Kommentare 0

A Week in Pictures 43/2017

Die causa Internet geht weiter. Und ich habe es geahnt. Ich möchte Ihnen den Fall erklären. Kunde Antreh, kurz A, bestellt DSL bei Firma B, kurz Scheißverein. A hatte eigentlich schon einen Kabelanschluss beim Scheißverein, aber weil es in der neuen Wohnung keinen Kabelanschluss gab, musste etwas Neues her. Eigentlich dachte A, dass der Kabelvertrag beim scheißverein ja ohne Probleme kündbar sein müsste, wenn es an der neuen Adresse kein Kabel gäbe. Aber Scheißverein ist eben ein Scheißverein und deshalb sagte dieser: Ach ja, sie haben ja schließlich noch Vertrag bei uns. Aber weil wir ein superkulanter Scheißverein sind, können Sie Ihren Vertrag in drei Monaten kündigen. Allerdings nur, wenn Sie dazu im Gegenzug an der neuen Adresse über uns DSL bestellen. Da war A schon das erste Mal frustriert. Aber er zeigte sich gnädig und machte mit. Dann bekam A den Schaltungstermin des neuen Anschlusses. In 8 Wochen. WTF, dachte sich A und rief beim Scheißverein an. Ja, ja, das sei halt so, man müsse da Techniker bei diesem anderen Verein buchen und bla bla bla. Da war A schon das zweite Mal frustriert. Und weil er irgendwie schon etwas ahnte, rief A noch einmal beim Scheißverein an: „Ja, Sie haben aber auch die richtige Adresse für den Router und so, ja? Die neue halt und nicht die alte. Ich will nur sicher gehen.“ „Ja ja, hab ich hier eingetragen. Die Hardware kommt dann in der Woche vorm Schaltungstermin.“ Und A war beruhigt. Vielleicht hatte der Scheißverein ja auch Unrecht getan. Und es schien reibungslos von statten zu gehen. Der Schaltungstermin rückte näher, die Zeit ohne Internet war der Horror, aber es wäre ja nirgendwo sonst schneller gegangen, beruhigte sich A. Die Woche vor dem Schaltungstermin brach an. Kein Paket. Aber hey, die Woche hat schließlich fünf Tage. Dann fuhr A weg und dachte sich: „Naja, der Router wird dann halt in der Zeit kommen, bei der Post hinterlegt werden und dann holst du den einfach dort ab, der Techniker kommt, tada Internet!“ Dann kam A wieder, aber kein Zettel war im Briefkasten. Also durchwühlte A mal seine Mails. Und fand irgendwo versteckt, dass man irgendwo den Auftragsstatus abrufen kann. A rief den Auftragsstatus an und sah: Hardware erfolgreich zu gestellt. Vor zwei Wochen. Häh? Wie wo wann? An wen denn? Wohin denn? „Paket wurde erfolgreich an einen Nachbarn übergeben.“ An der alten Adresse. An einen Nachbarn, den es dort gar nicht gibt. A rief beim Scheißverein an. A: „Wieso rufe ich extra bei Ihnen an, um sicher zu gehen, dass das Zeug an die richtige Adresse geschickt wird und dann schickt ihr das an die falsche?“ „Ja, das ist ja über den Versand-Scheißverein gegangen, da müssen Sie den anrufen.“ A: „Ich weiß aber schon, was die mir dort sagen werden: ‚Nee nee, wir haben die Adresse ja vom anderen Scheißverein bekommen und dann dorthin geliefert.‘ Und wenn die das Paket an irgendjemanden geben, den es dort gar nicht gibt und ich extra vorher bei euch nachgefragt habe, ob ihr auch die richtige Adresse habt, dann sehe ich mich da gerade nicht in der Bringschuld, ihr Opfer! (Okay, ‚Opfer‘ sagte A nicht, aber er dachte es)“ Und der Typ vom Scheißverein sagt ernsthaft: „Ja, Sie haben hier aber gerade bei Hotline angerufen. Da müssen Sie sich aber an die Auftragsbearbeitung wenden. Die sind erst morgen wieder da. Aber Dienstag ist ja erstmal Feiertag, mal gucken, was man da machen kann.“ Ich hasse alles. Und ganz besonders den Scheißverein. Ich werde ja wirklich nur sehr sehr langsam wütend. Und ehe man mich provoziert bekommt, muss schon Einiges passieren. Aber die Leute vom Scheißverein erwürge ich Montagmorgen via Telefon.


709 Sitze hat der neue Bundestag und der ARD fällt bei der Übertragung der konstituierenden Sitzung nichts Besseres ein, als alle 10 Sekunden zu sagen: „Und die AfD hat dies…“, „Die AfD hat jenes …“, „Die AfD!“, „Die AfD!“. Und dieses ständige Rausreden des Moderators, „Jaaaa, wir sind ein unparteiischer Sender, wir behandeln alle Parteien gleich!“, bevor schon wieder irgendjemand von der AfD interviewt wird. Oder jemand von einer anderen Partei gefragt wird, wie sie/er denn zur AfD im Bundestag steht. Und sich dann wundern, warum die AfD im Bundestag sitzt. Menschen, ey.


Superkumpel Bleu ist letztes Jahr durch Palästina und Israel gewandert. Sein Kumpel Sören hat das Ganze gefilmt. Und am Ende hat Superkumpel Bleu ein sehr tolles Buch darüber geschrieben. Ja, Grund der Reise war mal irgendwie, den Weg von Jesus nachzulaufen, aber am Ende geht es auch sehr viel über den Konflikt im Nahen Osten und den Versuch, Normalität zu leben, wo es leider überhaupt nicht normal ist. Es lohnt sich, das Buch Auf Jesu Spuren zu lesen. Und wie es der Zufall will, gibt es Montagabend (30.10.2017) auch die Buchpremiere im Kupfersaal.


Reden wir nicht über Elfmeter. Das war schon echt bitter. Ich will dem lieben Schiedsrichter jetzt mal nichts unterstellen (Ja, er hat sich mal bestechen lassen, aber wir wollen ja auch immer mal davon ausgehen, dass sich Menschen ändern können) und ich glaube auch nicht, dass das Spiel irgendwie „gekauft“ war, aber am Mittwoch gab es schon arg viele Fehlentscheidungen. Und die meisten davon eben gegen RB. So, wie die Gelbrote gegen Keita. Völlig überzogen. Noch dazu, wenn er vorher selbst vom gleichen Spieler mehrmals gefoult wird und der nichts bekommt. Ich glaube, den armen Naby haben gerade einfach alle auf dem Kieker. Naja, und der arme Timo. Dass ausgerechnet der nicht trifft, was soll’s. Hauptsache, er nimmt es nicht persönlich.
Und Samstag? Naja. Eigentlich hat es mich direkt nach der roten Karte gegen Orban nicht mehr interessiert. Haste Kacke am Schuh und so. Außerdem ist es überhaupt nicht schlimm, das Spiel zu verlieren. Tabellarisch geht es völlig klar. Jetzt mal gucken, was am Dienstag in Porto so geht.


Beste Möglichkeit, sich selbst zum Schreiben zu bringen: Einfach mal einen Termin zur Buchpremiere festlegen. Freitag, 26. Oktober 2018 im Kupfersaal also. Ich bin gespannt, was sich der Autor so ausgedacht hat, oder sagen wir, ausgedacht haben wird. Es macht jedenfalls gerade sehr viel Spaß, daran zu basteln. Und wird ja auch langsam mal Zeit.


Oben: Und dann also mal ein paar Tage nach Prag. Offizieller Grund der Reise: Prag ist eine schöne Stadt, noch dazu sehr nah und kammajamamachen. Außerdem gibt es dort Gulasch. Inoffizieller Grund: In der Airbnb-Wohnung gibt es Internet und zu Hause ja nach wie vor nicht. Die Busfahrt dann auch direkt seltsam entspannt. Niemand schreit rum, niemand isst stinkendes Zeug und es sind keine Kinder an Bord. Sofort tauchen erste Zweifel auf. Hatten wir einen Unfall? Sind wir eigentlich tot und schon längst auf dem Weg ins Paradies? Aber nein, vollkommen normales Ankommen in Prag. Feststellen, dass sich die eigene Unterkunft quasi in der Südvorstadt Prags befindet. Nur dass die Prager Südvorstadt halt östlich des Zentrums liegt. Aber der Rest stimmt vollkommen überein: Seltsam viele Einrichtungsläden. Unangenehm viele Friseure, die sich nur noch Barber Shop nennen. Dazu Hipster Bars, sie sich mittlerweile sogar einfach direkt „Hipster Bar“ nennen und drumherum schöne Altbauen. Sehr schöne Altbauten. Im Späti völlig begeistert Knoblauchchips für 50 Cent kaufen und erst bei der Hälfte der Tüte merken, dass man ja gleich noch die Airbnb-Frau treffen muss. Also hin dort, schöne Wohnung, schöner Altbau, aber: Internet funktioniert nicht. Kurrzeitig aufflackernde Pläne, gleich wieder abzureisen, dann doch mal ein Neustart des Routers und, was für ein Glück, Internet! Na gut, vielleicht doch mal in die Stadt gucken. Aber nur kurz, schließlich kommt um Mitternacht die neue Staffel Stranger Things.
Unten: Erste Amtshandlung in Prag erfolgreich erfüllt. Unendlich gutes Gulasch gegessen. Dabei allerdings direkt das erste Problem bemerkt: _Alles_ in Prag wird mit Kümmel zubereitet. Alles! Im Brot ist Kümmel. Am Fleisch ist Kümmel. Am Sauerkraut ist Kümmel. Nur aus dem Wasserhahn kommen keine Kümmelkörner gepurzelt, obwohl ich schwören könnte, dass die dort einfach Kümmelpulver ins Grundwasser schütten, damit es nicht so im Hals kratzt beim Trinken. Ich meine, ich habe nichts gegen Kümmel. Viele meiner Freunde mögen Kümmel. Nur, wenn ich auf ein Kümmelkorn beiße, dann ist das Essen für mich halt einfach vorbei. Kümmelpulver, meinetwegen. Aber überall, an wirklich jedem Bestandteil des Essens? Ich kippe doch auch nicht überall Cola dran, nur weil ich Cola total cool finde! Aber das Gulasch macht natürlich alles wett. Und wie viel besser es wird, wenn man einfach drei, vier rohe Zwiebelringe obenauf legt! Von einer roten Zwiebel, wohlgemerkt! Ach, es ist himmlisch.


Hach Prag ist schon sehr schön. Schöne alte Häuser, gutes Essen, halbwegs okayes Wetter und hier und da eine photo opportunity, mehr brauche ich ja fast nicht. Hier die Aussicht nahe des Metronoms, das die Einheimischen nach wie vor aber „Stalin“ nennen, weil dort mal eine Stalin-Statue gestanden hat, die dann irgendwann abgerissen und durch dieses lustige Metronom ersetzt wurde. Heute skaten beim Metronom die Prager Kiddies, während die Prager Teenies direkt unterm Metronom sitzen und vor sich hin vapen. Was komisch ist: Es rauchen total wenig Leute in Prag. Ein paar vapen, ja. Aber so billig sind Zigaretten ja auch nicht. 3-4 Euro pro Schachtel (was eigentlich geht, aber vielleicht im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen doch hoch sein dürfte), 6-7 Euro für eine Packung Tabak (was wirklich krass ist, weil es ja sogar teurer ist als hier). Naja, die Prager Altstadt: Joa, meinetwegen. Der typischen Großstadtkram: Burger, Steak, Burger, Steak, Burger, Steak, hier und da mal ein tschechisches Restaurant, viel zu viele Touris, viel zu viele Woo-Girls, viel zu viel Tourizeug. Aber muss man ja mal gesehen haben. Was mir auffiel: Ich weiß nicht, ob es am Kümmel liegt, aber ich glaube, ich habe noch nie so viele Leute öffentlich, laut und gänzlich ohne Schamgefühl furzen gehört, wie in Prag. Omas, die gelangweilt an einem Brückengeländer lümmeln und mal so richtig einen abbrettern lassen, während man vorbeiläuft. Pizzalieferanten, die beim Fahren mal kurz den Popo anheben, um sich selbst ein bisschen mehr Schub zu geben. Edel gekleidete Damen, die mitten in der vollen U-Bahn beherzt einen ziehen lassen, krass. Was ist da los?


Irgendwann haben wir dann doch mal angefangen, die Prager Metro zu benutzen. Kostet immerhin nur 1 Euro pro Fahrt und ist wirklich sehr conveiniant, wenn man direkt an der Haltestelle wohnt und den Weg in die Stadt schon so oft gelaufen ist, dass man mittlerweile nichts Neues mehr dabei sieht. Was ich jetzt über die Prager Metro weiß: 1) Das Netz ist ganz cool. Okay, der Nordosten ist ein bisschen schlecht angebunden, aber da kann man ja auch auf die Tram umsteigen. 2) Die Rolltreppen zur Metro sind ultrasteil und megaschnell, sodass ich es echt verwunderlich finde, dass es dort nicht andauernd total krasse Unfälle gibt, weil irgendjemand ins Stolpern gekommen ist und sich sämtliche Knochen gebrochen hat. Vor allem, weil dieses schwarze Gummiband, wo man immer die Hand drauf hat (Gibt es dafür ein Wort?) _immer_ schneller fährt als die Rolltreppe, sodass der eigene Körper, wenn man die Position der eigenen Hand nicht ab und zu mal ein bisschen korrigiert, wahrscheinlich irgendwann in der Mitte auseinander gerissen wird und dann die ganze Rolltreppe vollkleckert. 3) Die Leute in der U-Bahn pupsen sehr gern.


Nicht im Bild: Unser nächtlicher Ausflug in die klinika, d.h. die besetzte Lungenklinik im Osten Prags (ein Stück nördlich der ‚Südvorstadt‘). Seit 2014 besetzt, just am Freitag lief das ultimatum der Stadt ab und jetzt droht quasi täglich die Räumung. Obwohl die Bewohner*innen recht optimistisch sind, dass es diesmal (es gab schon einmal eine gewaltsame Räumung) halbwegs zivilisiert ablaufen wird. Immerhin bekommen sie wohl mittlerweile immer erst mal Briefe vom Staatsanwalt und haben nicht direkt gepanzerte Beamt*innen vor sich stehen. Gleichzeitig sind sie sich aber auch hundertprozentig sicher, dass die klinika geräumt werden wird und es auf keinen Fall dazu kommen wird, dass sie bspw. dort bleiben können. Obwohl man, selbst wenn man davor steht und drinnen Party ist, fast schon Mühe hat, nicht einfach so dran vorbeizulaufen, weil das Gebäude so unauffällig und leise ist. Und obwohl sich wohl nicht einmal mehr die Nachbar*innen beschweren. Mal abgesehen von einem Kindergarten, den immer mal wieder besorgte Eltern alarmieren, sodass dann die Sozialarbeiter*innen auf einen Kaffee vorbeikommen und meinen: „Ja, sorry, ihr habt’s voll schön hier, toll, dass ihr das macht, aber wir müssen halt springen, wenn die blöden Eltern Angst bekommen, weil hier nebenan plötzlich die Linksterrorist*innen wohnen.“ Schon schade, wenn es das dann irgendwann mal nicht mehr gibt. Und wenn die Bewohner*innen selbst sagen, dass es dann wohl kein autonomes Zentrum mehr in Prag geben wird.
Auch nicht im Bild: Places to go abgleichen mit einem der klinika-Bewohner*innen, der nur meinte: „Wart ihr schon in dieser unterirdischen Kneipe?“ „Ja.“ „Und bei dieser Fahrradladenbar?“ „Ja.“ „Crossclub?“ „Machen wir morgen.“ „Mhm ja, dann habt ihr ja eignetlich alles in Prag gesehen. Hier gibt’s halt nicht wirklich viel.“ Klingt ein bisschen fies, aber mir würde es in Leipzig ja genau so gehen. Ich könnte auch nicht mehr benennen als „Ja, da kann man gut Bier trinken, da auch und da auch!“ Wahrscheinlich, weil sich Leipzig und Prag in diesem Punkt dann doch ähnlich sind: Dass sich die Qualität der Stadt einem/einert erst im Laufe der Zeit erschließt, weil man irgendwo irgendwas erlebt hat und eben nicht, weil man einfach irgendwo ein Foto gemacht hat.
Unten: Jedenfalls ist mir Prag sehr sympathisch. Ach ja, die Unterirdische Kneipe. Angeblich total underground, obwohl es bei Google hunderte Bewertungen gibt. Aber okay, man findet sie nicht sooo leicht. Und sie ist auch wirklich sehr schön. Vor allem, weil sie so ein guter Kontrast ist zur übrigen Innenstadt. Und natürlich, weil es dort einen riesigen, irischen Wolfshund gibt, der überall im Weg herumliegt und einfach die ganze Zeit da unter der Erde abhängt, während um ihn herum Leute Bier trinken.
Auch nicht im Bild: Der Cross Club. Angeblich im suuuuperhippen Viertel. Aber ehrlich: Wir sind es komplett abgelaufen. Es ist nicht hip. Außer, man definiert Hipness als Anwesenheit von zwei Cafés mit niedlicher Einrichtung und englischen Kaffeebzeichnungen, die überall dieselben sind. Der Crossclub allerdings ist hübsch. Sieht so aus, als hätte sich ein verrückter Schweißer mal so richtig ausgetobt und war bestimmt auch mal total subversiv, ist mittlerweile aber nur noch ein ganz normaler Geldverdienclub mit gutem Booking. Aber das klingt zu negativ. Er ist hübsch. Aber es reicht defintiv, mit der Metro direkt dorthin zu fahren und sich das restliche Viertel zu sparen.


Nicht im Bild: Wie mich diese Burger-, Steak-, Whatever-Läden so überhaupt nicht interessieren. Und wie toll ich es dann im Gegenzug finde, wenn man mitten in der Innenstadt so eine alte Sozialismuskantine entdeckt, in der niemand auch nur ein Wort englisch spricht und das englische Menü nur aus sechs Gerichten besteht (ca. 4 Mal Schweinebraten, ein Mal Schweinesuppe und ein Mal Scheinegulasch), obwohl es auf Tschechisch bestimmt 20 sind. Wenn die Essensausgabefrau ausschließlich Tscheschisch spricht und, sobald man ihr signalisiert, dass man sie nicht versteht, einfach lauter Tschechisch spricht. Und wenn die Kassiererin so herrlich unfreundlich, aber dafür das Essen so dermaßen real und lecker und billig ist, und wenn die Hälfte der dort Essenden Leute gerade vom Bau oder aus dem Büro kommt und die andere Hälfte irgendwie so halb Obdachlos ist und sich alles, was sie von den riesigen Portionen nicht schaffen, in Plastikbeutel einpacken, dann bin ich glücklich.
Auch nicht im Bild: Dieser Laden, den man vermutlich entweder so richtig kacke oder richtig gut findet. Eine riesiger, großer Gewölberaum, haufenweise Leute, haufenweise Kellner*innen, total laut und wuselig, ebenfalls nur reales, tschechisches Essen und sobald man sitzt, bekommt man einen Zettel, auf dem ca. 150 Biere vorgezeichnet sind, die dann immer abgekreuzt werden. Und dort dann diesen coolen Prager Schinken und diesen sechs Wochen alten, gebackenen Käse essen. Sollen die doch alle ihre Burger essen.
Und glücklicherweise nicht im Bild: Wenn die Hinfahrt so seltsam entspannt wird, dann muss folglich auf der Rückfahrt eine Gruppe angetrunkener Mittfünfzigerinnen im Bus sitzen. So diese Art Menschen, die sich einfach nicht unter 100 db Lautstärke unterhalten können. Die ständig rumquiecken, wenn sie etwas lustig finden. Und die sowieso _alles_ lustig finden und dabei nicht merken, wie sich alle anderen im Bus wünschen, jetzt doch bitte lieber zu verunglücken, statt noch 2 Stunden und 50 Minuten neben diesen Leuten sitzen zu müssen. Und die ausschließlich Unsinn reden. So Leute, die gern auf Weihnachtsmärkte gehen und dort dann so leuchtende Rentierohren tragen. Leute, die Medium-Wasser trinken. Die minütlich irgendwelche ekligen Witzchen machen müssen („Ich setz mich jetzt hier bei dem jungen Mann auf den Schoss!“), obwohl sie seit 30 Jahren niemand mehr anfässt. Die völlig ungeniert fünf Minuten nach der Abfahrt eine Ladung hartgekochter Eier auspacken und damit den ganzen Bus vollstinken. Denen absolut jeder Anstand fehlt und die auf Ideen kommen, auf die man gar nicht kommen kann (Haarlack? Im Bus?). Meine Güte, ich hasse Menschen.
Leider nicht im Bild: Den SLAM 2017 aus der Ferne verfolgen. Schien wirklich gut organisiert zu sein. Und sogar mit unserem Leipziger U20-Sternchen Sophia Szymulla im Finale. Hier kann man das Finale nachgucken.

Was fehlt:

In Kategorie: a week in pictures

Kommentar verfassen