Es war an einem Mittwoch, so gegen halb elf. Der einzige Tag während des fünften Semesters, an dem ich mich vor 11 Uhr aus dem Haus in die Uni bequemte und auf dem Nachhauseweg der Mensa einen Besuch abstattete. Sie hatten gerade begonnen das Mittagessen anzubieten. Ich zottelte mit meinem Tablett zu einem Tisch nahe der Tür hin, um mich nicht, sobald die erste Welle der Hungrigen einfallen würde, durch die vollgestopften Reihen zwängen zu müssen.
Auf meinem Teller hatte ich das Wahlessen Nummer 1, zwei wabbelige Spiegeleier, deren Oberfläche nur farblos schimmerte und zu zerlaufen drohte, dazu einen Hieb Bratkartoffeln und ein Stück Sülze, das ich mir hatte aufdrängen lassen. Immer mehr Leute ströhmten in den Saal, die Klangkulisse erweiterte sich mit jeder Sekunde zu einem verzerrten Gebrabbel, das alles, selbst die Gedanken untermauerte.
... Read More

