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42/2012

22. Oktober 2012, a week in pictures

 

Falls Sie es noch nicht mitbekommen haben, weil sie bis gestern im Urlaub waren oder sich als Terrorist in irgendeinem Erdloch verstecken mussten: Es ist Herbst. Jene Zeit, in der ich immer zu warm angezogen bin und bei der kleinsten Bewegung zu schwitzen beginne. Wahlweise ziehe ich mich auch zu kalt an und denke die ganze Zeit, dass ich jetzt ganz ganz sicher krank werde. Auch wird es langsam nervig, dass es immer früher dunkel wird. Wobei sich das ja Ende nächster Woche sogar noch sprunghaft verschlimmern wird. Wenn es dann erstmal schon gegen 16 Uhr dunkel ist, dann herrscht perfektes Im-Bett-bleib- Masterarbeitswetter. Aber bis hierhin: schön. Von mir aus darf es jetzt direkt wieder Frühling werden. Wenn ich Winter will, kann ich auch nach Skandinavien fliegen.

Die Aufkleber sind immerhin schon da. Das Album selbst müsste uns auch in den nächsten Tagen erreichen. Mal gucken, wie fix der Vertrieb ist und wie schnell das Ding dann verfügbar ist. Bis dahin schreiben wir einfach den nächsten Text. Und treten auf. Und gehen bowlen. Ich merke schon, meine Biografie wird einmal ein echtes Lehrstück an nicht zueinander passenden Persönlichkeitsfetzen. Da gibt es Trucker-André, der am liebsten den ganzen Tag auf der Bowlingbahn abhängen würde, Feingeist-André hingegen bleibt einfach den ganzen Tag im Bad, weil man dort am besten Weltliteratur lesen kann. Sport-André würde gern viel öfter Schwimmen gehen, Basketball spielen und Karate machen, aber Rockstar-André braucht auch seine Zeit zum Gitarrespielen, während Schriftsteller-André noch immer nach dem großen Jahrhundertroman strebt und Ach-Wurscht-André einfach gar nichts macht.

Und das gute Stück hätte ich am liebsten gestohlen. Hab ich aber nicht gemacht. Weil erstens: macht man nicht und zweitens: ich mag den Besitzer. Aber neidisch wird man trotzdem. Das wäre sowieso eines der größten Probleme des unendlichen Reichtums: Ich würde wahrscheinlich erstmal einen kompletten Gitarrenladen kaufen. Und einen USB-Schaumgummiraketenwerfer. Und eine Bowlingbahn. Und dann wäre ich wahrscheinlich schon gar nicht mehr unendlich reich. Aber immerhin hätte ich dann eine Bowlingbahn. Wobei eine eigene Schwimmhalle auch super wäre. Dann könnte ich jeden Morgen nicht nur nicht Joggen, sondern auch nicht in der eigenen Schwimmhalle schwimmen! Naja, eigentlich müsste man viel genügsamer sein. Haufenweise Bücher zu haben sollte eigentlich reichen. Aber das Regal sieht nunmal so verdammt leer aus, wenn da nur ein Kindle drin liegt.

Himmel war das schön bei unserer letzten Lesebühne vor dem großen Umzug und die größere Örtlichkeit. Es war so schön, dass man eigentlich gar nicht weg will. Aber immerhin können in Zukunft womöglich sogar alle Leute sitzen. Auch wenn wir es natürlich gern auch in der neuen Location möglichst schnell brechend voll hätten. Also mit ZuschauerInnen. Ich glaube, ich würde sogar selbst zur Lesebühne gehen. Jedenfalls freuen sich alle Mitglieder anscheinend jeden Monat auf diesen Termin, weil es einfach mittlerweile sehr sehr tolle Abende sind, die da spontan entstehen. Aber das wird auch im Plan B mindestens genau so spaßig. Und hey: Dort gibt es einen Flügel. Man wird mich also sehr oft nicht spielen sehen! Und für die gute alte Wärmehalle denken wir uns irgendwas Veranstaltungsmäßiges aus.

Vielleicht haben Sie es mitbekommen: Ich liebe Horrorfilme. Das Problem ist nur: Es gibt viel zu wenig gute Horrorfilme. Die meisten sind in der Tat derart schlecht, dass man sich fragen muss, wer dafür überhaupt Geld hergegeben hat. Aber ich gucke sie dann natürlich trotzdem und ärgere mich über die verschwendete Zeit. Zum Beispiel Paranormal Activity. Kategorie 'kann man machen' aka 'solide'. Der vierte Teil hingegen ist schon wieder unheimlich schlecht. Das Gruseligste am ganzen Film ist eigentlich nur das Publikum, das man im Kino trifft. Also lieber nicht angucken und die Zeit besser in Extrem-Halma oder sowas investieren.

Und hier war schon wieder Gilmore-Girls-Wetter. Man man man, in solchen Momenten muss man immer Angst haben, dass einem gleich Rory über den Weg läuft und irgendwas ganz Dringendes für ihren Lebenslauf mache muss. Und gleich hinterher rennt Lorelai, deren Handy kaputt ist und die mit Rory reden will. Und gleich dahinter der genervt Luke, weil Lorelai seine Diner-Schlüssel in der Tasche hat und er doch eigentlich aufschließen muss. Aber eigentlich sitzt da nur ein Mann und liest Zeitung. Und überhaupt ist es gerade angenehm ruhig dort, weil das herumliegende Laub die Geräusche der eigenen Schritte schluckt, wie es normalerweise nur Schnee kann. Und obwohl ich das nicht kann, einfach mal irgendwo hinsetzen und zugucken, klappt es dann manchmal doch, auch wenn der Kopf nebenbei trotzdem vor sich hin rattert. Aber das ist okay. Denn immerhin ist in solchen Moment immer gleich der Akku des Handies alle und es kann zumindest niemand stören.

Was ich sonst so mache: Texte schreiben und an der Arbeit basteln. Macht so viel Spaß, dass ich nur alle 15 Minuten auf die Idee komme, ich könnte ja mal die Regale nach vorn rücken und 'dahinter mal so richtig schön wischen'. Oder alle Wäsche zu waschen, die es gibt, Sport zu machen oder grundlos raus zu gehen. So sauber, wie im Moment, war es hier noch nie. Ich habe sogar schon überlegt, mir so einen flexiblen Staubwedel zu kaufen, um mal die Heizung (DIE HEIZUNG!!) sauber machen zu können. Kühlschrank-Abtauen kommt sicher auch demnächst. Die Wasserhähne sind ja schon längst entkalkt. Nur Streichen wäre mir momentan doch eine zu krasse Geschichte. Aber das kann ich ja danach machen. Wobei: Da könnte ich auch einfach nur daliegen und so tun, als wäre das Auf-Die-Note-Warten total anstrengend.

Niemals!

Was fehlt: Nicht so viel.

2 Kommentare

  1. Dominik Bartels via Facebook

    22. Oktober 2012

    wie immer beste Unterhaltung :-)

  2. c17h19no3

    27. Oktober 2012

    horrorfilmtipp: mum & dad.

    die meisten halten diesen film für vollkommen krank und abartig. ich finde ihn urkomisch. ich liebe den skurrilen britischen humor.

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