Bevor es hier hoffentlich in aller Bälde wieder etwas mehr Inhalt geben sollte, möchten wir allen Lesern, Nicht-Lesern, Freunden, Feinden und Bots ganz offiziell ein frohes Weihnachtsfest wünschen.
Dass auf jedes Hoch auch immer ein mindestens genau so langes Tief folgen muss, hätte allen voran ich am Besten wissen müssen. Aber trotzdem sind wir unterwegs, sitzen in der S-Bahn und tingeln dem Abschluss, Abschuss, wie auch immer man es sich vorgenommen hat, entgegen.
Wir kahnen in die Nacht hinaus, um der eigenen, neujährlichen Enge zu entfliehen. Ohne es wahr haben zu wollen, sind wir längst gefangen in jener Regelmäßigkeit, die es früher edel galt zu hassen, sind unterwegs, zu finden, wonach wir suchen und uns darüber klar zu werden, was das wiederum sein mag.
Glücklicherweise wohnte ich schon seit einiger Zeit mit Johannes und Jana zusammen, anderenfalls möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie es womöglich allein geendet hätte. Man hört es ja immer wieder, wenn man sich mit Dutzenden von Schreiberlingen umgibt. Dass es ein Tanz auf schmalen Graden und gefährlich sei. So war ich, ohne es zu bemerken, in den Sumpf der Schreibwut abgerutscht.
Sich oder das, was man zu sein glaubt, wiederzuerkennen zwischen all jenen, die man die ganze Zeit über ist, zwischen denen man wechselt, die sich überlagern, angreifen, zerstören und viel zu oft vor allem widersprechen. All dies kann wahrscheinlich erst dann möglich werden, hat man sich auf ein vorherrschendes Selbstbild geeinigt. Aber eben dann gäbe es die gesamte Fragestellung nicht länger. Ein unbefriedigender Zirkel, wenn der das Gelöst-Sein eines Problems gleichzeitig in der eigenen Lösung begründet liegt. Insbesondere dann, wenn das Problem schwerwiegend ist.
Die Flüchtigkeit der Themen. Die Härte der Themen. Die Brachialität derselben.
Dass die meisten ihren Zauber bereits bei der Beschäftigung mit ihnen verlieren, ist zwar ein leicht zu erkennendes Qualitätsmerkmal, aber nichtsdestotrotz weit mehr Splitterbombe, alles zerfetzend und zersetzend, was man sich mühselig bereitgelegt, was drei Blicke in einen Opal bedeuten, sobald man es erst einmal angefasst.













