# Slam2008 [5] – Die falsche Entscheidung

Meine Stimme ist hinüber. Langsam habe ich echt Angst, im Halbfinale,  in dem Julius und ich gegen einander antreten werden, gar keinen Ton mehr heraus zu bekommen. Schlimmer noch aber im darauf folgenden Teamfinale, auf das wir uns beide so gefreut hatten.

Nachdem ich morgens um 13 Uhr zum Europameeting aufbreche, um dort unsere Slams zu vertreten, was eigentlich Christian übernehmen sollte, da er sie für die eigentlichen Vertreter vertrat, schreckliche Geschichte. Jedenfalls ich dort. Interessant. Aber so eine richtige Lösung tut sich da nicht auf. Mehr Transparenz, Weiterreichen von guten Leuten und Erfahrungen garantiert, noch ein Red Bull und weg.

Dann wieder Vorrunden. Und Essen. Essen machen die Schweizer sehr gut. Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir einmasl täglich eine warme Mahlzeit gestellt bekommen, was sehr nett ist und zudem noch sehr gut schmeckt. Bis auf heute. Da kommen wir nur eine halbe Stunde nach Beginn und schon ist das Essen alle. Natürlich genau bei mir ist das Essen alle. Ich bekomme Rester. Die nach mir Folgenden bekommen jeweils immer etwas anderes. Ich freue mich.

Menschen rufen mich an. Ich erkläre ihnen, dass ich in der Schweiz bin und das teuer werden kann. Teuer vor allem für mich. 20 Euro Telefonkosten in 3 Tage für, sagen wir mal, 10 SMS und 2 (angenommene) Anrufe, juhu.

Dann Teamfinale. Richtig voll ist das. Richtig toll das alles. Wir wieder Platz acht, könnte ich mich dran gewöhnen. Vor uns Word Alert, SMAAT, TeamLSD und viele andere. Wir machen natürlich den falsch Text, aber Volker Strübing hat das schon weitaus treffender beschrieben:

wir hatten einen Text über Texte und über Slam geschrieben, voll die superoriginelle Idee; prompt hatten noch vier oder fünf andere Teams denselben Gedanken, und als schließlich das grandiose Team Totale Zerstörung an ihrem eigentlich superen späten Startplatz nochmal über Texte und Slam texteten und slammten, hatten sie keine Chance mehr …

Bisschen Trauer zuerst. Dann aber nicht mehr, weil egal. Lieber ins Bett, weil am nächsten Tag wohl endgültig krankheitstechnisch am Boden. SMAAT, LSD, Lesedüne und kuk im Stechen. TeamLSD gewinnt. Ich gönne es ihnen sehr.

Essen: Komischer Reis mit komischem Gratin mit komischem Käse und Toast Hawaii

# Slam2008 [6] – Finaaale

Irgendwie sind mittlerweile alle sichtlich fertig. Irgendwann nachmittags treffen wir uns alle in der Poetry Lounge, gehen dann essen (!), gehen wieder zum Schiffbau und zu den letzten Halbfinalrunden. Nun ziehen noch Sebastian23, Micha Ebeling, Johanna Wack und Sven Kamin mit ins Finale ein, zu dem sich Florian Cieslik, Julian Heun, Gabriel Vetter und Vincent Welt schon am Vortag das Ticket gesichert hatten.

Halle 1 ist wieder voll, wir dürfen nicht sitzen, müssen stehen und darauf warten, dass uns kollektiv die Beine abfallen. Diesmal Cup-System, alles sehr schön, Julian Heun weiter, Johanna Wack weiter, Gabriel Vetter mit Mundart über Micha Ebeling (dessen Text dennoch sehr toll ist) und Sebastian23 natürlich auch weiter.

Zweite Runde, Julian über Johanna, Gabriel mit erstaunlich schwachem Text hinter Sebastian.

Sebastian über Julian.

So schnell kürt man Champions.

Glückwunsch!

Essen: Cordon Bleu mit Pommes

# Slam2008 [7] – Zurück

Ich verschlafe. Passiert mir selten, aber wenn, dann immer dann, wenn ich es nicht gebrauchen kann (Reim im Blut).

Wir fahren wieder acht Stunden, vielleicht auch länger. Ich schlafe die meiste Zeit, vielleicht auch länger.  Wir kommen im Dunkeln an. War schön. aber anstregend.

Für die ganz Hungrigen hier die Ranglisten: http://www.slam2008.ch/?page_id=68

Und vom Schweizer Fernsehen die Finalauftritte als Video: http://www.sf.tv/sf1/kulturplatz/manualx.php?docid=slam-poetry

# Requiem für einen Zahn

Heute habe ich im Spiegel gesehen, dass sich mein Backenzahn langsam aber sicher dunkel verfärbt. Ich habe beim Zahnarzt angerufen, aber die Sprechstundenhilfe versicherte mir, dass sie keine Vollnarkosen anbieten. Um also nicht zum Arzt zu müssen, habe ich „dunkler Zahn“ gegooglet und mich daraufhin gleich wieder ins Bett gelegt. Laut Internet bin ich jetzt sowieso krankgeschrieben.

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

# Gipfeltreffen d. Lesebühnen, DD

Im Rahmen des Literaturfestivals Literatur Jetzt! findet auch in diesem Jahr das große Gipfeltreffen der Lesebühnen statt, zu dem ich dieses Mal gemeinsam mit meinem geschätzten Kollegen Julius Fischer auch anreisen darf. Da mir Nächeres noch nicht bekannt ist, wird dies bald nachgereicht.

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