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A Week in Pictures 15/2018

Und so beginnt sie wieder: Die Zeit, in der ich praktisch nur mit Sonnenbrille rausgehen kann. Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich finde Sonnenbrille supercool. Manchmal vielleicht ein bisschen unhöflich, aber halt trotzdem notwendig. Wenn man so lichtempfindlich ist wie ich, dann hat man zwischen April und Oktober nur zwei Möglichkeiten: Sonnenbrille auf oder die Welt nur durch zwei Schlitze sehen. Möglichkeit 1 heißt aber leider auch, dass man spätestens gegen Abend, wenn man die Sonnenbrille absetzt, fünf Minuten lang zum Gesprächsthema wird, weil man so einen schönen hellen Sonnbrillenfleck im Gesicht hat, während drumherum alles braun ist. Möglichkeit heißt hingegen, bis zu 90 Prozent der eigenen Sehkraft einzubüßen und noch dazu Krähenfüße des Todes. Sie sehen, mein Leben ist nicht einfach. Oder anders gesagt: Langweiliger wird es praktisch nur beim Echo.


Nicht im Bild: Skriptabgabe. Ist sogar ganz lustig geworden, glaube ich. Und dass, obwohl ich gar keine frauenverachtenden Witze drin hab, wie es in deutscher Comedy eigentlich mindestens zu 50 Prozent sein muss. Noch mehr freue ich mich eigentlich auf unsere kleine Miniserie. Aber ich darf nichts verraten. Außer vielleicht, dass ich die auch liebend gern auf 25 Minuten strecken würde. Aber mal sehen, wie sie überhaupt ankommt.
Links: Ich fühle mich ja so oder so in einer Uni schon deplatziert. Und dann auch noch eine Uni in Sachsen-Anhalt (Welch Oxymoron!), in der offenbar jede*r Studierende mindestens ein halbes Auto hat. Soll heißen, 50 Prozent aller Studierenden haben dort gefühlt ein Auto, damit sie auf gar keinen Fall in Merseburg leben müssen. Es ist ein schönes Spiel, über den Campus zu laufen und zu raten, welche Personen tatsächlich in Merseburg wohnen. Wobei man dazu einfach versuchen muss, Ingenieursstudenten zu erkennen, Informatiker und solches Zeug. Und das heißt oft schon: Wer ein Hemd trägt, ist definitiv nicht Sozialwissenschaftler*in und wohnt höchstwahrscheinlich also auch direkt in Merseburg. Aber schreiben kann man dort gut. Ich mag es ja, ab und zu mal den Platz zu wechseln. Nicht, weil ich Aussicht brauche, sondern weil es manchmal einfach nett ist, ein bisschen Abwechslung in puncto Umgebung zu haben. Im Arbeitszimmer sind die Vorhänge praktisch sowieso immer zu, weil ich sonst anfange, den Leute gegenüber bei ihren wichtigen Bürosachen zuzugucken, statt selbst etwas zu machen.
Rechts: Die wahrscheinlich ruhigste Barschicht der Welt und nebenbei Medium Cool gucken. Joa, aus cineastischer Sicht sicher ein wichtiger Film, aber sehen muss man ihn deshalb jetzt trotzdem nicht unbedingt. Wobei die Geschichte eigentlich ganz gut ist. Ein Kameramann ohne Gewissen, der Unfälle filmt, kommt langsam aber sicher dahinter, dass man nicht alles, was es gibt, filmen muss. Und dass bspw. bei Filmen auf Demos gern auch mal der Staat die Aufnahmen einfordert, um sie zur Strafverfolgung zu nutzen. Trotzdem zu lang das Ganze.


Links: Wiedersehen Nummer 1. Und gleichzeitig mal die USA-Pläne konkretisieren. Fest steht schon jetzt: Wenn ich zurückkomme, bin ich arm. Und rein theoretisch müsste mich ein ausgedrucktes Buch erwarten. Und eine zusammengepresste CD.
Nicht im Bild in diesem Sinne: Tipptipptipptipp. Jetzt gilt’s! Jetzt muss das Ding endlich fertig werden. Also was heißt fertig. Zumindest erstmal geschrieben. Dran feilen, ändern und umbauen kann man natürlich immer noch. Aber erst mal kriegen die üblichen Verdächtigen das Ding in die Hand und dann sollen die mal sagen, ob das alles vielleicht doch kein Schrott ist. Und falls sie es doch sagen, dann höre ich einfach nicht zu. Ehrlich, keine Ahnung, ob das gut ist oder nicht. Es gibt halbwegs einen Sinn, glaube ich. Und ich mag’s. Mehr will ich gerade gar nicht. Ein Bestseller darf es natürlich trotzdem werden, aber um daran zu glauben, bin ich leider zu sehr Pessimist. Und Realist vor allem. Vielleicht sollte ich hier und da noch eine Zaubereischule einbauen. Und Vampire. Zaubernde Vampire in der Schule. Wussten Sie eigentlich, dass ich Stephen King hasse? Nein, umgedreht, ich finde ihn großartig. Ich kenne kaum was und Vieles gefällt mir auch nicht, aber dann haut der halt einfach mal nebenbei Die Verurteilten raus. Hab ich bei Quizduell gelernt, dass das von ihm ist. Was ich schon vorher wusste: Stephen King hat eins der besten Bücher über das Schreiben geschrieben. Darin geht es nämlich gar nicht soooo sehr um Tipps, sondern zwei Drittel lang über sein eigenes Leben, wie viel Glück er hatte, wie viel Pech er hatte und dass Schreiben in erster Linie immer heißt, dass man erstmal schreibt. Ich glaub, diese Einsicht hat mir bisher am allermeisten geholfen. Mach einfach! Nichts ist schlimmer als nichts zu haben. Und „geschrieben haben“ ist immer ein besseres Gefühl als schreiben.
Rechts: Endlichmalwiedersehen 2.
Auch nicht im Bild: Wie ich vor dem Craftbeerladen angeschnauzt wurde, weil ich mir schönes Industriebier mitgebracht hatte. Craft Beer und ich, das wird einfach nichts. Dafür bin ich wahrscheinlich doch zu unelitär erzogen wurden. Soll heißen: Sobald Leute eine Wissenschaft aus Essen und Trinken machen, werde ich misstrauisch und sage Dinge wie: „Kein Aufwand bitte! Kartoffeln und Quark ist total super! Ich ess das gerne!“ Und es stimmt ja auch. Okay, bei Cola vielleicht, da er- und anerkenne ich Unterschiede, habe Präferenzen und könnte Diskussionen voller Verve darüber führen. Aber am Ende hieße das in meinem Fall trotzdem, dass mir die stinknormale noch immer am besten schmeckt. Oder Dr Pepper natürlich, an die kommt sowieso nichts ran. Außer vielleicht Cherry Coke. Wobei es ja auch Dr Pepper Cherry Coke gibt. Aber eigentlich will ich ja immer Zero. Und Dr Pepper Cherry Coke Zero gibt’s eben nur im Ausland. Obwohl ich es schon großartig fände, wenn die ein oder andere Craft Beer Bar von einem Cola-Laden ersetzt würde.


Rechts: Eigentlich wollte ich nur, dass kurz jemand mit mir spielt. Und plötzlich habe ich 100 Herausforderungen, weil alle Welt mal gegen mich gewinnen will. Traurigstes Ergebnis: Verlieren mit 15:16. Das tut einfach nur weh, Leute. Und falls Sie jetzt auch unbedingt gegen mich spielen wollen: Kann eine Weile dauern, es sind einfach zu viele Anfragen und ich kann mich ja nicht den ganzen Tag quizduellieren.
Links: Wenn wir das schon wieder (!) und schändlicherweise nicht live gucken konnten, so musste es doch trotzdem nachgeholt werden. Und wow! Wie krass war das denn? Einfach mal so bam! Bruna raus! Ohne Ankündigung, letzte Woche sogar noch gesagt: Hey, ist voll okay, wenn du nicht immer gleich alles verstehst, frag einfach nach, das wird schon. Und jetzt rumms! Zurück nach Hause. Und dann auch noch Victoria. Konnte ich ja eh nie soooo richtig leiden, aber eben doch mehr als Zoe. Wie krass, der beim Shooting noch zu sagen, dass sie gut war und sie dann einfach rauszuhauen, obwohl es noch einige Kandidat*innen gibt, die ich zuerst aussortiert hätte. Trotzdem, ich bin Team Sally. Wobei ich mir grad ein wenig Sorgen mache, wenn ich an den Teaser der kommenden Sendung denke. Falls es wirklich ein Nacktfoto von ihr gibt, dann kann ich mir schon vorstellen, dass sie sie deshalb raushauen. Aber wenn das passiert, dann ist immerhin klar, dass Toni das Ding gewinnen wird. Toni oder Sally. Und wenn Sally drin bleibt, dann eher Sally.


Rechts: Oooooch, der Wuschelhund. Wie lieb er da sitzt.
Links: Arbeitseinsatz uffm Land! Ich fühle mich mittlerweile schon fast heimisch im Baumarkt. Und am liebsten würde ich alle Geräte kaufen, damit ich dann so eine voll krasse Werkstatt habe und mir einfach so zu Hause das Jumanji-Spiel bauen kann. Und ich liebe den Akkuschlagbohrschrauber. Falls mir irgendwann mal eine Hand abfällt, dann lasse ich mir statt einer Prothese einfach eine Makita dranbauen. Oder einen Haken, wie ich das früher immer wollte. Arbeitseinsatz jedenfalls. Das heißt: Ganz viel Abschrauben, abschneiden und Entrümpeln, bis es dann irgendwann plötzlich irgendwo drunter anfängt zu summen und man keinen Mut hat, weiterzumachen. Und sich dann Hilfe holen muss, weil wenn’s summt, bin ich raus. Ich mag einfach keine Bienen, Wespen und Hornisschen schon gar nicht. Die machen ihr Ding, ich mache meins. Ich habe mich jahrelang geweigert, Biene Maja zu gucken, weil mir das einfach nicht geheuer war. Aber die Hilfe macht kurzen Prozess und dann kann’s am Ende auch weitergehen. Teil 1 ist geschafft. Wie viele Teile folgen werden, mal gucken. Oder wie meine Seelenverwandten bei Hornbach sagen: „Es gibt immer was zu tun. (Yippiejaja Yippieyippieyeay!)“
Nicht im Bild: Wie ich jetzt den besten Balkontisch der Welt besitze und ihn dank des Akkuschlagbohrschraubers quasi binnen Sekunden aufgebaut habe.
Auch nicht im Bild: Wie ich einfach diese Lehne vom Bett abgesägt habe. Mit einer Eisensäge! Per Hand! Ohne Akkuschlagbohrschrauber. Weil man damit leider nicht sägen kann! Und um mich mal wieder ein bisschen auf den Boden der Tatsachen zu holen (und vor allem nahe an einen Herzinfarkt). Meine Güte, war das anstrengend. Und wie laut vor allem. Die ganzen Omas im Haus sind sich vermutlich nur nicht beschweren gekommen, weil sie keine Treppen mehr steigen können. Okay, man hätte das sicher auch in zwei Sekunden abflexen können, aber eine Flex ist mir einfach zu unheimlich. Und ich kapiere bis heute nicht, wie diese komische Scheibe tatsächlich irgendwas schneiden kann. Und viiiiel lauter ist sie außerdem. Nee nee nee.

Was fehlt:

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