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# Achtung Achtung und so weiter

Lieber Passagier,

Sie befinden sich gerade auf einem sinkenden Schiff. Bitte fangen Sie hysterisch an zu kreischen, rudern Sie wild mit den Armen und schlagen Sie andere Passagiere bewusstlos, wenn diese Ihnen die letzte Rettungsweste vor der Nase wegschnappen wollen. Beschuldigen Sie den Kapitän und beweinen Sie Ihre Angehörigen, während Sie durch die Gänge eilen, um schnell noch so viel Hab und Gut als möglich an sich zu binden und voll beladen wieder an Deck zu hetzen. Rufen Sie Ihre Kinder zu sich. Hoffen Sie auf einen Platz in einem der Boote.

Aber unter uns: Das Wasser ist so verdammt kalt, dass sie schon das heilige Kind persönlich sein müssten, um auch nur ein paar Stunden dort draußen zu überleben. Rettungsboote haben wir selbstredend viel zu wenige. Darum ziehen auch in Erwägung, hier nach unten in den großen Saal zu kommen. Ich habe gehört, dass die Schissband spielen wird, bis das Wasser die Resonanzkörper vollends ausfüllt. Der Scotch ist ausnahmsweise auch umsonst.

Bitte entscheiden Sie sich jetzt.

Ich werde diese Seite zum Ende der Woche hin vom Netz nehmen. Der Aufwand, sie zu betreiben, stieg mit der Zeit immer mehr, bis zu einem Punkt, an dem ich oft fast nur noch für die Seite schrieb und andere Projekte vernachlässigte. Das jedoch war von Anfang an nicht meine Absicht. Alles, was ich wollte, war eine Plattform, auf der ich all das veröffentlichen könnte, was zu schade dazu gewesen wäre, um es einstauben zu lassen. Aber die Texte wurden größer, länger und ich arbeitete noch viel nach, sodass ich irgendwann nur noch mit kleinen Fetzen größere Texte schrieb und es nicht in genau umgekehrter Folge tat, wie es hätte sein sollen.

Dies ist quasi eine Notbremse, um mich nicht an diese Seite zu ketten. Denn ich fände es nicht richtig, hier alles bestehen und nur Anzahl und Qualität der Beiträge sinken zu lassen. Und es ist gar nicht so leicht, sich immer wieder daran zu erinnern, dass Leser zwar willkommen, aber nicht ausschlaggebend sein sollten.

Innerhalb von 10 Monaten sind rund 41000 Hits, 150000 Impressions und 4000 Google-Anfragen auf dieser Seite zusammengekommen. Schätzungsweise etwas weniger als die Hälfte der Hits waren dann auch mal keine Bots, schätzungsweise etwa zwei Drittel davon kamen über die RSS- und ATOM-Feeds. And den besten Tagen gab es dann auch schon gut gern mal 500 Hits und mehr, wobei es sich letzthin zwischen 350 und 400 Hits am Tag eingependelt hatte.

Ich habe ein paar schöne Einblicke in die Welt der Blogs gewonnen, aber auch die Einsicht, dass es mit dem Schreiben an sich in dieser kleinen Internetwelt nicht getan ist. Ich wünsche allen Lesern eine gute Zeit und möchte noch ein paar Leseempfehlungen meinerseits mit auf den Weg geben:

http://www.myblog.de/500beine

http://mevme.com/lizblog/

http://burnster.de/

http://neue-bodenstaendigkeit.de/

Die kleine Umfrage bezüglich der Gedanken brachte wenig Erfolg, wenn das auch wie weniger große Rolle spielt. Zum Schluss noch die dazugehörige Auflistung (Sinnloses habe ich einmal außen vor gelassen):

(m) Angebot schreiben

(w) warum bleibt man einmam, wenn so viele die Einsamkeit verfluchen, keiner macht den ersten Schritt..

(m) Dass ich lernen sollte. Aber entsetzlich liebe. Und deshalb versuche, mich krampfhaft abzulenken.

(w) hab noch so viel arbeit vor mir…

(w) Mit Schale, Haut und Augen.

(m) Liebes Weltall…

(m) Partnerin

(m) An das Mittagessen.

(w) Baudelaire

(w) das ich anst habe das mein freund mit seiner ex wieder zusammen kommt

(m) tolle worte

Auf Wiedersehen! Es hat Spaß gemacht.

4 Reaktionen

tonjia tripolev, 16. Februar 2007

schade aber nachvollziehbar!
gerade die texte �ber peter haben mich so manche triste cad-stunde vergessen lassen
…oder mich einfach nur erheitert

Ich wusste doch, dass mir dieser Name irgendwie bekannt vorkommt.
Gr��e, und danke!

Du kommst sicher wieder, das ist wie mit dem Naschen. Man kann es nie ganz lassen, auch wenn es sch�dlich f�r die Z�hne ist.

[...] noch mit einem Fragezeichen versehen. Wie schon gesagt, hat der gute St. Burnster nicht Unrecht mit seiner Aussage, dass man nicht gänzlich ohne das auskommt, woran man sich gewöhnt. Und man beginnt zu [...]

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