
Da haben wir doch tatsächlich fast unser ganzes Album namens 'Wir sind dann mal whack!' aufgenommen. Stolz, ja. Es fehlt noch ein ganzes Stück Arbeit und noch eine Aufnahme, aber wir sind guter Dinge, dass alles super und vor allem rechtzeitig zum Slam2012 wird. Und es hört sich wirklich gut an. Dieser Cro soll sich in Acht nehmen. Wen kennt der denn?

Und wenn man gleich mal 12 Stunden am Stück aufnimmt, kommt irgendwann die Studiokatze und sagt: 'Geht jetzt bitte nach Hause, sonst muss ich euch leider töten!' Zumindest, wenn man ihrem Blick glauben kann. Tagsüber schläft sie übrigens gern im Waschbecken und lässt sich auch nicht davon stören, wenn man ab und zu über ihr ein Wasserglas auffüllt. Wenn sie ganz wild ist, hängt sie auch einfach ihren Kopf in den Wasserstrahl und ist glücklich. Ich glaube, ich wäre eine sehr gute Katze, auch wenn ich vielleicht Schwierigkeiten mit Mausgeschmack und Laktoseintoleranz hätte. Nichtsdestotrotz, so als Anführer einer riesigen Katzengang, das würde mir schon gefallen. Und dann gemeinsam den Fischladen überfallen und auf angebissenen Thunfischen ins Fresskoma fallen. Ok, ich mag so gut wie gar keinen Fisch. Vielleicht wäre das ein Problem. Aber schon meine Oma sagte immer: Man gewöhnt sich an alles. Die lilanen Haare und dass sie mir immer verbieten will, Döner zu essen, stört mich ja mittlerweile auch nicht mehr.

Das obligatorische Zugfoto. Unterwegs mit Gullivers Reisen. Lustiges Buch. Endlich mal gelesen. Kam von einer edlen Spenderin über meinen Amazon-Wunschzettel. Danke sehr dafür, hab mich riesig gefreut. Damit ging's dann zum fröhlichen Freundebesuchen in das Land namens 'ein Stück über Berlin'. Dort spielte ich zum ersten Mal in meinem Leben Sportsimulationen auf der Playstation3 und musste traurigerweise feststellen, dass ich nur in Boccia unschlagbar bin. Boccia, na klasse.

Draußen ist es immer so gefährlich. Hier hatten wir gerade beschlossen, einfach nicht mehr rauszugehen. Wir bleiben jetzt für immer drinnen. Einkaufen gehen wir mit einem ferngesteuerten Auto, auf das wir einen Einkaufszettel und Bargeld legen und das wir dann zum Späti um die Ecke fahren lassen. Der Weg zum Briefkasten ist Abenteuer genug. Wer braucht eine Außenwelt, die so brauchbar ist wie die blaue Seite eines Radiergummis? Außerdem kann man auch vom Fensterbrett aus wunderbar provozieren und mit der Faust drohen, wenn unten Menschen mit G-Star-Raw-Klamotten vorbeilaufen oder der Postmann wieder fremde Pakete bei einem loswerden will.

Und dann mal wieder kurz in der Hauptstadt gewesen, um die Bauarbeiten am Flughafen Berlin Brandenburg zu verzögern. Ich find's immer noch schön in Berlin. Die Sams- und Sonntage fühlen sich hier so anders gut an. Und wenn man vor kurzem noch in Williamsburg war, sehen selbst die Hipster recht harmlos aus.

Ich mag es, wenn sich in Berlin niemand Mühe gibt, irgendwie nett zu Anderen zu sein. So als gäbe es in der ganzen Stadt nur grummelige Busfahrer. Übrigens gibt's in der aktuellen Zettelwirtschaft mal wieder einen Text von mir, der zufälligerweise auch vom Busfahren handelt. Hier waren wir übrigens in der krassen Weserstraße unterwegs. Dort, wo alle Straßen nach Flüssen benannt sind und es dann doch wieder nur die Spree geschafft hat, auch mal in Echt da zu sein.
Was fehlt: Nix.
* Bevor es Diskussionen gibt: Schwul ist kein Schimpfwort. Auch nicht, wenn man es schwuu schreibt. Huss und Hodn sind ganz und gar nicht politisch korrekt. Darüber hinaus benutzen sie viele Schimpfwörter, die man gemeinhin als diskriminierend bezeichnet. Das weiß ich. Und dass sie hier auftauchen, ist auch kein Statement dagegen. Aber sie haben Flow.








