Team Totale Zerstörung zu Gast beim 6. Erfurtslam in Erfurt.

>>erfurtslamNo.6.mal drei

>>am 05. Dezember 2008, Einlass 21 Uhr

>>mit Mc Felix Römer Frank Klötgen, u.a.

>>F.R.E.I.-Fläche (Gotthardtstraße 21, Erfurt)

>>Infos unter www.erfurtslam.de und www.radio-frei.de

Ich schließe mich mal dem lieben Michael Bittner an:

Sarg Werner

Kein guter Firmenname: Sarg Werner in der Aachener City

Fast bin ich versucht, nicht länger zu glauben, dass es Zufall ist, wenn ich genau diese eine Veranstaltung gerade einmal nicht besuche, die ich überraschenderweise als Opferlamm hätte eröffnen sollen. ### Dass man selbst in Aachen, beim westlichsten Slam Deutschlands noch sehr nette Leute trifft, ist nicht verwunderlich. Dass deren Verwandte aber in Leipzig nicht die Unbekanntesten sind, macht selbst die äußersten Ränder des Landes noch heimischer. ### In Erfurt soll es verboten werden, auf offener Straße Alkohol zu konsumieren, ausgenommen auf dem Weihnachtsmarkt. ### Ich fühle mich schlecht, wenn mir morgens auf dem Weihnachtsmarkt, zwischen 10 und 11 Uhr, betrunkene Erwachsene entgegen fallen. ### Ich fühle mich gut, wenn ich ICE International fahren und den Zugbegleitern bei ihren (katastrophalen) 4-sprachigen Ansagen zuhören darf. ### Köln ist schön! ### Wenn man Hefte zusammenstellt, druckt und mitnimmt, dann sollte man sie auch aus der Tasche nehmen und anbieten.

Stigmatisierend: Pizza Hartz 4

Stigmatisierend: Pizza Hartz 4

### Ich mag es, wenn um mich herum französisch gesprochen wird. ### Es gibt Szenarien, in denen ich mich darauf freue, ausschließlich vegetarisch zu essen. ### Der wahre Obelix ist als kleiner Junge in eine Fritteuse gefallen. ### Am Bauzaun beim Erfurter Radio Frei, hinter einer zusätzlichen Holzplatte, wurde ein Plakat von Sebastian23 für die Ewigkeit konserviert. ### Stefan Dörsing zieht Scherben magisch an und kann wahrscheinlich sehr viele Leute in Grund und Boden beatboxen. ### Schon auf der vierten Seite von Eclipse
steht: “The word boyfriend had me chewing on the inside of my cheek with a familiar tension while I stirred. It wasn’t the right word, not at all. I needed something more expressive of eternal commitment…” ### Ich weiß nicht, wozu der Präventionszug da ist und bin zu faul, es heraus zu finden.

Zum Slam nach Kiel geht’s am 10.12.

Genaueres folgt, vielleicht.

Zum Kampf der Künste nach Hamburg geht’s am 11.12.2009.

Vielleicht schon ein wenig spät, aber immerhin. Vom 19. bis 22. November war das liebe Team Totale Zerstörung dazu eingeladen, sich an einer Tour mit den beiden großartigen Team Word Alert und SMAAT zu beteiligen. Die Tour sollte von Mainz über Marburg nach Tübingen und Stuttgart führen. Die Idee dahinter war, drei gute Teams, die dennoch in ihrem Stil jeweils unterschiedlich sind, auf eine gemeinsame Bühne zu bringen und somit ein abendfüllendes Programm zu gestalten. Organisiert wurde das Ganze von Lars Ruppel, seines Zeichens der Schulbusfahrer unter den SMAATies, und man kann getrost sagen, dass er das sehr gut gemacht hat.

19. November

Grenzenloser Komfort, sogar im Stehen

Grenzenloser Komfort, sogar im Stehen

Eigentlich wollten wir uns ja alle um 16 Uhr in Mainz, genauer gesagt im KUZ, treffen, um mal im Detail besprechen zu können, was wir denn am Abend auf die Bühne stellen würden. Deshalb waren der gute Julius und meine Wenigkeit auch schon um 12 Uhr am Bahnhof und alles schien gut, der Zug fuhr, die Laune war gut, die Aussicht, noch etwas an einem unserer Texte zu ändern, war ebenfalls gegeben. Also zuerst einmal den Laptop ausgepackt, ein bisschen Anno und Need for Speed gespielt und nebenbei gerätselt, ob der junge Mann uns gegenüber nicht vielleicht ein Musiker mit Künstlernamen Dashboard Confessional sei. Aber schon in Bebra sollte sich der ganze Spaß verflüchtigen, ein Stellwerk war ausgefallen und verführte unseren Zug zu einer viel zu langen Tour de Farce durch Sachsen Anhalt mit Raucherpause (tatsächlich Raucherpause) in Sangerhausen und schließlich nach Kassel. Prinzipiell hätten wir zwar bereits 16 Uhr in Mainz sein sollen, aber um 16 Uhr in Kassel zu sein fanden wir auch ziemlich toll und bestiegen deshalb sogleich einen Zug Richtung Frankfurt, sodass wir irgendwann doch noch einmal an den Ort unseres Verlangens gelangen könnten. Verständlicherweise hatten viele Menschen ähnliche Gedanken, was nicht zuletzt der Sitzplatzsituation wenig zu Gute kam.

Quatsch im Zug / Ninjafischer

Quatsch im Zug / Ninjafischer

19 Uhr dann, mit nur 3 Stunden Verspätung und den ersten Brocken Nahrung des Tages im Magen kamen wir dann doch endlich im KUZ an, sehnlichst erwartet von den SMAATies und Word Alertlern. Felix hatte schon so gut wie eine ganze Setlist gebastelt, mit uns als Erste natürlich, weshalb wir die verbleibende Stunde bis zum Auftritt dazu nutzen konnten, Quatsch zu machen. Dabei blieb das Konzept von Beginn bis zum Ende der Tour fast gleich. Jedes Team hat 4 Auftritte, dazu jeweils 1 Special, in dem ein einzelnes Teammitglied etwas vorträgt oder “teamübergreifende Maßnahmen” präsentiert werden, sowie zum Abschluss ein Stück, das uns alle 9 auf der Bühne brauchte.

Schon als wir angekommen waren, hatten wir die Schlange vorm Eingang bemerkt, aber was Ken Yamamoto da in puncto Zuschauern ins KUZ beordert hatte, spottete all unseren Vorstellungen. Über 400 Leute waren da, nur wegen uns 9 Menschen da, um sich unsere Show anzuschauen und schon beim ersten Text war klar: die Leute haben Lust darauf, die Leute haben Spaß daran, die Leute feierten sich und die gesamte Veranstaltung, es war traumhaft.

Julius genießt den Komfort

Julius genießt den Komfort

Leider mussten wir, da wir die Nacht in Marburg in Lars’ großartiger WG verbringen wollten, Mainz gleich nach dem Auftritt verlassen und mussten uns deshalb das Bad in der tosenden Zuschauermenge verkneifen. Aber es hat auch seinen Reiz, voll bepackt aus dem Hintereingang zu trotten, während sich gerade die Zuschauer auf den Weg nach Hause machen. Sie dann noch dabei zusehen lassen, wie der große Reiserucksack einen im Taxi fast erdrückt und dann im Zug langsam, ganz langsam immer müder zu werden. Auf dem Weg noch betrunkene Burschenschaftler getroffen. In der WG dann noch ein kurzes Pläuschchen und vorbei war der erste Streich.