# Das Zweijährige

Nun, gestern war es dann auch so weit: das zweijährige Bestehen von Neunzehnhundert.org war gekommen und eigentlich so unbedeutend, dass ich es gleich einmal verpasst habe. Nichtsdestotrotz fand ich es dann aber doch erwähnenswert.

Danke an dieser Stelle an alle Leser, Bots und Kommentierenden. Ich wünsche weiterhin viel Spaß hier.

# zulassen lernen

anfänger
anfänger
anfänger
sagen sie
immerzu
wenn du zweifelst

diese globalisierte welt
mit prioritätspisse
mit berufsblödsinn
mit mobilitätsmist
mit corporatekacke
mit skillsscheiße
mit abilityarschlecken
und glücksgegnern

und die stadt verliert
eine ihrer säulen
die tage werden spröde oder
nur ich

und falsch steigt die Sonne
in den himmel
während es dunkel bleibt
in mir

und wie sollte man tun
wenn alles wegbricht
als sich einzulassen oder
einfach abzuwarten

und wie nicht ängstlich sein
wenn es so gut ist
dass es wie geträumt ist
nur echt

und du kommst zurück
wie der frühling
hast ihn im gepäck oder
er dich

ja
ja
ja
es drauf ankommen lassen
trotz angst
gerade deshalb

# Aphorismus des Tages [144]

Zwischen all der Ruhelosigkeit immer ein Wunsch nach Ruhe.
Im Unsteten immer ein wohlig warmes Gefühl ob des Stetigen.
Dem Chic des Ausgefallen das Spießbürgerliche entgegen setzen.
Und beides brauchen.

# Anleitung zum (Un-?)Glücklichsein II

Unter den Kameras am Bahnhof über innere Sicherheit debattieren.

Nachts chic Burger essen gehen.

Im Kino Nachos durch die Reihen reichen.

Von Barkeepern nach Texten gefragt werden,
aber nur ein Blog nennen können.

Mittags schnell mal zur Apotheke rennen.

Auf dem Augustusplatz Hochsprungwettbewerbe gewinnen.

Rückwärts auf einem Bein über Pfützen springen,
dabei hinfallen und nass werden.

Vorm Morrisson’s nicht von Gesetzeshütern kontrolliert werden.

Auf dem Fockeberg Sonnenaufgänge anschauen.

In Sommerfeld Sommer und Felder suchen.

Nach Wahren fahren.

Und nach Knautkleeberg.

Beides skurril finden.

Die Buchmesse erst recht.

Und die Gieszer16 überhaupt nicht finden.

Verdunstenden Regen auf der Karli einatmen.

Sich dabei Frühling fühlen.

Und die immer wiederkehrende Traurigkeit streicheln.

Nachts am Fenster Flugzeuge sehen,
sie aber für UFOs halten.

Wolken wegpusten, Sterne angucken.

Mit dem Fahrrad durch Straßenbahnschienen rutschen.

Da sein.

Da bleiben.

# LivelyriX Poetry Slam, Leipzig

Wieder einmal wird im schönen Ilses Erika in Leipzig gelesen.

Eintritt: 3/4 Euro
Einlass: 21:00 Uhr
Ort: Ilses Erika, Leipzig

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