Alle Artikel in der Kategorie “a week in pictures

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A Week in Pictures 33/2016

Marathonwoche.
„Erzähl doch mal, André. Du erzählst nie etwas. Warum erzählst du denn nichts? Wer nichts erzählt, der hat meist nichts zu erzählen.“
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Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich rede wirklich gerne. Ich rede sogar viel zu viel. Wahrscheinlich sollte ich einfach noch viel mehr meinen Mund halten. Es entbindet einen von so viel. Aber sich hinzusetzen, um zu „reden“, könnte nerviger nicht sein. So etwas muss sich ergeben. Zu so etwas setzt man sich nicht hin und los geht’s. Viel zu unelegant, viel zu hölzern und sowieso meist nur dazu da, weil sich eine der beteiligten Personen ihre ohnehin schon längst vorgefertigte Meinung bestätigen lassen will. Ob sie nun stimmt oder nicht (meist tut sie es nicht, denn dazu müsste man ja auch mal einen Schritt aus dem eigenen Kosmos heraustreten). Ob man da jetzt nun etwas komplett Gegensätzliches erzählen würde oder nicht. Ich glaube, die meisten Leute wollen die Wahrheit eh nicht hören, sondern sich einfach nur einwickeln in der Gewissheit, man habe ja „geredet“. Oder irgendetwas total Cooles erfahren, dass man sofort weitererzählen kann. Dabei gibt es tatsächlich gute Fragen. Sieht man meist sehr eindeutig an Talkshows. Solche zum Beispiel, die einen Markus Lanz von einem Michel Abdollahi unterscheiden. Oder man bleibt halt einfach oberflächlich. Oder macht zu. Ist auch okay. Desinteresse ist Lifestyle.

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A Week in Pictures 32/2016

Die Comeback-Woche.
Es ist fast schon ungewohnt, an einem Montagmorgen nicht bei irgendeinem Arzt zu sitzen und sich foltern zu lassen. Auch die Leute in der Uniklinik fragen sich bestimmt schon, ob es mir gar nicht schlecht geht und wieso ich nicht wenigstens mal anrufe. Aber as of now kann ich sagen: Es geht! Mal sehen, was als nächstes passiert. Auf der gefährlichsten Straße Deutschlands (siehe oben, im Regen sogar noch gefährlicher!) sicherlich nur eine Frage der Zeit. Vielleicht reicht’s ja jetzt aber auch einfach mal für eine Weile. Beschwören wir es nicht.

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A Week in Pictures 31/2016

Die Setback-Woche.
Lockeres mehrstündiges catching up am Montagmittag nach dem Besuch beim Chirurgen. Es lebe die Selbstständigkeit! „Ja, wir nehmen das. Und das. Und das. Ach, und das auch noch.“ Eigentlich hatte ich gedacht, ich hätte mit Verband und steifem Arm die krasseren Neuigkeiten, aber ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Ich weiß gar nicht warum, aber irgendwie scheint sich gerade bei allen jeweils irgendetwas massiv zu verändern. Und sei es bloß, dass einer mit dem Fahrrad gegen einen Bordstein fährt und sich dabei den schönen Bowlingarm ramponiert. Mittlerweile kenne ich so viele Leute, die demnächst heiraten, dass ich mich bereits vorsorglich mal darüber informiert habe, wie es um das Ehelichen eines Dönerladens bestellt ist (geht leider nicht).

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A Week in Pictures 30/2016

Die suboptimale Woche.
Wird Zeit, dass die Sommerpause vorbei ist und ich nicht länger mir selbst überlassen werde. Aber immerhin: Die Elbe. Ich weiß gar nicht, woher dieses maritime Gefühl in mir kommt (wahrscheinlich sehne ich mich einfach nach einer Folge Großstadtrevier), aber Wasser fetzt. Man muss immer zum Meer fahren, wenn Meer in der Nähe ist. Und zu Flüssen sowieso.
Letzte Woche habe ich kurz überlegt, wo ich denn mal hinfliegen könnte, um mal wieder Meer zu sehen. Dann flog ich immerhin auf den Asphalt. Spitzenwitz! Aber dazu gleich mehr.

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A Week in Pictures 29/2016

Lange Woche.
Ich frage mich, wann sich die absurde Logik durchgesetzt hat, dass man auf komplexe Probleme am besten mit besonders einfachen Lösungen antwortet. Da messert sich ein Verrückter durch den Zug und Renate Künast entdeckt ihre Liebe zu Schusswaffen. Schon mal Zug gefahren, Renate? Wo willst’n da ’ne Pistole hernehmen? So etwas nennt man Restrisiko, Mut oder einfach Vertrauen in die eigene Weltanschauung. Oder eben den Amokläufer aus München. Wie hätte man den stoppen sollen? Indem jede*r andere Person im Einkaufszentrum auch eine Knarre in der Tasche hat? Indem ich Counter-Strike verbiete? Und wieso stoppt eigentlich niemand Thomas de Maizière oder klebt ihm endlich auf ewig den Mund zu? Leider finde ich diesen Text nicht mehr, den ich letztens gelesen habe. (Ha! Das Internet fetzt! Danke Martin für’s Finden des Textes!) Darin ging es darum, ob die Welt nun immer schlechter und grausamer wird, oder ob wir es einfach nur mehr mitkriegen, ungefilterter und viel viel schneller. Ich denke, die meisten Menschen sind einfach nicht dafür gemacht, solche Situationen auszuhalten. Sie reagieren kurzatmig und deshalb unüberlegt, emotional und rachsüchtig. Und deshalb AfD! Oder Roboter! Entschuldigung, das war pietätlos. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, in wie vielen Situationen man „Und deshalb AfD!“ sagen kann? Brot alle, aber ALDI hat schon zu. Und deshalb AfD! Wieder die Bahn verpasst, weil man noch schnell am Pokestop einchecken musste. Und deshalb … Ich glaube, dass im Menschen einfach das komplette Spektrum aus Crazyness angelegt ist. Bei den meisten wird es zum Glück nie aktiviert, weil sie doch in relativ okayen Umfeld aufwachsen, ernst genommen wurden und kein Interesse daran haben, irgendjemandem etwas heimzahlen oder beweisen zu müssen, weil sie sich abgehängt oder ausgegrenzt fühlen. Und weil Ihnen relativ wenig Unrecht angetan wurde. Sie sich nicht bloß wie ein Hamster fühlen, dessen Anstrengungen eh nix bringen, weil sie in diesem System nichts verloren haben. Und weil noch niemand so fies war, diese ihre Verzweiflung für sich nutzbar zu machen. So banal es klingt, ich glaube, die Gründe für so etwas findet man nicht bei Computerspielen oder weil es im ICE-Bordbistro keine Schrotgewehre gibt. Es hat nichts mit Ausländer*innen, Geschlecht oder Religion zu tun (Wobei, Religion …), sondern beginnt vermutlich immer dort, wo im System etwas gehörig falsch gelaufen ist. Sei es in der Familie, in der Ausbildung oder der Freizeit. Bzw. dort, wo Politik und Zivilgesellschaft versagt haben, weil sie weggeguckt, nicht nachgefragt oder einfach nur verboten haben. Und deshalb AfD! Sorry, schon wieder pietätlos.

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