Hemden, die langsam, aber sicher mit der Lehne des alten Holzstuhls verwachsen. Das überlaute Ffffft, wenn drei Viertel der Seminarteilnehmer ihre verschwitzten Schenkel von den Sitzflächen abziehen. Die vielen Deotode und die olfaktorische Körperbörse, die wahrscheinlich am Ehesten der Geräuschkulisse des Gare du Nords ähnelt. Die mit jedem Grad mehr keifende Lust, selbst den Teilnahmeschein über den Jordan zu schicken und stattdessen an irgendeinen See zu fahren.
Das zweite Sommersemester war überstanden. Mein Kalender zeigte stoisch März, obwohl es bereits ein besonders heißer Juli war, der gegen Mittag endgültig meine Schläfrigkeit übermannte und mich aus dem Bett hievte. Ganz behutsam tastete er sich durchs Zimmer, zupfte immerzu an den Ecken meiner Decke, sodass der kühlende Wind des sechsten Stockwerks darunter, eng an mir entlang und oben wieder unter ihr hervor rauschen konnte. Die Sonne hatte die dunkelblauen Blumen der Gardine auf das Parkett übertragen, mit kleinen orangefarbenen Tupfern in ihrer Mitte. Vom Bett aus gesehen ähnelte es fast einer surrealen, wild bewachsenen Wiese.
Trotz der geschätzten dreihundert Grad draußen war der Boden eiskalt. Es durchzog mich wie ein blauer Blitz, als ich den ersten Fuß darauf setzte und weiter zum Fenster tapste. Der letzte Abend war wieder einmal dem üblichen Prozedere unterlegen gewesen. Allzu viel war mir davon nicht im Gedächtnis verblieben. Wir, Peter, Patrick, Tina und ich hatten auf den Abschlussfeiern der Fachschaften vorbeigeschaut und uns über die umher torkelnden Erstsemester amüsiert. Dann waren wir wohl anderenorts hängen geblieben.
I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]














