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Ab jetzt Held

Wie gesagt, ich war bei diesem Twitterer- und Twittererinnentreffen. Das Ganze wurde von Martin und seiner Freundin organisiert. Martin betreibt wahrscheinlich 50 Internetseiten, 12 Blogs und einen Twitteraccount, ist Fotograf und hat nebenher noch genug Zeit, einem Brotberuf nachzugehen. Eines seiner zwölftausend Projekte (falls ich es noch nicht erwähnt habe: er ist sehr umtriebig) nennt sich 101 Helden, d.h. er fotografiert letztem Jahr 100 (die 101 hat er bei Aufgabenerfüllung für sich selbst reserviert, das ist okay) LeipzigerInnen und stellt deren Gesichter dann im Internet nebst Ort und ein paar Worten zur Person aus.

Das Beste daran: Mein Lesebühnenkollege Kurt Mondaugen ist auch dabei.

Das Zweitbeste daran: Twitterkumpan @HausOhneFenster ist auch dabei.

Das Drittbeste daran: Bisher sind auch 48 Andere tolle Menschen dabei (ich kenne die nur nicht).

Das Viertbeste daran: Ich! Zur Quasi-Halbzeit als 51ster Held. Das gefällt mir. Denn wenn ich mir die Auflistung der 101 Personen als Pyramide vorstelle, stehe ich sozusagen genau auf der Spitze. Das finde ich gerechtfertigt. Zwar ist mein Hemd viel zu weit offen und ich sehe auf dem Foto ein bisschen so aus, als hätte ich gerade wieder eine harte Sparringphase mit einem der Klitschko-Brüder hinter mir, was meinen Mund zu Schweppes-Logo-artigen Verzerrungen bewegt, aber das geht in Ordnung. Meine Eltern wird es trotzdem freuen, schließlich bezeugt das Bild immerhin, dass ich nicht den ganzen Tag zu Hause vorm Fernseher (moment, ich habe gar keinen Fernseher) hänge, sondern auch ab und zu mal auf einer Wiese sitze.

Morgen werde ich dann mal beim Bürgeramt heraus finden, ob ich den Heldentitel fortan auch im Personalausweis werde führen dürfen. Wäre zumindest eine nette Geste in einer Stadt, die sich selbst des Heldenpräfixes bedient, um kreative Menschen aus Berlin zum Zuzug zu bewegen.

In Kategorie: Tribut

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