Alle Artikel in der Kategorie “a week in pictures

awip24201601
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A Week in Pictures 24/2016

Es ist immer ein bisschen frustrierend, wenn man die ganze Woche lang etwas macht, das man dann aber nicht vorzeigen kann, weil es nur Hinführendes ist, weil man nicht darf oder weil es noch nicht fertig ist. Mark Twain hat mal gesagt, dass es nicht schwer ist, zu schreiben, denn man muss ja nur die falschen Wörter weglassen. Der Witzbold. Ich weiß nicht, ob das auch von Mark Twin ist, ob ich das mal irgendwo gehört habe oder mir sogar selbst ausgedacht habe (ich glaube nicht), aber ich mag es eigentlich nicht, zu schreiben, sondern nur, geschrieben zu haben. Das ist wirklich ein gutes Gefühl. Das Schreiben an sich fetzt eigentlich nicht. Es ist eher anstrengend und manchmal schwitzt man sogar dabei, was ich eklig finde. Es wäre schön, wenn sich Schreiben wie Möbel aufbauen anfühlen würde. Man setzt sich hin, nimmt die verfügbaren Teile und muss nur aufpassen, dass man sie richtig zusammenpuzzlet. Und am Ende hat man einen Schrank, geil. Und wenn man dabei nicht so viel nachdenken müsste und stattdessen Podcasts oder Musik hören könnte. Wenn ich schreibe, muss es am besten still sein. Und nicht nur still, ich muss am besten sogar das Gefühl haben, dass ich in nächster Zeit in Ruhe gelassen werde, dass niemand klingelt, niemand anruft, niemand draußen rumrennt und so. Deshalb ist nachts eigentlich am besten. Oder am Wochenende, weil da alle meine Ende-20-Freunde auf Flohmärkten abhängen oder fetzige Radtouren durch die Uckermark machen, bei denen ich nicht mitmache, weil ich mich innerlich noch nicht wie 50 fühle und mich vermutlich in die Luft sprengen würde, sobald mich dieses Heile-Welt-Gefühl überkommt, nach dem jetzt alle streben, wenn sie genügsam werden. Vielleicht, weil ich es nicht ertrage, das das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen. Vielleicht bin ich aber einfach noch immer in der Pubertät.

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awip23201601
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A Week in Pictures 23/2016

Die schnelle Woche. Orientierungsspaziergänge durch die neue Hood, wobei ich es meistens doch nur bis zum Späti schaffe oder genau dann rausgehe, wenn es unendlich heiß ist. Aber es gefällt. Ganz hinten sieht es fast so aus wie bei Herr Lehmann oder in Berlin, als ich da noch andauernd zum Training hinfuhr und nie so recht wusste, wo Pankow eigentlich liegt. Und überall gibt es irgendwelche Wohnprojekte, die keine Klingeln und deshalb Schilder wie „Bitte im Hausflur laut rufen!“ an der Tür hängen haben. Das gefällt mir. Obwohl ich es selbst dort sicher genau so wenig aushalten würde wie Herr Lehmann in der WG in Neue Vahr Süd. Ich brauche Ruhe. Bzw. genügend Abstand zu Menschen, damit niemand mitbekommt, wie oft am Tag ich das Pizza-Kids-Lied höre oder dass ich bei Vollmond in einen erstaunlich textsicheren Falco-Fan verwandle, sodass ich mich morgens meist mit einer Portion Black Metal oder Straßenrap wieder auf den Boden holen muss. Ich habe die ganze Diskussion rund um Gzuz im neuen Beginner-Track ja nicht richtig verstanden, denn das akustische Problem geht ja offensichtlich von Gentleman aus. Und trotzdem hat auch der seine Berechtigung in dem Ding, denn die Beginner wollten ihn halt drin haben, fertig. Ganz im Gegenteil hat das alles dazu geführt, dass ich mittlerweile ein totaler Gzuz-Fanboy geworden bin und neuerdings unbedingt einen CL500 haben will, um damit ganz langsam auf die Tankstelle zu fahren. Außerdem fahren hier im Viertel alle Leute solche Autos und da möchte ich mich nicht separieren.
À propos: Warum habe ich eigentlich erst heute gesehen, dass es ein Herr-Lehmann-Making-of gibt? Und wieso weiß ich erst seit letzter Woche, dass Magical Mystery 2017 ins Kino kommt? Ach, das macht mich trücklich. Also so eine Mischung aus traurig und glücklich. Weil warum erst jetzt? Aber halt immerhin! Trücklich halt.

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awip22201601
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A Week in Pictures 22/2016

Die letzten Züge des Rumfahrens, hihi. Hier war ich gerade in Münster und das Publikum war sehr interessiert. Nein, war es wirklich. Und wahrscheinlich das lauteste, das ich bisher bei einem Slam erlebt habe. Vorher, am Nachmittag, ist mir zum ersten Mal etwas sehr Seltsames passiert: Ich habe mich in der Stadt geirrt. Also nicht verlaufen, sondern einfach geirrt. Wie so oft, hatte ich mal wieder mein Ladekabel im Zug vergessen und brauchte also ein neues, weswegen ich mal eben zu einem Default-Elektronikladen gehen wollte. Ich kam gerade aus Bochum, war einen Tag vorher in Krefeld und davor in Aachen gewesen und war mir sicher: Aha, direkt am Bahnhof gibt’s einen Saturn! Gab’s aber nicht. Weder in Bochum noch in Münster. Den Saturn direkt am Bahnhof gibt’s nämlich nur in Krefeld. Also stand ich in Münster und war kurz verwirrt. Dann fühlte ich mich wie so ein schrecklicher Businesskasper. Oder wie eine/r von jene, die einem immer direkt nach ihrem Urlaub erzählen, dass sie noch total Jetlag haben und dabei andauernd das Wort „Jetlag“ benutzen müssen, damit man es auch ja oft genug hört. Jetlaaag, Jetlaaaaaag. Naja. Auf jeden Fall mache ich mir jetzt Sorgen um meine gesitige Gesundheit. Ich baue ab. Bald werde ich vermutlich an den falschen Bahnhöfen aussteigen. Oder zu Auftritten fahren, die es gar nicht gibt. Falls Sie mich dann finden, setzen Sie mich bitte in einen Zug zurück Richtung Leipzig. Es geht langsam zu Ende.

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awip21201601
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A Week in Pictures 21/2016

Die vorerst letzte krasse Woche. Hoffentlich. Erdung im Waschsalon mit Arche-, Mini- und Nonplots. Dazu die üblichen Dramen des Salons: 1) Ich werde schief angeguckt, weil ich immer einen Becher Schokomilch mtibringe, den ich mir vorher im Netto kaufe, weil ich sonst nicht genug Kleingeld fürs Waschen und Trocknen habe. 2) Irgendjemandem wird immer irgendetwas geklaut, seien es Müllbeutel, Kleberollen oder, wie letzte Woche, den Personalausweis eines Mannes, der den Waschsalon als Übernachtungsstätte zweckentfremdet hatte. 3) Ich mag die Waschfrau, weil sie knallhart ist und dann immer kopfschüttelnd vor der Tür steht und raucht, wenn mal wieder zu viel Crazyness abgeht. 4) Die Trockner sind nicht gerade die geilsten, weshalb man immer den richtigen Moment zwischen Hier-noch-nicht-trocken und Da-aber-schon-fast-verbrannt abpassen muss. 5) Manchmal sind ein paar Gangster da und schauen etwas peinlich berührt, wenn ihre Maschine fertig ist und sie eine geblühmte Bettwäsche herausziehen. 6) Man hat fast keine andere Wahl, als zu lesen, denn das Handyinternet ist durch die vielen Blechmaschinen fast unbenutzbar. 7) Ich mag es, wenn alles gewaschen ist und man schon vormittag etwas gemacht hat, das man sogar sehen kann.

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awip20201601
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A Week in Pictures 20/2016

Uff, what a week. Und noch immer nicht ganz durch mit all der Hektik. Ich glaube, ich habe noch immer keine zweistellige Anzahl an Nächten in meiner neuen Wohnung verbracht, aber wenn es nach mir ginge, dürfte es ruhig langsam mal so weit sein. Wer hat sich nur solch einen Terminplan ausgedacht? Hat die Sekretärin wahrscheinlich wieder einen Anfall von Muss-überall-Zusagen bekommen. Nur, dass es keine Sekretärin gibt. Bei Bei Aus heiterem Himmel heißt der Sekretär von Erfolgsanwältin Julia Janowski übrigens Dieter. Das fände ich gut. Einen Sekretär namens Dieter zu haben. So langsam brauche ich auch mal wieder einen Tag, an dem ich nicht irgendwo hin oder irgendetwas erledigen muss, sondern einfach mal sitzen bleiben und ein bisschen was vorbereiten kann. Und schreiben! Ganz viel schreiben, das wäre gut. Das könnte Dieter mal klarmachen. Oder wenigstens mal richtig plotten.. Ich habe ja noch immer nicht die ganze vierte Staffel Aus heiterem Himmel sehen können. Wer weiß, was Dieter noch alles erlebt? Und das, obwohl nächste Woche schon die fünfte Staffel kommt. Oder Zelda spielen, auch noch nicht geschafft. Eine Waschmaschine kaufen. Oder mal die eine Gitarre zum Gitarrenmann bringen. Es ist ein Kreuz. Aber wir wollen nicht meckern. Andere Leute haben so viel Zeit, dass sie glauben, die Flüchtlinge würden ihnen Geld wegnehmen, das anderenfalls sie bekämen. Und dann haben sie sogar noch mehr Zeit und machen bei LEGIDA und solchem Quatsch mit. Wählen AfD und versuchen, den eh schon holprig fahrenden Karren auch noch gegen die Wand zu fahren. Letztens habe ich überlegt, wie man eigentlich mit Leuten diskutieren sollte, die nicht darauf aus sind, sich wenigstens eventuell überzeugen zu lassen. Quasi politische Heckler. Und dann ist mir eingefallen, wie Louis CK das macht. Das ist zwar sehr unterhaltsam, hilft aber, glaube ich, recht wenig.
Das da oben sind übrigens die Elbwiesen. Ich mag es, wenn sie frisch gemäht sind, auch wenn ich nicht weiß, wer das ab und an mal macht. Wenn ich mal reich bin, dann kaufe ich sie auf und verbiete es auf alle Ewigkeit, irgendetwas daran zu verändern. Na gut, Mähen ist okay. Vielleicht werde ich das dann so Forrest-Gump-mäßig auch einfach selbst machen, mit einem kleinen roten Rasenmähertraktor, nachdem ich mal wieder quer durch Deutschland gejoggt bin.

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