Seit Peter sein Vordiplom, wenn auch mit einiger Verspätung, in der Tasche hatte und nur noch an besonders ruhigen Wochenendsvormittagen an seiner Abschlussarbeit herumfeilte, sah ich ihn noch weniger als es sonst ohnehin schon der Fall gewesen war.
«Endlich habe ich wieder etwas Zeit.», pflegte er seither zu sagen und unterschlug damit bereitwillig seine lächerlichen 18 Semesterwochenstunden der letzten Jahre. Ihn aber auf diese Wichtigkeiten, mit denen er sein neu gewonnenes Gut zu füllen vorsah, musste ich mir schnell abgewöhnen. Ihn damit zu konfrontieren, dass er seine Freizeit im Endeffekt doch nur auf das Gewohnte, das lange Ausschlafen, die ausgedehnten Tage mit Patrick und die Nächte im Delirium, wenn auch großzügiger verteilte, war keine gute Idee. Peter hatte schon immer diesen Hang dazu, sich zu schnell zu sehr aufzuregen. Und in Anbetracht dessen, dass er ja immer noch beim Boxen den Gesichtern seiner Kontrahenten eine hübsche dunkelblaue Farbe verlieh, ließ ich es lieber sein.
Ich hatte ja sowieso genug zu tun. Wenn ich Peter sah, dann war das höchstens abends beim Essen oder in den wenn es darum ging, wer wieder dieses oder jenes aus dem Kühlschrank geklaut hatte. Ansonsten verbrachte ich meine Zeit wie zu jedem Semesterbeginn meistens in den Bibliotheken der Stadt, um meine Hausarbeiten so bald als möglich fertig zu bekommen und so die Aussicht auf ruhige Semesterferien zu haben.
I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]