Bevor jemand anderes diese großartige Entdeckung macht, statuiere ich hiermit offiziell das Herrmannsche Dilemma:
Hat eine Person ein überdurchschnittliches Reputationsniveau erreicht oder sich in anderer Weise verdient gemacht, sei es durch besondere Leistungen und daraus resultierendes Ansehen oder aber auch zufällig, und hat diese Person sich frührer Erfolge nicht oder nur wenig gebrüstet (bei zufälliger Reputation ist dies irrelevant), sondern sie schlicht als gegeben hingenommen, so kommt es zum Herrmannschen Dilemma: Die Person ist sich bewusst, über besagtes Reputationsniveau zu verfügen, kann sich jedoch fortan nicht mit Bezug auf selbiges rechtfertigen, ohne sich selbst in beschämende, plötzlich arrogant wirkende und das Reputationsniveau wieder schmälernde Situationen zu bringen. Sie muss zwangsläufig darauf verzichten, kann sich allenfalls durch Spott gegen sich selbst relativieren (“Selbstdiss”), Letzteres vermag jedoch nichts am eigentlichen Dilemma zu ändern.
Nota bene: Beim überdurschnittlichen Brüsten mit Erfolgen kommt es, auch prozessual betrachtet, notwendigerweise zur Herrmannschen Katastrophe, welche das erreichte Reputationsniveau ad hoc zu zerstören vermag.
Bisher gefundene Lösungen:
a) von Anfang an massiv arrogant auftreten
b) sich nicht um Prestige scheren
c) die Häme verkraften
d) in die USA auswandern
Und beim nächsten Mal: Herrmannsche Mikrobeziehungen
Das war’s dann. Vielleicht passt es manchmal einfach nicht. Schade, aber immerhin besser, es rechtzeitig einzusehen, bevor es richtig nervenaufreibend wird. Zu wenig Zeit, um das zu schaffen, was man sich eigentlich wünscht und ein Krampf, das dann beim Machen wieder und wieder einsehen zu müssen. Kann man nichts tun, außer vielleicht aufzuhören, so leicht in Floskeleleien zu verfallen. Kommt ja immer etwas Neues nach.
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Alle (und alle) sind sich einig, dass die Pause zum Jahreswechsel großartig war. Befremdlich dennoch, neuerdings so zahlreich vom “genug” und “zu viel” zu hören. Und dabei in einer schicken spanischen Bar zu sitzen, mit Indieboys und Indiegirls drumherum, die einem so wundervoll das Gefühl geben, hier nicht richtig zu sein. Mit Aperol (gespritzt) und dem angeekelt verzogenen Gesicht bei der Bestellung einer Cola (stinknormal, Marke egal).
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Was kommt nach Indie? Angekommen in der Vintage-Beliebigkeit, auf dem Weg zur bedingungslosen Egalität. Sich selbst preisend allein in immer ekelhafteren Ausschlägen, was noch kommt. Da muss man nicht mitmachen. Wer der Meinung ist, dass es nichts zu be/zer/schreiben gibt, als das eigene Scheitern, der soll eben weiter klagen, wie ein Knecht. Denn sollte nicht gerade das ein Tolles der Beliebigkeit sein, dass es so viel gibt? Anscheinend nicht. So viele Knechte. Lala.
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Ab 19.01. präsentieren die LVB auf ihren Seiten endlich das neue Internet! (Link)















