# Kinobefehl: Exit Through the Gift Shop

ettgs

„I guess my ambition was to make a film that would do for graffiti art what ‘The Karate Kid’ did for martial arts — a film that would get every schoolkid in the world picking up a spray can and having a go…As it turns out, I think we might have a film that does for street art what ‘Jaws’ did for waterskiing.“

Zu erwarten war, trotz des obigen Zitats von Banksy, dass mir die Doku schon irgendwie gefallen würde, schließlich kann ich mich auch für Karate Kid, Liebe zwischen Vampiren und Menschen, Multieffektboards und viele andere Dinge begeistern, die einem Großteil der Allgemeinheit wahrscheinlich sowas von… Dass also nicht nur ich, sondern auch das Feuilleton bereits in überschwänglichen Metaphern applaudiert und die Doku ganz großartig findet, ist umso besser.

Auf der Internetseite zum Film steht, dass es um die “incredible true story how the world’s greatest Street Art movie was never made” geht und falls jemand glaubt, beim “Banksyfilm” gehe es hauptsächlich um Banksy, der mag vielleicht recht haben, aber wird ob der sich größtenteils nicht um Banksy drehenden Handlung ein wenig beunruhigt, doch am Ende keinesfalls enttäuscht sein (toller Satz, so viel Weisheit).

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

# Als sie plötzlich Absinth tranken

Folgen des Absinths

vlnr: Alleskönner Tobias Kunze und Poetry-Slam-Champion 2009 Scharri nach dem Tatwort Slam in Münster

# Aphorismus des Tages [174]

Und ich glaube, es geht die meiste Zeit gar nicht darum, jemanden überzeugen oder von etwas abbringen zu wollen, sondern allein darum, sich verständlich zu machen, verstanden zu werden und zu spüren, dass es nachvollziehbar wird, warum wir tun, was wir tun, denken, was wir denken und sind, was wir sind. Aber es schmerzt, zu sehen, wie wenig genau das im Endeffekt funktioniert, wenn wir zu ungeduldig und egoistisch sind.

# “Die Stille der Unschuld”

HelnweinFoto von Acción art arte 芸術 艺术

Ich glaube, jede Art von Kunst ist der Versuch, eine Gegenwelt zu erschaffen. Das heißt, es ist eine Unzufriedenheit mit der Welt, wie sie einem vorgesetzt wird, diese Bürger- und Spießerwelt, in die man hineingedrängt wird und aus der es für die meisten Menschen keine Fluchtmöglichkeit gibt. Für den Künstler allerdings schon. Und gäbe es diese Künstler nicht, dann würde jede Gesellschaft in kurzer Zeit zu Beton erstarren. (Gottfried Helnwein)

Gottfried Helnwein kennen viele sicher spätestens seit seinem großartigen Artwork für das Marilyn-Manson-Album “The Golden Age of the Grotesque”. Ich weiß nicht mehr, wann ich das erste Mal ein Bild, leider bis heute noch nicht eines in natura, von ihm gesehen habe, eines der bandagierten Kinder, und direkt begeistert war. 2003 erschien eine Dokumentation über Helnweins gleichnamige Installation “Neunter November Nacht” von 1988 in Köln (Teil 1 / 2 / 3). Im letzten Jahr erschein eine neue (und damit schon fünfte) Dokumentation über den Künstler namens “Die Stille der Unschuld”.

“Die Filmemacherin Claudia Schmid hat Gottfried Helnwein zwei Jahre lang begleitet und ihn in verschiedenen Schaffensprozessen in seinem Schloss in Irland und in seinem Atelier in Los Angeles beobachtet. Dabei gibt der Film einen sensiblen Einblick in die Intensität des künstlerischen Prozesses und in Helnweins persönliches Umfeld, das auch die Freundschaft zum kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger einschließt, der zu seinen Sammlern gehört. In der Verbindung von filmischer Beobachtung und Gesprächen über Kunst, Politik und Gesellschaft entsteht ein dichtes Portrait über einen kompromisslosen Freigeist von heute.”

Leider wurde die Doku nur auf dem Münchner Dokumentarfilmfestival gezeigt, bei dem ich nicht zugegen war und auch sonst konnte ich sie noch nirgendwo auftreiben (falls diesbezüglich und auch in Bezug auf all die anderen Dokus jemand Tipps haben sollte…). Umso toller ist es, dass ich heute durch Zufall auf einige Teile gestoßen bin. Der Übersichtlichkeit aller sieben (!) Ausschnitte zu Liebe gibt es diese diesmal erst nach dem Klick.

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# Da denkt man nichts Böses…

eeyore

“It’s snowing still,” said Eeyore gloomily.
“So it is.”
“And freezing.”
“Is it?”
“Yes,” said Eeyore. “However,” he said, brightening up a little, “we haven’t had an earthquake lately.”

(A.A. Milne: The House at Pooh Corner)

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