Monolog

30. August 2006, Litritscher

 

Weisse Wände im Hintergrund. Ein weisshäutiger und ausgemergelter Mann in einem weissen Hemdchen betritt die Bühne, auf der nichts steht. Er starrt unversehends ins Publikum, atmet schwer, hustet, und beginnt. Er spricht so schnell, dass man es kaum versteht, wird aber mit jedem Satz langsamer, bis die letzten Worte in sekündlichem Abstand gesprochen werden.

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Literatur für das Volk. Für welches Volk, wenn es kein einiges mehr gibt? Zeitgenössische Lyrik an der Unterschwelle der Gesellschaft wäre tragisch konkret und traurig monoton. Wie sich die Stufen dieser endlosen Treppe gegenseitig so gnadenlos nach unten treten ... Wahrscheinlich wäre es auch genau das, was trifft.