Direktberlin

Diese Wege nach Hause. Vorbei an den kaputtgeschlagenen Läden, dem kleinen PDS-Büro, das angeblich einmal im Monat von Gregor Gysi besucht wurde. An dieser Rockerkneipe vorbei und den Rockern, die einen manchmal anhielten und fragten, ob man aus dem richtigen Stadtteil kam. Am Dönerladen vorbei. Über die Spree, sodass es einem im Sommer so vorkam, als wäre man doch nicht so weit draußen. Wie wir uns am offenen Fenster fragten, warum so viel Bier, Absinth und Gras und Zigaretten überhaupt in uns behalten konnten und alles mit Pistazien krönten. Deren Schalen wir ablutschen, so gierig nach Salz und dann aus dem Hochparterre kotzten, gegen die frische Wäsche der Nachbarn. Am nächsten Morgen Kartoffelsuppe aßen und hartes Brot, das nur in diesem Moment schmecken konnte. Mit offenen Fenster und wehenden Vorhängen in ganz leichtem Rot, die die Skizzen streiften. Dann wieder den Weg entlang, rückwärts jetzt. Mit der S-Bahn durch die Sonne, ohne Gefühl für die Haltestellen, aber den Druck dort draußen. Hier wäre der Sommer immer am traurigsten, sagtest du. Zwischen den Schornsteinen, Fabriken und Hochhäusern, wenn die Sonne unterging zwischen den Trassen in orange. Und ich nickte und konnte es eigentlich nicht glauben. Die Faszination dafür, die einem abgeht, wenn man es ständig vor sich hat. Wenn das Ruckeln der Waggons nichts Besonderes mehr und das Kopfsteinpflaster vor den Gründerzeithäusern normal geworden ist. Du nicht mehr unterwegs bist. Wenn die Musik verstummt.

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