Eine unendliche Ewigkeit elend unergiebiger Recherche, die Semesterferien flattern irgendwie ungenutzt vorbei und ganz schnell hast du sogar schon das neue Vorlesungsverzeichnis höhnend vor Augen. Plötzlich bist du dir nicht einmal mehr sicher, wie du das letztes Jahr mit der Bachelorarbeit innerhalb von drei Monaten hinbekommen hast – vielleicht produktives Wachkoma oder so etwas Verrücktes – und wie das im nächsten Jahr mit der Masterarbeit werden soll, am Besten gar nicht dran denken. Hat ja eigentlich bisher immer funktioniert, also erstmal auf die Kontingenz der Zukunft vertrauen und abwarten, wird schon werden. Und es dauert ein, zwei Wochen, ehe du dir sicher bist, dass es ganz bestimmt nicht von allein wird. Wenn du Glück hast, setzt dann der Stolz ein, während ein dicker Block Verpflichtungen näher auf auf dich zu rückt, der dir gar keine andere Wahl lässt, als es jetzt einfach zu machen. Und dann ist da wirklich dieses produktive Wachkoma, das dir am Ende einen winzigen Stapel Papier vorm Drucker hinterlässt. So einfach ist das, so einfach.

Tipp: 1) Man sollte sich niemals Themen aussuchen, die nur sehr spärlich erforscht sind, das ist halber Selbstmord. 2) Nicht von Guttenberg paranoid machen lassen und in einen Quellenbelegwahn verfallen. Trotzdem: Eine Woche vor der Buchmesse fertig geworden, und das, obwohl ich mich schon hatte die Nacht zum 31. März durchhecheln sehen. Jetzt: Aufpassen, nicht in Erfolgslethargie zu verfallen und einen weltbewegenden Roman schreiben, obwohl es zwei Texte für die Lesebühne für's Erste auch tun würden. Freunde, es geht wieder aufwärts.

2 Kommentare

  1. Veronika

    12. März 2011

    Erfahrungsgemäß dauert es umso länger, je mehr einem das Thema am Herzen liegt.

  2. André

    12. März 2011

    Ich hoffe mal, dass das du ein gutes Zeichen ist :)

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