Der Monat ist noch jung: Zwei Kerle, denen man die dicke Freundschaft mit Jack Daniels und Herrn Walker sehr gut ansieht, bezahlen dieStraßenbahnfahrt großzügig mit einem Fuffie und raunen ein lautes «Passt!» durch den Wagen. Einige schauen dem Treiben aus dem Augenwinkel zu, etliche schütteln den Kopf, alle breiten ihre Taschen auf den noch freien Sitzen aus.
Es ist paradox.
Das Leben ist ein Geschenk, sagt man und hangelt sich in Gedanken von Feiertag zu Feiertag, immer in der Hoffnung, die Zwischenzeit, Arbeit, Schule, Studium, kurz: das alltägliche Kränkeln, möge nur schnellstmöglich vergehen. Man schwingt sich an Sams- und Sonntagen dem Monatsende entgegen, immer vorwärts, ohne zur Seite zu schauen, bis man wieder mehr als ein Jahr hinter sich auf der Strecke liegen sieht und das Vergangene an gerade einmal ein paar größeren Brocken festmachen kann.
Man läuft und läuft, bis alle Kraft letztenendes aufgebraucht ist. Wird schwärmerisch. Wie viel man hätte tun können und sollen, aber nicht getan hat. Wie wenig im Vergleich dazu verwirklicht. Und will genau dorthin zurück, wo man Zeit seines Lebens nicht harren wollte.
Es ist paradox. Und man stirbt, schaut weg. Oder umgekehrt.













