Als Peter mich aufgeweckt hatte, was es schon wieder dunkel geworden. Ich hatte ihn nicht gefragt, wo er den Tag über gesteckt und was er getrieben hatte, aber seine Freude hatte ihm immer noch ins Gesicht geschrieben gestanden. Der Schlaf für mich hatte Einiges geklärt. Nichts beseitigt, aber wenigstens hatte er erst einmal alles vertrieben. Diese hässliche Mischung als Leere ob der Nachricht vom Tod meiner Tante und jener von Peters bstandener Prüfung. Mit meiner Tante war es wieder ein Mensch weniger geworden, der es gerechtfertigt hätte, nicht ganz allein auf der Welt zu sein.

Ich hatte mich vom Bett hochgerafft und war durch durch die kleine Wohnung getaumelt. Dann einen Kaffee zum Wachwerden, ehe Peter schon wieder gedrängelt hatte. Er hatte es ernst gemeint mit seinem Satz, dass er mich an diesem Abend noch unbedingt in irgendeine Kneipe schleppen wollte. Und dann hatte er schon wieder ungeduldig in der Tür gestanden, sie immer provokatorisch geöffnet, sobald ich auch nur in ihre Nähe kam und noch einmal ins Bad abbog, damit ich auch ja mitbekam, dass er es eilig hatte.

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

Oliver Reichenstein versucht eine Art Norm für besser lesbare Internetseiten unters Volk zu bringen, die er ganz plakativ 100% Easy-2-Read nennt. Kurz gefasst heißt das: große Ausgangsschriftart für die eigene Seite, am besten den Urstandard der Browser von 16 Pixeln, eine Zeilenhöhe größer als 100%, am besten um die 140%, Farbkontraste zwischen Text und Hintergrund, angenehm kurze Zeilen, kein Gequetsche usw. usf.

Als Freund der Normseite habe ich das dann doch auch wieder hier eingeführt. Ich hoffe es gefällt und liest sich vorallem besser. Hinweise und Verbesserungsvorschläge sind natürlich willkommen.

via Praegnanz.de

Außerdem gibt es seit kurzem eine Aktualisierung des Moduls/Plugins WP Tiger Administration für WordPress. Ziemlich gelungen, wie ich finde. Und vorallendingen funktioniert auch endlich das Abmelden.

A complete redesign has pushed WordPress Tiger Admin into version 3. It boasts a more streamlined design, better plugin compatibility, and general all-around goodness. I’m very happy with the changes that were made. It’s taking on much more of my style, while leaving in a little OS X feel to it.

Bilder gibt auf der Seite des Programmierers genügend, hier nur einmal eines zur ersten Illustration:

wordpress_tiger2

via Basicthinking.de

Was macht das Erlebnis einer Reise aus? Die Reise und das Erlebte, die Erinnerung daran, die Freude an der Sache an sich oder die bloße Vorstellung davon bei sich und Anderen? Wahrscheinlich sind es die Erinnerungen und Vorstellungen davon, also die individuelle Färbung des Ganzen.Wir spinnen uns kleine Filme, in denen wir das nicht haben wollen, was nur zu etragen ist oder war, sondern alles auf das Schönste reduzieren, beziehungsweise unsere Nebensächlichkeiten zum Besonderen machen.
Nur deshalb sind die Einträge über die Leben verschiedener Menschen in den Lexika so elend kurz, dass es schon beleidigend ist.

Wikipedia: Tucholsky

Heute, vor gut und gern 71 Jahren starb am 21.12.1935 der großartige Kurt Tucholsky. Wir gedenken ihm als einen der größten und widersprüchlichsten Schriftsteller und Journalisten vergangener Zeiten. Wer kennt ihn nicht als Ignatz Wrobel, Theobald Tiger, als Kaspar Hauser oder Peter Panther?Allen, die jetzt innerlich ins Staunen gekommen sind, sei geraten, sich Tucholskys grandiose Artikel in der Weltbühne zu Gemüte zu führen, oder den vorgelesenen Werke von Vorleser.net zu lauschen.

Zur Feier der Gemeinfreiheit trotzdem den immer wieder gut zur Politik passenden Text, der oft genau vor Landtags- und Bundestagswahlen durch die Zeitungen tingelt:

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

Wikipedia: Samuel Beckett

17 Jahre lang ist schon wieder einer bedeutsamsten Schriftsteller des vergangenen Jahrhunderts tot. Und so langsam neigt sich das Beckett-Jahr seinem Ende zu.

Samuel Beckett, geboren am 13.04.1906 starb am 22.12.1989.

Ein Wunder eigentlich, dass gerade jetzt nicht wenigstens einige seiner Werke in den Theatern aufgeführt werden.
Die Veranstaltungen beschränken sich dennoch, wenn überhaupt, auf Warten auf Godot, und währen meist nicht lang. Vollkommen zu Unrecht, haben wir es doch mit einem Meister der tiefsten Themen der Philosophie vor unterhaltsamem und tragikomischem Hintergrund zu tun.

Beckett war ein Mann, der eigentlich recht spät erst angefangen hat, ernsthaft zu schreiben, insofern man dies überhaupt über das Schreiben sagen kann. Und erst sehr spät gelangte er überhaupt zu der Aufmerksamkeit, die seinen Werken gebührt. Einer, der es ist nicht leicht mit dem eigenen Kopf hatte. Umso mehr ist es zu verstehen, wieso er sich selbst mit den Jahren zu immer abstrakteren, eigentlich eher immer deutlicheren, Darstellungen seiner Themen manövrierte. Mit kleinen Erzählungen und Romanen angefangen, über Theaterstücke zum Film und schließlich über die Hörspiele beim Fernsehen angekommen, fand Beckett erst spät das Medium, mit dem er meinte am besten arbeiten zu können.

Estragon Wir finden doch immer was, um uns einzureden, dass wir existieren, nicht wahr, Didi?

Wladimir ungeduldig Ja, ja, wir sind Zauberer.

Ich habe schon Einiges hier über ihn geschrieben, viel zitiert und den kleinen Ausschnitt aus dem Endspiel gibt es auch noch.
Trotzdem, zur bessere Orientierung, noch einmal alle Verweise direkt:

20.09.2006 – “Wenn ich falle, werde ich weinen … Vor Glück.”
01.09.2006 – So ist der Mensch nun einmal
28.08.2006 – Wir können einfach nicht
19.07.2006 – Wir können nicht
02.07.2006 – Aphorismus des Tages [61]