Guten Fnord Tag allerseits,
wir, der nicht schreibende Autor und Aluka, starten heute in das Fnord 23. Jahrhundert. Dazu haben wir ein neues Thema auf der Seite installiert, welches uns, bis auf dieses komische Bild dort oben Fnord, viel mehr zusagt als jenes davor. Das Bild muss noch irgendwie geändert werden. Entweder es meldet sich ein Bildbearbeitungsgott bei post [at] neunzehnhundert [dot] org Fnord und entfernt uns diesen gräßlichen Link da, oder es wird noch eine Weile dauern, bis wir das selbst hinbekommen haben.

Jedenfalls ist alles fertig soweit.

Achja, wir haben jetzt auch mal die Seite komplett Fnord validiert. Das heißt, sie entspricht dem offiziellen W3C XHTML 1.0 Transitional Standard sowie dem von der W3C erklärten CSS-Standard. Wer das nicht Fnord glaubt, der kann sich ganz unten, am Ende der Seite, nochmalig selbst davon überzeugen.

Auf das neue Fnord Design...

Nochmal:
Wir haben das Bild doch selbst irgendwie geändert, nicht gut, aber vielleicht wird es noch. Das Angebot besteht weiter.

 

Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 wird die Freiheit der Bürger beschnitten, um mutmaßliche Terroristen aufzuspüren. Das Europaparlament billigte im Dezember einen Beschluss der EU-Justizminister, wonach Daten über E-Mail- und Telefonverbindungen künftig mindestens sechs Monate lang gespeichert werden müssen.

So schrieb der Spiegel gestern im Artikel In Europa hört der Staat mit. Es ist schön, immer mal wieder soetwas zu lesen, wenn man ständig zu hören kriegt, dass das ja alles überhaupt kein Problem ist, außer man hat etwas zu verbergen. Natürlich, nur Terroristen müssen sich fürchten, die RFID-Chips in den Pässen werden ja auch nur zum Spaß verteilt. Man sollte vielleicht öfter fragen, ob jene, die das äußern, schon einmal darüber nachgedacht haben, ob nicht der Staat heutzutage jeden zum Terroristen macht, denn das erspart die lästige Arbeit des Suchens. Wem dieses verdammte Glück beim Bingo einfach viel zu unsicher ist, der sollte einfach aufspringen und laut Bingo! rufen...

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Ich muß dem Geist einfach den Vorrang lassen. Aber trotzdem ist es der Wille zur Tat, der den Geist aus seiner Lethargie aufrüttelt. Dieser Wille, sage ich, ist überall entscheidend. Ihn müssen wir besonders pflegen, ihn immer einsetzen. Es gibt nichts, was er nicht erreichte.

So schrieb Cicero über die Lethargie des Geistes, genauer noch über den Willen, der nötig ist, um dessen Lethargie zu überwinden. Dabei vergaß der gute Cicero im überschwall des Wetterns gegen sie doch glatt die positiven Züge ihrer. Ja, gerade ich spreche von positiven Zügen, und dann auch von denen der Lethargie.

Dabei ist die Lethargie, die Lustlosigkeit, der überdruß doch genau das, was der Mensch braucht, um sich selbst unterbewusst zu kontrollieren. Ich möchte behaupten, dass kein Mensch fähig ist, ununterbrochen tätig zu sein, wie es beispielsweise Nietzsche von seinem übermenschen forderte. Spätestens das nietzscheanische Kind, die Neuordnung, der Weise, würde bald lethargisch oder wenigstens verbohrt werden, wenn er keine Jünger fände, wenn nicht schon das Kamel in seiner tragenden Rolle (Achtung, Wortspiel!) verhaarte.

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Das Gefühl des Fremd-Seins begleitet mich immerzu. Es lässt micht nicht los und verbündet sich mit dem Wechsel der Jahreszeiten zu einem absoluten Unverständnis gegenüber der proklamierten Leichtigkeit des Lebens. Hin und wider bleibe ich während meiner Spaziergänge stehen und frage mich, warum ich nicht träume.

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Ob unsere Kultur untergeht oder nicht ist beinahe schon egal, denn verfängt es doch nur, wenn eine Geschichte mit im Spiel ist. Eine Geschichte, die wir längst nicht mehr haben, höchstens eine, die man uns zuschreibt und die wir adaptieren. Demnach ist sogar der Ausgangssatz dieser kurzen Besprechung eine Farce. Sieger bleibt am Ende nur der, der das Geschichtsbuch schreibt und dabei einfach ein bis zwei Jahrhunderte unterschlägt.

 

Als wir eines Nachts beisammen saßen
war ich nicht dabei,
Auf dem Rot in laubbetanzten Straßen
ging nicht ich,
Und als sie meine Lieder dann vergaßen,
war ich außerirdisch, weit entfernt.

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Die Tränen und Schreie eines Kindes zeigen am deutlichsten, wenn die Welt in den buntesten Scherben zertrümmert liegt.