Ein bisschen Herzblut war ja schon dabei. Aber es war noch eine ganz andere Zeit. Solidaritätsprinzip, das hatte sich damals noch nicht ausschließlich auf die Versicherungen beschränkt. Es hieß auch, dass man nur mit guten Kumpels überlebte. Jeder half dem Anderen, eine Hand griff in die nächste und vervollständige eine Bande, die einem in jeder Situation noch einen gewissen Rückhalt gab. Man traf sich ein-, zweimal die Woche nach der Arbeit zum Skat, zum Bier oder einfach nur, um zusammenzusitzen und zu vergessen, dass man am nächsten Morgen schon wieder an der Drehbank stünde.

I can't go on, I'll go on. [Weiterlesen »]

“Sir, Sir, wir sind wirklich in der Hölle hier!”

“Mir doch scheißegal. Eure Aufgabe ist, zu sein und nicht zu suchen!”

“Was, wenn wir schreien und mit den Armen rudern?”

“Euch wird niemand hören.”

“Ach?”

“In der Tat.”

 

Die Welt übertönt sich selbst mit einem Fiepen, Bildermonotonie und Endlosschleife. Erst wenn man die Schaufensterpuppen versteht, denen junge Frauen durch die Glasscheiben hindurch verschwommen missgünstige Hasstiraden entgegen bringen, versteht man es. Man ist außerhalb, eine Art Kriegsmüdigkeit. Die Granate ging direkt neben einem hoch. Das bisschen Blut im Ohr, nunja. Schonmal ohne Orientierung über das Schlachtfeld gelaufen?

Es geht ja schon durch die Blogs, Nachrichtenseiten und morgen wird es hoffentlich auch in den guten Zeitungen stehen. Es ist klar, dass wir da mitziehen müssen.

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Banksy (Internetzpräsenz) hat wieder einmal mit einer Performance auf sich aufmerksam gemacht. So veränderte er das beigelegte Heftchen (oder neudeutsch Booklet) und die Lieder der CD Paris Hiltons (einen Link zu der komischen Tante suchen wir nicht raus) in Eigenregie, kopierte CD und Heftchen 500 mal und verteilte sein Werk in 42 Läden in ganz England. Dazu gibt es auch ein sehenswertes Video.

Johnny Haeusler trauert schon mit Augenzwinkern, nicht einmal halb so bansianisch zu sein. Aber er arbeitet daran. Oberinformant müsste wohl der Herr von Nerdcore gewesen sein, womit auch alle Quellenansprüchen genügt sein sollte.

Nachtrag
Bei Boingboing gab es auch einen Link zu allen Bildern: hier
Und gleich das Lied hinterher: hier

Zwei reisende Engel machten Halt,um die Nacht im Hause einer wohlhabenden Familie zu verbringen.Die Familie war unhöflich und verweigerte den Engeln, im Gästezimmer des Haupthauses auszuruhen.Anstelle dessen bekamen sie einen kleinen Platz im kalten Keller.Als sie sich auf dem harten Boden ausstreckten, sah der ältere Engel ein Loch in der Wand und reparierte es. Als der jüngere Engel fragte, warum, antwortete der ältere Engel: “Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen.”

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Und Gott sagte dem Menschen: “Du sollst nicht ausbeuten!”

Da schaute sich der Mensch unsicher um, merkte, dass sie allein waren und sagte: “Halt du mal schön die Fresse und bleib das, was du bist – eine Psychose!”

Da bemerkte Gott, dass er hier nichts mehr verloren hatte. Man würde auch ohne ihn den falschen Weg gehen.