Direktautonom</a></span></p>

<a href='http://www.andreherrmann.de/one-nation-oder-zwei-under-handykamera/bild0242/' title='1'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/Bild0242-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Komische Toiletten in England" title="1" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/one-nation-oder-zwei-under-handykamera/bild0235/' title='2'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/Bild0235-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Züge (hier ein Virgin Train)" title="2" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/one-nation-oder-zwei-under-handykamera/bild0225/' title='3'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/Bild0225-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Dr Pepper!" title="3" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/one-nation-oder-zwei-under-handykamera/bild0245/' title='4'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/Bild0245-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Aschenbecher auf Toiletten" title="4" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/one-nation-oder-zwei-under-handykamera/bild0226/' title='5'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/Bild0226-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="U-Bahnen (auch gern mit Schutz gegen Terrorismus)" title="5" /></a>
<a href='http://www.andreherrmann.de/one-nation-oder-zwei-under-handykamera/bild0188/' title='6'><img width="150" height="150" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/Bild0188-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Merkwürdige Einkäufe anderer Leute" title="6" /></a>

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		<title>Kinobefehl: Exit Through the Gift Shop</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/kinobefehl-exit-through-the-gift-shop/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 00:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.banksyfilm.com/"><img class="aligncenter size-full wp-image-3163" title="ettgs" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/ettgs.jpg" alt="ettgs" width="425" /></a></p>
<p><em>„I guess my ambition was to make a film that would do for graffiti art what ‘The Karate Kid’ did for martial arts — a film that would get every schoolkid in the world picking up a spray can and having a go…As it turns out, I think we might have a film that does for street art what ‘Jaws’ did for waterskiing.“</em></p>
<p>Zu erwarten war, trotz des obigen Zitats von Banksy, dass mir die Doku schon irgendwie gefallen w&#252;rde, schlie&#223;lich kann ich mich auch f&#252;r Karate Kid, Liebe zwischen Vampiren und Menschen, Multieffektboards und viele andere Dinge begeistern, die einem Gro&#223;teil der Allgemeinheit wahrscheinlich sowas von&#8230; Dass also nicht nur ich, sondern auch das Feuilleton bereits in &#252;berschw&#228;nglichen Metaphern applaudiert und die Doku ganz gro&#223;artig findet, ist umso besser.</p>
<p>Auf der <a href="http://www.banksyfilm.com/">Internetseite zum Film</a> steht, dass es um die &#8220;incredible true story how the world&#8217;s greatest Street Art movie was never made&#8221; geht und falls jemand glaubt, beim &#8220;Banksyfilm&#8221; gehe es haupts&#228;chlich um Banksy, der mag vielleicht recht haben, aber wird ob der  sich gr&#246;&#223;tenteils nicht um Banksy drehenden Handlung ein wenig beunruhigt, doch am Ende keinesfalls entt&#228;uscht sein (toller Satz, so viel Weisheit).</p>
<p><!--more--></p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3164" title="banksy" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/03/banksy.jpg" alt="banksy" width="425" /></p>
<p>So dreht sich anfangs erst einmal alles um den franz&#246;sischst&#228;mmigen und mittlerweile in Los Angeles lebenden Filmemacher Thierry Guetta. Seit dem Tod seiner Mutter filmt dieser alles und jeden und f&#252;llt damit kistenweise Videotapes. Irgendwann beginnt er, seinen Cousin, den K&#252;nstler <a href="http://www.space-invaders.com/">Invader</a>, der Space-Invader-Mosaike &#252;berall in Los Angeles an die W&#228;nde klebt, bei dessen Touren zu begleiten und rutscht auf diese Weise mehr und mehr als dauerfilmender Protokollant in die aufkeimende Street-Art-Szene. Irgendwann kennt er dann auch die ganz Gro&#223;en des Gesch&#228;fts, so z.B. <a href="http://obeygiant.com/">Shepard Fairey</a> aus den USA, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Andr%C3%A9_%28artist%29">André</a> und <a href="http://bleklerat.free.fr/">Blek le rat</a> aus Paris und viele andere K&#252;nstler mehr, er unternimmt ausgedehnte Touren rund um die Welt und sammelt Material f&#252;r seine gro&#223;e Dokumentation &#252;ber die Street-Art-Szene, f&#252;r die jedoch immer noch einer fehlt: <a href="http://www.banksy.co.uk/">Banksy</a>.</p>
<p>Zuf&#228;llig trifft er ihn dann irgendwann in Los Angeles und begleitet auch ihn seitdem auf dessen Touren durch die Stadt, besucht ihn in seinem Studio in England und Banksy meint sp&#228;ter, sie w&#228;ren so etwas wie Freunde geworden (ein Erlebnis in Disney World hat damit nicht wenig zu tun). Als es mit der Doku dann endlich ernst wird und Thierry merkt, dass er zwar filmen, aber nicht wirklich Filme machen kann, bastelt er ein sehr exzentrisches Werk zusammen, das auch kurz in der Doku angeschnitten wird und man versteht sehr schnell, weshalb Banksy fragt, ob Thierry vielleicht nur <em>“someone with mental problems who happened to have a camera”</em> war und lieber einen anderen Vorschlag macht.</p>
<p>Er schl&#228;gt vor, die Seiten zu tauschen, Thierry solle anfangen, Street Artist zu werden, ein paar Sachen machen und eine kleine Austellung auf die Beine stellen, er selbst, Banksy, werde sich um den Film k&#252;mmern. Thierry gibt sich den K&#252;nstlernamen <a href="http://www.mrbrainwash.com/">Mr Brainwash</a> und schon von Anfang an nimmt man ihm sein Gerede &#252;ber Kunst nicht wirklich ab, nicht, weil es gestellt scheint, sondern weil er zwar eigen erscheint, aber nicht gerade nicht gerade auf Qualit&#228;t, sondern auf Quantit&#228;t zu setzen scheint. Er mietet sich ein Studio, besorgt sich Angestellte, die f&#252;r ihn Drucke erstellen, er k&#252;mmert sich allein um die Ideen daf&#252;r. So entstehen in k&#252;rzester Zeit unglaublich viele Werke, die hin und wieder irgendwie an seine fr&#252;her noch gefilmten Kollegen erinnern, die geplante Austellung wird gr&#246;&#223;er und ausufernder, bis Thierry schon kurz vorm Scheitern ist und Banksy Hilfe schicken muss.</p>
<p><img src="/wp-content/uploads/2010/03/exit.jpg" alt="Exit Through the Gift Shop" title="Exit Through the Gift Shop" width="425" class="aligncenter size-full wp-image-3168" /></p>
<p>Mit dessen Helfern, unter Anderem einer Marketingfirma, die dem Ganzen einen richtigen Hype verpassen, verspricht die Auststellung erst richtig gro&#223; zu werden. Und wird es dann auch. Gleich am ersten Tag verkauft Thierry Werke im Wert von 1 Million Dollar und ist aus dem Stand mit der ersten Austellung ein gefeierter K&#252;nstler. Gleich mit der ersten Austellung hat er alle seine Kollegen &#252;bertroffen, die jetzt hin- und hergerissen auf das Ph&#228;nomen Mr Brainwash schauen. Der aber freut sich und es wirkt immer, als kriege er von dem ganzen Trubel sowieso nicht viel mit. Sein Cousin k&#252;ndigt ihm den Kontakt und Banksy sinniert: <em>&#8220;I always encouraged people to become an artist and, well, I don&#8217;t do that so often anymore.&#8221;</em></p>
<p>In all das, was man vielleicht &#8220;Handlung&#8221; nennen k&#246;nnte, sind es doch meist nur kurze Sequenzen und Interviews, eingewoben sind unz&#228;hlige kleine Anekdoten und Videos von Aktionen aller Art, von Fluchten vor den Ordnungsh&#252;tern &#252;ber das Aufstellen von Guantanamo-H&#228;ftlingspuppen in Disney World bis hin zum Drucken von Falschgeld, alles dabei.</p>
<p>Aber am Ende bleibt einem nur die Frage: Ist das alles wahr? Ist Mr Brainwash ein zu sehr ausgeufertes Ergebnis des Rollentauschs vom Kameramann und Street Artist oder ist Mr Brainwash, der konstruierte K&#252;nstler, vielleicht selbst das Kunstwerk, geschaffen von Banksy, um zu zeigen, wie leicht &#214;ffentlichkeit, Wirtschaft und Kunstszene zu t&#228;uschen sind, wenn man nur die richtigen Kn&#246;pfe zu dr&#252;cken wei&#223;? Ist Mr Brainwash ein K&#252;nstler, auch wenn er urspr&#252;nglich nur auf Anweisung agierte und nicht wartete, bis sich jemand f&#252;r ihn interessierte, sondern den Leuten das Interesse einfach sehr clever auf zu dr&#228;gen wusste? Wer soll so etwas entscheiden? Und deshalb sinniert Banksy weiter: <em>&#8220;Maybe it means art is a bit of a joke, Mr. Brainwash didn’t play by the rules, he observes, but  there aren’t supposed to be rules, right?&#8221; </em>Dieses Tanzen auf den Metaebenen macht den Film erst richtig sehenswert, da ereinen  nicht zuletzt mit dieser Ungewissheit zur&#252;ck l&#228;sst und man sich vom ganzen Rest einfach sehr gut unterhalten f&#252;hlt.</p>
<p style="padding-top: 30px;">Ich wei&#223; gar nicht, wann die Doku in Deutschland anlaufen wird, aber sobald dies der Fall ist, werde ich sie mir sicher noch einmal anschauen, es sei denn, es k&#228;me jemand auf die Idee, daran herum zu synchronisieren. Bis dahin muss erst einmal meine Aufforderung gelten, sich den Namen des Film zu merken und ihn sich beim pl&#246;tzlichen Auftauchen in den Kinos an zu sehen, denn man wird nicht entt&#228;uscht werden, ganz im Gegenteil. Und ihr kriegt das auch mit, daran glaube ich.</p>
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		<title>Ein Urteil und eine offene Frage</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 10:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/ein-urteil-und-viele-offene-fragen/">Kann ich denn jetzt anfangen, meine Bachelorarbeit zu schreiben oder muss ich den Schluss noch variabel halten?</a> </p>
<p>Auch wenn man an meinem momentanen Aufenthaltsort wenig Verst&#228;ndnis <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bundesverfassungsgericht-legt-Huerde-fuer-kuenftige-Vorratsdatenspeicherung-hoch-944021.html">daf&#252;r haben wird</a> und stattdessen in der Tube auf sch&#228;tzungsweise 5 mal 5 Metern Decke mehr als 10 Kameras z&#228;hlbar sind, sagt man dazu im Internet, soweit ich wei&#223;, <a href="http://www.angelfire.com/il/simpsonsfun/images/Nelson.wav">nelson.wav</a>, liebe EU und liebe Regierung.</p>
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		<title>Postpr&#252;fungstraumata</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 22:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Will man in die sportwissenschaftliche Bibliothek, so muss man an der sportwissenschaftlichen Fakult&#228;t vorbei, ehemals DfHK, Deutsche Hochschule f&#252;r K&#246;rperkultur, deren Faschingsfeiern ein mysteri&#246;ser Ruf voraus eilt. Einmal traf ich vor ihrem Eingang einen weinenden Mann in einem Schweinskost&#252;m, der einer Katzenfrau hinterher schrie, dass er das nicht verdient h&#228;tte.</p>
<p>Will man jedenfalls in die sportwissenschaftliche Bibliothek und findet sie nicht, muss man den Pf&#246;rtner fragen (&#8221;Da in das umz&#228;unte Gebiet rein, durch den S&#228;uleneingang, dann rechts!&#8221; &#8220;Danke!&#8221; &#8220;Moment moment, junger Freund, da sind sie aber noch lange nicht in der Bibliothek!&#8221; &#8220;Oh!&#8221;) und darf zu Belohnung feststellen, dass wenigstens an diesem Tag der Anteil an Jogginghosen &#252;berproportional gro&#223; ausf&#228;llt. Auf dem Gang spricht jemand &#252;ber den neuen Bushido-Film und man f&#252;hlt sich ein bisschen schuldig, ihn auch schon gesehen zu haben. Ansonsten das Standardrepertoire an Bibliotheksbesuchern, nur straffer, Sportbibliothek eben: viele lesen, manche surfen, zwei schlafen und einer hat Schlappen mitgebracht. Die Unruhe im Raum steigt schnell, sobald sich eine Sportstudentin vor einem B&#252;cherregal r&#228;kelt.</p>
<p>Ist es Anzeichen daf&#252;r, dass mein B&#252;chergeschmack exquisiter wird, wenn ich seit einiger Zeit B&#252;cher immer aus dem Magazin bestellen muss? Warum b&#252;rdet man es sich auf, eine Arbeit &#252;ber Tradition und Identifikation im Fu&#223;ball zu schreiben, wenn man bis auf die heimliche Faszination f&#252;r Hooligans und Ultras kein Interesse daran hat? Dennoch, es ist nett zu sehen, dass sich selbst darauf noch &#220;berlegungen von Adorno anwenden lassen, knie nieder, Max Weber!</p>
<p>Semesterferien, das hei&#223;t, mal wieder in die Bibliothek zu gehen, immer noch nicht verstanden zu haben, welche B&#252;cher man ausleihen darf und welche nicht, das N&#246;tige direkt an einem der Hier-bitte-kein-Laptop-Tische lesen und mitunter feststellen, welche unangenehmen Ger&#228;usche menschliche K&#246;rper beim normalen Betrieb von sich geben – dann schnellstm&#246;glich wieder zu verschwinden, feststellen, dass man etwas vergessen hat und das Prozedere von Neuem durchlaufen, bis das hauseigene Glockenspiel endlich alle Anwesenden erl&#246;st und den Feierabend l&#228;utet.</p>
<p style="padding-top: 40px;"><strong>Satz der vergangenen Woche, aufgeschnappt in Mannheim:</strong><br />
&#8220;Ey und wei&#223;t du, warum ich heute fr&#252;h wach geworden bin? Wegen deinem schei&#223; Rap!&#8221;</p>
<p><strong>Satz der Woche davor, aufgeschnappt bei einer Lesung:</strong><br />
&#8220;Ah, hallo, ich hab dein Manuskript gelesen, schade, dass es keiner genommen hat.&#8221;</p>
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		<title>Langsam reicht&#8217;s</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Feb 2010 11:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zwar war das <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/8447023.stm">Bild des verschneiten UK</a> wirklich h&#252;bsch anzuschauen (auch wenn es jedem Fotografen bei solch einer Aussage sicher die Zehenn&#228;gel zusammenrollt, es war ja ein Satellit!) und anfangs war es noch witzig, Menschen aller Couleur vorsichtig durch die Stadt stampfen und manchmal unfreiwillig auf den Gehwegen entlang surfen zu sehen.<br />
Jetzt, nach mehr als 2 Monaten K&#228;lte, bei der man sich &#252;berlegen muss, ob es den eigenen Fingern nicht erheblich schaden k&#246;nnte, vor der Vorlesung noch eine zu rauchen, man sich ernsthaft verflucht, wenn man den falschen Nachtbus nach Hause nimmt und es viel zu sp&#228;t erst bemerkt, wenn die Angst vor der Heizkostenabrechnung Gro&#223;teile des eigenen Daseins bestimmt, jetzt reicht es langsam.<br />
Ich habe keine Lust mehr, die Schuhe vor der T&#252;r stehen lassen zu m&#252;ssen, da die sich wieder verw&#228;ssernden Schneehaufen an ihren Sohlen sonst aus dem Flur ein Schwimmbad und dem Parkett einen unendlich Geld vernichtenden Reperaturfall machen. Ich will nicht mehr die Ausrede ob der Witterungsverh&#228;ltnisse h&#246;ren m&#252;ssen, wenn jemand zu sp&#228;t kommt oder die Stra&#223;enbahnen kaum noch fahren (und ich will mich nicht zwischen fremde Menschen und deren eigent&#252;mliche K&#246;rperger&#252;che quetschen m&#252;ssen, wenn sie dann doch einmal fahren).<br />
Heute morgen die Gardinen zu &#246;ffnen und es wieder schneien zu sehen, war dann doch zu viel. Der Mainz-Fall* ist eingetreten. Es nervt mich jetzt schon, nach dem Einkaufen wieder nasse Haare (oder eine nasse M&#252;tze, Kapuze, whatever) zu haben. Winter, hau ab!</p>
<p><span style="font-size: 10px;">* Als wir Ende letzten Jahres zur Team Tour mit mehreren Stunden Versp&#228;tung in Mainz ankamen, noch nichts gegessen hatten, nicht am Hauptbahnhof ausgestiegen waren und eine gute Stunde vollbepackt durch Mainz laufen mussten, um irgendetwas in Richtung Gastronomie aufzutreiben, bewegte ich mich ausschlie&#223;lich lauthals schimpfend vorw&#228;rts – alles war schei&#223;e und Mainz hat es abbekommen. Zum Gl&#252;ck war der sp&#228;tere Auftritt gro&#223;artig.</span></p>
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		<title>Reboot</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/reboot/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:08:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dann kommt es einem immer wie ein Neustart vor. Als w&#228;re man gerade nach 2 Stunden besoffen auf dem Klo erwacht, weil man endlich das H&#228;mmern der Securities an der T&#252;r wieder h&#246;rt. So als k&#246;nne man diese 2 gewonnen Stunden jetzt wieder auf dem Dancefloor investieren, wo sie gerade Beasty Boys mit 2Unlimited mixen. Aber eigentlich ist man nur mal wieder dem Wecker gefolgt, endlich wieder, ohne immer nur auf ihn einzuschlagen, weil es keinen Grund f&#252;r ihn gibt, sondern weil es ein gutes Gef&#252;hl ist, der Morgen.</p>
<p>Dann &#252;berlegt man es sich l&#228;nger, wann der richtige Zeitpunkt f&#252;r die erste Zigarette ist, putzt sich zwischenzeitlich durch die Wohnung oder tut etwas f&#252;r das gro&#223;e U, das f&#252;hlt sich gut an. Vielleicht h&#228;ngt man so viel an der Gitarre, weil sie absolut nichts von einem fordert. Keine Songs, die geschrieben werden m&#252;ssen, kein Umherfahren, und die Hautfetzen an den Saiten sind mehr Entspannung als alles Andere.</p>
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		<title>as I do, yeah</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/as-i-do-yeah/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 19:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/V1LegWs8xdc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/V1LegWs8xdc&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=V1LegWs8xdc"><span style="font-size: 8pt;">Natalie Merchant: My Skin</span></a></p>
<p>Jetzt stinkt die ganze Stadt. Man m&#252;sste ernsthaft mehr rauchen, um diesen Geruch nicht mehr wahr nehmen zu k&#246;nnen, viel mehr rauchen. Richtig vornehmen m&#252;sste man sich das und planen. Kann niemand ertragen diesen Geruch. Nach verfaultem Laub riecht es und das nicht lieblich. Verfaultes Laub, das unter dem Schnee vor sich hingewabert hat und gebrodelt. Jetzt liegt es offen, da ist nichts zu machen.<br />
Leipzig, du Sud aus verfaultem Laub und h&#252;bschen Frauen, importiert aus den l&#228;ndlichen Kulturr&#228;umen, die mit ihrem Parfums gegen das Laub anduften. Sauber zusammen gepfercht in WGs und Wohnheimen, gelockt mit einem Soziologiestudium und wilden Tr&#228;umen von Selbstbestimmt- und Freiheit. N&#228;chtlich in den Clubs trainiert und t&#228;glich in den Passagen aufgef&#252;hrt. Und alle ungl&#252;cklich, mit smoky eyes und R&#246;hrenjeans, Chucks und eben jenem Ungl&#252;ck.<br />
Weil die M&#228;nner nur Affen sind, die im Laub gar nicht auffallen. Miefen sie sich durch die Stadt, Grenouille w&#228;r&#8217; kollabiert vor Schmerz, nicht vor Melancholie, die ist zu durchgenudelt. Die M&#228;dchen werden zu Indie-M&#228;dchen und die Jungs zu Indie-Boys. M&#228;dchen mit verwaschenen Bildern von ihrem Fr&#252;hst&#252;ck und Jungs mit schiefen Liedern auf der Akustikklampfe. Je schiefer, je indie. Da muss man zu sortieren beginnen und dann immer weiter sortieren, das ist leider so.<br />
Und wir standen auf dem Parkplatz, meine schei&#223; Probleme und ich und betrachteten das Ganze. Den M&#252;ll, der schwarz aus den Fenster lief und den Quatsch, der zu ihnen hinauf sichelte. In Form von Laub oder dem ganzen anderen Krempel. Until this whole pressure&#8217;s gone, I&#8217;ll hold on. In den Taschen trugen wir Tabletten spazieren, ziemlich viele sogar, denn die mussten eine Weile reichen.<br />
&#8220;Komm, wir gehen&#8221;, sagte ich.<br />
Sie sagten nur: &#8220;Wir k&#246;nnen nicht.&#8221;</p>
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		<title>and the rest can burn in hell</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 22:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZFO3xSD68VE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZFO3xSD68VE&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=V1LegWs8xdc"><span style="font-size: 8pt;">Against Me!: Untitled</span></a></p>
<p><strong>ATMOSPH&#196;RISCHER PROLOG:</strong><br />
Jetzt schmilzt die ganze Stadt. In Stuttgart war das schon so in Esslingen auch. &#220;berall Pf&#252;tzen, besonders in Stuttgart, und dazu noch Regen. Weil die Stadt in einem Kessel liegt, der voll Wasser l&#228;uft, drumherum ist Deutschland, der Rest, wenn man so will. Diese egozentrierte Perspektive lie&#223;e sich nat&#252;rlich auch im Harz annehmen, zum Beispiel, wenn man auf dem Brocken steht, oder auf dem Hexentanzplatz, aber es ging nun einmal um Stuttgart.<br />
Auf dem Weg dorthin bedrohte mich Kind. Ein kleines Kind, das andauernd nach meinem Rucksack griff, weswegen ich mich nicht getraute, auf die Toilette zu gehen. Ich bef&#252;rchtete, das Kind k&#246;nnte meine Sachen durchw&#252;hlen und durch den Zug werfen, gerade, wo ich doch B&#252;cher aus der Bibliothek dabei hatte. Ich trank viel Tee an diesem Tag. Die barocke Kindsmutter reagierte nicht ob ihres Kindes Fehlverhalten. Ich f&#252;hlte micht nicht sicher genug, die Mutter zu einer Reaktion zu motivieren, denn es mangelte mir an einem Angst einfl&#246;&#223;enden Jackett, in dem ich sie streng h&#228;tte tadeln k&#246;nnen. Nicht nur ich w&#252;nschte, der Zug w&#252;rde abrupt zum Stehen kommen, wenn der kleine Mensch wieder einmal schreiend auf einer Armlehne t&#228;nzelte. Im Schwabenland angekommen ging es demnach direkt auf die Bahnhofstoilette, die voller Hakenkreuze war und sicher noch ist. Gezeichnete, an den W&#228;nden, von Verr&#252;ckten, die in der Kabine nebenan bedenklich h&#228;ufig und kichernd die Nase hoch zogen.</p>
<p><strong>EEEEH:</strong><br />
In Stuttgart soll der Bahnhof unter die Erde gebracht werden. Das hei&#223;t oben nur eine Rolltreppe und unten drunter ein riesiger Bahnhof. Das w&#228;re sicher einzigartig. Dazu muss auch ganz viel von der Stadt und nicht zuletzt nat&#252;rlich der Bahnhof selbst abgerissen werden, wodurch sich eine Menge Baufl&#228;che gewinnen l&#228;sst, um teure Wohnungen drauf zu bauen, denn in Stuttgart sind Wohnungen nicht billig, sprich teuer. Dummerweise m&#252;ssen dabei viele Kultureinrichtungen dran glauben.<br />
Das macht die Stadt einfach, bald geht&#8217;s los. Auf die gleiche Art und Weise, wie immer wieder die Auslandseins&#228;tze der Bundeswehr verl&#228;ngert werden. Genau so, wie sich Obama jetzt St&#252;ck f&#252;r St&#252;ck selbst seine Glaubw&#252;rdigkeit nimmt. Repr&#228;sentation hei&#223;t schlie&#223;lich auch nicht Repr&#228;sentativit&#228;t. Delegation ist das Stichwort. Die Regierenden sind eben nicht ein getreues Abbild der Bev&#246;lkerung, sondern sie machen den Volkswillen einfach selbst. Stichwort Abstraktion. Clevere B&#252;rschchen all das. Um dagegen noch etwas unternehmen zu k&#246;nnen, kann man den Delegierten die Umsetzung ihrer Entscheidungen wohl nur noch vorweg nehmen. Wie w&#228;re es also, wenn man die Dresdner Neustadt einfach von selbst abrisse, oder Connewitz? Und im Gegenzug der Kirche einfach freiwillig sein ganzes Geld spenden. Dann sch&#246;n am Wochenende nach dem Mittagessen raus ins Freie und ein wenig den Vorschlaghammer geschwungen. Schon einmal anfangen, den Stuttgarter Hauptbahnhof zu demontieren, kommt nur der Allgemeinheit zu Gute.<br />
Ich bin sicher, die St&#228;dte und auch die Bundesregierung h&#228;tten wenig dagegen, solang man nur den Stadtentwicklungspl&#228;nen folgt.</p>
<p><strong>EPILOGISCHES GESPR&#196;CHSGIMMICK:</strong><br />
&#8220;Mich interessiert dieses technische Zeug nicht so, ich bin lieber die ganze Zeit kreativ.&#8221;</p>
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		<title>Kurzzusammenfassung einer Woche</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/kurzzusammenfassung-einer-woche/</link>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2010 10:00:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/01/Bild0163.jpg" rel="lightbox[2872]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2871" title="Abbruch mit Verstand" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/01/Bild0163.jpg" alt="Abbruch mit Verstand" width="425" /></a></p>
<p><a href="http://www.ilseserika.de/12_2010_01_termin.html">Das war&#8217;s dann.</a> Vielleicht passt es manchmal einfach nicht. Schade, aber immerhin besser, es rechtzeitig einzusehen, bevor es richtig nervenaufreibend wird. Zu wenig Zeit, um das zu schaffen, was man sich eigentlich w&#252;nscht und ein Krampf, das dann beim Machen wieder und wieder einsehen zu m&#252;ssen. Kann man nichts tun, au&#223;er vielleicht aufzuh&#246;ren, so leicht in Floskeleleien zu verfallen. Kommt ja immer etwas Neues nach.</p>
<p>###</p>
<p><a href="http://www.peh-land.blogspot.com/">Alle</a> (und <a href="http://www.superscharri.de">alle</a>) sind sich einig, dass die Pause zum Jahreswechsel gro&#223;artig war. Befremdlich dennoch, neuerdings so zahlreich vom &#8220;genug&#8221; und &#8220;zu viel&#8221; zu h&#246;ren. Und dabei in einer schicken spanischen Bar zu sitzen, mit Indieboys und Indiegirls drumherum, die einem so wundervoll das Gef&#252;hl geben, hier nicht richtig zu sein. Mit Aperol (gespritzt) und dem angeekelt verzogenen Gesicht bei der Bestellung einer Cola (stinknormal, Marke egal).</p>
<p>###</p>
<p>Was kommt nach Indie? Angekommen in der Vintage-Beliebigkeit, auf dem Weg zur bedingungslosen Egalit&#228;t. Sich selbst preisend allein in immer ekelhafteren Ausschl&#228;gen, was noch kommt. Da muss man nicht mitmachen. Wer der Meinung ist, dass es nichts zu be/zer/schreiben gibt, als das eigene Scheitern, der soll eben weiter klagen, wie ein Knecht. Denn sollte nicht gerade das ein Tolles der Beliebigkeit sein, dass es so viel gibt? Anscheinend nicht. So viele Knechte. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=-sYfKNlwdMs">Lala.</a></p>
<p>###</p>
<p>Ab 19.01. pr&#228;sentieren die LVB auf ihren Seiten endlich das neue Internet! (<a href="http://www.lvb.de/">Link</a>)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie werde ich unsterblich?</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/wie-werde-ich-unsterblich/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 18:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bevor jemand anderes diese gro&#223;artige Entdeckung macht, statuiere ich hiermit offiziell das <strong>Herrmannsche Dilemma</strong>:</p>
<p>Hat eine Person ein &#252;berdurchschnittliches Reputationsniveau erreicht oder sich in anderer Weise verdient gemacht, sei es durch besondere Leistungen und daraus resultierendes Ansehen oder aber auch zuf&#228;llig, und hat diese Person sich fr&#252;hrer Erfolge nicht oder nur wenig gebr&#252;stet (bei zuf&#228;lliger Reputation ist dies irrelevant), sondern sie schlicht als gegeben hingenommen, so kommt es zum <strong>Herrmannschen Dilemma</strong>: Die Person ist sich bewusst, &#252;ber besagtes Reputationsniveau zu verf&#252;gen, kann sich jedoch fortan nicht mit Bezug auf selbiges rechtfertigen, ohne sich selbst in besch&#228;mende, pl&#246;tzlich arrogant wirkende und das Reputationsniveau wieder schm&#228;lernde Situationen zu bringen. Sie muss zwangsl&#228;ufig darauf verzichten, kann sich allenfalls durch Spott gegen sich selbst relativieren (&#8221;Selbstdiss&#8221;), Letzteres vermag jedoch nichts am eigentlichen Dilemma zu &#228;ndern.</p>
<p><strong>Nota bene</strong>: Beim &#252;berdurschnittlichen Br&#252;sten mit Erfolgen kommt es, auch prozessual betrachtet, notwendigerweise zur <strong>Herrmannschen Katastrophe</strong>, welche das erreichte Reputationsniveau ad hoc zu zerst&#246;ren vermag.</p>
<p><strong>Bisher gefundene L&#246;sungen:</strong><br />
a) von Anfang an massiv arrogant auftreten<br />
b) sich nicht um Prestige scheren<br />
c) die H&#228;me verkraften<br />
d) in die USA auswandern</p>
<p style="padding-top: 30px;">Und beim n&#228;chsten Mal: <strong>Herrmannsche Mikrobeziehungen</strong></p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Es muss ja auch mal jemand zust&#228;ndig sein</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/es-muss-ja-auch-mal-jemand-zustaendig-sein/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 15:49:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.andreherrmann.de/?p=2837</guid>
		<description><![CDATA[<p style="font-size: 10px; padding-bottom: 20px;"><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/vLl7c6hNkNA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/vLl7c6hNkNA&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=vLl7c6hNkNA">Silver Jews: Suffering Jukebox</a></p>
<p>Als ich morgens das Radio anschalte, um mir beim Abwaschen nicht so allein vorzukommen, tr&#228;llert es &#8220;Sprich endlich deutsch mit mir!&#8221; aus dem Ger&#228;t.</p>
<p>Als ich beim Mittagessen den Fernseher anschalte, um nicht so viel zu essen und mir den Appettit rechtzeitig zu verderben, beschwert sich ein auswanderungsw&#252;tiges M&#228;dchen &#252;ber die Mieten in London, f&#252;r die sie in Berlin ja viel viel gr&#246;&#223;ere und viel viel sch&#246;nere Wohnungen bekommen w&#252;rde. Au&#223;erdem habe sich der Vermieter so normal am Telefon angeh&#246;rt, und pl&#246;tzlich kommt da ein Inder, sodass sie annehmen musste, in der Wohnung w&#252;rden &#252;berall Teppiche an der Wand h&#228;ngen.</p>
<p>Als ich mir der Appettit vergangen ist, fragt eine Modellaspirantin mit tattoovierten Augenbrauen heimlich in die Kamera, ob der Designer vielleicht schwul sei, nicht, dass sie da etwas gegen h&#228;tte, aber man merkt das schon, gell?! Sie sagt, Deutschland m&#246;ge ruhig denken, sie sei nur blond und h&#228;tte dicke Titten, daf&#252;r aber nichts im Kopf. Glaub&#8217; ich ihr.</p>
<p>Als ich Eclipse zu Ende gelesen habe, bleiben mir nur 3 Dinge im Ged&#228;chtnis: 1) Schon auf Seite 5 steht: &#8220;The word boyfriend had me chewing on the inside of my cheek with a familiar tension while I stirred. It wasn&#8217;t the right word, not at all. I needed something more expressive of eternal commitment…&#8221; 2) Edward will erst nach der Heirat Geschlechtsverkehr. 3) Das Buch endet mit den S&#228;tzen: &#8220;He once again slid my ring into place on the third finger of my left hand. / Where it would stay – conceivably for the rest of eternity.&#8221;</p>
<p>Woher kommt dieser ganze Quatsch, diese verr&#252;ckten Ideen und Einstellungen? Wer sind die Menschen hinter solchen Aussagen und Meinungen? Jeder lacht dar&#252;ber, wenn es selbst nach der neunten Staffel Big Brother noch welche gibt, die freiwillig in ein v&#246;llig verm&#252;lltes und mit Kameras zugepflastertes Haus ziehen, weil sich nicht wahrhaben wollen oder wissen, dass sie sich damit nichts als l&#228;cherlich machen. Aber niemand straft sie mit dem n&#246;tigen Desinteresse, der einzigen M&#246;glichkeit, sie von ihrer krankhaften Bekanntheitsgeilheit zu heilen. Insofern ist es wohl schon falsch, etwas dar&#252;ber zu schreiben, wer wei&#223;.</p>
<p>Wahrscheinlich ist es eben nicht normal, zu denken, man sei normal. Normal sind dann jene, die sich st&#228;ndig f&#252;r au&#223;ergew&#246;hnlich halten, die tats&#228;chlich zu Casting-Shows rennen, weil sich wirklich glauben, sie h&#228;tten eine Begabung f&#252;r irgendetwas, au&#223;er Dieter Bohlen Gr&#252;nde daf&#252;r zu geben, sein Schimpfwort-Sparschwein zu f&#252;llen. Normal zu sein hei&#223;t dann, dem wohl geplanten und produzierten Trend nach zu jagen, aber niemals sein reaktion&#228;ren Gep&#228;ck zu Hause zu lassen. Oder einfach zu dem (erheblich gr&#246;&#223;eren) Teil zu geh&#246;ren, der seine Meinung schlicht und ergreifend aus den Verwertungskan&#228;len der eben beschrieben Menschen zieht: aus der Bild-Zeitung oder dem Fernsehen. Auch wenn man es sich nicht verstehen wollen mag, aber allein die Auflage der Bild-Zeitung ist schon h&#246;her als die aller gro&#223;en deutschen Tageszeitungen zusammen, das nur mal zur Orientierung.</p>
<p>Anscheinend wird nur so verst&#228;ndlich, wer daf&#252;r verantwortlich ist, dass wir schon wieder von <a href="http://www.saxroyal.de/2009/10/24/unsere-neue-regierung-das-ist-merkels-kabinett/"><span style="text-decoration: line-through;">&#252;beraus f&#228;higen</span> Menschen</a> regiert werden m&#252;ssen: die Normalen.</p>
<p>Das nur zum aktuellen Frust.</p>
<p>Bei Spiegel Online (ja, ja) gibt es &#252;brigens <a href="http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,670560,00.html">eine gute Kritik</a> der ersten Folge der neuen Staffel von DSDS. Dass das ganze Konzept wie immer nur auf der Dem&#252;tigung von illusionierten Menschen ohne Selbstwertgef&#252;hl fu&#223;t, d&#252;rfte nicht &#252;berraschend sein.</p>
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		<title>zwanzigzehn</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/zwanzigzehn/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 21:28:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/01/physio.jpg" rel="lightbox[2807]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2813" title="Physiotherapie" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/01/physio.jpg" alt="Physiotherapie" width="425" /></a></p>
<p>&#8220;Ich werde mich nicht an das 2010 gew&#246;hnen k&#246;nnen&#8221;, sagte er und lie&#223; sich von der Stra&#223;enbahn hin und her schaukeln.<br />
Der Boden war schwarz und eine einzige gro&#223;e Pf&#252;tze, wegen des Schnees, den die Leute mit herein schleppten und wegen des Drecks, den sie sowieso immer dabei haben. Die Heizungen r&#246;hrten, sodass man einen Schlag bekam, wenn man rein- oder rausging.<br />
&#8220;Wieso?&#8221;, fragte ich und sah dabei zu, wie dicke Schneeflocken gegen die Scheibe patschten.<br />
&#8220;Das ist eine v&#246;llig widersinnige Handbewegung&#8221;, sagte er.<br />
&#8220;H&#228;h?&#8221;<br />
Er wirbelte mit den Fingern durch die Luft, um ein Tippen zu miemen, &#8220;Widersinnig, verstehst du?&#8221;<br />
Die Stra&#223;enbahn hielt. Von vorn kam die K&#228;lte, ein paar Leute setzten sich, der Schnee auf ihren Haaren wurde wieder zu Wasser und lief ihnen durchs Gesicht.<br />
&#8220;Hm&#8221;, sagte ich, und nochmal, &#8220;Hm&#8221;.<br />
Wie nach dem Schwimmbad sah es aus, von den Winterjacken einmal abgesehen. Alle waren m&#252;de, hatten nasse Haare und fuhren nach Hause, weil es &#196;rger geben w&#252;rde, wenn sie nicht rechtzeitig wieder da sein w&#252;rden. Die T&#252;ren piepten. Ich dr&#252;ckte auf den Knopf, die T&#252;r sprang noch einmal auf und ich stieg aus. Der Schlag kam. Ich atmete einmal und ging zweimal, drehte mich um.<br />
Da sa&#223;en sie nun und schauten auf den schwarzen Boden, mit nassen Haaren und m&#252;der Zufriedenheit auf den alten H&#228;uten. Ich zog meinen Schal etwas enger und ging Richtung Café. Hier drau&#223;en war die K&#228;lte und dort drinnen das Gl&#252;ck.</p>
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		<title>Avatar, Twilight, On/Off-Menschen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 20:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/dFfcbncFZW8&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/dFfcbncFZW8&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="text-align:right; font-size: 8pt;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=dFfcbncFZW8">Muse: Muscle Museum</a></span></p>
<p>Und wir wollten fast wieder gehen. Trotz der Freikarten, oder gerade deswegen, die laue Vorahnung war ja bereits vorhanden. Avatar ohne 3D-Brille oder Lila Lila mit dem Mann, der nur &#252;ber einen Gesichtsausdruck verf&#252;gt.<br />
Der Kassenstudent fragt, mit wie vielen Menschen geschlafen werden musste, um diesen Stapel Freikarten zu bekommen, dem Nachostudenten l&#228;uft der K&#228;sedip &#252;ber die H&#228;nde, irgendwo schreibt sicher gerade ein Literaturstudent an einem Roman.<br />
Es erst witzig finden, zu sagen, wie aufregend es ist, in Blockbuster zu gehen, dort wo das einfache Volk ist, sich dann innerlich daf&#252;r ohrfeigen und den ganzen Film &#252;ber bef&#252;rchten m&#252;ssen, auch von dem grimmigen Muskelmann nebenan sp&#228;ter daf&#252;r geohrfeigt zu werden, guckte so b&#246;se.<br />
Film an sich: vernachl&#228;ssigbar. Anfangs noch ganz gut, stellenweise v&#246;llig unlogisch, Popul&#228;rethnologie par excellence, alles aus vielen anderen Filmen zusammen geklaut, nette Optik, schlimme Story, viel zu lang, mit 3D-Brille hoffentlich irgendwie au&#223;ergew&#246;hnlich.<br />
Von allen Seiten diskriminierte Au&#223;erirdische, die gr&#246;&#223;tenteils nur wie sehr hoch gewachsene, blaue Menschen mit sehr breiten Nasenr&#252;cken aussehen und an ihren Haaren einen organischen USB-Anschluss mit sich herum tragen, &#252;ber den sie innerlich mit dem Natur-Internet chatten k&#246;nnen.<br />
Allein solch ein Flugtier, einen Ikran, h&#228;tte ich gern. Aber den Leuten gef&#228;llt es, wie die Natur die kriegsl&#252;sternen Menschen mit den Narben im Gesicht besiegt und die gro&#223;en Kampfroboter von au&#223;erirdischen Dinosauriern umgeschubst werden, die vielen Raketen und wie der Lebensbaum umkippt, unter dem nat&#252;rlich die meisten Bodensch&#228;tze liegen.<br />
Twilight schaut man wenigstens ohne Anspruch, aber Avatar wird man gro&#223;e Kunst nennen. Tipp: Lieber <a href="http://www.ankegroener.de/?p=5815">Up</a> gucken.</p>
<p>Nach dem Film ist irgendwie die Stadt leer und es ist gut so, dass es so ist. Wenn alles von unten her hell ist, weil &#252;berall noch Schnee liegt und liegen bleibt, das ertr&#228;gt sich einfach besser ganz allein. So w&#252;rde ich gern reisen, mit einem An/Aus-Schalter f&#252;r die Menschen. Alles erst einmal allein kennen lernen und nur bei Bedarf, vielleicht gar nicht, die Anderen hinzu schalten.</p>
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		<title>Zweitausendneun</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/zweitausendneun/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 11:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.andreherrmann.de/zweitausendacht">Wie im letzten Jahr.</a></p>
<p style="padding-top: 60px;"><strong>Januar:</strong> Gleich nach der ersten gr&#246;&#223;eren Tour des Jahres todkrank. Ich lasse mich daran erinnern, dass ich Zahnarztbesuche nicht mag, so gar nicht. Bayern ist nicht mein Fall und M&#252;nchen nicht heimliche Hauptstadt. W&#228;re mein Leben eine Doku, w&#228;re sie gr&#246;&#223;tenteils langweilig, aber in ihren Amplituden au&#223;ergew&#246;hnlich. Ich merke: Manchmal sollte man sich zum Essen zwingen.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>Februar:</strong> Drau&#223;en ist es verdammt kalt, aber es ist gut, wenn man es langsam wieder merkt, dass die Sonne sp&#228;ter unter geht. Der heimliche Stolz, in der Uni manchmal von Koryph&#228;en unterrichtet zu werden, f&#252;hlt sich falsch an, aber irgendwie nachvollziehbar. Lethargie und Unverst&#228;ndnis dem Ganzen gegen&#252;ber. Im Guten, wie im Schlechten, die meisten Sachen sind weniger schwierig, als ich sie in meinem Kopf gestalte und phophezeie. Aber es bleibt anstrengend.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>M&#228;rz:</strong> Besuchermarathon und Buchmesse. Irgendwie finde ich tats&#228;chlich ein Praktikum, wie es das Studium von mir verlangt.  Ich habe gern Gesellschaft, aber nicht andauernd, sonst verliert es das Besondere. Man sollte nicht alle st&#228;ndig vernachl&#228;ssigen. Man muss auch wirklich nicht alles machen. Manches sollte man sowieso nicht machen. Sie f&#228;hrt lange weg, aber ich bin zu Gen&#252;ge besch&#228;ftigt. Was nicht hei&#223;t, das es das besser macht.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>April:</strong> Wieder l&#228;ngere Touren. In Hamburg haben wir eine Dusche mitten in unserem Hotelzimmer. In Gegenwart von echten Kosmopoliten &#252;berf&#228;llt mich immer eine kleine Ohnmacht. Hamburg ist immer mehr fantastisch und das neue Berlin. Insbesondere in Verbindung mit Sonne. Die Uni ist semi-nett zu mir, zwingt mich zu sinnlosen Dingen.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>Mai:</strong> Praktisch nur unterwegs. Man will uns ber&#252;hmt machen, klappt aber nur fast. Ich lerne: Veranstalter m&#252;ssen ihres Berufs wegen schon euphorisch sein; wenn man vor hat, zu Fu&#223; zu einem Veranstaltungsort zu gehen, dann bei Google Maps unbedingt Fu&#223;weg einstellen, sonst extreme Versp&#228;tung; Indien ist ein faszinierendes Land, auch ohne Slumdog Millionaire; Franz&#246;sisch ist wundersch&#246;n, man kommt sich bereits bei leichten S&#228;tzen poetisch vor; Soziologen sind eine sehr eigenwillige Spezies; Zecken k&#246;nnen sich verdammt fest bei&#223;en.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>Juni:</strong> Antwort der Stadt Halle auf meinen Text. Wer auf so etwas reagiert, will selbst schon Possen schaffen. Das wird mir noch nachh&#228;ngen. Ich finde es sinnlos, Referate &#252;ber Themen halten zu m&#252;ssen, mit denen sich jeder auskennen sollte. Beim Campusfest werden wir wie wichtige Personen behandelt und es werden wider Erwarten sehr sch&#246;ne Auftritte. Ich wei&#223; jetzt, wie es sich anf&#252;hlen muss, wenn man den Verstand verliert.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>Juli:</strong> Zum ersten Mal der B&#252;hne verwiesen zu werden, hinterl&#228;sst schon so eine Art Rockstar-Attit&#252;de. Praktikum, und ich dachte, ich w&#252;rde R&#252;ckenschmerzen kennen. Die Welt ist ein perverser Ort. Die Dankbarkeit liegt ganz unten und geht auf dem Weg nach oben irgendwie verloren. Vitaminkuren sind vielleicht doch nicht so verkehrt, wie ich immer dachte, zumindest, wenn man einfach nicht dazu kommt, sich gesund zu ern&#228;hren (und wenn man dann frei, auch keinen Bock dazu hat). T&#228;gliches Fahrradfahren tut gut.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>August:</strong> Oh, diese Kramer, gro&#223;artiges sechssaitiges Ger&#228;t. Praktikum. Mir f&#228;llt auf, wie viel Auftrittsangebote innerhalb der Woche liegen und es st&#246;rt massiv, sie nicht wahr nehmen zu k&#246;nnen. Gelernt: Als EU-B&#252;rger in einem fremden Land zu stranden und sich weigern, die jeweilige Botschaft zu benachrichtigen, reduziert jedwede Hilfsm&#246;glichkeiten auf nahezu null; das Stadtzentrum &#8220;sauber&#8221; zu halten bereinigt gar nichts; Aussehen sagt sehr wenig aus. Sehr schade, dass er nach Paris musste.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>September:</strong> Praktikum. Langsam zehrt es. Die Menschen tun mir immer so leid. Immer dieses Oszillieren zwischen Abscheu und ganz nah dran. Ein Ritterschlag w&#228;re: The best poet always loses. Und dann f&#228;hrt sie schon wieder einmal weg. Und genau dann muss das Praktikum zu Ende sein. Ironie ist die eigentliche Defintion meines Lebens. Man darf auch einmal anderthalb Wochen gar nichts tun. Ich mag die Wochenenden mit zeitigem Aufstehen und egal welchem Wetter.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>Oktober:</strong> Wie sch&#246;n, das ist jetzt der zu vielte angefangene Roman. Trotzdem volunteer of the year. Wieder im Business. Die Frankfurter Buchmesse ist auch nicht besser. Es gibt auch schlechtes asiatisches Essen, richtig schlechtes. Und es gibt <a href="http://myspace.com/mittekill">Mittekill</a>, gro&#223;artig. Nicht aufgeben, dran bleiben, auch wenn es der Spiegel eine verschenkte Dekade nennen wird, oder so &#228;hnlich. Die Uni ist nett zu mir.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>November:</strong> Eine Nacht am Hauptbahnhof in Gera. Man sollte das mit dem Schlafplatz wirklich immer wieder sagen. Ich h&#228;tte tats&#228;chlich Psychologe werden sollen oder sollte wenigstens eine Praxis f&#252;r Lebenshilfe er&#246;ffnen, denn ich ziehe Menschen mit Problemen nur allzu magisch an. Immer unterwegs. Was teilweise irgendwie toll ist. Ich schaffe es irgendwie, meine Bachelorarbeit anzumelden, ohne vorher einfach umzufallen. Langsam kann ich die pers&#246;nliche Freude nachvollziehen, die ganzen Anderen &#252;berall und immer wieder zu treffen. Man kann dort noch viel viel lernen. Es lohnt sich.</p>
<p style="padding-top: 30px;"><strong>Dezember:</strong> Leipzig ist das neue Berlin, sagt die Dozentin, aber Berlin ist auch sch&#246;n. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michel_Abdollahi">Michel Abdollahi</a> ist verdammt klug. Es ist ein gutes Gef&#252;hl, dazu zu geh&#246;ren. <a href="http://saxroyal.de/author/micha">Michael Bittner</a> ist klasse, klug sowieso. Mit etwas Gl&#252;ck erkennt mich bei der Leseb&#252;hne noch einer der Zuschauer. Sie kommt wieder einmal wieder, zum Gl&#252;ck. Es ist tats&#228;chlich von den Notizen abh&#228;ngig. Gelernt: Neigetechnik, Kurven und hohe Geschwindigkeit = mindestens 40 Minuten Versp&#228;tung. Anerkennung suchen und sich dann ob ihrer unwohl f&#252;hlen, yeay.</p>
<p style="padding-top: 60px;"><strong>Was bleibt:</strong> Ca. 80 Auftritte in ca. 30 St&#228;dten, ca. 2000 Euro an die Deutsche Bahn und ich-wei&#223;-nicht-wie-viel an zu schlechte Imbisse. Ich habe eine ganze Menge Zeug gesehen. Noch lange nichts Vergleichbares zu anderen Leuten, aber f&#252;r mich schon enorm. Das Traurige daran ist, dass es mir schon jetzt so vor kommt, als w&#228;re das ganze Jahr einfach an mir vorbei gezogen, als w&#252;rde ich eine Menge verpassen. Aber ich bin zum Schwanken verdammt, es wird sich nicht &#228;ndern lassen, nicht in vertretbarer Art und Weise.</p>
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		<title>Meine tolle Woche</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Dec 2009 10:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.andreherrmann.de/?p=2604</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich schlie&#223;e mich mal <a href="http://www.saxroyal.de/2009/12/04/einige-gedanken-ohne-besondere-ordnung/">dem lieben Michael Bittner an</a>:</p>
<div id="attachment_2607" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2009/12/Bild0148.jpg" rel="lightbox[2604]"><img class="size-medium wp-image-2607 " style="margin-right: 5px; margin-left: 5px;" title="Sarg Werner" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2009/12/Bild0148-224x300.jpg" alt="Sarg Werner" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><span style='font-size: 8pt;'>Kein guter Firmenname: Sarg Werner in der Aachener City</p></div>
<p>Fast bin ich versucht, nicht l&#228;nger zu glauben, dass es Zufall ist, wenn ich genau diese eine <a title="http://skala-leipzig.de" href="http://skala-leipzig.de">Veranstaltung</a> gerade einmal nicht besuche, die ich &#252;berraschenderweise als Opferlamm h&#228;tte er&#246;ffnen sollen. ### Dass man selbst in <a href="http://satznachvorn.blogger.de/">Aachen</a>, beim westlichsten Slam Deutschlands noch <a href="http://www.sprachhandlung.de">sehr nette Leute</a> trifft, ist nicht verwunderlich. Dass deren Verwandte aber in Leipzig <a href="http://www.turbopropliteratur.de">nicht die Unbekanntesten</a> sind, macht selbst die &#228;u&#223;ersten R&#228;nder des Landes noch heimischer. ### In Erfurt soll es verboten werden, auf offener Stra&#223;e Alkohol zu konsumieren, ausgenommen auf dem Weihnachtsmarkt. ### Ich f&#252;hle mich schlecht, wenn mir morgens auf dem Weihnachtsmarkt, zwischen 10 und 11 Uhr, betrunkene Erwachsene entgegen fallen. ### Ich f&#252;hle mich gut, wenn ich ICE International fahren und den Zugbegleitern bei ihren (katastrophalen) 4-sprachigen Ansagen zuh&#246;ren darf. ### K&#246;ln ist sch&#246;n! ### Wenn man <a href="http://www.andreherrmann.de/erster-einsatz-heute-abend/">Hefte zusammenstellt, druckt und mitnimmt</a>, dann sollte man sie auch aus der Tasche nehmen und anbieten.</p>
<div id="attachment_2606" class="wp-caption alignright" style="width: 234px"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2009/12/Bild0145.jpg" rel="lightbox[2604]"><img class="size-medium wp-image-2606" style="margin-left: 25px;margin-left: 5px;"  title="Hartz 4" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2009/12/Bild0145-224x300.jpg" alt="Stigmatisierend: Pizza Hartz 4" width="224" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><span style='font-size: 8pt;'>Stigmatisierend: Pizza Hartz 4</p></div>
<p>### Ich mag es, wenn um mich herum franz&#246;sisch gesprochen wird. ### Es gibt Szenarien, in denen ich mich darauf freue, ausschlie&#223;lich vegetarisch zu essen. ### Der wahre Obelix ist als kleiner Junge in eine Fritteuse gefallen. ### Am Bauzaun beim <a href="http://www.radio-frei.de/">Erfurter Radio Frei</a>, hinter einer zus&#228;tzlichen Holzplatte, wurde ein Plakat von <a href="http://sebastian23.com">Sebastian23</a> f&#252;r die Ewigkeit konserviert. ### <a href="http://www.stefan-doersing.de/">Stefan D&#246;rsing</a> zieht Scherben magisch an und kann wahrscheinlich sehr viele Leute in Grund und Boden beatboxen. ### Schon auf der vierten Seite von <a href="http://www.amazon.de/Eclipse-Twilight-Saga-Stephenie-Meyer/dp/1904233910">Eclipse</a> steht: &#8220;The word boyfriend had me chewing on the inside of my cheek with a familiar tension while I stirred. It wasn&#8217;t the right word, not at all. I needed something more expressive of eternal commitment…&#8221; ### Ich wei&#223; nicht, wozu der Pr&#228;ventionszug da ist und bin zu faul, es heraus zu finden.</span></span></p>
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		<item>
		<title>Schreibt nur alle B&#252;cher</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/schreibt-nur-alle-buecher/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Nov 2009 17:42:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es kann schon frustrierend sein, wenn im eigenen unmittelbaren Umfeld pl&#246;tzlich alle beginnen, CDs aufzunehmen oder B&#252;cher zu schreiben, also etwas Vorzeigbares zu produzieren. Nat&#252;rlich gereicht das blo&#223;e Vorhaben, gereicht selbst die Umsetzung dieses Vorhabens noch lange nicht zu einem Produkt, das wirklich vorzeigbar w&#228;re, aber die Tat an sich ist schon einmal vorbildlich. Vor allem, wenn einem die M&#246;glichkeit dazu gegeben wird, man ihr nicht hinterher rennen muss oder sich das Rennen irgendwann von selbst auszahlt.</p>
<p>Wahrscheinlich aber reicht es vielen schon, einfach sagen zu k&#246;nnen, dass sie gerade an &#8220;ihrem&#8221; Roman schreiben. Das ist leicht, wenn sie dabei das Gesicht zum inneren Schmerz verziehen k&#246;nnen, den so ein Vorhaben einem abverlangt, ganz davon abgesehen, ob im Endeffekt wirklich ein Buch oder nur eine handfeste Lebenskrise daraus wird. Prestige ist ebenfalls eine sch&#246;ne Droge, nur in ihrer Wirkungsdauer sehr beschr&#228;nkt.</p>
<p>Aber so ein Buch, das will mit Herzblut geschrieben sein, das muss etwas sagen k&#246;nnen &#252;ber die Welt, da muss von den Literaturwissenschaftsstudenten sp&#228;ter auf jeder Seite mindestens ein Grund f&#252;r die eigene Verzweiflung an der Welt hineininterpretiert werden k&#246;nnen. Denn der K&#252;nstler an sich unterliegt heute auch nur den Gesetzen des Marktes. Da kann ein zeitlich gut platzierter Freitod die Karriere schon noch einmal richtig ins Rollen bringen, vom anschlie&#223;enden Mythos und eventuellen Legendenstatus mal ganz abgesehen.</p>
<p>Mittlerweile muss man sich fast fragen, ob jeder, der ein Buch schreibt, automatisch auch Krebs hat oder umgekehrt. Pervers, wenn man selbst so etwas vermarkten muss, bzw. schon irgendwie avantgardistisch und noch durchaus gut, wenn man so etwas als Erster startet und etwas Gutes abliefert, siehe Schlingensief. Die Idee ist schon nett, aber es wird dann bitter, wenn man im Nachhinein noch von hinten auf den Leichenzug aufzuspringen versucht, sich an die Verwesenden klammert und aus Mangel an Originalit&#228;t darauf setzen muss, an der folgenden Tour de Farce zu verdienen.</p>
<p>Irgendwo zwischen &#252;bertheatralischem Auswalzen der eigenen Gef&#252;hle, dem Ausweiden jeden noch so kleinen Dramas und dem Punkt, an dem man etwas zu sagen hat, m&#252;ssen sie schlie&#223;lich liegen, die Geschmacksgrenze und die wirklich gute Idee. Auf sie zu warten dauert im schlimmsten Fall das ganze Leben lang. Schlimmer noch, wenn sie gar nicht kommt. Dann ist man ewig nur durch den Schlamm der Bedeutungslosigkeit gewatet und hat sie nie betreten, die Feldern des guten Geschmacks, die zum Gl&#252;ck von keiner obersten Kulturbeh&#246;rde mehr gej&#228;tet werden, was im Gegenzug jedoch auch das Unkraut unkontrolliert sprie&#223;en l&#228;sst, vom dem manches wirklich h&#252;bsch anzusehen ist, aber der Gro&#223;teil nur nervt.</p>
<p>Und was ich hiermit &#252;berhaupt ausgesagt habe, lasse ich mir lieber in 30 Jahren von Literaturstudenten in einer Masterarbeit &#252;ber mein Gesamtwerk erkl&#228;ren.</p>
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		<title>SNAFU</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 13:25:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Dieses Semester mal wieder ein Einf&#252;hrungsmodul, das vierte, glaube ich. Zum vierten Mal lerne ich also, wie man Referate h&#228;lt, wie man die Bibliothek benutzt und wie man Hausarbeiten schreibt. Nat&#252;rlich alles Pflicht. Das ist sch&#246;n, wenn man Erstsemester ist, aber irgendwie sinnlos, wenn man demn&#228;chst seine Bachelorarbeit schreibt.</p>
<p>Denn damit man nicht zum Fachidioten mutiert, hat sich die Uni etwas sehr Cleveres einfallen lassen. Wer ein guter Student sein will, der m&#246;ge zus&#228;tzlich zu seinen Kernfachveranstaltungen noch Wahlbereichsveranstaltungen belegen. Da man so aber leicht zu einem 2-Fachidioten verkommen k&#246;nnte, hat sich die Uni etwas noch Clevereres einfallen lassen. Wer ein guter Student sein will, muss fakult&#228;ts&#252;bergreifende Veranstaltungen und Wahlpflichtveranstaltungen aus der eigenen Fakult&#228;t belegen. Da aber so gut wie jedes Modul gleichzeitig f&#252;r Kernfach- und Wahlbereichsstudierende konzipiert ist, hat man kleine H&#252;rden errichten m&#252;ssen, damit sich nicht zu viele gute Studenten f&#252;r ein Modul einschreiben k&#246;nnen. Diese H&#252;rden bestehen meist darin, dass man bereits Einf&#252;hrungsmodule eines Fachs belegt haben muss, ehe man die weiterf&#252;hrenden Module belegen darf.</p>
<p>Wer nun bis hierhin folgen konnte, wei&#223; jetzt, wieso es nicht nur selten dazu kommt, dass man viermal beigebacht bekommt, wie man Referate h&#228;lt, wie man die Bibliothek benutzt und wie man Hausarbeiten schreibt. Denn dies geh&#246;rt meist zu gut 50% zu Einf&#252;hrungsmodulen. Was sehr gut ist und nett f&#252;r, wie gesagt, Erstsemester oder Menschen, die es bisher auf eher undurchsichtigen Wegen durchs Studium geschafft haben.</p>
<p>Nichts gegen Erstsemester, die sind toll, unverbraucht und fr&#246;hlich, lassen alles mit sich machen und sich wunderbar einsch&#252;chtern, wenn es z.B. um Anwesenheitspflicht geht, die es eigentlich nicht gibt, aber sich gegen Erstis viel leichter durchdr&#252;cken l&#228;sst als gegen b&#246;se, faule, h&#246;here Semster. Aber ist es nicht verst&#228;ndlich, dass ich ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach Besseres zu tun habe, als mir dauernd das Gleiche aus nur jeweils anderen M&#252;ndern anzuh&#246;ren? Das sind Luxusprobleme, mit denen afrikanische Kinder nie konfrontiert werden, m&#246;chte da sicher jemand sagen und nat&#252;rlich hat er oder sie damit irgendwie Recht. Aber wenn ein neuseel&#228;ndisches Schaf bisher f&#252;nfunddrei&#223;igmal von seinem Sch&#228;fer missbraucht wurde und kein Ende dessen in Sicht ist, hilft es ihm auch nicht weiter, wenn ich noch einmal lerne, dass die Wikipedia nicht ins Literaturverzeichnis geh&#246;rt.</p>
<p>Ich wei&#223; nicht, wem es Genugtuung verschafft, so etwas immer wieder aufs Neue durchdr&#252;cken zu wollen, aber es erinnert mich immer wieder ans gute alte <a href="http://user.cs.tu-berlin.de/~milenium/funstuff/lhumor/snafu.htm">SNAFU-Prinzip</a>, das f&#228;lschlicherweise zumeist als Humor abgetan wird, aber nicht zuletzt doch einen Kern Wahrheit in sich tr&#228;gt.</p>
<p>So etwas ist frustrierend. Und wer am Ende der Nahrungskette darunter zu leiden hat, ist nicht der Mensch, der diese ganzen cleveren Ideen hatte, sondern der arme, nichtsahnende Ersti, der mich an der Stra&#223;enbahnhaltestelle fragt, wie er am Besten zum Studentenwerk kommt und ich es nicht lassen kann, zu sagen: &#8220;Ohje, mein Freund, ganz weit weg. Stra&#223;enbahnlinie 15 Richtung Meusdorf und dann bis ganz weit raus zur Endhaltestelle!&#8221;</p>
<p>Farewell, dear Ersti.</p>
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		<title>Er ist &#252;berall</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 16:10:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Herrmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2009/10/gotthoertmich.jpg" rel="lightbox[2350]"><img class="aligncenter size-full wp-image-2351" title="Gott h&#246;rt mich" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2009/10/gotthoertmich.jpg" alt="Gott h&#246;rt mich" width="425" height="283" /></a></p>
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