Idealismus zum Schein wächst besonders gern an eben jenen Stellen, an denen man schmerzlich etwas vermisst.
# Aphorismus des Tages [158]
Unter der warmen Brandung der Möglichkeit schmelzen Prinzipien wie Eisberge.
# Hyperfiction-Döner
Sie fragt, ob sie etwas von meinem Döner haben könne. Ich sage, dass das kein gewöhnlicher Döner sei. Sie fragt, was das denn für ein besonderer Döner sei. Ich sage, dass das ein Hyperfiction-Döner sei. Sie fragt gibt’s das? Ich sage ja. Einen Hyperfiction-Döner gibt es. Und er unterscheidet sich von einem echten Döner nur marginal dahingehend, dass er nicht echt ist und man ihn deshalb so isst, wie man früher Text-Adventures gespielt hat. Sie sagt super. Ich sage ja. Ich sage ich nehme ich den Hyperfiction-Döner auf. Ich wiege den Hyperfiction-Döner genüsslich in meiner Hand auf Höhe meiner Lefze, ich beiße genüsslich zu. Sie fragt, ob sie etwas von meinem Hyperfiction-Döner haben könne. Ich sage klar. Ich sage ich reiche dir den Hyperfiction-Döner und wünsche einen gesegneten Appetit. Sie sagt danke und sagt ich nehme den Hyperfiction-Döner und beiße hinein. Sie sagt er schmeckt hervorragend, ich nicke, sie nuschelt ein wenig, sie sagte ich reibe mir meinen gut gefüllten Bauch und reiche dir die übrig gebliebene Verpackung. Ich sage ich entsorge die übrig gebliebene Verpackung. Ich sage ich bin stolz darauf, wie schnell sie lernt.
# Frischer Wind
Auf der Straße zerfließt ein dicker Mann. Einfach so. Während alle von der Haltestelle aus zusehen. Er hinterlässt eine crémig weiße Schicht. Ein Gehirn ist nicht zu erkennen. Gegenüber brennt eine Sporthalle. Bald darauf kommt die Feuerwehr und schüttelt kleingehackte Bäume auf den zerflossenen dicken Mann. Der Regen schmeckt und abgestanden. 33er Jahrgang. Eine Katze klettert eine Hauswand nach oben. DIe Straßenbahn überfährt zwei rote Ampeln.
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In der Nationalbibliothek bin ich nun bekannt, nachdem die Ausleihefrau mehrmals meinen Namen durch den Gang brüllte, ich aber nicht reagierte, sondern faszinierte in der Gegend herumstarrte. Ich hatte ihr gesagt, dass ich Politik studiere und sie hatte sich gewundert, warum ich mit die Zeitschrift für Luft- und Weltraumrecht bestellt habe. Doch ich hatte ihr nicht geantwortet, um mir ein Bisschen Mystik zu bewahren.
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“Jaja, das Völkerrecht. Viel Geld, viel Koks. Und niemand schert sich darum. In doppelter Hinsicht.”
# Is this real life?
Standardrepertoire, nur großartig, das an einem Siebenjährigen zu sehen:
- • Is this real life?
- • Only now … only now I … I’ve two fingers. Four fingers!
- • I can’t see anything!
- • Aaaaaaaaaaaaaah!
- • I don’t feel tired!
- • Do I have stitches?
- • Why can’t I touch it?
- • You’ve four eyes!
- • I feel funny.
- • Why’s this happening to me?
- • Is this gonna be forever?
Gefunden hier. Dankeschön. Ich muss es immer wieder anschauen.
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