Und warum immer nur dabei stehen und mit großen Augen zusehen, wie alle Anderen ihre Zeit besser nutzen? Es braucht keine Erlaubnis von außen, genau jetzt endlich mit dem anzufangen, das du sowieso immer irgendwann machen willst. Wen sollte es kümmern, wenn es schief läuft? Die Leistungen der Anderen materialisieren sich nicht urplötzlich aus schamanenhaft herbei gebeteten Urwolken. Das, was dich dabei ehrfürchtig werden lässt, ist nichts weiter, als dass dir genau dann immer bewusst wird, dass sie schon so viel länger genau das getan haben müssen, was du nicht anzufangen in der Lage bist. Nicht nicht in der Lage bist, sondern einfach nicht anfängst zu tun. Dass das alles mit der Zeit kommt, heißt jedenfalls nicht, dass du nicht trotzdem selbst nachhelfen darfst. Sich zu trauen ist lustigerweise meist nur eine sekundenlange Handlung, die du bloß so sehr ängstlich auflädst, dass sie unausführbar scheint. Vielleicht hatte Marilyn Monroe ja recht, als sie gesagt haben soll: "Ist Ihnen je aufgefallen, dass 'Ach, was soll's?' immer die richtige Entscheidung ist?"


