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	<title>André Herrmann &#187; Allzumenschlich</title>
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	<description>Perhaps it&#039;s done already, perhaps they have said me already, perhaps they have carried me to the threshold of my story, before the door that opens on my story, that would surprise me, if it opens, it will be I, it will be the silence, where I am, I don&#039;t know, I&#039;ll never know, in the silence you don&#039;t know, you must go on, I can&#039;t go on, I&#039;ll go on. (Beckett)</description>
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		<title>gut genug</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 14:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><iframe type="text/html" width="425" height="28" src="http://www.youtube.com/embed/eYZwiYWr-Jw?hl=de_DE" frameborder="0"</iframe><br />
<span style="font-size:10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=eYZwiYWr-Jw">Direkthorrors </a></span></iframe></p>
<p>Nachts liege ich in meinem katalogechten Hotelzimmer. Alles hier ist Eiche massiv, der Boden der Rezeption ist aus hellem Marmor oder etwas, das man daf&#252;r halten soll (Sterne: 3), die Dame hinter der Theke ist sehr nett. Rechts von mir, hinter der nicht allzu dicken Wand (ich kann jemanden schnarchen h&#246;ren), liegt die JVA, in der kein Licht mehr brennt, dick umrandet mit Stacheldrahtspiralen und &#220;berwachungskameras. Ich habe die Vorh&#228;nge zugezogen, denn meine Badt&#252;r schlie&#223;t nicht. Und obwohl ich im zweiten Stock bin, mir gegen&#252;ber nichts als <em>Die neue Kirche sonstwas</em> samt Friedhof liegt und ich es wirkilch versucht habe, war mir die Benutzung der Toilette erst geheuer, nachdem die Vorh&#228;nge ihr Blumenmuster zeigten (das Wissen um die Kameras vermutlich oder der &#252;bliche Spleen). Es ist ganz still, nicht einmal der Fernseher l&#228;uft, obwohl ich jede Gelegenheit zum Fernsehen nutze, seit man mir zu Hause den Anschluss abgestellt hat. Aber ich mag diese Stille, die Langsamkeit suggeriert, so als lie&#223;e man ein auf Hochtouren beschleunigtes Auto einfach langsam ausrollen, den Fu&#223; weg vom Gas, bis es von ganz von allein anh&#228;lt und irgendwann ausgeht. Und so verschwindet die gute Laune und hinterl&#228;sst jene Leere in meinem Kopf, die das Knacken des Eiche-Massiv-Schrankes zwischen meinen Ohren widerhallen lassen wird. Die frische Bettw&#228;sche riecht gut, bis ich den bereitgestellten Aschenbecher entdecke. Am Morgen wird mein Brustkorb wieder schmerzen, wie er es immer tut, wenn ich in verrauchten Zimmern schlafe. Und morgens wird mir der Fernseher auch wieder gut genug sein.</p>
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		<title>back and back again</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 20:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/08/marais.jpg" alt="" title="Marais" width="425" height="319" class="alignnone size-full wp-image-4980" style="border: solid 1px #444" /></p>
<p>Das Wasser dr&#252;ckt sich aus den Kan&#228;len und flie&#223;t in dicken Z&#246;pfen die Rue de Martyrs hinab Richtung Sexodrome. Gerade geht die Sonne auf, die M&#252;llm&#228;nner schwitzen mit Kippenstummeln im Mund und haben immer ein nettes Wort f&#252;r die M&#252;tterchen, die schon so fr&#252;h im Waschsalon ihre Kleider falten. Um diese Uhrzeit steht noch niemand in Barbès und rattert in atemberaubender Geschwindigkeit wieder und wieder &#8220;Marlboro, Pall Mall, Pall Mall, Marlboro&#8221; herunter, nur die H&#252;tchenspieler machen bis zuletzt einen guten Schnitt mit den nachhausetorkelnden Touristen. Im Bus nach Tocadero klimpern schon die Miniatureiffelt&#252;rme, im Marais stimmen ein paar Metalasiaten ihre Jackson-Gitarren vorm Centre Pompidou und ersetzen in ihren Verst&#228;rkern die Batterien vom Vortag.</p>
<p>In ein paar Stunden wird sich genau &#252;ber diese paar Flecken Stadt eine Ger&#228;uschkulisse legen, die ihresgleichen sucht, die deutsche Gro&#223;st&#228;dte in sp&#228;terem Vergleich sehr ruhig erscheinen lassen wird, im guten wie im nicht so guten, im anderen Sinne. Sp&#228;ter erkennt man sie schnell, die Deutschen, wie sie im Zug nach Leipzig, kurz nachdem sie eingestiegen sind, w&#252;tend ihren Koffer durch den Waggon zerren, weil niemand ihnen einen Platz freigehalten hat. Es gibt keine schlechtere oder bessere Mentalit&#228;t, denke ich, nur mehr oder weniger hausgemachte Probleme. Aber eine eigene Toilette, mit einer T&#252;r, die nicht mehrere Zentimeter weit aufsteht, selbst, wenn sie geschlossen ist, hat Vorteile.</p>
<p>Hier ist meine Wohnung so gro&#223; wie vier bis f&#252;nf Pariser Studentenzimmer, das Bier vergleichsweise billig, der Eistee hingegen ganz sch&#246;n teuer. Nur wozu vergleichen, wenn man genau den Leuten bei Goodbye Deutschland immer vorwirft, eben dass sie ein Deutschland im Ausland zu suchen scheinen. Es ist wundersch&#246;n in Paris, denke ich, Punkt. </p>
<p>Und in der Stra&#223;enbahn sitzen zwei junge Typen mit Bobschnitt und Pornobrille, sie rappen so laut und unbeholfen sie k&#246;nnen K.I.Z.-Songs und schwingen dabei Becks-Ice-Flaschen. Vielleicht seid gerade ihr die Opfer, die sie immerzu besingen, will ich sagen und verkneife es mir. Dann, an der Haltestelle, ist es angenehm ruhig und mein schmerzendes Ohr beginnt, sich zu entspannen. Hoffen wir, dass sich dieses Gef&#252;hl noch ein paar Tage lang h&#228;lt.</p>
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		<title>W&#252;rdest du bitte endlich still sein, bitte*</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 15:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Es ist sp&#228;t, ich bin m&#252;de, ich will nach Hause und auf dem Weg dorthin nichts au&#223;er meiner verdammten Musik h&#246;ren. Ich sitze an der Haltestelle, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=U8KAU9vWGgc">Tegan &#038; Sara</a> singen in meinen Ohren. Hoffentlich hat zu Hause das ge&#246;ffnete Fenster etwas gebracht, denke ich, Montagvormittag die Fenster zu &#246;ffnen ist immer ein gro&#223;er Fehler, wenn das M&#252;llauto noch nicht da war und einem dann die ganze Wohnung vollstinkt.</p>
<p>Ein paar Meter weiter steht ein Typ, der nicht auch blo&#223; den Nachtbus, sondern augenscheinlich auch die Wende verpasst haben muss. Man nehme eine schwarze Jeans, wasche die Farbe aus, punkte sie sehr fein erneut mit einem Edding, schrumpfe sie gleichzeitig um 1/4 ihrer Gr&#246;&#223;e und montiere gelbe Hosentr&#228;ger daran. Passend dazu tr&#228;gt man am Besten schwarz-wei&#223;e Holzf&#228;llerhemden und auf dem Kopf etwas, das sich sowohl von einer Frisur als auch von einem Haarschnitt deutlich abzugrenzen wei&#223;. Er hat ein Miniradio dabei, das irgendwelche Schlager dudelt und er stilecht auf seiner Schulter tr&#228;gt.</p>
<p>Ich z&#252;nde mir eine Zigarette an und versuche, jeglichen Blickkontakt und sogar Blicke in seine Richtung zu vermeiden. Oft wird einem ja vorgeworfen, man k&#246;nne sich das als Mann nicht vorstellen, wie es ist, andauernd entgegen dem eigenen Willen angequatscht zu werden. Ich aber kann. Nur quatschen mich nicht reziprok dauernd Frauen, sondern ausschlie&#223;lich Verr&#252;ckte an und ich muss zugegeben, es w&#228;re wohl weitaus schlimmer, wenn ich eine Frau w&#228;re und mit M&#228;nnern, Verr&#252;ckten und verr&#252;ckten M&#228;nnern gleichzeitig zu tun h&#228;tte.</p>
<p>Shit, ich hab ihn angeguckt. Den meisten Leuten reicht ja schon ein Blick als Einladung ins eigene Leben. Er nickt mir zu und dreht seine Schlager noch lauter und ich frage mich, ob sich hinter Wollpullundern und fettigen Haaren eigentlich immer unfreiwillige Komik entwickelt. Er kommt n&#228;her und stellt sich direkt neben mich, er nickt noch immer und sch&#252;rzt seine Lippen, wie es die rauchenden Sechszehnj&#228;hrigen vor der Gro&#223;raumdisko, an der ich &#246;fter vorbei komme, nicht besser tun k&#246;nnten. Ich wechsle zu <a href="http://www.youtube.com/watch?v=dsM5GMVIBrY">K.I.Z</a>.</p>
<p>Wir hatten mit dem Barkeeper um unsere Getr&#228;nke gew&#252;rfelt und haushoch verloren. Zur Entsch&#228;digung gab er uns noch zwei Raketen (und den einzigen Inhaltsstoff selbiger, der mir in diesem Moment schmerzlich wieder einf&#228;llt, ist Tabasco) und wandte sich den n&#228;chsten Gl&#252;cksrittern zu, die ebenfalls an diesem Abend nicht blo&#223; viel ausgeben wollten, sondern auch alles verlieren wollten. Und sp&#228;ter erwies sich ein Taxi folgerichtig sowohl aus monet&#228;ren, wie auch aus Gr&#252;nden schwankender Magen-Darm-Flora als schlechte Idee.</p>
<p>Ich merke, dass er irgendetwas sagt, reagiere aber nicht. Er tippt mich an, ich nehme einen Kopfh&#246;rer aus dem Ohr und versuche die Blicke der sechzehnj&#228;hrigen Diskochecker zu imitieren.<br />
&#8220;Kommst wohl gerade vom Tanzen?&#8221;, will er wissen.<br />
&#8220;Vom Friedhof&#8221;, sage ich.<br />
&#8220;Trauerfeier?&#8221;<br />
&#8220;Séance.&#8221;<br />
&#8220;Was?&#8221;<br />
&#8220;Ich bin Totengr&#228;ber.&#8221;<br />
&#8220;Huih, so mit echten Toten?&#8221;<br />
&#8220;Nein, wir begraben nur Lebendige.&#8221;<br />
Warum immer ich, denke ich, als h&#228;tte ich st&#228;ndig Bereitschaftsdienst, sehe ich t&#228;ts&#228;chlich so vertrauenerweckend aus, sollte ich Trickbetr&#252;ger oder wenigstens Staubsaugervertreter werden? Ich stehe auf, nicke ihm noch einmal zu und ahne, dass es ein Fehler ist. Auch Ghandi muss Momente gehabt haben, in denen er einfach nur kurz seine Ruhe wollte. Ein Mensch kann doch nicht stets aufopferungsvoll sein und die Macken seiner Mitmenschen freudig in die Arme schlie&#223;en, denke ich, erst recht nicht, wenn ihm der Kopf dreht und der Magen brennt. Ach Schei&#223;e, denke ich, steh auf, ignoriere das Geblubber des Typen und gehe in Richtung des Bahnhofs, um mir die Wartezeit in Bewegung zu vertreiben.</p>
<p>Die Rationalisierung sozialer Einrichtungen hat McDonald&#8217;s zum n&#228;chtlichen Treffpunkt werden lassen. Nachts scheinen nur Berliner hinter der Theke zu stehen, wenn man es vom Umgangston her betrachtet. Ein paar Atzen schlagen gegen die Glast&#252;ren, weil man sie ausgesperrt hat, die Frau auf der Poliermaschine rotiert &#252;ber den Querbahnsteig. Irgendwann, denke ich, muss ich unbedingt einmal in die Kneipe direkt im Bahnhof. Es sieht so aus, als w&#252;rde dort drinnen nie ein Wort gewechselt werden und das Getr&#228;nkeordern problemlos per Handzeichen funktionieren. Auf den St&#252;hlen und an der Bar h&#228;ngt man &#252;ber dem eigenen Glas und versucht, irgendeine Wahrheit darin zu erkennen, dazu gibt es Zigaretten, die in Zehn-Minuten-Abst&#228;nden ihren Weg aus den Schachteln zwischen die spr&#246;den Lippen finden.</p>
<p>Als ich wieder drau&#223;en bin, steht mein Bus schon bereit. Ich setze mich direkt hinter den Fahrer, wie es alle machen, die entweder blind, &#228;ngstlich oder ohne jedwedes Interesse f&#252;r alles hinter ihnen sind. Ich lasse <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RAtacHPAHLI">Biffy Clyro</a> meinen Zynismus besingen und versuche mir mein Bett vorzustellen. Wo gewartet wird, muss angekommen werden, hat Brecht einmal geschrieben, denke ich, w&#228;hrend ich dabei zusehe, wie sich ein P&#228;rchen nicht weit von meiner Fensterscheibe lautlos anschreit.<br />
&#8220;Hey, da bist du ja wieder&#8221;, h&#246;re ich eine Stimme, &#8220;Ist da noch frei?&#8221;, fragt sie schrecklich rhetorisch und schon sitzt der zugeh&#246;rige K&#246;rper neben mir, ich suche <a href="https://youtubeproxy.org/default.aspx?prx=http://www.youtube.com/watch?v=uLSA-zI18eE">Slayer</a> in meinem MP3-Player.</p>
<p>&#8220;Was?&#8221;, raune ich.<br />
&#8220;Ich hab dich schon gesucht.&#8221;<br />
&#8220;Soso&#8221;, sage ich und denke, dass ich lieber etwas Feindseligeres h&#228;tte sagen sollen.<br />
&#8220;Ja, bist einfach gegangen.&#8221;<br />
Wie immer sie euch mitspielen, gebt keinen euresgleichen auf, denke ich, schon wieder Brecht, meine G&#252;te, aber irgendwie ist es sp&#228;testens jetzt auch genug.<br />
&#8220;Ich verabscheue die menschliche Rasse&#8221;, sage ich.<br />
&#8220;Und was machst du jetzt so?&#8221;<br />
&#8220;Nach Hause fahren.&#8221;<br />
&#8220;Gut, dann komm ich mit&#8221;, sagt er, grinst mich an und ich frage mich, ob man vor diesem Grinsen nun Angst haben soll oder nicht.<br />
&#8220;Ganz bestimmt nicht&#8221;, sage ich, &#8220;Du kannst mal lieber abhauen.&#8221;<br />
Er sagt nichts, &#252;berlegt ein bisschen, es ist still.<br />
&#8220;Aber ist doch sch&#246;n&#8221;, sagt er.<br />
&#8220;Ist nicht sch&#246;n&#8221;, sag ich.<br />
&#8220;So ein bisschen kuscheln&#8221;, sinniert er.<br />
&#8220;Pfui!&#8221;, sage ich, denn was den Unterschied zwischen gleichgeschlechtlichen Komplimenten und verr&#252;ckten Gequatsche ausmacht, habe ich sp&#228;testens in der Bahnhofsmission gelernt.<br />
&#8220;Du wirst schon Gefallen daran finden.&#8221;<br />
Ok, letzter Versuch, es normal zu regeln, denke ich.<br />
&#8220;H&#246;r zu, vergiss es, ich hab da keinen Bock drauf, hau einfach ab, ok?&#8221;<br />
&#8220;Nein&#8221;, sagt er. Einfach so, nein und grinst, ich habe Angst.<br />
Als wir halten, fange ich an zu z&#228;hlen, drei, f&#252;nf, sechs Sekunden. An der n&#228;chsten Haltstelle z&#228;hle ich innerlich mit, vier, drei, zwei, springe auf und renne aus der T&#252;r auf die Stra&#223;e. Die Leute im Bus schauen mich ein wenig entgeistert an, als sich direkt hinter mir die T&#252;r schlie&#223;t, aber das macht nichts. Als der Bus weiterrollt, sitzt der Verr&#252;ckte still auf seinem Platz und schaut mich ein wenig traurig an, mit dem Mittelfinger signalisiere ich ihm eine sch&#246;ne Weiterfahrt und eine gute Nacht.</p>
<p>Als ich schon &#252;ber die Stra&#223;e bin, kommt der Bus ein paar hundert Meter weiter wieder zum Stehen. Als sich die T&#252;ren &#246;ffnen, h&#246;re ich leise <a href="http://www.youtube.com/watch?v=pd9S2NSu5Gs">Blasmusik</a> und beginne sofort zu rennen. Ich renne so schnell ich kann, denn so langsam wird es mir doch ein bisschen unheimlich. Ich k&#246;nnte in den Park rennen, denke ich, mit etwas Gl&#252;ck treffe ich auf ein paar besoffene Schl&#228;ger, die zwar mich, aber nicht meinen Verfolger an sich vorbei lassen, wo sind die, wenn man die einmal braucht? Oder zum Palmengartenwehr und dort auf ihn warten, um ihn in einem ehrlichen Zweikampf niederzuringen und ihn anschlie&#223;end den k&#252;nstlichen Wasserfall hinunter zu werfen. Ich laufe und laufe, mein Mund wird trocken und klebrig, jeder Atemzug schmerzt, irgendwann bleibe ich stehen und h&#246;re ein wenig in die Stra&#223;en hinein, vielleicht hat er sein Radio ja ausgeschaltet. Kreuz und quer laufe ich nach Hause und obgleich die Wahrscheinlichkeit, den komischen Menschen noch einmal zu treffen, gerade bei schnurgeradem Nachhausegehen am Geringsten w&#228;re, ich muss verschlungene Wege gehen, allein schon, um mich innerlich zu vergewissern, dass er nicht schon l&#228;ngst hinter mir ist. Zu Hause schlie&#223;e ich hinter mir die T&#252;r und denke: Als ich wiederkehrte, war mein Haar noch nicht grau, da war ich froh, Brecht, nat&#252;rlich.</p>
<p style="padding-top: 40px;"><span style="font-size: 10px;">* Den Titel habe ich mir ausgeliehen vom gro&#223;artigen und nat&#252;rlich immer wieder zu empfehlenden <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827003326?ie=UTF8&#038;tag=andrherr-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3827003326">Raymond Carver</a>.</span></p>
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		<title>fuck my life</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 11:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4839" title="rip mein guter" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/meinguter.jpg" alt="" width="425" height="273" style="border: solid 1px #000" /></p>
<p>Dinge im Internet zu verkaufen ist prima, wenn weder K&#228;ufer noch Verk&#228;ufer versuchen, einander irgendwie &#252;ber den Tisch zu ziehen. Die Crux liegt allein im Tauschverh&#228;ltnis von Geld und Vertrauen gegen ein potenzielles Schn&#228;ppchen. Die vielleicht blau&#228;ugigste aber auch ehrlichste Pr&#228;ventivma&#223;nahme ist insofern, als Verk&#228;ufer selbst ehrlich zu agieren, beziehungsweise die Ware abholen zu lassen, sodass man ihre Funktionst&#252;chtigkeit noch einmal demonstrieren kann. Wenn einem aber genau vor Augen des K&#228;ufers der Hals des geliebten drehbaren TFTs mit einem leisen KNACK! zerbricht, der Bildschirm fortan nicht einmal mehr gerade auf dem Fu&#223; h&#228;lt und es zwangsl&#228;ufig so wirken muss, als w&#228;re er nicht bis zu eben diesem Moment ein &#252;beraus treuer Diener gewesen, befindet man sich in einem sch&#246;nen Dilemma. Einerseits ist das Verkaufsobjekt pl&#246;tzlich praktisch wertlos geworden, andererseits macht man sich ungewollt verd&#228;chtig, ohnehin l&#228;ngst kaputte Ware als funktionst&#252;chtig getarnt an den ahnungslosen Menschen bringen zu wollen. <a href="http://www.fmylife.com/">FML</a></p>
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		<title>Klick Klick (Teil 3/3)</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 12:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Ein paar Tage sp&#228;ter sa&#223; Petersen beim Interview. Zuvor hatte man ausgiebig Fotos vor Petersens Haus, am Zaun und in der Einfahrt gemacht. Jetzt sa&#223; er mit dem Reporter auf der wei&#223;en Ledercouch im Wohnzimmer und seine Frau brachte Kaffee.<br />
&#8220;Wie kommt es, dass sich keiner Ihrer Mitstreiter &#246;ffentlich zu seiner Meinung bekennt?&#8221;, fragte der Reporter, &#8220;Gibt es &#252;berhaupt noch Mitstreiter?&#8221;<br />
&#8220;Nat&#252;rlich gibt es die!&#8221;, sagte Petersen, verzog die Augenbrauen und machte eine kleine Kunstpause, &#8220;Nur wie sie sich vorstellen k&#246;nnen, gibt es unter meinen Unterst&#252;tzern so manche Personen von gesellschaftlichem Rang, die nicht umsonst Privates und Gesch&#228;ftliches zu trennen versuchen.&#8221;<br />
&#8220;Sie meinen, weil sie mancher schon antisozialer Einstellungen beschuldigt?&#8221;<br />
&#8220;Wer sagt denn so etwas?&#8221;, rief Petersen, &#8220;Das ist ja eine Frechheit!&#8221;<br />
&#8220;Na zum Beispiel ihre Nachbarin, Frau W&#246;ller, nachdem sie den Brief bekam, was sagen Sie &#252;berhaupt dazu? Geht da nicht jemand zu weit?&#8221;<br />
&#8220;Was denn f&#252;r ein Brief? Und wieso darf Frau W&#246;ller so etwas &#252;ber mich verbreiten?&#8221;, rief Petersen. Er sprang auf, rannte zur Terrassent&#252;r und sah hin&#252;ber zum Kindergarten.<br />
&#8220;Herr Petersen, sie wussten davon nichts?&#8221;<br />
&#8220;Wovon wusste ich nichts? Nat&#252;rlich wusste ich davon nichts. Ich wei&#223; ja nicht einmal jetzt, wovon Sie sprechen, verdammt! Was versuchen Sie hier denn eigentlich heraus zu finden?&#8221;<br />
&#8220;Es w&#228;re nur interessant gewesen, eine eventuelle Verbindung herstellen zu k&#246;nnen.&#8221;<br />
&#8220;Was denn f&#252;r eine Verbindung?&#8221;, schrie Petersen.<br />
&#8220;Frau W&#246;ller hat uns und die Polizei vorgestern dar&#252;ber informiert, dass sie im Kindergarten ein Kuvert erreichte, das eine Fotomontage von einem brennenden Kindergarten enthielt.&#8221;<br />
&#8220;Und was hat das mit mir zu tun?&#8221;, br&#252;llte Petersen weiter.<br />
&#8220;Interessant dabei war nur, dass genau einen Tag sp&#228;ter jemand aus ihrem B&#252;rgerb&#252;ro in unserer Redaktion anrief und um eine Berichterstattung bez&#252;glich der L&#228;rmbel&#228;stigung durch den Kindergarten bat.&#8221;<br />
&#8220;Raus!&#8221;, schrie Petersen und stampfte durch das Wohnzimmer auf den Reporter zu, &#8220;So etwas lasse ich mir doch nicht unterstellen, verschwinden Sie!&#8221;<br />
&#8220;Aber ich beschuldige Sie doch gar nicht&#8221;, versuchte es der Reporter.<br />
Petersen packte ihn am Kragen und schob ihn vor sich her in Richtung T&#252;r, &#8220;Hauen Sie ab!&#8221;<br />
Aus der K&#252;che sah ihn seine Frau verwirrt an, sagte jedoch nichts. Petersen schob den Reporter weiter, riss die Haust&#252;r auf und schubste ihn nach drau&#223;en, dann schlug er mit aller Kraft die T&#252;r zu.</p>
<p style="padding-top: 40px;">###</p>
<p style="padding-top: 40px;">In den kommenden Tagen tat Petersen nichts, als weiterhin jeden Tag kurz vor 12 Uhr auf seiner Terrasse zu stehen und die tobenden Kinder zu dokumentieren, denen die Kinderg&#228;rtnerinnen seit neustem absichtlich etwas mehr Zeit zu geben schienen, ehe sie sie zum Mittagessen riefen. Seine Frau hatte ihm geraten, jetzt am Besten erst einmal ruhig zu bleiben und die Sache mit dem Reporter zu vergessen. Sie genoss die Ruhe, die sich eingestellt hatte und war beruhigt zu sehen, wie der Argwohn ihres Mannes von Tag zu Tag abzunehmen schien. Als sie eine Woche nach dem Interview auf der Terrasse sa&#223;en und Kaffee tranken, klingelte es an der Haust&#252;r, Petersen ging sie zu &#246;ffnen.<br />
&#8220;Was glauben Sie eigentlich, was Sie sind?&#8221;, vor der T&#252;r stand Frau W&#246;llner, mit der rechten Hand hielt sie Petersen einen Stein entgegen.<br />
&#8220;Was?&#8221;<br />
&#8220;Das kann ja wohl nicht ihr ernst sein!&#8221;, schrie sie, &#8220;Erst die neue Klage, dann die Bilder vom brennenden Kindergarten!&#8221;<br />
&#8220;Und sie glauben, das war ich? Wie dumm, glauben Sie eigentlich, bin ich?&#8221;, rief Petersen.<br />
&#8220;Dumm genug jedenfalls, sich anders nicht l&#228;nger zu helfen zu wissen, als letzte Nacht den Stein hier durch unsere Terrassent&#252;r zu schmei&#223;en!&#8221;<br />
&#8220;Warum sollte ich denn so etwas tun?&#8221;<br />
&#8220;Das m&#252;ssen Sie gerade fragen, nach ihren Hetzkampagnen gegen uns!&#8221;<br />
&#8220;Hetzkampagne? Und was ist das, was sie gerade hier machen?&#8221;<br />
&#8220;Alleiniger Kl&#228;ger, sage ich nur!&#8221;<br />
&#8220;Die ganze Stra&#223;e ist doch gegen ihren Kindergarten, liebe Frau W&#246;llner!&#8221;<br />
&#8220;Und genau weil Sie dieser Ansicht sind und sich nicht mehr anders zu helfen wissen, schmei&#223;en Sie uns die Scheibe ein?&#8221;, schrie Frau W&#246;llner.<br />
&#8220;Ich fass&#8217; es nicht!&#8221;, rief Petersen, &#8220;Wenn Sie glauben, dass Sie jetzt noch irgendeine Chance haben, ihren Verein hier zu halten!&#8221;<br />
&#8220;Sie werden sich noch wundern, Petersen!&#8221;<br />
&#8220;Da bin ich aber mal gespannt!&#8221;<br />
Frau W&#246;llner ging aufgeregt zur&#252;ck ins Nachbarhaus, Petersen blickte ihr kopfsch&#252;ttelnd nach, dann krachte die Eingangst&#252;r ins Schloss.</p>
<p style="padding-top: 40px;">###</p>
<p style="padding-top: 40px;">Als Petersen am &#252;bern&#228;chsten Morgen die Zeitung aus dem Briefkasten holte, stockte er. Die Titelseite des Lokalteils zeigte ihn mit der Kamera &#252;ber den Sichtschutz seines Gartens gelehnt und den Finger am Ausl&#246;ser. &#8220;Aufstand des Antisozialen Alten&#8221; stand in gro&#223;en schwarzen Buchstaben &#252;ber dem Bild, im zugeh&#246;rigen Artikel wurde berichtet, wie Petersen auf ekelhafteste Art und Weise jeden Tag die spielenden Kinder &#252;berwache und per Gericht daf&#252;r gesorgt habe, dass diese nur noch bis zum Mittagessen im Garten spielen d&#252;rften. Die zitierte Frau W&#246;llner sprach von zutiefst antisozialem Verhalten, das den Sinn f&#252;r die eigenen Nachkommen im Rausch des eigenen Wohlstands zu vergessen schien. Petersens Bem&#252;hungen im B&#252;rgerb&#252;ro wurden als Aufhetzen der Nachbarn beschrieben, seinem eigenen Willen Folge zu leisten, dem jedoch kein Anwohner nachgekommen sei. Neben der Beschreibung der neusten Angriffe auf den Kindergarten waren die Fotomontagen des brennenden Kindergartens, Drohbriefe und ein Bild der zerschmetterten Terrassenscheibe abgedruckt. Der zuerst noch v&#246;llig &#252;berzogene, aber wenigstens k&#246;rperlich friedfertige Konflikt habe eine neue Ebene erreicht, in der sich die verzweifelte Wut des Kinderhassers Petersen in v&#246;llig neuem Licht zeige.<br />
Petersen wurde bleich. Er trottete ins Haus und lie&#223; die Zeitung auf der Anrichte neben der Haust&#252;r liegen. Er wusste nicht, was er jetzt tun sollte, sich wehren, nat&#252;rlich, aber das, was da gerade &#252;ber ihn herein brach, war jenseits dessen, was er je f&#252;r m&#246;glich gehalten hatte. Er hatte nicht einen der Briefe zuvor gesehen, geschweige irgendetwas mit den Bildern oder dem Steinwurf zu tun gehabt, nur war er dumm genug gewesen, als einziger &#246;ffentlich zu seiner Meinung den Kindergarten betreffend zu stehen, zwar eine relativ gro&#223;e Gruppe von Unterst&#252;tzern hinter sich wissend, aber eben nur eine gro&#223;e Gruppe Namenloser.<br />
Kurze Zeit sp&#228;ter klingelte es. Wie Petersen von den Polizeibeamten erfuhr, hatte Frau W&#246;llner Anzeige gegen ihn erstattet. Noch an der T&#252;r beteuerte Petersen mehrmals, er habe nichts das Geringste mit dem zu tun, was ihm au&#223;erhalb seiner legalen Mittel m&#246;glich sei, aber die Polizisten k&#252;mmerte es nicht. Mit der M&#252;digkeit ihrer t&#228;glichen Arbeit gaben sie ihm einen Termin zur Vorladung und sagten, er m&#252;sse sich kaum Sorgen machen, wenn er wisse, nicht sicher damit in Verbindung gebracht werden zu k&#246;nnen.<br />
Am Nachmittag sa&#223; Petersen wieder in seinem Wohnzimmer. Obwohl er nur da sa&#223; und &#252;berlegte, stand ihm der Schwei&#223; auf der Stirn und seine Finger krallten sich immer wieder in die Armlehne der Ledercouch. Das d&#252;rfe alles nicht wahr sein, dachte er. Seine Frau hatte sich der Meinung der Polizisten angeschlossen und hinzugef&#252;gt, er solle eine Richtigstellung seitens der Zeitung und den R&#252;ckzug der Anzeige seitens von Frau W&#246;llner fordern, damit w&#228;re wenigstens daf&#252;r gesorgt, dass er in nicht allzu schlechtem Licht da st&#252;nde. Aber das, was da in der Zeitung stand, stand nun erst einmal da.</p>
<p style="padding-top: 40px;">###</p>
<p style="padding-top: 40px;">Am darauf folgenden Morgen ging Petersen wieder nach drau&#223;en, um die Zeitung zu holen. Am Briefkasten blieb er stehen und blickte hin&#252;ber zum Kindergarten. Vor der T&#252;r stand ein Polizeiwagen, zwei Polizisten befragten eine in Tr&#228;nen aufgel&#246;ste Frau W&#246;llner vor den zerbrochenen Scheiben der ehemals komplett verglasten Eingangsfront. Frau W&#246;llner sah zu ihm her&#252;ber, ihr Blick sprach Verst&#228;ndnislosigkeit. Einer der Polizisten nickte Petersen zu, als w&#252;rde er ihn gr&#252;&#223;en. Petersen dreht sich um und ging zur&#252;ck in sein Haus. Auf der Couch versuchte er sich zu sortieren.<br />
Die Anzeige von Frau W&#246;llner w&#252;rde keinen Erfolg haben, da ihm nichts nachzuweisen sei, warum auch. Ebenso die von der Polizei eingesehen Fotos auf Petersens Kamera bewiesen nichts als das Vorhaben, sein Recht durchsetzen zu wollen. Entweder Petersen habe also mit seiner Vorreiterrolle im B&#252;rgerb&#252;ro anderen unbewusst den Freiraum gelassen, sich hinter seinem sch&#252;tzenden R&#252;cken auszutoben, oder der Kindergarten selbst nutzte den f&#252;r ihn g&#252;nstigen Moment aus, seine Position im Viertel dadurch zu festigen, dass er sich selbst in eine bemitleidenswerte Position man&#246;vrierte.<br />
Noch am selben Tag sa&#223; Petersen wieder auf seiner Terrasse und man&#246;vrierte seine Kamera in Position. Die Kinder waren l&#228;ngst wieder im Haus, niemand lief l&#228;nger im Garten umher.<br />
&#8220;Und was machst du jetzt?&#8221;, fragte Petersens Frau.<br />
&#8220;Ich warte&#8221;, antwortete er.<br />
&#8220;Und worauf wartest du?&#8221;<br />
&#8220;Darauf, dass es etwas passiert.&#8221;<br />
Dabei belie&#223; sie es. Petersen so besch&#228;ftigt zu sehen, war ihr ohnehin lieber, als ihn tagelang im Wohnzimmer sitzen zu haben, vor sich hin gr&#252;belnd und sich Schreckensszenarien ausmalend.<br />
Den ganzen Tag lang sa&#223; er auf Terrasse und hielt die Kamera im Anschlag. Schon am n&#228;chste Morgen war seine Richtigstellung in der Zeitung zu lesen. Er hatte beschlossen, keine neue Versammlung im B&#252;rgerb&#252;ro einzuberufen, sondern sogar das laufende Verfahren auf sich beruhen zu lassen, bis er Frau W&#246;llner deutlich machen konnte, dass er nichts mit jenen Ausw&#252;chsen zu tun habe, die gerade den Kindergarten heim suchten, eine Rehablitation seines Rufes h&#228;tte von ganz allein daf&#252;r sorgen k&#246;nnen, dass der Tr&#228;ger den Kindergarten in ein anderes Viertel verlegen w&#252;rde.</p>
<p>Petersens Augen tr&#228;nten. Bis sp&#228;t in den Abend hinein hatte er ausgeharrt und genau darauf geachtet, wann das Licht im B&#252;ro der Leiterin Frau W&#246;llner ausging, wann sie das Haus verlie&#223; und ob sie nicht vielleicht noch einmal zur&#252;ck kehren w&#252;rde. Die Abz&#252;ge des Falschparkers waren perfekt wiederhergestellt worden, er br&#228;uchte nur einen Beweis und die ganze Situation k&#246;nnte sich mit einem Mal wenden und den Verdacht von sich abbringen. Den ganzen Morgen &#252;ber hatten verschiedene Eltern ihre Kinder am Kindergarten abgeliefert, bald m&#252;sste das Fr&#252;hst&#252;ck vorbei sein und die Kinder bis zum Mittagessen im Garten spielen. Petersen dachte an den Zeitungsartikel und die Drohbriefe. Die eingeworfenen Scheiben waren notd&#252;rftigt mit blauen Plastiks&#228;cken abgeklebt, bis der Glaser sie ersetzen w&#252;rde. Von drinnen drang das dumpfe Rufen der Kinder nach drau&#223;en. Dann h&#246;rte er den Schlie&#223;mechanismus und die Terrassent&#252;r &#246;ffnete sich. Petersen setzt sein Auge an den Sucher und wartete darauf, irgendetwas verd&#228;chtiges vor die Linse zu bekommen. Ein paar Kinder rannten die Terrasse herunter in den Garten, aufgeregt schrien sie und versuchten einander schon direkt bei der T&#252;r zu fangen. Ein kleiner Junge wurde angetippt, blieb stehen und versuchte, den schnellsten Weg auszumachen, ein anderes Kind zu fangen. Er rannte los und auf die Rasenfl&#228;che in Richtung des Sandkastens. Petersen h&#246;rte ein lautes &#8220;Pling!&#8221;, er dr&#252;ckte den Ausl&#246;ser.</p>
<p>Klick.<br />
Den Jungen riss von den F&#252;&#223;en in die Waagerechte, seine Augen waren aufgerissen.</p>
<p>Klick.<br />
Im Licht sah Petersen einen d&#252;nnen Draht, der zwischen seinem und dem wiederum an das n&#228;chste Haus angrenzenden Gartezaun direkt auf Halsh&#246;he eines Kindes, gespannt war. </p>
<p>Klick.<br />
Die &#252;brigen Kinder standen still, an der Terrassent&#252;r erkannte Petersen eine der Kinderg&#228;rtnerinnen, jetzt sah sie auch Petersen.</p>
<p>Klick.<br />
Als der Junge auf den Boden schlug, konnte Petersen eine rote Linie an seinem Hals erkennen, die sich, genau in dem Moment, als sich der K&#246;rper des Jungen entspannte, weitete.</p>
<p>Klick.<br />
Sofort war das T-Shirt des kleinen Jungen blutrot. Petersen stand der Mund offen, die Kinder schrien, nur der kleine Junge lag leblos auf dem Boden, aus seinem Hals dr&#252;ckte sich Welle um Welle Blut.</p>
<p>Petersen riss sich los, die Kinderg&#228;rtnerin stand noch immer an der provisorisch abgedeckten Terrassent&#252;r und r&#252;hrte sich nicht. Petersen rannte ins Haus und rief den Notdienst. Als er aus der Ferne sich in Interferenzen leiser und wieder lauter werdende Sirenen h&#246;rte, kam seine Frau dazu.<br />
&#8220;Was ist denn passiert?&#8221;, fragte sie.</p>
<p>Petersen tippte aufgeregt auf seiner Kamera herum, mehrmals musste er neu beginnen, ehe er alle Bilder von der Speicherkarte gel&#246;scht hatte. Er &#252;berlegte, ob er die Kamera auf den Boden werfen sollte, dann glitt sie ihm ganz von selbst aus der Hand.</p>
<p style="padding-top: 40px;">###</p>
<p style="padding-top: 40px;">Teil 1 gibt&#8217;s <a href="http://www.andreherrmann.de/klick-klick-teil-1">hier</a>,  <a href="http://www.andreherrmann.de/klick-klick-teil-2">Teil 2 hier</a>.</p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Los geht die wilde Fahrt</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/los-geht-die-wilde-fahrt/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 14:41:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/b0T5y8UjJQo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/b0T5y8UjJQo&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=b0T5y8UjJQo">Direktblackmath</a></span></p>
<p>Aus den Boxen kommen abwechselnd Egotronic und die White Stripes, die Nachbarn wird es freuen, erst der dr&#252;ckende Bass, dann ordentlich Gain. Nicht, dass ich hier Kampfjets lautst&#228;rketechnisch Konkurrenz zu machen suchte, aber wenn in einem Lied B&#228;sse vorkommen, dann ist es sch&#246;n, diese auch h&#246;ren zu k&#246;nnen. Au&#223;erdem scheinen die W&#228;nde dick oder au&#223;erordentlich gut ged&#228;mmt zu sein. Bisher jedenfalls sind alle meine Versuche, die Lautst&#228;rkevertr&#228;glichkeit der Nachbarn zu testen, nicht damit geendet, dass sich jemand beschwerte, sondern damit, dass ich zu gro&#223;e Angst bekam, der Subwoofer k&#246;nnte aus dem Fenster h&#252;pfen, wenn ich noch ein wenig weiter drehen w&#252;rde. Nur einmal klopfte nachts jemand gegen Wand, Boden oder Decke, als ich meinen neuen Verst&#228;rker testen musste, aber das war zwischen drei und vier. Vielleicht sind sie auch alle taub und vegetieren ger&#228;uschlos in ihren Wohnung vor sich hin, oder ich bin taub und kann die Frequenz der Klingel und des Klopfens schon lange nicht mehr h&#246;ren, wer wei&#223;. Ein weiterer Eintrag im Buch meines mysteri&#246;sen Lebens.</p>
<p>Bald f&#228;hrt mein Zug, das hei&#223;t, ob er f&#228;hrt ist nach wie vor fraglich, denn seit man im ICE-T die Neigetechnick abgestellt hat, hat jeder Zug aus dem S&#252;den und Richtung Berlin Versp&#228;tung. Das Internet sagt, dass es momentan 5 Minuten sind. Man gew&#246;hnt sich daran und vergisst es schnell, wenn wenigstens die zehn/f&#252;nfzehn Minuten auf der Fahrt wieder gut gemacht werden, was meist der Fall ist. Die ganze Bahnthematik ist sowieso so uninteressant und relevant wie die Klagen &#252;ber das derzeit herrschende Wetter. Ich habe nichts gegen Deskription der Wassermenge, die gerade aus dem eigenen K&#246;rper flie&#223;t, nur etwas gegen diesen Wetteropportunismus, dieses antizyklische Gemecker &#252;ber Temperaturen, Niederschlag und Knetbarkeit des Bitumens auf der Stra&#223;e. Man k&#246;nnte auf Aussagen die Bahn oder das Wetter betreffend in Zukunft ausschlie&#223;lich mit Monty-Python-Zitaten antworten. &#8220;Oah, ist das schon wieder hei&#223;, ich geh kaputt!&#8221; &#8220;Ich spuck dir in die Augen und blende dich!&#8221; 10 Minuten schon, alles noch im Bereich des M&#246;glichen.</p>
<p>Meine G&#252;te, ich schwitze wie Bud Spencer hinterm Lenkrad eines LKW Richtung Sizilien. Bis bald!</p>
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		<title>Neue Stickerentw&#252;rfe</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 08:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der gute Toni – wenn er denn eine Internetseite h&#228;tte, w&#252;rde ich sie verlinken – hat uns mit f&#252;nf sch&#246;nen Entw&#252;rfen versorgt, von denen es einer schon <a href="http://www.andreherrmann.de/frisch-aus-der-druckerei/">aufs Haftpapier geschafft hat</a>. Da wir das Ergebnis so toll finden, dass wir davon ausgehen, unsere kleinen St&#228;pelchen schon bald wieder los zu sein, nun die Frage an das hochverehrte Publikum: Welcher Entwurf soll der n&#228;chste Sticker sein?</p>
<p style="padding-top: 40px;">Modell &#8220;Pink Shock&#8221; (das Pink ist bei der Umwandlung von PDF zu JPEG so grell geworden, also mein Fehler):
</p>
<p style="padding-top: 5px;"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/02ttz.jpg" rel="lightbox[4705]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/02ttz_klein.jpg" alt="" title="02ttz_klein" width="425" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4707" style="border: solid 1px #000;" /></a></p>
<p style="padding-top: 40px;">Modell &#8220;Wir sind ja auch mehr so die Hip Hopper&#8221;:
</p>
<p style="padding-top: 5px;"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/03ttz.jpg" rel="lightbox[4705]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/03ttz_klein.jpg" alt="" title="03ttz_klein" width="425" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4709" style="border: solid 1px #000;" /></a></p>
<p style="padding-top: 40px;">Modell &#8220;Kannst du auch abstrakt so?&#8221;:
</p>
<p style="padding-top: 5px;"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/xx01ttz.jpg" rel="lightbox[4705]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/xx01ttz_klein.jpg" alt="" title="xx01ttz_klein" width="425" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4711" style="border: solid 1px #000;" /></a></p>
<p style="padding-top: 40px;">Modell &#8220;Zu hart f&#252;r ohne Klick&#8221;:</p>
<p><!--more-->
</p>
<p style="margin-top: -20px;"><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/xx02ttz2.jpg" rel="lightbox[4705]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/xx02ttz2_klein.jpg" alt="" title="xx02ttz2_klein" width="425" height="300" class="alignnone size-full wp-image-4713" style="border: solid 1px #000;" /></a></p>
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		</item>
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		<title>This could&#8217;ve been love</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/this-couldve-been-love/</link>
		<comments>http://www.andreherrmann.de/this-couldve-been-love/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 13:43:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/J91_D-XSil0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/J91_D-XSil0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://il.youtube.com/watch?v=J91_D-XSil0">Direktlove</a></span></p>
<p>Den Campusgedanken fand ich aus der Ferne betrachtet immer gut. Dass ich im Endeffekt doch nie daran teilhaben w&#252;rde, sollte sich schnell herausstellen. </p>
<p>Auf allen Ebenen sitzen die Flei&#223;igen und starren gebannt auf Skripte und B&#252;cher, nur um die Vorbeischlendernden mit ihrer strebenden Anwesenheit zu foltern, ihnen einen schlechtes Gewissen zu machen und noch mehr Stoff in sich zu konservieren. Es riecht nach Wolke, irgendetwas zwischen verbrauchter Luft, Schwei&#223; und den Essensger&#252;chen aus der anliegenden Mensa. Ein paar Leute sitzen schon im H&#246;rsaal und trommeln ungeduldig auf den Klapptischen, auf dem Display an der T&#252;r steht <em>Klausur</em>.</p>
<p>Ich habe alles und gar nichts gelernt, kenne mich in meinen Aufzeichnungen, den Skripten und Exzerpten bestens aus und wei&#223;, wo ich was zu finden habe. Was ich dort finden werde muss die Fragestellung hergeben, ein Gl&#252;ck, dass wir alles, was wir haben, benutzen d&#252;rfen. Es wird gut, so mein innerliches Klagelied.</p>
<p>Die Klausurzettel sind vollgepackt mit Schrift. Das trifft es, Schrift, eine Textwut, gegen deren F&#228;higkeit zur Einsch&#252;chterung es die ersten f&#252;nf Minuten anzugehen geht. Erste beantwortbare Frage suchen, Antworten suchen, schreiben, dann weitersehen, das ganze Spiel viermal, danach Ern&#252;chterung und Flucht.</p>
<p>Drau&#223;en vor der T&#252;r steht nicht wie erwartet Erleichterung. Es geht einfach weiter, das Zugeh&#246;rigkeitsgef&#252;hl zum Campusvolk hat sich schon innerhalb der letzten drei Jahre nicht einstellen wollen, weshalb sich meine Anwesenheit in Bibliotheken und Universit&#228;tsstandorten auf das N&#246;tigste beschr&#228;nkte: B&#252;cher ausleihen und zur&#252;ckbringen, Veranstaltungen besuchen, ab und zu auf dem Weg etwas zu Trinken in einer der Cafeterien, schnelles Essen in der Mensa, wenn die Soziologie-Einf&#252;hrungsvorlesung f&#252;r den stolzen H&#246;hersemestrigen zu banal wurde.</p>
<p>Beim Auff&#252;llenlassen der Druckerpatronen, dem Warten auf die Stra&#223;enbahn und der kollektiven Zigarette kommt es dann. Tats&#228;chlich geschafft, Klausuren, Abschlussarbeit, Referate, Masterbewerbungen, alles erledigt. Es hinterl&#228;sst eine Leere, die seltsam produktiv wirkt. Seltsam, weil sie sicher mit viel zu wenig gef&#252;llt werden wird, produktiv, weil wenigstens das Gef&#252;hl es so sagt.</p>
<p>Und ich gr&#252;&#223;e die Konsumsfrauen besonders freundlich, die schmerzenden F&#252;&#223;e vom Wochenende auf Sylt sind egal. Auch wenn ich schon in drei Monaten einfach weiter zu Uni geh&#246;ren werde, f&#252;hlt es sich wie ein Bruch an. Ein st&#228;ndig gewachsener Riss, der endlich nachgebrochen wurde und bis zum n&#228;chstens Semester wieder sauber zusammenwachsen kann.</p>
<p><em>You took me hostage and made your demands<br />
I couldn&#8217;t meet them so you cut off my fingers, one by one</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Unterwegs im hohen Norden</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/unterwegs-im-hohen-norden/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 13:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/rendsburg1.jpg"  style="border: solid 1px #000" alt="" title="Rendsburger Hochbr&#252;cke" width="425" height="319" class="alignnone size-full wp-image-4675" /></p>
<p>Am Freitag waren mein lieber Teampartner Julius und ich auf <a href="http://myspace.com/teamtotalezerstoerung">TTZ</a>-Mission im hohen Norden unterwegs. Wir waren eingeladen, beim Iron Slam in der Carlsh&#252;tte in B&#252;delsdorf bei Rendsburg (weeeit weg) das dort statt findende <a href="http://www.myspace.com/ironslambuedorf">Team Battle</a> aufzumischen. </p>
<p><!--more--><br />
Mit Julius als Reisepartner ist Bahnfahren in letzter Zeit immer mindestens insofern aufregend, als er gerade vom Pech verfolgt wird und Versp&#228;tungen, Personensch&#228;den und nicht funktionst&#252;chtige Klimaanlagen geradezu magisch anzieht. So waren wir nicht nur wunderbar verschwitzt in einem &#252;berf&#252;llten ICE zwischen Berlin und Hamburg und einem umso w&#228;rmen Regionalexpress Richtung Norden unterwegs, sondern kamen durch einen Personensch&#228;den in Berlin (Freitagmittag, warum gerade Freitagmittag, hm?) und allgemeiner Langsamkeit ebenso trotz wunderbar lockerer Zeitplanung schon rund anderthalb Stunden zu sp&#228;t in Rendsburg an. Kleine Entsch&#228;digung: Die Einfahrt des Regionalexpresses &#252;ber die Rendsburger Hochbr&#252;cke mit Blicke auf viele putzige Backsteinh&#228;user und den Nord-Ostsee-Kanal.</p>
<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/rendsburg2.jpg" style="border: solid 1px #000" alt="" title="Rendsburger Hochbr&#252;cke" width="425" height="319" class="alignnone size-full wp-image-4675" /><br /><span style="font-size: 10px;">Rechts: Hauptteil der Hochbr&#252;cke mit zu erahnendem Kanal darunter</span></p>
<p>Wir logierten, gemeinsam mit den anderen Teams (<a href="http://allenearnstyzz.wordpress.com/">Allen Earnstyzz</a>, <a href="http://www.myspace.com/gutesteam">PauL</a>, <a href="http://www.myspace.com/team_struppi">Team und Struppi</a> und <a href="http://www.myspace.com/grossraumdichten">Gro&#223;raumdichten</a>) f&#252;rstlich im Nordkolleg, wo gerade irgendein Chor-Workshop abgehalten wurde und st&#228;ndig hohe Frauenstimmen vor sich hintr&#228;llerten, was morgens ein wenig irritierend wirken konnte.</p>
<p>Auf Grund unserer Versp&#228;tung ging es nach kurzer Dusche und hastigem Essen aber schon los in Richtung der Carlsh&#252;tte, einer ehemalige Glasfabrik in der N&#228;he von Rendsburg, in der das Team Battle statt finden sollte. Viele Leute kamen, es war, soweit ich das beurteilen kann, voll, es ging sehr lang, es war sehr warm und wir durften uns gemeinsam mit Team und Struppi den h&#252;bschen Siegerpokal teilen, dessen Herumtragen mir auf der R&#252;ckfahrt noch enorm ehrf&#252;rchtige Blicke bescheren sollte. Perfekt also.</p>
<p><img class="size-full wp-image-4673" title="Iron Slam"  style="border: solid 1px #000" src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/ironslam.jpg" alt="" width="425" height="319" /><br /><span style="font-size: 10px;">Team Poesie aus Leidenschaft (PauL) bei der Arbeit</span></p>
<p>Am Samstag ging es nach Sylt. Richtig, Sylt. Auf Sylt gibt w&#228;hrend der Saison von M&#228;rz bis September einen Slam. Wir qu&#228;lten uns zu fr&#252;h aus den Betten, standen ungef&#228;hr anderthalb Stunden in einem &#252;berf&#252;llten Regionalexpress voller meckernder Menschen, deren Konfliktl&#246;sungspotential auf eine harte Probe gestellt zu sein schien, es mangelte an einer funktionierenden Klimaanlage und Julius verga&#223; sein mittlerweile erfolgreich zur&#252;ckerobertes Handy im Zug in Husum. Aber Sylt, schon die Krabbenbr&#246;tchen waren eine erste Entsch&#228;digung, vom Meer ganz zu schweigen. Ich glaube, dass der auf Grund unendlicher Hitze mit nur 10 G&#228;sten &#252;beraus marginal besuchte Slam f&#252;r alle eher Pflicht als K&#252;r und das Baden und endlose Fu&#223;ballspiel am Strand danach viel wichtiger waren. Zwar ist mein ganzer K&#246;rper noch heute ein einziger Schmerz (des Schreibenden T&#228;tigkeit ist eben doch eine geistige), aber das war es wert.</p>
<p>Abends haben wir uns noch das Fu&#223;ballpiel im Sylter Meerkabarett angeschaut und den Abend anschlie&#223;end am Meer ausklingen lassen, w&#228;hrend sich &#252;ber unseren K&#246;pfen Teile der Sylter Schickeria zu komischer Musik ins Delirium tanzte. Die R&#252;ckfahrt: wenig spektakul&#228;r: Nur eine kaputte Klimaanlage, nur 10 Minuten Versp&#228;tung, nur 6:53h Fahrt.</p>
<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/sylt.jpg"  style="border: solid 1px #000"alt="" title="Sylt" width="425" height="319" class="alignnone size-full wp-image-4676" /><br /><span style="font-size: 10px;">Die Nordsee</span></p>
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		<title>So, das war&#8217;s [2]</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jul 2010 15:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/ba.jpg" alt="" title="BA-Arbeit" width="425" height="319" class="alignnone size-full wp-image-4663" style="border: solid 1px #000" /></p>
<p>Untertitel ausgedacht (&#8220;Politische Gratwanderungen zwischen Offenheit und Regulierung von Telekommunikation&#8221;, hohoho), zigmal korrigiert, gedruckt, abgegeben, bam. Noch eine Klausur, dann war&#8217;s das (zumindest erst einmal mit dem Bachelor).</p>
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		<title>twirls</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 21:54:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/x-bZCuB4ypk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/x-bZCuB4ypk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=x-bZCuB4ypk">Direktrobot</a></span></p>
<p>mach das alles einmal jemandem begreiflich / wie es br&#246;ckelt &#252;ber dir und unter dir sowieso nichts mehr da ist was noch br&#246;ckeln k&#246;nnte / wie alles an dir vorbei rauscht bzw du an allem vorbei rauschst / dass das eigentlich nicht wirklich fair sein kann / aber alles was sie dir dazu sagen k&#246;nnen sind fu&#223;ballfloskeln à la &#8220;immer bei&#223;en&#8221; oder &#8220;das kommt alles&#8221; / ein schei&#223; kommt</p>
<p>da gibt es diese momente der losgel&#246;stheit / dann wenn man einmal nicht an irgendetwas denken muss was da sein k&#246;nnte / gefangen in einem dreckigen germanistenwitz vom konjunktiv und der zukunft / entt&#228;uschung ist die schlimmere wut / und bald geh&#246;rst du dazu zum volk auf dem ehemaligentreffen das am tresen umf&#228;llt weil es die extase des einen tages ausbruch im jahr nicht verkraftet / das ist doch schei&#223;e</p>
<p>und dort wo es am schlimmsten war / war es bequem nur scherben neu ordnen jedoch keine angst davor haben zu m&#252;ssen dass etwas zerbrechen k&#246;nnte / denn es war schon l&#228;ngst alles kaputt / kanalisierung ist auch nur verdr&#228;ngung nach sonstwo / kafkaesk sollte meinen den eigenen h&#252;ter des gesetzes gegen den es allein zu verlieren gilt / es ist zu viel f&#252;r einen allein</p>
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		<title>Druck</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 17:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Fenster stehen offen, es ist unendlich hei&#223;. Gro&#223; und klobig stehen die Kopierer ein wenig weiter oben und produzieren stoisch wie graue Industrieriesen ihre Drucksachen. Die Blicke der Anwesenden sind fahrig, aber erleichtert, k&#246;nnte auch Schwei&#223; von Freude zeugen, w&#228;ren wir alle in Freudesschwei&#223; gebadet. Wir kennen uns nicht, aber wir schwitzen gemeinsam. <em>F&#228;lzelband</em> scheint mir ein sch&#246;nes Wort zu sein, dessen Besonderheit einem wahrscheinlich schnell abhanden kommt, wenn man st&#228;ndig damit zu tun hat. Das Deutschlandspiel heute Abend ist hier ein kein Thema, das hei&#223;t, es ist es noch nicht, aber sp&#228;ter sicherlich. Dann werden die, die hier gerade an irgendeinem Abschluss irgendeiner kleinen Karriere ihrer selbst herumf&#228;lzelbandeten, die Extatischten sein. Aber erst will das hier abgeben und die Arbeit weiterdeligiert sein.</p>
<p>&#8220;Guck richtig durch&#8221;, sagt der Teilzeitmann mit den haarigen Armen, &#8220;Wenn&#8217;s im Druck ist, isses f&#252;r was zum &#228;ndern zu sp&#228;t.&#8221;<br />
&#8220;Ja&#8221;, sage ich, &#8220;Ist gut so&#8221;, und frage mich, wo die Erleichterung bleibt.<br />
&#8220;Kann man h&#246;chstens nochmal alles neu machen.&#8221;<br />
&#8220;Nein&#8221;, sage ich, &#8220;Ich freu mich den R&#252;cken in bordeaux.&#8221;<br />
&#8220;Weinrot&#8221;, sagt er und nickt.</p>
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		<title>Holger</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 10:32:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/holger9k.jpg" alt="" title="holger" width="425" height="240" class="alignnone size-full wp-image-4633" style="border: solid 1px #000;" /></p>
<p>Beim Mittagessen letzte Woche bemerkten wir, wie vom Dach des Hauses gegen&#252;ber irgendetwas Gelblich-Ballartiges ziemlich schnell herunter fiel und anschlie&#223;end erst im Erdgeschoss aufs Fensterbrett und dann auf den Fu&#223;weg aufschlug. Der kleine Ball blieb liegen, dann zuckte er, sprang auf, humpelte f&#252;r eine halbe Minute und begann dann durch die Gegend zu rasen. Vorher hatte ich schon so einen kleinen Ball wegrennen sehen, ein anderer hatte sich in der der Vergitterung eines Kellerfensters versteckt. Wir dachten, es seien Mauersegler, aber warum sollten die so schnell durch die Gegend rennen k&#246;nnen, h&#252;pfen die nicht eher? Bei &#8220;Unsere Erde&#8221; gab es auch eine Szene, in der kleine Enten, die weit oben in einem Baum aufgewachsen waren, irgendwann einfach nach unten sprangen und weich im Laub landeten, bei uns ging es eher um einen 20-Meter-Sprung mit Landung auf Steinboden. Aber wieso sollten Enten auf einem Wohnhaus br&#252;ten, wenn der Park nicht weit entfernt ist? Als wir dann endlich die Bedenken beiseite geschoben und zur Rettung entschlossen waren, war bereits einer der B&#228;lle davongerannt, einen anderen hatte ein Auto erwischt und ein vierter, der in der Zwischenzeit gesprungen sein musste, hatte den Sprung nicht &#252;berstanden. Blieb nur obig abgebildeter Ball, der sich schnell als kleine Ente entpuppte.</p>
<p>Das ist Holger. Holger ist mittlerweile wieder erfolgreich ausgewildert und hat sich einer Entengang bestehend aus f&#252;nf anderen Jungen und der zugeh&#246;rigen Mutter angeschlossen, die wir durch Zufall im Park gefunden haben. Holger lebt jetzt ein Leben in seiner nat&#252;rlichen Umwelt, also genau das, wovon in den Zoo-Serien immer geschw&#228;rmt wird. Deshalb werden wir ihn wohl auch nicht wieder sehen, aber das ist in Ordnung, ich zeige keinerlei Verlustkomplexe.</p>
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		<title>Ja, das ist ein echtes.</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/ja-das-ist-ein-echtes/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 09:21:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/tat4.jpg" rel="lightbox[4615]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/07/tat4.jpg" alt="" title="tat" width="425" height="319" class="alignnone size-full wp-image-4616" style="border: solid 1px #000;" /></a></p>
<p><span style="font-size: 10px;">Es hat ja eh schon die halbe Welt gesehen. Konnte mich nur schlecht von hinten fotografieren, bzw. meinen Arm so drehen, dass es nach unten zeigt, aber wozu kann man den Kopf drehen. Passend dazu Folgendes:</span></p>
<p><object width="425" height="25"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ZFO3xSD68VE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/ZFO3xSD68VE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="25"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=ZFO3xSD68VE">Direktshotaroundtheworld</a></span></p>
]]></description>
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		<title>Welt Kompakt: Einen Versuch war&#8217;s wert</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/welt-kompakt-einen-versuch-wars-wert/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 20:13:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Nat&#252;rlich habe ich mir die Welt Kompakt gekauft, wenn sie denn nun einmal von Bloggern gestaltet wird. F&#252;r die Ausgabe am 01. Juli &#252;bernahmen einige Blogger die Redaktionsr&#228;ume des kleinen Bruders der Welt und durften fortan gestalten und formen, was sie bewegt, ein einmaliges Medienexperiment nannte man das. Hier sei zuerst auf die <a href="http://www.gefuehlskonserve.de/das-honorarfrei-experiment-23062010.html">Vorgeschichte</a> hingewiesen, ein gro&#223;er Spa&#223;.</p>
<p>Nun aber liegt sie hier vor mir, ich bin extra bis zum Bahnhof gelaufen, um sie mir kaufen zu k&#246;nnen und kann  mich im Endeffekt nur <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">BasicThinking</a> anschlie&#223;en, wenn die Redakteure dort von einem <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2010/07/01/welt-kompakt-scroll-edition-misslungener-versuch-zeigt-belanglosigkeit-des-webs/">misslungenen Versuch</a> sprechen, der die Belanglosigkeit des Internets zeigt Den Beitrag w&#252;rde ich genau so unterschreiben, auch wenn es mir mindestens genau so leid tut. </p>
<p>Irgendwie scheint sich die ganze Ausgabe allein darum zu drehen, wie toll neue Medien und &#252;berhaupt sich alle furchtbar einig sind, dass die Welt eine bessere w&#228;re, wenn nur alle die neuen Kommunikationsmittel nutzten und beachteten. Seit Ewigkeiten schon bel&#228;chelt die Bloggerschaft die unqualifizierte Berichterstattung der etablierten Medien &#252;ber Internetdinge, aber mehr, als diese vielleicht anders (und nat&#252;rlich auch endlich mal aus einer Nutzerperspektive) zu erkl&#228;ren, kommt dann doch nicht, au&#223;er ein Artikel &#252;ber Farmville, wie man ihn bereits in jeder Zeitung mindestens einmal zu oft gefunden kann. Man darf und soll zweifelsohne dar&#252;ber diskutieren, inwieweit der verst&#228;rkte Einsatz des Internets unsere Gesellschaft zum Besseren beeinflussen kann, aber so wirklich mehr als ein Hurra auf Twitter und Konsorten habe ich beim, zugegeben nicht g&#228;nzlichen, Lesen der Zeitung nicht gelernt. Twitter-Meldungen hingegen gibt es anscheinend zurecht in keinerlei Printmedium, daf&#252;r aber &#252;beraus h&#228;ssliche Schriftarten. Vielleicht habe ich wenigstens gelernt, dass es Marktversagen sein soll, wenn Printmedien immer weniger Abnehmer finden, was Quatsch ist, aber das nur am Rande. </p>
<p>Das Format hingegen fand ich eigentlich ganz witzig, nur dass gleich g&#228;nzlich auf Ressorts verzichtet wurde, macht die Ausgabe zu einer Wut aus zusammengew&#252;rfeltem Flie&#223;text. In viel zu vielen Parataxen. Das nervt mich extrem. Schon im Internet. Ich bin ja auch so. Aber ich mag es nicht einmal an mir selbst. Dass ich mir eine Literaturausgabe gew&#252;nscht h&#228;tte, ist eine andere Geschichte, denn auch das h&#228;tte daneben gehen k&#246;nnen. Immerhin hat man es mal probiert, wobei das so genannte Experiment sicher in erster Linie als Aufwertungsversucht der Welt in Richtung Szenigkeit und Hipness zu werten war. Hat nicht geklappt, ab morgen schreiben dann also wieder die Springer-Akademiestudenten mit biederem Anspruch. Bei turi2 gibt&#8217;s zum Abschluss einen kurzen <a href="http://www.turi2.de/2010/07/01/heute2-blogger-begrenzter-macht-welt-kompakt-8894769/">Einblick in den Ablauf der Arbeit der Alternativredaktion</a>. Auch sch&#246;n der <a href="http://kress.de/tweet/tagesdienst/detail/beitrag/104992-die-welt-kompakt-scroll-edition-im-kress-check-eine-idee-von-gestern.html">Artikel bei kress</a>.</p>
<p style="padding-top: 40px;">Bevor die Diskussion aufkommt: Das alles ist keineswegs als Lanzenbruch f&#252;r irgendwen zu werten. Dass diese Ausgabe nicht allzu viel Mehrwert mit sich bringt, sagt nat&#252;rlich nichts &#252;ber die gesamte Bloggerschaft, ihre Innovations- und Informationsf&#228;higkeit oder Sonstiges aus. Es bspw. h&#228;tte schon etwas gebracht, Ressorts einzuhalten und auch zu bedienen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Team Battle in der Hauptstadt</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/4525/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 09:30:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="425" height="19"><param name="movie" value="http://www.tagtele.com/v/50581"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.tagtele.com/v/50581" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="19"></embed></object><br />
<span style="font-size: 10px;"><a href="http://www.tagtele.com/videos/voir/50581/">Direktrumors</a></span></p>
<p><span style="font-size: 10px;">(Ich wei&#223;, das Video ist schlecht eingebettet, ging aber nicht anders, weil ich Ihnen, lieber Leser, dieses schreckliche Video ersparen wollte und es eigentlich nur um den Song geht. Auf Play kann man trotzdem klicken, das funktioniert.)</span></p>
<p>Die Kurzfassung des letzten Trips in die Hauptstadt:<br />
Volksb&#252;hne Berlin, Team Battle, gro&#223;artig, wenn auch wieder einmal gelernt: Untersch&#228;tze der Veranstalter keinesfalls nicht die Fu&#223;ball-WM. Trotzdem gab es f&#252;r die anwesenden 300 Zuschauer 6 furiose Teams in 3 Runden, erst schieden 2 aus, dann nochmal 2 (d.h. wenigstens in der Theorie, in Wirklichkeit waren dann doch 3 Teams im Finale), TTZ nat&#252;rlich mit dabei, auch wenn es im Endeffekt nicht ganz zur Verteidigung des sch&#246;nen Titels gereicht hat. Denn der hat jetzt seinen Wohnort gewechselt und eine neue Bleibe in T&#252;bingen bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RiB2MO2Wtn8">Harry Kienzler und Jakob Nacken</a> gefunden. Trotzdem kann man sich ja auch &#252;ber einen geteilten zweiten Platz zusammen mit dem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=st9J5yx-w38">Team Lesed&#252;ne</a> freuen, schlie&#223;lich war es f&#252;r uns auch ein kleines Pokerspiel, mit zwei fast g&#228;nzlich neuen Texten. Aber es hat funktioniert und ich glaube, die Leute hatten viel Spa&#223;.</p>
<p>So, das vorerst letzte Team Battle vor dem <a href="http://www.slam2010.de">slam2010</a> gibt&#8217;s in etwas weniger als zwei Wochen im hohen Norden, juchei.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>TTZ, einer schmal und einer fett</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/ttz-einer-schmal-und-einer-fett/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Jun 2010 16:49:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die ersten Entw&#252;rfen der <a href="http://myspace.com/teamtotalezerstoerung">TTZ</a>-Marketingmacht sind da. Ein kleiner Teaser an dieser Stelle, bald gibt&#8217;s mehr, viel mehr:</p>
<p><a href="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/06/01ttz.jpg" rel="lightbox[4516]"><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/06/01ttz.jpg" alt="" title="01ttz" width="425" height="708" class="alignnone size-full wp-image-4517" /></a></p>
<p><span style="font-size:10px;">Toni, du bist gro&#223;.</span></p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Bachmannpreis, Schmachmannpreis</title>
		<link>http://www.andreherrmann.de/bachmannpreis-schmachmannpreis/</link>
		<comments>http://www.andreherrmann.de/bachmannpreis-schmachmannpreis/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 12:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.andreherrmann.de/?p=4507</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich wusste gar nicht, dass die liebe Hochkultur gerade wieder einmal in Klagenfurt <a href="http://bachmannpreis.eu/de">fr&#246;hlich im Kreis herumsitzt</a>. Mit dabei nat&#252;rlich viele viele Wassergl&#228;ser, diese verr&#252;ckten Einzeltischchen und m&#246;glichst monotone Stimmlagen. Wie gern w&#252;rde ich dort gern einmal mitmachen, nur um statt Wasser ein Bier zu verlangen und einfach neben dem Tisch im Stehen zu lesen. Damit ist man sicher direkt der Rebell, am Besten man verzichtet sogar noch auf Abs&#228;tze im Text oder setzt nach jedem Satz einen Zeilenumbruch, das schockt die sicher zutiefst. Dass man mich nicht falsch versteht, ich mag das geschriebene Wort, aber der drumherum wabernde Nebel aus &#220;berheblichkeit und verklausulierter Langeweile, deren Ende eigentlich eigentlich immer absehbar ist (auch das der Kritiken) ist einfach ganz und gar nichts f&#252;r mich. (Ooh, es gibt doch noch Ausnahmen, wie sch&#246;n.)</p>
<p>Das Ende der Hochkultur gibt&#8217;s &#252;brigens heute Abend in der <a href="http://www.volksbuehne-berlin.de/">Berliner Volksb&#252;hne</a> und h&#246;rt auf den Namen<a href="http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/lesebuehne_poetry_slam_teambattle_2010/"> Team Battle im Poetry Slam</a>. Mit dabei die Slam2009-Sieger <a href="http://www.myspace.com/gutesteam">Poesie aus Leidenschaft</a>, die Zeitplatzierten Team T&#252;bingen, <a href="http://www.myspace.com/leseduene">Team Lesed&#252;ne,</a> Team Impuls, <a href="http://allenearnstyzz.wordpress.com/">Allen Earnstyzz</a>, sowie die Sieger der Herzen und des Vorjahres, das famose <a href="http://myspace.com/teamtotalezerstoerung">Team Totale Zerst&#246;rung</a>.</p>
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		<title>So, das war&#8217;s (fast)</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 16:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><img src="http://www.andreherrmann.de/wp-content/uploads/2010/06/ba.gif" alt="" title="ba" width="425" height="425" class="alignnone size-full wp-image-4464" /></p>
<p>Das da oben ist sie, die lang herbei gesehnte, lang geweilte, ewig zusammenrecherchierte, in schwei&#223;triefender, nerven-aufreibender Kleinarbeit getippte, fantastische, hoffentlich gut bewertete Bachelorarbeit, d.h. ein paar Seiten davon. Jetzt noch Korrektur lesen, ein paar Fu&#223;noten erg&#228;nzen und dann kann sie gedruckt werden, aber daf&#252;r ist noch ein Monat Zeit vorhanden.</p>
<p>Inhaltlich geht es um den Gesetzgebungsprozess der Vorratsdatenspeicherung auf EU- und Deutschlandebene im Abgleich mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vetospielertheorem">Vetospielertheorie</a>, um zu illustrieren, auf welchen (nicht immer ganz astreinen) Wegen diese durch- und umgesetzt und sp&#228;ter wieder enorm eingeschr&#228;nkt wurde, resp. vielleicht sogar bald g&#228;nzlich ausgesetzt werden wird. Dazu kommt eine inhaltliche Kritik, um die Gr&#252;nde des schrittweisen Absetzens besser darstellen zu k&#246;nnen und deutlich zu machen, wo warum welche Grenzen des Ganzen lagen und liegen. Und am Ende gibt es noch einen Ausblick auf die Online-Durchsuchung, da ich sie erstens in einem Anflug akademischen Gr&#246;&#223;enwahns mit in den (nachdem die Arbeit einmal angemeldete war nicht mehr &#228;nderbaren) Titel gesetzt hatte und zweitens ganz &#228;hnliche Eingriffe vorsieht, &#228;hnlich kritisiert wird, &#228;hnlich im Gesetzgebungsprozess ist und sich daher das ein oder andere aus der Vorratsdatenspeicherung ableiten l&#228;sst.</p>
<p>Es gibt tats&#228;chlich ein paar kleine Sachen, auf die ich ganz besonders stolz bin. Zum Einen, dass ich zeigen kann, dass nicht D&#228;nemark im August 2002 den Entwurf einer Vorratsdatenspeicherung vorlegte (wie es z.B. in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richtlinie_2006/24/EG_%C3%BCber_die_Vorratsspeicherung_von_Daten#Entstehungsgeschichte">Wikipedia</a> steht und &#252;berall zitiert wird), sondern dass besagter Entwurf bereits 2001 von Belgien vorgelegt worden war und erst 2002 durch eine britische B&#252;rgerrechtsorganisation ans Tageslicht bef&#246;rdert wurde (wahrscheinlich interessiert das eh niemanden, aber hey, immerhin mal ein klitzekleiner Mehrwert). Zum Anderen bin ich sehr stolz auf meine Darstellungen der Gesetzgebungsprozesse in der EU und in Deutschland, weil sie so sch&#246;n detailliert sind, wie man sie selten findet und daher schon einiges an Klarheit bieten, insbesondere wenn man zeigen will, wo ein wenig am vorbei &#8220;ordnungsgem&#228;&#223;en Verfahren&#8221; operiert wurde.</p>
<p>Das sagt die Statistik:</p>
<blockquote><p>
1 (noch) fehlender Untertitel<br />
7 Kapitel<br />
12 Wochen hat&#8217;s gedauert<br />
14 Seiten Literaturverzeichnis<br />
55 Seiten Text<br />
71 Seiten insgesamt<br />
200 Quellen<br />
239 Fu&#223;noten<br />
2148 Zeilen<br />
18729 W&#246;rter<br />
159060 Zeichen<br />
zu viele Stunden Arbeit</p></blockquote>
<p>Ich bin gl&#252;cklich. Und erleichtert. Und ganz zufrieden. Und kann jetzt endlich ruhigen Gewissens die letzten beiden Folgen Lost gucken.</p>
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		<title>Ich will jetzt, dass es regnet!</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 09:53:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allzumenschlich]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object height="81" width="100%"><param name="movie" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fdie-unschuld-in-person%2Ftegan-sara-alligator&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param> <embed allowscriptaccess="always" height="81" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fsoundcloud.com%2Fdie-unschuld-in-person%2Ftegan-sara-alligator&amp;show_comments=false&amp;auto_play=false&amp;color=ff7700" type="application/x-shockwave-flash" width="100%"></embed></object>   <span style="font-size: 10px;"><a href="http://soundcloud.com/die-unschuld-in-person/tegan-sara-alligator">Direktalligator</a></span></p>
<p>Aber es ist ein gutes Gef&#252;hl, den Stapel von Aufgaben langsam zu einem Ende kommen zu sehen. Die Bachelorarbeit ist fast fertig, die (Mehr-oder-Weniger-)Sommerpause r&#252;ckt n&#228;her, in K&#252;rze sind die Klausuren geschrieben und bald ist auch wieder ein bisschen Zeit daf&#252;r, nicht dauernd im Kopf damit jonglieren zu m&#252;ssen, was noch getan werden will.</p>
<p>W&#252;rde ich im Greenwich Village wohnen, w&#252;rde ich genau diesen Song h&#246;ren wollen, wenn ich vor die T&#252;r ginge. In den Stra&#223;en m&#252;ssten die Leute tanzen oder auf den breiten Eingangstreppen sitzen und Eis essen. Ich k&#246;nnte in diesen kleinen, von einer noch nicht durch Sch&#246;nheits-OPs verunstalteten Meg Ryan gef&#252;hrten Buchladen aus &#8220;E-Mail f&#252;r dich&#8221; gehen, in bisschen in den B&#252;chern bl&#228;ttern und anschlie&#223;end mit zwei, drei Romanen auf irgendeiner Bank Platz nehmen, versuchen zu lesen, aber irgendwann doch nur den Leuten beim Leben zugucken.</p>
<p>Aber so, da sich all das in unmittelbarer N&#228;he im Park abspielt und ich dazu gezwungen bin, am Computer nachzuweisen, wie Politiker Gesetzgebungsprozesse umgangen oder manipuliert haben, kann ich mich nicht f&#252;r jene freuen, die dort im Gr&#252;nen umhertollen und sich ihrer Existenz freuen. Regen w&#228;re sch&#246;n. Immerhin w&#252;rde es ja bald wieder Sonne geben d&#252;rfen.</p>
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